Beschlussvorlage - 0849/2013
Grunddaten
- Betreff:
-
Masterplan Kultur
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Beate Hauck
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Kultur- und Weiterbildungsausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
19.09.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration
|
Vorberatung
|
|
|
|
08.10.2013
| |||
|
●
Geplant
|
|
Bezirksvertretung Hagen-Nord
|
Vorberatung
|
|
|
|
09.10.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Hohenlimburg
|
Vorberatung
|
|
|
|
09.10.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
|
Vorberatung
|
|
|
|
16.10.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Hagen-Mitte
|
Vorberatung
|
|
|
|
06.11.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Haspe
|
Vorberatung
|
|
|
|
07.11.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Stadtentwicklungsausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
12.11.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Schulausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
12.11.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Jugendhilfeausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
13.11.2013
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Beirat für Menschen mit Behinderungen
|
Vorberatung
|
|
|
|
19.11.2013
| |||
|
●
Geplant
|
|
Seniorenbeirat
|
Vorberatung
|
|
|
|
21.11.2013
|
Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Die Stadt Hagen hat bis heute keinen perspektivischen Kulturentwicklungsplan bzw. einen Masterplan Kultur. Nicht nur wegen der sich negativ verändernden Finanzlage der Stadt, sondern vor allem wegen der sich rasant verändernden Stadtgesellschaft im Rahmen des demographischen Wandels ist ein Masterplan Kultur für die Stadt Hagen dringend notwendig.
Die finanziellen Rahmenbedingungen der Stadt werden sich in den nächsten Jahren immer stärker negativ entwickeln. Es muss realistisch davon ausgegangen werden, dass in der näheren Zukunft für die Stadt weniger Geld zur Verfügung stehen wird.
Hatte Hagen um 1993 noch 218.000 Einwohner, waren es 2012 189.000 und für das Jahr 2030 wird eine Einwohnerzahl von rund 160.000 prognostiziert. Lag das Durchschnittsalter im Jahr 1993 für die Gesamtstadt noch bei 41,2 Jahren, beträgt das Durchschnittsalter 2013 bereits 44,8 Jahre und wird voraussichtlich 2030 die Höhe von ca. 46,8 Jahren erreichen. Die Menschen in unserer Stadt werden immer älter. In dem gleichen Zeitraum ist auch der Anteil der Bevölkerung mit einem Migrationshintergrund erheblich gestiegen. Die Stadt Hagen wird immer bunter. Bis zum Jahre 2030 wird die 40%-Marke der Menschen mit Migrationshintergrund überschritten werden. Bereits heute hat die Stadt Hagen in Nordrhein-Westfalen den höchsten Anteil von Menschen mit einem Migrationshintergrund. All diese Fakten machen deutlich, dass ein Masterplan Kultur für die Stadt Hagen dringend notwendig ist, um die Aufgaben der Zukunft und deren kulturelle Entwicklung meistern zu können. Aufgrund der vielfältigen bestehenden Kultureinrichtungen in dieser Stadt wird es notwendig sein, zunächst den Status quo festzustellen und für die Stadt zukünftige Schwerpunkte der kulturellen Entwicklung zu definieren.
Für die Stadt Hagen bestand die Möglichkeit, sich in einen Kulturentwicklungsprozess des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe im Rahmen der Kulturagenda Westfalen einzubringen. Im Rahmen der Kulturagenda Westfalen, dem vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe moderierten Kulturplanungsprozess für Westfalen-Lippe werden neun Pilotplanungen für unterschiedliche Typen der Kulturentwicklungsplanung unterstützt. Die Planungen sollen auch anderen Kommunen, die als Beobachter und Beobachterinnen teilnehmen können, helfen, ihre Planungen durchzuführen. Bei den Planungsprozessen arbeiten Verantwortliche aus Politik und Verwaltung, Kulturschaffende, Kulturförderer und weitere Kulturinteressierte gemeinsam an einer Zukunftsplanung für die Kultur. Die Kulturagenda Westfalen ist ein offener Kommunikationsprozess, in dem Visionen formuliert und konkrete Ziele für die Entwicklung von Kunst und Kultur in der Region erarbeitet werden. Das Konzept stammt vom Osnabrücker Kulturberater Reinhart Richter. Auch in Hagen, der Stadt mit dem höchsten Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund in Nordrhein-Westfalen, soll ein Masterplan Kultur mit dem Schwerpunkt Interkultur initiiert werden. An dieser Kulturplanung sollen in Hagen alle Kulturschaffenden, Kulturinteressierte, Politik und Verwaltung beteiligt werden.
Bereits am 16.07.2013 wurden die kulturpolitischen Sprecher der Fraktionen im KWA über die wesentlichen Planungen unterrichtet und die weitere Beratung im KWA vereinbart.
