Beschlussvorlage - 0487/2005

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die in der Vorlage für das Jahr 2006 dargestellten Ausbildungsberufe werden mit entsprechenden Ausbildungskräften besetzt.

 

Bei der Haushaltsstelle 0210.567.00101 (“Ausbildung”) werden für die Einstellungsjahrgänge 2003 bis 2006 für Lehrgangsgebühren und Ausbildungsmittel 54.000,-- € eingestellt.

 

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Sachverhalt

Die Verwaltung beabsichtigt, im Ausbildungsjahr 2006 die in der Vorlage dargestellten Ausbildungsplätze anzubieten. Mit diesem Angebot soll der einerseits notwendige Bedarf gedeckt und andererseits auch einer sozial- und gesellschaftspolitischen Verpflichtung zur Ausbildung nachgekommen werden. Verstärkt schlägt die Verwaltung für 2006 die Einstellung von Auszubildenden im Bereich der allgemeinen Verwaltung vor.

 

 


 
Die Verwaltung beabsichtigt, im Ausbildungsjahr 2006 die in der nachfolgenden Übersicht 1 dargestellten Ausbildungsplätze anzubieten. Mit diesem Angebot soll der einerseits notwendige Bedarf gedeckt und andererseits auch einer sozial- und gesellschaftspolitischen Verpflichtung zur Ausbildung nachgekommen werden. Verstärkt schlägt die Verwaltung die Einstellung von Auszubildenden im Bereich der allgemeinen Verwaltung aus folgenden Erwägungen vor:

 

Aufgrund des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) ist es erforderlich, im gehobenen Dienst vor allem Inspektor-Anwärter/innen mit dem Schwerpunkt Betriebswirtschaftslehre (BWL) und NKF vermehrt auszubilden. Während des Studiums werden bereits fachpraktische Kenntnisse in den verschiedenen Ämtern der Verwaltung erworben. Diesen Kräften sind nach ihrem Studium bereits interne Abläufe und Besonderheiten der öffentlichen Verwaltung bekannt. Hierdurch haben sie einen großen Vorteil gegenüber extern eingestellten Kräften.

 

Neben den Fachkräften im Bereich BWL/NKF werden aber auch Mitarbeiter/innen in der allgemeinen Verwaltung benötigt, die insbesondere über Fachwissen im Sozialbereich verfügen. Gerade in diesem Bereich bestehen -auch nach Gründung der ARGE- immer wieder Bedarfe. Da das Studium BWL/NKF keinerlei Kenntnisse im Sozialrecht vermittelt, sollten auch Inspektor-Anwärter/innen mit juristischem Schwerpunkt ausgebildet werden.

 

Bei Stellenbesetzungen ist es aufgrund beruflicher Fort- und Weiterbildungen in der Vergangenheit zu einem vermehrten Übergang von Beschäftigten des mittleren Dienstes in den gehobenen Dienst gekommen. Um die dadurch entstehenden (und immer noch  vorhandenen) Bedarfe im mittleren Dienst zu decken, ist es erforderlich, die Anzahl der Einstellungen bei den Verwaltungsfachangestellten im Vergleich zu den Vorjahren zu erhöhen. Durch personalwirtschaftliche Maßnahmen wird hier in Zukunft sichergestellt, dass neu eingestellte Kräfte länger als bisher in ihrem “ausgebildeten” Berufsbild tätig sein werden.

 

Im Beruf “Fachangestellte/r für Bürokommunikation” zeichnen sich bereits heute im schreibtechnischen Bereich und im Sekretariatsbereich (“Vorzimmer”) Bedarfe ab, die nur schwer zu decken sind und sein werden. Interne Ausschreibungen bleiben aufgrund fehlender Bewerber/innen oft schon jetzt erfolglos. Durch Ausscheiden von Mitarbeiter/innen wird in den kommenden Jahren dieser Trend weiter verstärkt und der Bedarf entsprechend steigen. Aus diesem Grund ist es dringend geboten, in diesem Beruf wieder Ausbildungsstellen anzubieten.

 

Nach aktueller Auskunft der Bundesagentur für Arbeit ist der in den vergangenen Jahren festzustellende negative Trend auf dem Ausbildungsstellenmarkt ungebrochen. Die Zahl der in Hagen gemeldeten Ausbildungssuchenden betrug im April 2005 3179 (Vorjahr: 3512). Davon sind noch 1636 nicht vermittelte Jugendliche. Auch aus diesem Grund werden im gewerblich-technischen Bereich über den notwendigen Bedarf hinaus 3 Ausbildungsplätze angeboten ( 2 Forstwirte/Forstwirtinnen, 1 Vermessungstechniker/in). Diese Berufsbilder verfügen nach Ende der Ausbildung auch über Beschäftigungschancen im “freien Arbeitsmarkt”.

