Beschlussvorlage - 0083/2013

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Bericht über die Besuchszahlen 2012 im Kunstquartier (Emil Schumacher Museum und Osthaus Museum Hagen) wird zur Kenntnis genommen.

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Sachverhalt

Begründung

 

Erhebung von statistischen Besuchszahlen im Kunstquartier Hagen (Osthaus Museum Hagen und Emil Schumacher Museum)

In den geführten Statistiken kann nur festgestellt werden, wie viele Besuche im Kunstquartier Hagen stattgefunden haben. Es geht nicht daraus hervor, von wem die Museen wie oft besucht worden sind. Es wird daher von Museumsbesuchen und nicht von Museumsbesuchern gesprochen.

2012 wurden 23673 Besuche verzeichnet.

2011 im Vergleich wurden 24179 Besuche gezählt.

Das sind für das Jahr 2012 2,1 % weniger an gezählten Besuchen.

Die Zählarten zur Ermittlung der Besucherzahlen wurden wie folgt festgelegt:

- Nachfrage an der Kasse nach Herkunftsort

- Vergleich der Anzahl der Besucher mit den verkauften Eintrittskarten

- Schätzung der Besucher bei Großveranstaltungen unterstützt durch Handzählgeräte

- Zählen der Besucher bei eintrittfreien Veranstaltungen z. B. Previews, Konzerte ohne Eintrittsentgelt

- Zurechnung der Besucher, die per Rechnung außerhalb der Öffnungszeiten das Kunstquartier besucht haben

- Besucher, die keine Auskunft geben wollten

In den Anlagen zur Vorlage sind die statistischen Werte schematisch dargestellt.

In der Anlage I sind die Gesamtbesucherzahlen für das Kunstquartier Hagen mit den monatlichen Besucherzahlen in der Gesamthöhe von 23.673 dargestellt. Im August waren unüblicherweise sehr viele Besuche zu zählen. Dies liegt auch an der Geburtstagsveranstaltung des Emil Schumacher Museums zum 100. Geburtstag des Künstlers. Normalerweise ist der Monat August nicht so gut besucht. So zeigt die Statistik auf, dass besondere Veranstaltungen auch zu unüblichen Zeiten zu einem Museumsbesuch anregen können. Weiter zeigt die Statistik, dass üblicherweise die Besuche größtenteils in den Wintermonaten stattfinden. Nur der Dezember zeigt weniger Besuche auf. Das höchste Besucheraufkommen war am zweiten Weihnachtsfeiertag und in der Woche nach Weihnachten zu verzeichnen. Üblicherweise ist die Woche vor Weihnachten nicht gut besucht.

In der Anlage II sind die Besuche nach den Herkunftsorten Hagen (5.828), NRW 9.152) andere Bundesländer (2.105), Ausland (699) und weitere Besuche ohne Angabe aufgeführt. Bei Großveranstaltungen kann die Anzahl der Besucher nur geschätzt werden. Eine Angabe der Orte ist dabei nicht möglich. Auch gibt es Besucher, die aus datenschutzrechtlichen oder anderen Gründen ihren Herkunftsort nicht angeben möchten.

Hier ist festzustellen, dass mehr Besuche aus dem restlichen NRW als aus Hagen selbst zu verzeichnen sind.

Die Anlage III zeigt die Besuche auf, die aus den verschiedensten Ortsteilen von Hagen kommen. Dabei ist festzustellen, dass aus den Stadtteilen mit den Postleitzahlen 58095 und 58093 die meisten Besuche gezählt werden und die wenigsten aus den Bereichen 58091 und 58119.

 

 

 

Weitere Besuchszahlen:

 

Öffentliche Führungen im Jahr 2012

26 ESM mit 328 Besuchern

32 OMH mit 306 Besuchern

 

Gebuchte Führungen im Jahr 2012:

51 ESM mit 759 Besuchern

34 OMH mit 525 Besuchern

38 KQ mit 656 Besuchern

 

10 Kinderworkshops mit insgesamt 113 Kindern im Jahr 2012

 

Schulbetreuungen/Schulführungen im Jahr 2012

-aus Hagen mit 792 Schülerinnen und Schülern

-auswärtige mit 465 Schülerinnen und Schülern

 

Im Januar 2011 war noch ursächlich die Auswirkung des Kulturhauptstadtjahres 2010 mit 6111 Museumsbesuchen zu spüren. Auf diesen Effekt kann nicht mehr zurückgegriffen werden. Auch hat das Kunstquartier nicht mehr den Neuheitswert und Wiedereröffnungsbonus wie im Jahr 2009. Das Ziel muss sein, die realistische Besucherzahl von ca. 25.000 Besuchen im Jahr mittelfristig zu verstetigen und langfristig die Besucherzahl zu steigern.

