Beschlussvorlage - 0921/2013
Grunddaten
- Betreff:
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Bedarfsorientierte Reduzierung des Hauptschulangebotes durch die auslaufende Schließung von Hauptschulen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Dirk Weithe
- Beteiligt:
- VB2 Vorstandsbereich für Finanzen, Controlling und interne Dienste
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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08.10.2013
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Nord
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Vorberatung
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09.10.2013
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hohenlimburg
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Vorberatung
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09.10.2013
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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06.11.2013
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Erledigt
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Schulausschuss
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Vorberatung
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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14.11.2013
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Beschlussvorschlag
Die Hauptschule Vorhalle wird mit Ablauf des Schuljahres 2014/2015 zum 31.07.2015 geschlossen. Als Nachfolgeschule wird die Hauptschule Geschwister-Scholl bestimmt, die ab dem Schuljahr 2015/2016 auch die verbleibenden SchülerInnen übernimmt.
Die Hauptschule Hohenlimburg wird ab dem Schuljahr 2014/2015 auslaufend geschlossen. Ausgehend von den zurückgehenden Schülerzahlen soll die Hauptschule ab dem Schuljahr 2016/2017 schulorganisatorisch an eine andere Schule angebunden werden. Die konkrete Entscheidung dazu wird unter Berücksichtigung der bis dahin abzuwartenden Entwicklung rechtzeitig vor dem Schuljahr 2016/2017 erfolgen.
Die Hauptschule Geschwister Scholl nimmt nicht am Anmeldeverfahren 2014/2015 teil.
Sachverhalt
Kurzfassung
Mit dem Bericht über die Schulentwicklungsplanung 2011 ff. ist für den Bereich der Sekundarstufe I der bereits begonnene und sich zukünftig fortsetzende Schülerrückgang deutlich geworden, der nicht zuletzt auch durch die geplante Errichtung von Sekundarschulen insbesondere auf dem Bereich der Hauptschulen Auswirkungen hat.
Derzeit unterhält die Stadt Hagen insgesamt sechs Hauptschulen(HS Remberg, HS Altenhagen, HS Hohenlimburg, HS Geschwister-Scholl, HS Vorhalle und HS Ernst-Eversbusch).
Er wird erwartet, dass sich der Bedarf perspektivisch auf lediglich eine 2-zügige Hauptschule reduziert. Für eine Übergangszeit von bis zu sechs Jahren werden noch zwei 2-zügige Hauptschulen benötigt werden. Die Verwaltung schlägt vor, dazu die Hauptschule Ernst-Eversbusch und für eine Übergangszeit die Hauptschule Geschwister Scholl zu erhalten.
Alle anderen Hauptschulen werden ab dem Schuljahr 2014/2015 auslaufend geschlossen. Der Schulbetrieb soll an den einzelnen Standorten so lange fortgeführt werden, wie es pädagogisch und raumorganisatorisch sinnvoll und vertretbar ist.
Der Beschluss zur Schließung der Hauptschulen Altenhagen und Remberg ist nicht
Bestandteil dieser Vorlage, sondern der separaten Vorlagen zur Gründung der Sekundarschule Altenhagen, bzw. Mitte.
Begründung:
Mit dem Bericht über die Schulentwicklungsplanung 2011 ff. ist für den Bereich der Sekundarstufe I der bereits begonnene und sich zukünftig fortsetzende Schülerrückgang deutlich geworden. Alleine unter diesem Aspekt besteht die Notwendigkeit einer Reduzierung des bestehenden Schulangebots.
Die Errichtung von Sekundarschulen hat zudem Auswirkungen auf das gesamte Geflecht der Hagener Schulen mit einer Sekundarstufe I.
Für das Schuljahr 2014/2015 besteht Handlungsbedarf, wobei die Schulträgerbeschlüsse im Hinblick auf das Anmeldeverfahren bis Ende November 2013 zu fassen sind.
Von folgenden Anmeldezahlen der 5. Jahrgangsstufe wird unter Berücksichtigung der Gründung von zwei Sekundarschulen ausgegangen:
Gesamtschulen 469
Gymnasien (städt.) 589
Sekundarschulen 160
Hauptschulen 36
Realschulen 260
Summe 1.514
Die Gymnasien und Gesamtschulen haben damit weiterhin stabile Schülerzahlen, so dass der Handlungsbedarf im Bereich der Hauptschulen und der Realschulen besteht, der in Einzelvorlagen dargelegt wird.
Derzeit unterhält die Stadt Hagen insgesamt sechs Hauptschulen(HS Remberg, HS Altenhagen, HS Hohenlimburg, HS Geschwister-Scholl, HS Vorhalle und HS Ernst-Eversbusch).
Er wird erwartet, dass sich der Bedarf perspektivisch auf lediglich eine 2-zügige Hauptschule reduziert. Für eine Übergangszeit von bis zu sechs Jahren werden noch zwei 2-zügige Hauptschulen benötigt werden. Die Verwaltung schlägt vor, dazu die Hauptschule Ernst-Eversbusch und für eine Übergangszeit die Hauptschule Geschwister Scholl zu erhalten.
