Berichtsvorlage - 1026/2013
Grunddaten
- Betreff:
-
Taubenschlag am Remberg
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Elfi Paech
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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06.11.2013
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Erledigt
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Umweltausschuss
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Entscheidung
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07.11.2013
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Sachverhalt
Kurzfassung
Sh. Begründung
Begründung
Die Stadt Hagen hat bekanntermaßen unter maßgeblicher Mitarbeit des Tierschutzvereins Hagen und Umgebung e.V. im Jahre 2004 zunächst einen betreuten Taubenschlag in der Innenstadt eingerichtet, in dem zwischenzeitlich mehrere hundert Tauben lebten und mit artgerechtem Futter versorgt wurden. Hierdurch konnte eine Anbindung von mehreren hundert Tauben an diesen mittlerweile wegen einer Abbruchmaßnahme nicht mehr existierenden Schlag erreicht werden.
Im Jahr 2012 ergab sich die Notwendigkeit, einen neuen Standort zu suchen. Diese Suche erwies sich als überaus schwierig, da ein Stadttaubenschlag zentral an den gewohnten Aufenthaltsplätzen der Tiere liegen muss. Ein solchermaßen optimaler Standort konnte aber nicht gefunden werden, da in Frage kommende Stellen und Gebäude nicht zur Verfügung standen bzw. abgelehnt wurden. Ein neuer Standort wurde etwas abgelegen auf einem freien städtischen Gelände am Remberg gefunden.
In einer groß angelegten Fangaktion wurden 372 Tauben aus dem alten Taubenschlag von ehrenamtlichen Kräften in die neuen Holzhäuser am Remberg umgesiedelt. Nahezu alle Tiere konnten in dieser Aktion erreicht werden. Zur Eingewöhnung wurden die Tauben etwa 10 Wochen zunächst im neuen Schlag festgehalten.
Mittlerweile halten sich nach einer aktuellen Zählung der Mitarbeiterin der Stadt Hagen, die den Taubenschlag betreut, etwa 450 Tauben zumindest zeitweise im Schlag auf (Stand 26.09.2013). Ein Teil der Tiere (zu erkennen an besonders auffälligen Tauben) übernachtet allerdings nicht im Taubenschlag. Wo sich diese Tiere außerhalb dieser Zeit aufhalten ist nicht bekannt. Die erhöhte Zahl ist durch die Lockwirkung des Schwarmes, der bisher nicht angesiedelte Stadttauben mit sich zieht, zu erklären und wünschenswert, um die Tiere möglichst vollständig aus dem Innenstadtbereich fernzuhalten.
Nach Angabe der Mitarbeiterin ist die Zahl der Ziertauben im Schlag gestiegen, die Quelle dieser Tauben ist jedoch unbekannt (aufgelöste und zurückgelassene Ziertaubenbestände aus Privathand, entflogene Hochzeitstauben?).
Monatlich werden 235 bis 250 Taubeneier gegen Kunsteier ausgetauscht. Eine Nachzucht wird somit wirksam und vollständig verhindert. Weiterhin erhalten die Tauben, falls erforderlich, auch im neuen Schlag eine tiermedizinische Betreuung. Durch diese Maßnahmen wird der Stadttaubenbestand in der Innenstadt wirksam kontrolliert, zahlenmäßig zumindest stabil gehalten und mittelfristig verringert sowie
gesundheitlich in einem guten Zustand und für die Besucher der Innenstadt unbedenklich erhalten. Die anfänglich geäußerten Befürchtungen von Nachteilen für die in der Nähe des Taubenschlags gelegenen Gebäude erwiesen sich bisher als unbegründet. Das Projekt wird von der Verwaltung weiterhin als erfolgreich eingestuft.
