Beschlussvorlage - 0659/2005
Grunddaten
- Betreff:
-
Zwischenbericht über die Erreichung der vereinbarten Leistungs- und Finanzziele im Rahmen des Kontraktes für die Kinder- und Jugendarbeit
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Beate Westermann
- Beteiligt:
- 19 Zentrale Steuerung; FB20 - Finanzen und Controlling; VB 2/KM Konsolidierungsmanagement
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Entscheidung
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31.08.2005
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Sachverhalt
Der zwischen dem Oberbürgermeister und dem
Fachbereich Jugend und Soziales für die Jahre 2005 - 2008 geschlossene Kontrakt
für die Kinder und Jugendarbeit sieht vor, jährlich dem Jugendhilfeausschuss
einen Zwischenbericht über die Erreichung der Leistungs- und Finanzziele
vorzulegen.
Der Zwischenbericht dokumentiert die bisherigen
Maßnahmen. Das Finanzziel ist bezogen auf das Haushaltsjahr 2005 gesichert.
1.
Vorbemerkung
Erstmals für die Haushaltsjahre 2003 und 2004 wurde für den Bereich der
Kinder- und Jugendarbeit nach Beschlussfassung des Rates ein Kontrakt zwischen
dem Oberbürgermeister und dem Fachbereich Jugend & Soziales abgeschlossen.
Der Kontrakt definiert Leistungsziele und Finanzziele der Kinder- und
Jugendarbeit der Stadt Hagen. Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung war das
vorrangige Finanzziel, den jahresbezogenen Zuschussbedarf sowohl im
Kontraktzeitraum als auch in den Folgejahren um 165.000 € zu senken.
Gleichzeitig sollte durch eine flexible Mittelbewirtschaftung und die Verantwortung für die Sach- und Personalkosten Gestaltungsspielraum für die weitgehendst leistungsneutrale Zuschussreduzierung und eine bedarfsorientierte Umgestaltung der Jugendarbeit eröffnet werden.
Die Erreichung der Finanz- und Leistungsziele wird durch ein internes Berichtswesen überprüft. Zusätzlich wird einmal pro Jahr dem Jugendhilfeausschuss Bericht erstattet.
2. Bilanz
des 1. Kontraktes 2003 / 2004
Die Finanzziele des Kontraktes für den Zeitraum 2003 / 2004 wurden erreicht bzw. übertroffen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass im Jahre 2004 die Landeszuwendungen für Offene Jugendarbeit gekürzt bzw. die Förderung der sozialpädagogischen Betreuung am Käthe-Kollwitz Berufskolleg eingestellt wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten konnte durch die Gestaltungsmöglichkeiten des Kontraktes eine Zuschussreduzierung bei den freien Trägern vermieden werden.
Die im Kontrakt vereinbarten Leistungsziele konnten ebenfalls erreicht werden. Im Rahmen der Gestaltungsmöglichkeiten konnten folgende Beschlussfassungen des JHA im Rahmen des Budgets umgesetzt werden:
· Umwandlung des bisherigen Globe zum Jugendkulturhaus
· Übertragung der Trägerschaft des JZ Berchum auf die Ev. Schülerarbeit
· Einrichtung eines zusätzlichen Angebotes in Henkhausen durch den Ev. Kirchenkreis Iserlohn
· Einrichtung einer zweiten Stelle im JZ Quambusch und Kooperation mit der Friederich Harkort Grundschule sowie Einrichtung eines Angebotes an der Ernst-Eversbusch Hauptschule in Haspe durch Auflösung der Spiel- und Lernstube Preußerstr.
3. Fortführung
des Kontraktes in den Jahren 2005 - 2007
Im Rahmen der Beratungen zur Kompensation ausfallender Landesmittel am 30.03.2004 hatte der Jugendhilfeausschuss die Verwaltung beauftragt, rechtzeitig die Fortführung des Kontraktes zur Kinder- und Jugendarbeit in der Legislaturperiode 2004 - 2009 einzuleiten.
Durch Beschluss des Rates vom 28.04.2005 wurde auf der bisherigen Grundlage der Folgekontrakt für die Zeit vom 1.1.2005 - 31.12.2007 abgeschlossen.