Während der Bildung des Fachbereichs Kultur konnte im Ergebnis eine Stabstelle für Kommunikation, Kulturarbeit und Kulturentwicklungsplanung realisiert werden.

Ein zusätzliches Budget kann jedoch aufgrund der Haushaltslage und des Haushaltssicherungskonzeptes für die Stabstelle nicht gestellt werden.

Zum Vergleich werden hier einige Daten aus der statistischen Gesamterhebung an den Museen der Bundesrepublik Deutschland für das Jahr 2011 vom Institut für Museumsforschung übernommen:

Insgesamt wurden 6.304 Museen bzw. Museumskomplexe sowie Museumseinrichtungen in die Befragung des Institutes für Museumsforschung einbezogen. Davon haben 4.835 Museen Besuchszahlen und Vergleiche zu Eintrittsgeldern und Öffnungszeiten mitgeteilt.

In der Veröffentlichung Heft 66 von den staatlichen Museen zu Berlin- Preußischer Kulturbesitz wurden die Besuche addiert: 109.581.613 Besuche insgesamt in den Einrichtungen.

Auch hier geht das Institut von Besuchen und nicht von der Anzahl der Besucher aus, da nicht festgestellt werden kann, wie oft wer die Museen oder andere Einrichtungen besucht hat.

Es ist auch keine Trennung zwischen Stammbesuchern oder touristischen Besuchern erfolgt.

Zu 2010 stiegen die Museumsbesuche um 0,35%. Einige Museen verzeichnen Besucherrekorde und andere wie z. B. Bremen, Frankfurt am Main oder Weimar berichten 2011 zu 2010 von einem allgemeinen Besuchsrückgang.

Für die Gesamtheit der deutschen Museen gilt zusammenfassend, dass

insgesamt gesehen in 22,5 % der Museen, die an der Befragung teilgenommen haben und auch Besuchszahlen abgegeben haben, stark gestiegen ist (10% mehr bzw. weniger Besuche).

Ein deutlicher Rückgang war bei etwa einem Fünftel aller Museen zu verzeichnen.

 

Die Gründe, die für das Ansteigen bzw. Absinken der Besuche von den Museen genannt wurden:

 

Für das Ansteigen

- Große Sonderausstellungen

- Erweiterte Öffentlichkeitsarbeit

- Eröffnung neuer Räumlichkeiten

 

Für das Absinken:

- Einschränkungen von Sonderausstellungen

- Bauliche und organisatorische Schließungen

- Verkürzungen der Öffnungszeiten

 

Nach der Statistik des Instituts für Museumsforschung fallen

17 % der Besuche auf die Kunstmuseen

14,1 % Volkskunde/Heimatkunde

4,3 % Museumskomplexe

10,4 % kulturgeschichtliche Spezialmuseen

2,3 % Sammelmuseen

17,2 % Archäologische Historische Museen

15,3 % Naturwissenschaftliche technische Museen

7,2 % Naturkundliche Museen

12,2 % Schloss- und Burg – Museen

 

In Hagen bietet die Museumslandschaft den unterschiedlichsten Zielgruppen verschiedenste Möglichkeiten:

- Das Kunstquartier Hagen mit dem Emil Schumacher Museum und dem

  Osthaus Museum Hagen mit unterschiedlichsten Wechselausstellungen

- Den Hagener Hohenhof -ein Punkt auf der Route der Industriekultur

- Das Historische Centrum

- Das Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloß Werdringen

- Schloß Hohenlimburg

- Das Freilichtmuseum

 

Weiter findet man in den Unterlagen des Instituts für Museumsforschung eine Statistik nach Anzahl der Besuche und der Art des Museums. Das Hagener Kunstquartier würde in die Museumsart Kunstmuseum in die Gruppe der Museen mit 20.001- 25.000 Besuchen einzuordnen sein (vgl. S. 25 Heft 66, Institut für Museumsforschung).

Es gibt 10 Kategorien, womit die geringste Besucherzahl mit unter 5.000 Besuchen und die höchste mit über 1 Mio. angegeben werden.

Die Kategorie 20.001- 25.000 Besuche ist die 5. Kategorie, hier ordneten sich 30 von insgesamt 537 befragten Museen ein.

332 Museen aus der Sparte der Kunstmuseen ordneten sich gegenüber dem Kunstquartier Hagen niedriger als 20.000 Besuche ein, 175 Museen höher.

1 Museum 500.001- 1 Mio., 82 Museen bei 25.001- 50.000 Besuchen.

 

Nach der Statistik des Institutes für Museumsforschung Berlin kann sich das Kunstquartier Hagen in die mittlere Kategorie der Besuchszahlen der befragten Museen in der Bundesrepublik Deutschland einordnen.

