Beschlussvorlage - 0150/2014

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die vorgestellte Planung wird zur Kenntnis genommen. Die Verwaltung wird beauftragt, nach Klärung der Finanzierung die Planung der Variante 1 (Variante 2) umzusetzen.

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Sachverhalt

 

Begründung

 

Aufgabenstellung

 

Mit Beschluss der Bezirksvertretung Haspe v. 16.09.2013 wird die Verwaltung beauftragt, eine Planung zur Umgestaltung der Hasper Fußgängerzone in der Voerderstraße zu erarbeiten.  Die Planung soll in erster Linie folgende Ziele verfolgen:

 

  1. Eine Verbesserung der Belichtung im Straßenraum durch das ersatzlose Entfernen der größeren Bäume bzw. jedes zweiten Baumes zwischen Vollbrinkstraße und Kölnerstraße,
  2. die Herstellung von niedrigen Ersatzpflanzungen in Hochbeeten bzw. Baumscheiben in den entstandenen Lücken,
  3. die Beseitigung von drei Felsenbirnen in den Hochbeeten vor der Altstadtapotheke und deren Ersatz durch schmalkronige, helllaubige Bäume.

 

 

Situation

 

Bei den vorhandenen Bäumen handelt es sich um 2 verschiedene Ahorntypen. Zum einen um ca. 20 Jahre alte Bergahorne, die für den Standort in ca. 4 m Abstand von der Fassade der angrenzenden 4-geschossigen Bebauung zu groß werden. Deshalb erfolgte in den letzten Jahren bereits ein Rückschnitt bzw. eine starke Aufastung der Bäume bis in ca. 6 m Höhe. Zum anderen wurden insgesamt 6 Ahorn mittelgroßer Arten bzw. Sorten in den letzten Jahren nachgepflanzt, von denen vier sehr schmalkronig sind. Je 1 Ahorn vor dem Häusern Voerderstraße 1 und 17 weisen erhebliche Stammschäden auf.

 

Die Felsenbirnen in den Hochbeeten vor der Altstadtapotheke sind, soweit dies in unbelaubtem Zustand erkennbar ist, in einem guten Zustand.

 

Die Unterpflanzung sowohl der Baumscheiben als auch der Hochbeete ist aufgrund der starken Durchwurzelung, aber auch durch den Nutzungsdruck überwiegend lückenhaft.

 

Vorschläge und Möglichkeiten

 

Eine durchgängige Gestaltung mit Hochbeeten bzw. ca. 20 cm hohen Pflanzbeeten in Baumscheibengröße die mit Sträuchern bzw.  mit niedrigen bodendeckenden Pflanzen begrünt werden, ist sowohl aus gestalterischer Sicht als auch im Hinblick auf den zu erwartenden Unterhaltungsaufwand nicht ratsam.

 

Überwiegend niedrig bepflanzte kleine Flächen stellen grundsätzlich kein angemessenes, wirkungsvolles Gestaltungsmittel in einem öffentlichen Straßenraum dar. Zudem muss davon ausgegangen werden, dass eine Bepflanzung auch bei

Auswahl an sich geeigneter, robuster Gehölze nicht dauerhaft in ansprechendem Zustand gehalten werden kann. Die zu erwartenden erheblichen Einflüsse in diesem Bereich sowohl aufgrund intensiver Nutzungen aber auch durch Unachtsamkeit, Nachlässigkeit und Vandalismus können durch die zu leistenden Unterhaltungsmaßnahmen nicht kompensiert werden. Die Folge wäre schließlich ein unattraktives Erscheinungsbild. Aus diesem Grund wird vorgeschlagen, die nach Herausnahme einiger Bäume frei gewordenen Baumscheiben nicht zu bepflanzen sondern als Wegefläche herzustellen.

