Beschlussvorlage - 1128/2013
Grunddaten
- Betreff:
-
VI. Nachtrag zur Hundesteuersatzung vom 19.12.1997
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB20 - Finanzen und Controlling
- Bearbeitung:
- Thomas Schüßler
- Beteiligt:
- FB30 - Rechtsamt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Haupt- und Finanzausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
28.11.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Hagen
|
Entscheidung
|
|
|
|
12.12.2013
|
Sachverhalt
Kurzfassung
Die Hundesteuer wird mit Wirkung ab 1.1.2014 erhöht. Für Hundehalter mit geringem Einkommen gilt eine Sonderregelung gemäß § 3 Absatz 3. Bei Übernahme eines schwer vermittelbaren Hundes aus dem Hagener Tierheim wird der Hundehalter für diesen Hund für zwei Jahre von der Hundesteuer befreit (§ 3 Absatz 4).
Begründung
Die Hundesteuer wurde zuletzt mit Wirkung ab 1.1.2012 erhöht. Die Hundesteuer beträgt zurzeit:
wenn nur 1 Hund gehalten wird: 140
wenn zwei Hunde gehalten werden: 160 je Hund
wenn drei oder mehr Hunde gehalten werden: 180 je Hund
Vor 2012 betrugen die Sätze 128 , 148 und 164 . Die Erhöhung zum 1.1.2012 betrug mithin etwa 10 %. Ein Rückgang der Anzahl der angemeldeten Hunde nach der letzten Steuererhöhung ist nicht feststellbar. Die Zahl der gemeldeten steuerpflichtigen Hunde betrug:
01.01.2011 8.593
01.01.2012 8.706
01.01.2013 8.841
01.11.2013 8.965
Die Hundesteuer als herkömmliche kommunale Aufwandsteuer hat einerseits den Zweck, die Anzahl der gehaltenen Hunde zu begrenzen, anderseits der Gemeinde Einnahmen zu verschaffen. Trotz der moderaten Anhebung der Steuersätze zum 01.01.2012 stieg die Anzahl der Hunde weiterhin an. Eine erneute Anhebung der Steuersätze, insbesondere im Hinblick auf die finanzielle Lage der Stadt, erscheint vor diesem Hintergrund vertretbar. Es werden somit folgende Steuersätze vorgeschlagen:
Hundesteuer pro Hund,
wenn nur 1 Hund gehalten wird: 180
wenn zwei Hunde gehalten werden: 210 je Hund
wenn drei oder mehr Hunde gehalten werden: 240 je Hund
Die geplante Steuererhöhung bedeutet bei Haltung eines Hundes eine Anhebung um 28%. Die Anhebung erfolgt vor dem Hintergrund, dass die letzte Anhebung um 10% nicht zu einer Verringerung der Hundezahl geführt hat, sondern ein weiterer Anstieg zu verzeichnen war. Ein Vergleich der Steuersätze vergleichbarer Großstädte in NRW zeigt, dass Hagen sich zurzeit im Mittelfeld der Skala befindet:
Hundesteuersätze in NRW-Städten | 1 Hund | 2 Hunde | 3 und mehr |
Aachen | 120 | 144 | 156 |
Bochum | 144 | 168 | 192 |
Bonn | 150 | 210 | 264 |
Dortmund | 144 | 192 | 216 |
Duisburg | 132 | 168 | 192 |
Düsseldorf | 96 | 150 | 180 |
Essen | 156 | 216 | 252 |
Gelsenkirchen | 117 | 135 | 153 |
Hamm | 90 | 124 | 144 |
Herne | 132 | 168 | 186 |
Köln | 156 | 156 | 156 |
Krefeld | 101,2 | 117,7 | 134,2 |
Mönchengladbach | 138 | 165,6 | 207 |
Mülheim | 160 | 220 | 250 |
Oberhausen | 156 | 216 | 252 |
Remscheid | 132 | 165 | 198 |
Solingen | 133,2 | 156 | 174 |
Wuppertal | 160 | 288 | 288 |
Durch die geplante Steuererhöhung überschreitet die Stadt Hagen die bisher vorhandenen Steuersätze für den ersten Hund; bei den zusätzlichen Hunden haben mehrere Städte zurzeit schon höhere Steuersätze. Die Steuererhöhung bringt voraussichtlich Zusatzeinnahmen von etwa 360.000 .
Die Steuer nach § 3 Absatz 3 für den Personenkreis mit niedrigem Einkommen soll weiterhin 70 beim Halten nur eines Hundes betragen. Ferner wird, um einer Überlastung des Hagener Tierheims vorzubeugen, eine Steuerbefreiung für zwei Jahre für einen von dort übernommenen schwer vermittelbaren Hund eingeführt. Als schwer vermittelbar werden insbesondere Hunde angesehen, deren Verweildauer im Hagener Tierheim mehr als 6 Monate beträgt. Die Mindereinnahmen durch diese beiden Sonderregelungen werden auf 10.000 geschätzt.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
| Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen |
X | Es entstehen folgende finanzielle Auswirkungen |
| Es entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen |
Maßnahme | |
X | konsumtive Maßnahme |
| investive Maßnahme |
| konsumtive und investive Maßnahme |
Rechtscharakter | |
| Auftragsangelegenheit |
| Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung |
| Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung |
X | Freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe |
| Vertragliche Bindung |
| Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges |
| Ohne Bindung |
1. Konsumtive Maßnahme
Teilplan: | 6110 | Bezeichnung: | St/allg.Zuw/allg.Uml |
Produkt: | 1.61.10.02 | Bezeichnung: | Erhebung Gemeindesteuern |
Kostenstelle: |
| Bezeichnung: |
|
| Kostenart | Lfd. Jahr | Folgejahr 1 | Folgejahr 2 | Folgejahr 3 |
Mehrertrag (-) | 403200 | 350.000 | | | |
Aufwand (+) |
| | | | |
Eigenanteil |
| | | | |
Kurzbegründung: | |
X | Finanzierung ist im lfd. Haushalt bereits eingeplant/gesichert |
| Finanzierung kann ergebnisneutral (außer-/überplanmäßige Bereitstellung mit Deckung) gesichert werden. |
| Finanzierung kann nicht gesichert werden (der Fehlbedarf wird sich erhöhen) |
gez. | gez. |
Jörg Dehm Oberbürgermeister | Christoph Gerbersmann Stadtkämmerer |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
24,4 kB
|