4. Leistungsziele
Bei den Leistungszielen sind bei der Kontraktfortschreibung folgende Punkte neu berücksichtigt worden:
¨ "Entwicklung von Konzepten und Maßnahmen zur stärkeren Kooperation mit Schulen, Angebot von Bildungs- und Betreuungsmaßnahmen am Nachmittag für Schüler/-innen der Sekundarstufe I, Klassen 5-7 im Rahmen verfügbarer Budgetmittel und zusätzlicher Landesförderungen"
sowie auf Grund des Jugendförderungsgesetzes
¨ die Entwicklung eines kommunalen Jugendförderplans.
5. Bisherige
Maßnahmen
¨ Bei den Angeboten in Kooperation mit den Schulen wurden alle Anträge der freien Träger und der Stadt durch das Landesjugendamt positiv beschieden, so dass die zusätzlichen Angebote erstmals im Schuljahr 2005 / 2006 in Kooperation mit den Schulen durchgeführt werden. Kritisch ist anzumerken, dass die gegenwärtige Förderhöhe nicht auskömmlich ist und die Angebote nur durch den Einsatz hauptamtlicher Fachkräfte zu gestalten sind. Innerhalb des Kontraktes kann hiermit jedoch ein -geringer- Refinanzierungsbeitrag zu den Personalkosten erzielt werden.
¨ Bei der Zuteilung der Landesmittel für die offene Jugendarbeit wurde die geringe Mittelreduzierung im Rahmen des Kontraktes durch Reduzierung des Förderbetrages für die kommunalen Einrichtungen kompensiert. Zusätzlich ist das Angebot von Wildwasser erstmals mit einem Betrag von 5.000 € berücksichtigt worden.
¨ Nach der Beschlussfassung des Jugendhilfeausschusses ist die Trägerschaft für das JZ Loxbaum zum 1.4.2005 dem Diakonischen Werk übertragen worden.
¨ Die Entwicklung eines Jugendförderplans wird derzeit in den AG gem. § 78 SGB VIII Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit / Jugendberufshilfe erarbeitet. Hierzu wird gesondert berichtet.
6. Künftige
Aufgaben
Zu den weiteren Herausforderungen in den nächsten Monaten wird die Sicherung der Finanzgrundlage der Einrichtungen der Jugendarbeit sowie die Berücksichtigung der Prioritäten im Rahmen der Jugendhilfeplanung gehören.
Besondere Probleme sind hierbei vor allem bei der Einrichtung des CVJM (reduzierte Kirchenmittel), Jugendcafé Kabel / Einrichtungen Hagener Norden (Haushaltskonsolidierung), Spielangebote Brockhausen (Auslaufen Projektmittel Soziale Stadt), sowie Wildwasser / ESW zu verzeichnen.
7. Finanzziele
Durch Abschluss des Kontraktes ist der um 7,5% abgesenkte Zuschussbedarf für die nächsten drei Jahre fortgeschrieben worden. Somit wird bei erfolgreicher Kontraktgestaltung auch in den kommenden Jahren ein Konsolidierungsbeitrag von 165.000 € erbracht.
Für den Kontraktzeitraum 2005 - 2007 erhält der Fachbereich ein Budget in Höhe von 6.243.150 € (jahresbezogen 2.081.050 €).
Da im Arbeitsbereich Kinder- und Jugendarbeit über 80% der Kosten Personalkosten sind, kann die Erreichung der Finanzziele nur durch konsequente personalwirtschaftliche Maßnahmen erreicht werden. Hierbei ist unter Qualitätsgesichtspunkten darauf zu achten, dass personelle Vakanzen durch interne Unterstützungsmaßnahmen begleitet werden, damit das Angebot der Kinder- und Jugendarbeit in der Wirkung für die Zielgruppen nicht grundsätzlich gefährdet wird.
Da
künftige Stellenvakanzen nur bedingt planbar sind, erfolgt eine sehr defensive
Stellenbewirtschaftung, die häufig über die verwaltungsüblichen
Wiederbesetzungssperren hinausgeht.
Zur Sicherstellung des Erreichens der Finanzziele werden die wichtigsten Haushaltsstellen sowie die Entwicklung der Personalkosten monatlich überwacht.

Bei Ausschöpfung aller Sachkosten - Haushaltsstellen ist auf Grund der
bisherigen Personalkostenrechnung von einer deutlichen Unterschreitung des
Budgets auszugehen. Neben Stellenvakanzen hat hierzu im Jahre 2005 auch eine überdurchschnittlich erfolgreiche
Fördermittelakquise beigetragen.
Die Einhaltung
des Finanzzieles für das Jahr 2005 ist damit absehbar gesichert.