 

Die vorgeschlagene Anhebung des Niveaus auch der verbleibenden Baumscheiben um 20 cm ist nicht möglich, da durch eine  Bodenandeckung die Bäume erheblich und irreversibel geschädigt würden.

 

Maßnahmen

 

Da eine wirkungsvolle Begrünung in diesem Bereich nur durch Bäume zu erreichen ist und die vorhandenen großen Ahorne aufgrund der beengten Verhältnisse auf Dauer keine sinnvolle Entwicklungsperspektive haben, werden folgende Lösungen zur Bepflanzung der Voerderstraße im Rahmen der Neugestaltung vorgeschlagen:

 

Variante 1

 

Die für diesen Standort zu großen Bergahorne werden insgesamt gefällt. Vier kleinere Ahorne, die im Abstand von ca. 20 m im Bereich der Kaufhauses Woolworth stehen, bleiben erhalten. Und werden mit schmalkronigen Ahorn möglichst derselben Sorte ergänzt, die in Richtung Kölnerstraße in jeder zweiten Baumscheibe gepflanzt werden. Die beiden großen Ahorne vor dem Haus Voerderstraße 17 werden ebenfalls entfernt und durch zwei schmalkronige Ahorne ersetzt.

 

Die durch die Baumfällung freigewordenen nicht wiederbepflanzten Baumscheiben werden mit Betonplatten bzw. Pflastersteinen, dem vorhandenen Belag entsprechend, befestigt. Die so gewonnene Fläche kann für Sitzmöglichkeiten, Fahrradständer oder auch als Ausstellungsfläche durch die angrenzenden Geschäfte genutzt werden.

 

Variante 2

 

Es werden sämtliche Ahorn gefällt und in allen Baumscheiben, d. h. im Abstand von ca. 10 m insgesamt 17 neue klein- bis mittelgroße Bäume gepflanzt. Die Artenauswahl erfolgt vorrangig nach dem Blühaspekt (z. B. Felsenbirnen) oder nach dem Kronenaufbau, der locker und hell belaubt sein soll (z. B. Robinien, Gleditsia).

 

Da ein dauerhaft gutes Erscheinungsbild einer Unterpflanzung, auch bei Einbau eines Rabattengeländers, aufgrund der zu erwartenden Nutzungsauswirkungen nicht sichergestellt werden kann, wird seitens der Verwaltung vorgeschlagen, die Baumscheiben mit einer Abdeckung z. B. aus Holzhäcksel oder Splitt herzustellen und auf eine Unterpflanzung zu verzichten. Die Bäume erhalten einen ca. 60 cm hohen Stammschutz aus Stahlrohr.

 

Felsenbirnen vor der Altstadtapotheke

 

Die Felsenbirnen in den Hochbeeten vor der Altstadtapotheke sind soweit dies in unbelaubtem Zustand beurteilt werden kann in ansprechendem Zustand. Eine Notwendigkeit die Gehölze zu entfernen, um sie durch andere Bäume zu ersetzen, ist deshalb momentan nicht erkennbar. Aus diesem Grund wird vorgeschlagen, die Felsenbirnen zunächst stehen zu lassen, um nach erfolgtem Austrieb im Sommer Ihren Zustand besser beurteilen zu können. Erst dann wird über einen Erhalt bzw. eine evtl. Fällung entschieden.

 

Finanzierung

 

Die Herstellungskosten wurden mit 52.000 € für die Variante 1 bzw. 73.000 € für die Variante 2 ermittelt.  Die Finanzierung der Maßnahme ist nicht gesichert.

 

In den genannten Kosten ist das Aufstellen der bereits beauftragten Bänke nicht enthalten, da diese im Rahmen der Grünunterhaltung aufgestellt werden.

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

Es entstehen folgende finanzielle und personelle Auswirkungen

 

Es entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen

 

 

gez.

 

Thomas Huyeng

Beigeordneter

 

 

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Beschlüsse

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13.02.2014 - Bezirksvertretung Haspe - vertagt