 

In den Bundesländern wurde festgestellt, dass 2011 in NRW die Besuche um 7,2 % insgesamt in den Museen abgenommen haben. Der Rückgang der Besuche wird von vielen Museen auf die sehr gut besuchten und erfolgreichen Veranstaltungen und Museumswiedereröffnungen im Kulturhauptstadtjahr 2010 zurückgeführt.

Hier noch einige kurze Angaben zu den vergleichenden Eintrittspreisen aus der Studie des Instituts für Museumsforschung:

Laut der Auswertung des Instituts für Museumsforschung haben 4.639 Museen, die an der Befragung teilgenommen haben, zu der Höhe der Eintrittspreisen geantwortet:

1620 Museen erheben keinen Eintritt:

 

1346 Museen bis 2,50€

1608 Museen über 2,50€

632 Museen 1,51-2,00€

488 Museen 2,50-3,00€

 

Nur bei 7,6% der Museen, die den Eintritt angaben, liegt der Eintrittspreis höher als 5,00€. (im Durchschnitt)

 

Das durchschnittliche Eintrittsentgelt des Kunstquartiers Hagen liegt bei 4,00€ (Ermäßigt 2,00€, Eintritt Einzel 6,00€)

 

Ob eine Person sich entscheidet das Kunstquartier Hagen oder eine andere Freizeiteinrichtung der Region zu besuchen, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab.

Auch andere Museen und Freizeiteinrichtungen stehen um die Besuchszahlen in Konkurrenz und zielen ihre Marketingstrategien auf die gleiche Anzahl von Besuchern ab wie das Kunstquartier. Neben dem attraktiven Ausstellungsangebot für bestimmte Zielgruppen stehen die Erreichbarkeit, die Infrastruktur der öffentlichen Verkehrsnetze, der Freizeitmehrwert in der Umgebung des Standortes (z. B. Cafes und Restaurants, Spielplatz, Kinderbetreuung) und die Preisentwicklung im Fokus des Besuchers.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Für die Zukunft sind Marketingmaßnahmen wie der Einsatz von Facebook, Twitter, Blogs usw. geplant. Die Kunstpause wird 2013 wieder im Juni, Juli und August in der Mittagszeit von 12-13.00 Uhr, donnerstags von 13- 14.00 Uhr angeboten werden.

Das Kunstquartier Hagen wird auch als Vertriebsstätte in Hagen die RuhrTopCard anbieten.

2012 haben 1114 Kartenbesitzer, dass Kunstquartier besucht.

Im neuen FB Kultur wird die von Beate Hauck geleitete Stabstelle Kommunikation die Marketingmaßnahmen übernehmen. Weiterhin werden die klassischen Maßnahmen wie Schaltung von Anzeigen, Erstellung und Versand von Plakaten, die breite Streuung der Einladungen für Eröffnungen und Veranstaltungen durchgeführt. Wünschenswert für das Kunstquartier bleibt weiterhin ein gemeinsamer Auftritt mit dem Emil Schumacher Museum. Gespräche des Beigeordneten für Kultur, des Fachbereichsleiters mit dem wissenschaftlichen Leiter des ESM und des Leiters des ESM Fördervereins werden zurzeit geführt. Regelmäßige gemeinsame Jour Fix- Termine sollen eingerichtet werden.

 

 

Der Einzug eines Teils der Dauerausstellung des HCH in das Souterrain des Osthaus Museums – voraussichtlich ab 2014, spätestens 2015 – wird neue Besucherschichten in das Kunstquartier bringen. Zudem wird jährlich ab 2014 im Wechselausstellungsbereich des Osthaus Museums für drei Monate eine historische Ausstellung zu sehen sein. Bisher verfügt das HCH in Eilpe über eine Wechselausstellungsfläche von 300 qm. Ab 2014 hat das HCH auf 900 qm im Osthaus Museum einmal jährlich für 3 Monate die Möglichkeit eine Wechselausstellung zu zeigen. Der Beginn erfolgt 2014 mit der Ausstellung: „Weltenbrand – Der 1. Weltkrieg“ (Arbeitstitel). Diese Ausstellung in Gedenken an den Beginn des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren findet in Kooperation mit dem Ruhr Museum in Essen und dem Osthaus Museum statt. Die Steigerung von Besucherbesucherzahlen wird mit dem Einzug des HCH ins Kunstquartier wird zukünftig gegeben sein. In diesen Zusammenhang ist zu überlegen, ob der Begriff „Museumsquartier“ der adäquate Begriff ab 2014 sein wird.

 

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Auswirkungen

 

 

gez. Thomas Huyeng

 

Kulturdezernent

 

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Anlagen

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Beschlüsse

Erweitern

14.02.2013 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen