Beschlussvorlage - 0615/2005
Grunddaten
- Betreff:
-
Stadterneuerung - "Das Ruhrtal"- Entwicklung eines touristisch bezogenen regionalen Stadtmarketingkonzeptes- Durchführungsbeschluss gemäß Ziffer 4.4 der Förderrichtlinien Stadterneuerung
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Nord
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Vorberatung
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07.09.2005
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Vorberatung
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13.09.2005
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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15.09.2005
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Beschlussvorschlag
1.
Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.
2.
Die Durchführungs- und Finanzierungsdaten auf der Grundlage dieser
Verwaltungsvorlage
(Ziffer 3) werden beschlossen.
3
Mit der Fertigstellung des Regionalmarketing-Konzeptes
“Ruhrtal” ist
voraussichtlich im
Sommer 2007 zu rechnen.
Sachverhalt
Die Stadt Hagen beteiligt sich auf der Grundlage
des Basis-Beschlusses des Rates der Stadt Hagen vom 31.05.2000 (Drucksachen-Nr.
600018/00) an der Initiative “Das Ruhrtal”, mit der die Städte
Bochum, Hagen, Hattingen, Herdecke, Wetter (Ruhr) und Witten gemeinsam mit
dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem
Regionalverband Ruhr eine neue Form der regionalen Zusammenarbeit ins Leben
gerufen haben.
Die Ruhrtal-Initiative will mit Maßnahmen in den
Handlungsfeldern Freizeit und Tourismus, Ökologie und Umwelt sowie Kultur- und
Städtebau die Region als Lebens- und Wirtschaftsraum weiter entwickeln. Vor
allem aber soll der Erholungsraum des Ruhrgebietes weiter qualifiziert werden.
Hierzu kooperiert die Initiative mit den Städten Oberhausen, Mülheim a.d. Ruhr,
Essen und Dortmund.
Gegenstand dieser Verwaltungsvorlage ist die
Erarbeitung eines gemeinsamen, touristisch bezogenen regionalen
Stadtmarketingkonzeptes für das Ruhrtal mit der Zielsetzung, das Ruhrtal als
touristische Adresse in Konkurrenz zu vergleichbaren deutschen Flusslandschaften
wettbewerbsfähig zu machen. Das Konzept, das in Zusammenarbeit mit den
Stadtmarketinggesellschaften und den touristischen Leistungsanbietern
entwickelt werden wird, soll den Erlebniswelten des Tales ein eigenständiges,
klares und unverwechselbares Profil zuordnen.
Für die Entwicklung des Stadtmarketingkonzeptes
ist von Gesamtkosten in Höhe von
160.000,-- €
auszugehen, die wie folgt finanziert werden:
Landeszuwendung nach den Förderrichtlinien
Stadterneuerung (60 %) 96.000,--
€
Komplementärmittel (40 %) 64.000,--
€
davon
Eigenmittel der Projektträger (20 %) 32.000,--
€
Kostenbeitrag der örtlichen Wirtschaft (20 %) 32.000,--
€.
Da es sich um ein sogenanntes regionales Projekt
handelt, werden die Komplementärmittel von allen beteiligten Projektträgern
anteilig gemeinsam aufgebracht. Der Eigenmittel-Anteil der Stadt Hagen beträgt
3.200,-- €,
dessen Finanzierung im Haushalt sichergestellt ist.
Die Stadt Hagen ist vom regionalen Arbeitskreis
gebeten worden, stellvertretend die zuwendungsrechtliche Abwicklung für dieses
Projekt durchzuführen. Mit dieser Verwaltungsvorlage wird daher der
zuwendungsrechtlich erforderliche Durchführungsbeschluss gemäß Ziffer 4.4 der
Förderrichtlinien Stadterneuerung vorbereitet.
Vorbemerkung
Die Stadt Hagen beteiligt sich auf der Grundlage des Basis-Beschlusses des Rates der Stadt Hagen vom 31.5.2000 (Drucksachen-Nr. 600018/00) an der Initiative “Das Ruhrtal”, die aus der seinerzeitigen Bewerbung der Stadt Hagen im Verbund mit den Städten Herdecke, Wetter, Witten, Hattingen, Bochum und dem Ennepe-Ruhr-Kreis um die Ausrichtung der Regionale an der Ruhr 2004 entstanden ist.
Gegenstand dieser Verwaltungsvorlage ist die
Erarbeitung eines gemeinsamen, touristisch bezogenen regionalen
Stadtmarketingkonzeptes der beteiligten Projektträger.
Es handelt sich um ein sogenanntes regionales
Projekt, so dass die Komplementärmittel von allen beteiligten Projektträgern
anteilig gemeinsam aufgebracht werden.