Ab dem 19.09.2013 werden nach der Sitzung des Kultur- und Weiterbildungsausschusses alle Fachausschüsse sowie alle Bezirksvertretungen detailliert über den in Hagen partizipativ zu entwickelnden Masterplan informiert. Ziel ist es, gemeinsam mit allen Kulturakteuren, Kulturschaffenden und allen interessierten Bürgern und Bürgerinnen vor dem Hintergrund der finanziellen Situation der Stadt Hagen umsetzbare Leitlinien für die Zukunft der Kultur in Hagen zu entwickeln, die für die nächsten 5 bis 10 Jahre Orientierung bieten für die in der Kultur in Hagen zu setzenden Schwerpunkte. Die Begriffe „Kultur“ und „Inter-Kultur“ werden neben den „klassischen“ Kulturangeboten ausdrücklich auch die freie Kulturszene sowie die in den Stadtteilen gelebten kulturellen Strukturen umfassen. „Inter-kultur“ soll definiert werden als die in Hagen identitätsprägende Kultur der Menschen mit verschiedenen kulturellen Wurzeln, Interessen, Selbstverständnissen und schließt auch die Brauchtumskultur sowie den Aspekt der Inklusion in Hagen mit ein. Diese umfassende Definition der „Inter-Kultur“ in Hagen ist fach- und stadtteilübergreifend. Nach den Sitzungen der begleitenden politischen Gremien werden insgesamt fünf öffentliche Termine von November 2013 bis März 2014 mit breiter Bürgerbeteiligung stattfinden. Der Masterplan Kultur soll identitätsstiftend und integrierend wirken. Die Planung muss die finanzielle Situation der Stadt berücksichtigen und darf keine unrealistischen Hoffnungen auf nicht finanzierbare Kulturprojekte wecken.
Die Unternehmerschaft in Hagen soll in den Prozess in einem moderierten Termin am 20.11.2013 eingebunden werden, da die kulturelle Entwicklung auch einen wichtigen Standortvorteil darstellt für die Wirtschaft und ihre Chancen, qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen. Gespräche mit der SIHK haben bereits statt gefunden.
Die Wahrnehmung der Kultur und Identität in Hagen soll in der Stadt und in der Außenwirkung gestärkt werden.
Die fünf Termine des Kulturentwicklungsprozesses in Hagen setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
In der Auftaktveranstaltung am 20.11.2013 von 17.00 bis 21.00 Uhr im Kunstquartier sollen die wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen beschrieben werden, die in Zukunft Rahmenbedingungen für Kulturpolitik beeinflussen können.
Die SWOT-Analyse findet am 04.12.2013 von 17.00 bis 21.00 Uhr auch im Kunstquartier statt. Sie analysiert die Stärken/Schwächen/Chancen/Risiken des Kulturlebens in Hagen.
Der dritte Termin am 11.01.2014 nutzt bei einer ganztägigen Visionskonferenz von 11.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus den Aufbruch in ein neues Jahr mit der Formulierung von Zukunftsperspektiven für die Kulturentwicklung in Hagen.
In der Zielkonferenz am 05.02.2013 dreht sich von 17.00 bis 21.00 Uhr im Kunstquartier alles um die Frage, wie auf der Grundlage der Visionen Ziele zu formulieren sind.
Am 15.03.2014 startet dann die offene Werkstatt von 11.00 bis 18.00 Uhr im Rathaus zur Beantwortung der Frage: Was muss geschehen, damit die gemeinsam erarbeiteten Ziele realisiert werden?
Zu allen Terminen werden alle Bürger und Bürgerinnen eingeladen. Es erfolgen persönliche Einladungen an alle bekannten kulturpolitisch Interessierten. Begleitend wird es eine breite Öffentlichkeitsarbeit geben. Zu allen Terminen sollen vor allem auch alle Mitglieder des KWA und auch alle sonstigen kulturpolitisch interessierten Vertreter des Rates sowie sonstiger Fachausschüsse sich intensiv einbringen können.
Nach dem letzten Termin werden alle Ergebnisse in eine Vorlage der Verwaltung eingebracht, über die nach der Beteiligung des Kultur- und Weiterbildungsausschusses und der Bezirksvertretungen und Fachausschüsse der Rat noch in der ersten Jahreshälfte 2014 entscheiden soll.
Die Kosten für die Moderation durch Herrn Richter werden über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe getragen. Die Stadt Hagen trägt die Kosten für die Räume sowie für die Verpflegung der Teilnehmenden während der öffentlichen Termine des Kulturentwicklungsprozesses.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)
x | Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen |
gez. |
|
Thomas Huyeng |
|
Beigeordneter |
|
|
|
Verfügung / Unterschriften
Veröffentlichung | |||||||
x | Ja | ||||||
| Nein, gesperrt bis einschließlich |
|
| ||||
| |||||||
Oberbürgermeister |
| ||||||
| |||||||
Gesehen: | |||||||
| |||||||
| |||||||
Stadtkämmerer |
| Stadtsyndikus |
| Beigeordnete/r | |||
| Die Betriebsleitung | ||||||
Amt/Eigenbetrieb: |
|
|
| Gegenzeichen: | |||
49 Fachbereich Kultur |
| ||||||
| |||||||
| |||||||
| |||||||
| |||||||
| |||||||
| |||||||
| |||||||
| |||||||
Beschlussausfertigungen sind zu übersenden an: | |||||||
Amt/Eigenbetrieb: |
| Anzahl: |
| ||||
49/S |
| 1 |
| ||||
|
|
|
| ||||
|
|
|
| ||||
|
|
|
| ||||
|
|
|
| ||||
|
|
|
| ||||
|
|
|
| ||||
|
|
|
| ||||
