Berichtsvorlage - 0450/2013
Grunddaten
- Betreff:
-
Erlebbarkeit der Ennepe durch flussbegleitenden Radweg
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Stephanie Roth
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Haspe
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Entscheidung
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23.05.2013
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Sachverhalt
Begründung
Immer mehr Menschen erholen sich in ihrer Freizeit in Natur und Landschaft. Insbesondere wohnungsnah gelegene Erholungsgebiete erhalten hierdurch einen höheren Stellenwert. Das Tal der Ennepe bietet hierfür ein Potential, dass entwickelt werden könnte. Daher ist im politischen Raum der Wunsch geäußert worden, der Attraktivitätssteigerung des Tals der Ennepe oberste Priorität einzuräumen.
Das vorhandene Fuß- und Radwegenetz soll langfristig qualifiziert, ergänzt und wo nötig auf neuen, flussbegleitenden Trassen ausgebaut werden. So kann für die Bevölkerung das Tal der Ennepe besser erschlossen und erlebbar gemacht werden. Die vorhandenen lokalen Fuß- und Radwege, die Regionalen Radwanderrouten sowie die Radrouten des Radverkehrsnetzes NRW bilden hierfür eine gute Ausgangslage. Das gesamte Flusstal könnte über eine verbesserte Zugänglichkeit und Erlebbarkeit zwischen Hagen und den Nachbarkommunen im Ennepe-Ruhr-Kreis eine Brücke schlagen und regional als Landschafts- und Erholungsraum an Bedeutung gewinnen.
Bereits im Jahr 2008 wurde ein ersten Entwurf erarbeitet, wie die Ennepe im Raum Haspe für die Bevölkerung erlebbar gemacht und der Ausbau eines Fluss begleitenden Radweges realisiert werden könnte und in der Bezirksvertretung Haspe vorgestellt. Seither berichtet die Verwaltung in regelmäßigen Abständen über die Planungen und Entwicklungen entlang der Ennepe, teils unter Fokussierung auf spezifische Themenkomplexe, wie die Entwicklung von Gewerbeflächen, die Verkehrsentwicklung der B7 oder die Freiraumentwicklung unter Berücksichtigung der Qualifizierung regionaler Radwege etc.
Zu diesem Zweck hat die Verwaltung, wie im politischen Raum zum Ausdruck gebracht, Gespräche mit den Nachbarkommunen, dem Ennepe-Ruhr-Kreis und dem Regionalverband Ruhr (RVR) u. a. aufgenommen und zu einem intensiven Austausch ausgeweitet, um ein Regionales Projekt unter dem Titel B7 > 17 ins Leben zu rufen (Drucksachen-Nummer 0268/2010, Sitzung vom 09.04.2010). In regelmäßigen Abständen wird seither über den Fortschritt dieser Planungen in den Sitzungen der Bezirksvertretung Haspe berichtet (Drucksachen-Nummer 1011/2010, Sitzung vom 24.11.2010, Drucksachennummer 1138/2011, 08.12.2011).
Langfristig erklärtes Ziel ist es, die Erlebbarkeit der Ennepe mit allen städtebaulichen Mitteln zu sichern und zu überprüfen, inwiefern die bestehenden Förderkulissen dafür geeignet sind eine Realisierung schrittweise zu ermöglichen. In der Sitzung vom 02.02.2012 wurde daher von der Verwaltung anhand einer Power-Point-Präsentation die Freiraumentwicklung entlang der Ennepe erläutert und auch die nächsten Schritte hinsichtlich der Planung und Erschließung von Fördermitteln aufgezeigt.
In einem ersten Schritt wurde eine Bestandsaufnahme dargestellt, die bereits alle vorhandenen Fuß - und Radwege erfasst hatte. Neben den bereits der Öffentlichkeit zur Verfügung stehenden Zugängen wurden ebenfalls die bestehenden Hemmnisse, die einer solchen Erlebbarmachung der Ennepe im Wege stehen könnten aufgezeigt. Des weiteren wurden bereits bestehende und in Zukunft nutzbare Potentialflächen entlang des Flusses in einer Stärken- und Schwächen-Analyse gegenüber gestellt, um auf dieser Grundlage einen ersten Eindruck über das gesamte Potential der Ennepe im Stadtraum zu erhalten.
