Mitteilung - 0403/2013

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

 

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Sachverhalt

 

Bedingt durch die Umorganisation des Standortes des Chemischen Untersuchungsamtes der Stadt Hagen an der Pappelstraße wurde die Verlagerung des stadteigenen Ozonmess-gerätes zum Standort des neuen Tierheims in Erwägung gezogen. Die entstehenden Kosten für die neue Verkabelung, die Einrichtung und Anpassung des alten Ozonmessgerätes sowie die regelmäßig anfallenden Kalibrierungen und Wartungen werden den Nutzen der Weiterführung einer eigenen städtischen Messung von Ozon nicht gerechtfertigen.

 

Nach Auskunft des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV NRW) wurde der Ozon-Informationswert von 180 µg/m³ in NRW lediglich an 4 Tagen im Jahr 2012 überschritten. Der Alarmwert von 240 µg/m³ wurde an allen NRW-Stationen eingehalten (siehe Abb.). Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es neue Erkenntnisse, die schädliche Wirkungen auf die menschliche Gesundheit nicht nur wie bisher von Spitzen-Konzentrationen, sondern auch von langfristigen Einwirkungen belegen. Die WHO erwägt deshalb einen Zielwert für durchschnittliche Belastung durch Ozon und empfiehlt der EU einen Zielwert für die langfristige Einwirkung, möglicherweise als Mittel über das Sommerhalbjahr (April bis September).

 

Abb.: Anzahl der Tage mit hohen Ozonwerten in NRW
(Quelle: LANUV NRW 17.04.2013 „Beurteilung der Luftqualität in Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2012“)

 

Nach Auffassung von WHO und LANUV wird die durchschnittliche Belastung durch hemisphärische oder globale Emissionen von Vorläuferschadstoffen bestimmt, die sinnvoll nur im internationalen Rahmen angegangen werden können. In NRW wird zudem bereits an 26 landeseigenen Stationen Ozon gemessen, u. a. auch in Dortmund und Wuppertal. Im langjährigen Betrachtungszeitraum zeigen diese Schwellwertüberschreitungen einen abnehmenden Trend.

 

Insoweit erübrigen sich nach Auffassung der Umweltverwaltung Messungen mit einer eigenen zu unterhaltenden Station, zumal seit Längerem auch überhaupt keine Fragen aus der Hagener Bevölkerung an das Umweltamt gerichtet wurden und werden.

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Auswirkungen

 

 

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Beschlüsse

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08.05.2013 - Umweltausschuss