 

Letztlich hängt die Art der Übernahme aller Auszubildenden des Einstellungsjahrganges 2006 dann von ihrer Leistungsbeurteilung ab. Insofern wird an dieser Stelle auf die Beschlussfassung des Personalausschusses in seiner Sitzung am 22.06.2004 verwiesen.

 

Für das geplante Ausbildungsplatzangebot 2006 entstehen Personalkosten in Höhe von rd. 430.000 € jährlich (ohne Aufstiegsbeamter/beamtin, SEH, WFG und HEB).

 

Bei der Haushaltsstelle 0210 567 00101 (“Ausbildung”) müssen für das Haushaltsjahr 2006 für Lehrgangsgebühren und Ausbildungsmittel der Einstellungsjahrgänge 2003 – 2006 54.000 € bereitgestellt werden.

 

 

 

Übersicht 1:

 

 

Verwaltungsberufe und gewerblich-technische Berufe in der allgemeinen Verwaltung

Neueinstellung von Auszubildenden in den Jahren 2002 – 2005

(Ist-Daten bis 2004, Plandaten 2005)

 

 

 

Ausbildungsberuf

2002

2003

2004

2005

 

2006

Stadtinspektor-Anwärter/in

2

3

1+12

-

 

3

Stadtinspektor-Anwärter/in BWL

5

-

4

5

 

6

Stadtassistent-Anwärter/in

 

 

 

 

 

65

Aufstiegsbeamte/-innen

12

2

-

1

 

13

Aufstiegsbeamte/-innen (verkürzter Aufstieg)

-

-

-

1

 

13

Verwaltungsfachangestellte/r

9+22+11

5

2

3

 

65

Fachangestellte/r für Bürokommunikation

 

 

 

 

 

4

Brandmeister-Anwärter/in

-

9

-

11

 

-

Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste (Bücherei)

22

1

1

2

 

1

Chemielaborant/in

-

2

-

2

 

24

Vermessungstechniker/in

2

1+12

2

2

 

3

Bauzeichner/in (Hochbau)

-

-

1

1

 

-

Fachkraft für Veranstaltungstechnik

-

1

2

2

 

2

Tischler/in

-

2

-

-

 

-

Landschaftsgärtner/in

4+11

4

7

3

 

5

Forstwirt/in

1

1

12

2

 

2

Tierpfleger/in

-

-

-

1

 

-

Gesundheitsaufseher/in

-

-

1

-

 

-

Fachinformatiker/in (Systemintegration)

-

1

1

-

 

1

Fachinformatiker/in (Software-Entwicklung)

-

1

1

-

 

1

Zentralheizungs- und Lüftungsbauer/in

-

1

-

-

 

-

Elektroinstallateur/in

-

1

-

-

 

-

Bürokauffrau/mann (GWH)

-

-

-

1

 

-

KFZ-Mechatroniker/in

-

-

-

2

 

1

Gesamt

24

35

23

39

 

36

 

 

1 Ausbildungskräfte aus Vorjahren

2 Ausbildung abgebrochen

3 Bei den Aufstiegsbeamten/-beamtinnen ist z. Z. nicht erkennbar, ob Interesse am regulären

oder verkürzten Aufstieg besteht. Aus diesem Grund werden alternativ diese beiden Möglichkeiten angeboten.

4 Ausbildungsplätze werden nur angeboten, wenn die vorhandenen Ausbildungskräfte

ihre Abschlussprüfung vorziehen.

5 Inwieweit die insgesamt 6 Ausbildungsplätze im Beamtenverhältnis (mittlerer Dienst) bzw. im

Angestelltenverhältnis angeboten werden, wird bedarfsgerecht noch festgelegt.

 

 

Übersicht 2:

 

nachrichtlich

 

Verwaltungsberufe und gewerblich-technische Berufe

bei SEH, WFG und HEB

 

Ausbildungsberuf

2002

2003

2004

2005

2006

SEH

 

 

 

 

 

Bürokauffrau/mann

-

-

-

1

*

Bauzeichner/in (Tiefbau)

-

-

1

-

*

Ver- und Entsorger/in

-

-

-

1

*

WFG

 

 

 

 

 

Kauffrau/mann für Bürokommunikation

-

-

-

-

-

Bürokauffrau/mann

-

-

-

1

-

HEB

 

 

 

 

 

Verwaltungsfachangestellte/r

-

-

-

-

-

Industriekauffrau/mann

1

2

-

-

1

Energieanlagenelektroniker/in

-

1

-

1

-

Industriemechaniker/in

-

1

1

-

-

Kfz-Mechatroniker/in

-

1

-

1

1

 

* Die Einstellungszahlen lagen bei Erstellung der Vorlage noch nicht vor.

 

 

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Auswirkungen

Die entstehenden Personalkosten sowie die entsprechenden Finanzmittel für Lehrgangsgebühren und Ausbildungsmittel sind im Entwurf des Haushaltsplanes 2005 berücksichtigt.

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Beschlüsse

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14.06.2005 - Personalausschuss