Sowohl im Bereich nördlich als auch südlich der Ennepe gibt es im Talraum bereits ein durchgehendes Netz von Rad- und Fußwegen, die auch in größeren Streckenabschnitten direkt in Ufernähe verlaufen und von der Bevölkerung uneingeschränkt genutzt werden können. Zwischen dem Anschlusspunkt Höhe Obere Spiekerstrasse - an den der Radweg, der im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bahnhofshinterfahrung geplant ist, anknüpft - und der Grundschöttler Straße wird der Fuß- und Radweg überwiegend im Grünen und auch in weiten Teilen bereits entlang der Ennepe geführt. Erst ab der Grundschöttler Straße weichen die Trassen entweder auf die B7 aus oder führen im weiten Bogen über die Straßen Jungfernbruch/Nordstraaße bis an die Stadtgrenze Hagen/Gevelsberg und treffen dann erst hinter dieser wieder auf die Ennepe. In diesem Teilstück ist auch die Versorgung mit Fluss begleitenden Grünanlagen weniger gegeben.
Aufgrund der baulichen und eigentumsrechtlichen Situation am Südufer und den schwierigen topografischen Verhältnissen am Nordufer ergeben sich zwischen dem Anschluss Grundschöttler Straße und Nordstraße zwei mögliche Trassenvarianten, die beide schwierige Voraussetzungen mit sich bringen. Erst ab der Nordstraße bis zur Stadtgrenze bietet die Entwicklung auf dem Gelände der ehem. Zwiebackfabrik Brandt wieder die Möglichkeit, die Führung eines Fuß- und Radweges entlang der Ennepe städtebaulich zu sichern und an die Infrastrukturplanung der Stadt Gevelsberg anzuschließen. Diese beiden Trassenvarianten von einer Länge von ca. 1,4 km sind bisher jedoch liegenschaftlich nicht gesichert.
Die Planungen des RVR zum Regionalen Radwegenetz sind bzgl. des geplanten Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse der Harkortschen Kohlebahn auch weiter gediehen. In einem Gespräch, das am 04.10.2012 beim RVR geführt wurde, präsentierte der RVR das Ergebnis der bisherigen gutachterlichen Untersuchung. Die Anbindung an das Regionale Radwegenetz, hier an den Radweg Von Ruhr zu Ruhr, der auf der ehem. Bahntrasse Schee-Silschede inzwischen ausgebaut ist, stellt die Planung des RVR an der Anschlussstelle ehem. Zeche Trappe vor größere Schwierigkeiten. Ferner muss die B 234 zur sicheren Querung eine Unterfahrung erhalten. Der Verlauf der Trassenführung auf Hagener Stadtgebiet wurde sowohl auf der Vogelsanger Strasse wie auf der Grundschöttler Strasse verworfen, da die straßenräumlichen Verhältnisse den Ausbau eines begleitenden Radwegs nicht zulassen. Eine Anbindung an die Regionale Radwanderroute R 14 auf Hasper und Gevelsberger Stadtgebiet wird daher über die Silscheder Straße favorisiert. Auf dieser planerischen Grundlage werden Abschnitt für Abschnitt weitere Gespräche und Gutachten mit dem RVR geführt werden, um die Trasse Fluss begleitend bis zum Hbf Hagen zu führen.
Parallel dazu wird derzeit untersucht, inwieweit es möglich ist, einen Straßen begleitenden Radweg ab der Grundschöttler Straße bis zur Stadtgrenze an der B7 zu realisieren, der dann an die Radwegeplanung der Stadt Gevelsberg anknüpft. Sowohl der Straßenquerschnitt, wie auch das Verkehrsaufkommen lassen solche Überlegungen zu. Der aktuelle Belastungsplan weist für den Streckenabschnitt zwischen Grundschöttler Straße und der Stadtgrenze zu Gevelsberg ein Fahrzeugaufkommen zwischen 16.000 und 18.000 Fahrzeugen täglich auf.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
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x | Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen |
| Es entstehen folgende finanzielle und personelle Auswirkungen |
| Es entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen |
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gez. Thomas Huyeng Beigeordneter |
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