Die Stadt Hagen ist vom regionalen Arbeitskreis
gebeten worden, stellvertretend die zuwendungsrechtliche Abwicklung für dieses
Projekt durchzuführen. Mit dieser Verwaltungsvorlage wird daher der
zuwendungsrechtlich erforderliche Durchführungsbeschluss gemäß Ziffer 4.4 der
Förderrichtlinien Stadterneuerung vorbereitet.
1.
Kurze
Beschreibung des Projektes
Die Städte Bochum, Hagen, Hattingen, Herdecke, Wetter (Ruhr) und Witten haben gemeinsam mit dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Regionalverband Ruhr in der Gemeinschaftsinitiative “Das Ruhrtal” eine neue Form der regionalen Zusammenarbeit ins Leben gerufen. Die Ruhrtal-Initiative will mit Maßnahmen in den Handlungsfeldern Freizeit und Tourismus, Ökologie und Umwelt, Kultur und Städtebau die Region als Lebens- und Wirtschaftsraum weiter entwickeln. Vor allem jedoch soll der Erholungsraum des Ruhrgebietes weiter qualifiziert werden. Hierzu kooperiert die Initiative mit den Städten Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Essen und Dortmund.
Der Kompetenzvorsprung des Ruhrtales im
Handlungsfeld Freizeit und Tourismus soll weiter ausgebaut werden, um auch als
überregionale Tourismusadresse im Zusammenklang mit den Kultur- und
Eventangeboten der benachbarten Großstädte zu einer wirtschaftlich starken und
attraktiven Tourismusadresse zu werden. Um eine nationale und internationale
Akzeptanz als Tourismusadresse zu gewinnen, ist es notwendig, die
Marketingaktivitäten der Vielzahl einzelner Akteure im Ruhrtal zusammen zu
führen und mit einem gemeinsamen Leitmotiv zu versehen.
Im Verlauf der bisherigen dreijährigen Arbeiten
an den Ruhrtalprojekten ist deutlich geworden, dass
·
trotz vieler
gemeinsamer touristischer Reize, Attraktionen und Begabungen des Ruhrtals ein
gemeinsames Marketingkonzept fehlt,
·
ein gemeinsames
Leitmotiv fehlt, welches die besonderen Stärken im Tourismus und im
Erholungsangebot plakativ herausstellt,
·
es eine
Reihe institutionalisierte Einrichtungen der Tourismusförderung
(Verkehrsvereine, Stadtmarketinggesellschaften und –büros usw.) gibt, die
jedoch nur vereinzelt miteinander kooperieren,
·
eine
Kooperation unter den ca. 400 touristischen Leistungsanbietern der Region
zwischen Oberhausen/Mülheim a.d. Ruhr und Hagen bisher faktisch nicht
stattfindet und es aufgrund der mangelnden Zusammenarbeit bisher nicht gelungen
ist, gemeinsame Qualitätsstandards der touristischen Leistungserstellung,
gemeinsame Werbeprodukte und Marketingmaßnahmen zu gestalten,
·
die
Ruhrgebiet-Tourismus GmbH als für die externe Vermarktung des gesamten
Ruhrgebietes zuständige Organisation auf die großen Einrichtungen, die großen
Veranstaltungen und die großen Zentren fokussiert ist. Der angestrebte
regionale Marketingprozess soll im Ergebnis dazu führen, das Ruhrtal mit seinen
spezifischen Attraktionen als starke Destination des Ruhrgebietes zu einem
Schwerpunkt des RTG-Marketings werden zu lassen.
Um das Ruhrtal jedoch als touristische Adresse in
Konkurrenz zu vergleichbaren deutschen Flusslandschaften überregional
wettbewerbsfähig zu machen, soll ein regionales Marketingkonzept in
Zusammenarbeit mit den Stadtmarketinggesellschaften und den touristischen
Leistungsanbietern entwickelt werden. Dieses Konzept soll den Erlebniswerten
des Tales ein eigenständiges, klares und unverwechselbares Profil zuordnen.
Dabei sind bereits entstandene Überlegungen unter den Stichworten
-
Sonnenseite
des Ruhrgebietes
-
das Ruhrtal
verbindet Zentren
-
sanfter
Tourismus im Ruhrtal
-
Umweltverbund
im Freizeitverkehr
-
zu Hause
verreisen
in die Leitmotiv-Entwicklung einzubeziehen.
Dadurch soll erreicht werden, dass das immer noch weitgehend negativ besetzte
Ruhrgebiets-Image durch eine Vielzahl zeigenswerter Ruhrtal-Attraktionen ins
Positive gewandelt werden kann.
