Beschlussvorlage - 0676/2005
Grunddaten
- Betreff:
-
Neubau des Emil Schumacher-MuseumsModernisierung und Erweiterung des Karl Ernst Osthaus-Museums - Sachstandsbericht -
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Holger Klinkmann
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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06.09.2005
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Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Vorberatung
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06.09.2005
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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13.09.2005
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Sachverhalt
Neubau des Emil
Schumacher-Museums / Modernisierung und Erweiterung des
Karl Ernst Osthaus-Museums
Bericht über den Sachstand:
Ø Der Bewilligungsbescheid des Landes über rd. 11,2 Mio. € liegt vor.
Ø Der städt. Finanzierungsanteil wurde auf maximal noch zu leistende 4 Mio. € begrenzt.
Ø Der Vertrag zwischen der Stadt Hagen und der Schumacher-Stiftung wurde am 24.06.2005 geschlossen.
Ø Der Umbau des Gebäude Hochstr. 71 soll im Oktober 2005 beginnen. Bauzeit ca. 6 Monate.
Ø Erforderliche Tiefbaumaßnahmen (Ver- und Entsorgungsleitungen) sollen in der Zeit von Oktober 2005 bis Februar 2006 durchgeführt werden.
Ø Der Baubeginn für das Emil Schumacher-Museum erfolgt im 2. Quartal 2006. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 2 Jahre.
Ø Die ursprünglich geplante Tiefgarage wird nicht gebaut.
Ø Zur beschleunigten politischen Beratung und Beschlussfassung soll ein Sonderausschuss gebildet werden.
1. Vorlauf
Am 06.06.2002 fasste der Rat der Stadt Hagen den Durchführungsbeschluss zum Bau des Emil Schumacher-Museums, zur Modernisierung und Erweiterung des Karl Ernst Osthaus-Museums und zur Aufwertung des städtebaulichen Umfeldes. Aufgrund verschiedenster Probleme verzögerte sich die Realisierung des Vorhabens. Ende 2004 / Anfang 2005 konnten die Schwierigkeiten ausgeräumt werden. Die Bezirksregierung bewilligte schließlich mit Bescheid vom 07.02.2005 Landesmittel in Höhe von rd. 11,2 Mio. €. Der städt. Finanzierungsanteil wurde auf maximal noch zu leistende 4 Mio. € begrenzt. Die weiteren Fördergeber, das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Landschaftsverband Westfalen/Lippe und der Regionalverband Ruhr bestätigten ihre Zusagen bzw. passten sie im Hinblick auf die Förderung des Landes an.
Der zur Durchführung des Bauvorhabens erforderliche Vertrag zwischen der Stadt Hagen und der Schumacher-Stiftung (s. Vorlage Drucksachen-Nr. 0569/2005) konnte am 24.06.2005 unterzeichnet werden. Mit dem Abschluss dieses Vertrages waren die Voraussetzungen zur Realisierung des Bauvorhabens gegeben.
2. Vorbereitende Maßnahmen
Die Durchführung der Baumaßnahme Emil Schumacher-Museum / Karl Ernst Osthaus-Museum erfordert vorlaufende Einzelmaßnahmen. So ist zunächst das Gebäude Hochstr. 71 umzubauen. Der Bewilligungsbescheid über die beantragte Förderung ging im August 2005 ein. Die Planung der Maßnahme wurde abgeschlossen, die Ausschreibungsunterlagen wurden fertiggestellt. Mit den Bauarbeiten soll im Oktober 2005 begonnen werden. Voraussichtliche Dauer: 6 Monate. In der Hochstr. 71 werden künftig das Kulturamt und die Verwaltung des Karl Ernst Osthaus-Museums untergebracht. Darüber hinaus werden Ausstellungs- und Archivräume geschaffen.
Parallel zu den Umbauarbeiten Hochstr. 71 werden die notwendigen Tiefbaumaßnahmen durchgeführt. Die Stadtentwässerung Hagen SEH führt die erforderlichen Kanalbauarbeiten aus, zeitgleich verlegt Mark E Versorgungsleitungen.