Die Hauptschule Ernst-Eversbusch hatte in den letzten Jahren im Vergleich der anderen Hauptschulen noch die stärksten Anmeldezahlen zu verzeichnen. Daneben soll für eine Übergangszeit die Hauptschule Geschwister Scholl erhalten bleiben. Dies ist notwendig, um für die auslaufenden Hauptschulen Vorhalle und Altenhagen und noch qualifizierten Fachunterricht anbieten zu können, wenn nur noch die beiden letzten Jahrgänge vorhanden sind. Zudem gibt dies die Möglichkeit, der zunehmenden Zahl von Schülern, die von Realschulen abgeschult werden, gerecht zu werden.
Folgende konkrete Maßnahmen:
Die Hauptschule Vorhalle wird mit Ablauf des Schuljahres 2014/2015 zum 31.07.2015 geschlossen. Sie würde im Schuljahr 2015/2016 voraussichtlich nur noch 2 Klassen mit rund 56 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 haben. Daher wird vorgeschlagen, zum Ende des Schuljahres 2014/2015 den Unterrichtsbetrieb in Vorhalle einzustellen. Als Nachfolgeschule wird die Hauptschule Geschwister-Scholl bestimmt, die ab dem Schuljahr 2015/2016 auch die verbleibenden SchülerInnen übernimmt.
Die Hauptschule Altenhagen wird ab dem Schuljahr 2014/2015 auslaufend geschlossen. Sie wird im Schuljahr 2016/2017 voraussichtlich nur noch 4 Klassen mit 65 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 9 und 10 haben.
Sofern die prognostizierten Zahlen eintreffen, sollte der Unterrichtsbetrieb der Hauptschule in Altenhagen dann mit Ablauf des Schuljahres 2015/2016 beendet werden. Als Nachfolgeschule käme die Hauptschule Geschwister-Scholl in Betracht.
Die Hauptschule Hohenlimburg wird ab dem Schuljahr 2014/2015 auslaufend geschlossen. Sie wird im Schuljahr 2016/2017 voraussichtlich nur noch 3 Klassen mit 67 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 haben. Es besteht daher zu diesem Zeitpunkt schulorganisatorischer Handlungsbedarf. Möglich wäre dann die organisatorische Anbindung an eine verbleibende Hauptschule. Alternativ käme auch die unterrichtliche Versorgung durch eine Schule anderer Schulform, wie z.B. die benachbarte Realschule oder das Gymnasium Hohenlimburg in Betracht, wobei die SchülerInnen auch in diesen Fall den Hauptschulabschluss absolvieren würden.
Falls die Sekundarschule Mitte zustande kommt, wird die Hauptschule Remberg ab dem Schuljahr 2014/2015 auslaufend geschlossen. Sie wird dann voraussichtlich noch 15 Klassen mit 304 SchülerInnen der Jahrgangsstufen 6 bis 10 haben, wozu auch die sog. internationalen Förderklassen gehören. Sofern die prognostizierten Zahlen eintreffen, wäre vorstellbar, mit Beginn des Schuljahres 2015/2016 das Angebot der internationalen Förderklassen in die Hauptschule Hohenlimburg zu integrieren. Aktuell, mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 ist abweichend von den bisherigen Erfahrungen einen starken Schüleranstieg bei den internationalen Förderklassen festzustellen.
Die regulären Klassen der Hauptschule Remberg sollten zumindest bis Ende des Schuljahres 2016/2017 am Remberg verbleiben. Anschließend sollen die dann voraussichtlich verbleibenden 4 Klassen an einer anderen Hauptschule weiter beschult werden.
Im Hinblick auf eine verbindliche Schulträgerentscheidung wird empfohlen, zunächst die tatsächliche Schülerzahlenentwicklung bis zum Schuljahr 2015/2016 abzuwarten. Dies gibt insbesondere die Möglichkeit zu überprüfen, wie sich die Zahl der internationalen Förderklassen entwickelt und ob diese perspektivisch an eine andere Schulform als die der Hauptschule angebunden werden.
Sollte die erforderliche Anmeldezahl bei der Sekundarschule Mitte / Remberg nicht erreicht werden, würde die Hauptschule Remberg am regulären Anmeldeverfahren teilnehmen, da gesamtstädtisch betrachtet, die Vorhaltung der dortigen schulischen Ressourcen notwendig sind.
Hinweise:
Mit dieser Vorlage werden formal die schulorganisatorischen Beschlussvorschläge für die Hauptschulen Vorhalle, Geschwister-Scholl und Hohenlimburg unterbreitet.
Die Beschlussvorschläge der ebenfalls inhaltlich aufgeführten Hauptschulen Remberg und Altenhagen werden indes im Rahmen der Einzelvorlagen über die Errichtung der Sekundarschulen an den jeweiligen Standorten unterbreitet.
Die finanziellen Auswirkungen werden zu einem späteren Zeitpunkt in einer gesonderten Vorlage dargestellt.