Ein weiteres Ziel des Konzeptes ist die
Verstärkung des Binnenmarketings. Hierzu gehört, das Bewusstsein der eigenen
Bürger für den Wert des Lebensraumes Ruhrtal zu schärfen und so die
Identifikation mit dem Ruhrtal zu erhöhen.
Eine besondere Rolle beim Binnenmarketing spielen
die vor Ort ansässigen Wirtschaftsunternehmen. Sie sollen als starke Partner
der Ruhrtalinitiative für den regionalen Marketingprozess gewonnen werden, um
ihre eigenständigen Interessen nach einer attraktiven Arbeits-, Wohn-,
Bildungs- und Freizeitumwelt zur Geltung
bringen zu können.
Das Konzept soll darüber hinaus Vorschläge
entwickeln, wie die Stadt-, Stadtteil- und Ortszentren an der Ruhr durch das
zunehmende Wachstum im Tourismussegment wirtschaftlich stabilisiert werden und
stagnierende bzw. rückläufige Einzelhandelsfunktionen kompensieren können. Die
Lösungsvorschläge hierzu sollen Teil einer Antwort auf die Frage werden,
welchen Beitrag das Ruhrtal mit seinen “weichen” Standortfaktoren
zur Eindämmung des Bevölkerungsrückganges im Ruhrgebiet und zur Schaffung neuer
Arbeitsplätze leisten kann.
Im Ergebnis soll das Konzept das
Organisationsgerüst für ein gemeinsames und zentrales Marketing und einen
Vertriebsverbund von Produkten darstellen, welches gleichzeitig möglichst
nahtlos in die Vermarktungsaktivitäten der Ruhrgebiet-Tourismus GmbH für das
gesamte Ruhrgebiet eingepasst werden kann.
Die Erarbeitung des regionalen Marketingkonzeptes
setzt im ersten Schritt an den bestehenden lokalen Stadtmarketingkonzepten im
Ruhrtal an und unterzieht diese Konzepte unter dem Leitgesichtspunkt
“Ruhrtal” einer regionalen Betrachtung. In einem zweiten Schritt
wird die gegenwärtige Organisationsstruktur und Zuständigkeit der
Tourismuswerbung, der Wirtschaftsförderung und des Stadtmarketings für das
Ruhrtal analysiert. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Identifizierung
von Überschneidungsbereichen bzw. Mehrfachzuständigkeiten gelegt. Des weiteren
sollen die funktionalen Beziehungen der für das Stadtmarketing und die
Tourismuswerbung zuständigen Institutionen herausgearbeitet und dargestellt
werden. Im dritten Schritt ist der Status quo der Außenwahrnehmung des
Ruhrtales festzustellen. Dies soll durch eine ruhrtalbezogene Auswertung der
vom RVR 2004 durchgeführten bundesweiten Imagestudie über das Ruhrgebiet, durch
Expertengespräche sowie ggf. durch eine ergänzende Umfrage erfolgen.
Die touristischen Leistungsanbieter der Region
werden bei der Entwicklung des Marketingkonzeptes weitgehend eingebunden, so
dass sie sich an den Gesamtkosten mit 32.000,00 € beteiligen werden.
2.
Finanzierung
2.1 Kosten
Für die Entwicklung des Stadtmarketingkonzeptes
ist von
Gesamtkosten in Höhe von 160.000,00
€
auszugehen.
2.2 Zuschussfinanzierung
Es ist von einer Förderung des Projektes mit Zuwendungsmitteln des Landes NRW nach den Förderrichtlinien Stadterneuerung auszugehen.
Unter Berücksichtigung der Kostenbeteiligung der
Wirtschaft und eines 60%igen Fördersatzes ergibt sich somit folgende
Zuschussfinanzierung:
Förderfähige Gesamtkosten 160.000,00
€
Landeszuwendung (60 %) 96.000,00 €
Komplementärmittel (40 %) 64.000,00 €
davon
Eigenmittel der Projektträger 32.000,00 €
Kostenbeitrag der örtlichen Wirtschaft 32.000,00 €.
2.3 Eigenmittelfinanzierung
Die kommunalen Eigenmittel werden wie folgt finanziert:
-
Bochum 4.000,00
€
-
Hagen 3.200,00
€
-
RVR/RTG 2.400,00
€
-
Ennepe-Ruhr-Kreis 2.400,00
€
-
Witten 1.600,00
€
-
Hattingen 1.200,00
€
-
Wetter/Ruhr 600,00 €
-
Herdecke 600,00 €
-
Dortmund 400,00 €
-
Essen 10.400,00 €
-
Mülheim a.d.
Ruhr 4.900,00
€
-
Oberhausen 300,00 €
Gesamt 32.000,00 €.
Der Finanzierungsanteil der Stadt Hagen in Höhe
von 3.200,00 € ist im Haushalt sichergestellt.