3. Planung
Die am 06.06.2002 vom Rat der Stadt Hagen beschlossene Entwurfsplanung sah, zur Erfüllung eines 1979 zwischen der Stadt Hagen und dem Land Nordrhein-Westfalen geschlossenen Grundstückskaufvertrages über die Grundstücke Hochstr. 71 / Prentzelstr. 2 – 6, den Bau einer Tiefgarage vor. In Verhandlungen mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen konnte eine Lösung gefunden werden, die es ermöglicht, auf den Bau der Tiefgarage, die nur für Fahrzeuge der Polizei errichtet worden wäre, zu verzichten.
Der Verzicht auf den Bau der Tiefgarage wiederum erlaubt die vereinfachte Trassenführung des öffentlichen Abwasserkanals sowie der sonstigen Ver- und Entsorgungsleitungen.
Die beteiligten Architekten und Planer nahmen nach dem Planungsstopp Mitte 2003 im Frühjahr 2005 die Arbeiten an der Genehmigungs- bzw. Ausführungsplanung wieder auf. Sie arbeiten zurzeit an der Vervollständigung der Ausführungsplanung. Den Architekten und Planern wurde aufgegeben, eingetretene Baukostensteigerung zu kompensieren und die Einhaltung der ermittelten Gesamtkosten sicherzustellen.
4. Vergabeverfahren
Nach der vergaberechtlichen Prüfung liegen keine technischen und wirtschaftlichen Gründe vor, die eine Zusammenfassung aller Fachlose (= Generalunternehmervergabe) rechtfertigen würden. Des Weiteren besteht durch den fortgeschrittenen Planungsstand für Generalunternehmer praktisch kaum noch Gestaltungs- und Kalkulationsraum, der aber eine wesentliche Basis für eine Vergabe an einen Generalunternehmer wäre.
Es sollen daher Einzelgewerke ausgeschrieben werden, etwa 80 % davon zeitgleich. Die Arbeiten für den erweiterten Rohbau, die äußere Gebäudehülle und die gesamte Gebäudekonditionierung sollen jeweils in einer Fachlosgruppe gebündelt und an einen für diesen Bereich verantwortlichen Unternehmer vergeben werden.
Die Größenordnung des Bauvorhabens erfordert eine europaweite Ausschreibung.
5. Koordination der städt. Dienststellen
Die verwaltungsinterne Zuständigkeit zur Realisierung des Bauvorhabens wurde vom Hochbauamt auf die dem Fachbereich Stadtentwicklung, Planen und Wohnen zugeordnete Projektgruppe “Emil Schumacher-Museum” übertragen.
Der Fachbereich hat in der Zwischenzeit alle involvierten Dienststellen der Verwaltung sachlich, fachlich sowie terminlich auf Basis der aktuellen Planung in das Projekt eingebunden.
6. Sonderausschuss
Das Emil Schumacher-Museum einschließlich Erweiterung und Modernisierung des Karl Ernst Osthaus-Museums ist ein Bauvorhaben von herausragender, überregionaler Bedeutung. Zur beschleunigten politischen Beratung und Beschlussfassung sollen daher mit dem Ziel der fristgerechten Fertigstellung des Vorhabens Kompetenzen des Haupt- und Finanzausschusses, des Kultur- und Weiterbildungsausschusses sowie des Stadtentwicklungsausschusses in einem Sonderausschuss gebündelt werden. Einzelheiten sind der Verwaltungsvorlage Drucksachen-Nr. 0644/2005 zu entnehmen.
7. Termine
Die Umbauarbeiten im Gebäude Hochstr. 71 sollen von Oktober 2005 bis März 2006 erfolgen. Die erforderlichen Kanalbauarbeiten einschließlich der Versorgungsleitungen werden von November 2005 bis Februar 2006 durchgeführt.
Die Arbeiten zur Errichtung des Emil Schumacher-Museums sowie zur Erweiterung und Modernisierung des Karl Ernst Osthaus-Museums beginnen, nach dem Umzug der Verwaltung des Karl Ernst Osthaus-Museums in das Gebäude Hochstr. 71, im 2. Quartal 2006 und werden voraussichtlich 2 Jahre in Anspruch nehmen.
Parallel zu den Baumaßnahmen zur Errichtung des Emil Schumacher-Museums und Erweiterung des Karl Ernst Osthaus-Museums wird die Gebäudewirtschaft Hagen GWH den historischen Teil des Karl Ernst Osthaus-Museums im Rahmen der Bauunterhaltung sanieren.
