Beschlussvorlage - 0912/2012
Grunddaten
- Betreff:
-
Stadtumbau West - Oberhagen/EilpeMaßnahme "Denkmalbereich Bleichplatz / Querung Eilper Zentrum"Beschluss über die Planänderungen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Margot Sander
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
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Entscheidung
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05.02.2013
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Beschlussvorschlag
Die Bezirksvertretung beschliesst die seit dem Konzeptbeschluss vorgenommenen Planänderungen. Die Verwaltung wird gebeten, auf dieser Grundlage die finanziellen Auswirkungen der Umsetzung zu ermitteln, die Genehmigung der Bezirksregierung einzuholen mit dem Ziel der Beauftragung des WBH mit der Ausschreibung der Maßnahme in 2013.
Sachverhalt
Kurzfassung
Die seit dem Konzeptbeschluss am 21.09.2011 vorgenommenen Planänderungen werden vorgestellt und erläutert, mit dem Ziel der Umsetzung in 2013.
Begründung
Nach einem vorgeschalteten Workshop-Verfahren hat die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl am 21.09.2011 die Konzeption für den Maßnahmenbereich Denkmalbereich Bleichplatz / Querung Eilper Zentrum auf der Grundlage der Verwaltungsvariante 2 einstimmig beschlossen.
Im weiteren Abstimmungsverfahren wurden Modifizierungen vorgenommen, um u.a. die Auflagen der Unteren Denkmalbehörde erfüllen zu können.
Auszug aus dem Erläuterungsbericht:
Das Kaiser-Friedrich-Denkmal an der Eilper Straße wurde am 11.07.1995 unter der Nummer 194 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Hagen eingetragen. Die untere Denkmalbehörde ist daher an der Umgestaltung des Umfeldes beteiligt worden. Nach Auswertung historischer Aufnahmen wird das direkte Pavillonumfeld weitestgehend in seinem ursprünglichen Charakter wiederhergestellt. Gleichzeitig ist der Denkmalbereich an die heutigen Ansprüche anzupassen und in den funktionalen und optischen Zusammenhang der Gesamtmaßnahme einzufügen.
Der kreisförmige Platz um das Denkmal und die neu angelegte Durchwegung der Grünfläche erhalten das ursprünglich homogene Erscheinungsbild einer wassergebundenen Wegedecke, die zur Reduzierung der Wartungskosten epoxydharz-gebunden ausgeführt wird. So kann die ursprünglich halbkreisförmige Einfassung mit ihrer Grünkulisse hinter dem Denkmal wiederhergestellt bzw. erhalten werden. Auf der Vorderseite des Denkmals hat es durch das Heranrücken der Straße bereits eingreifende Veränderungen des ursprünglichen Zustands gegeben, so dass der Vorbereich zwischen Denkmal und Straße mit den ursprünglich radialen Zuwegungen in seiner Großzügigkeit kaum noch wahrzunehmen ist. Deshalb wird der Kreis um das Denkmal mit dem ursprünglichen Oberflächencharakter zum Straßenraum hin geschlossen und das Denkmal so innerhalb einer homogenen Pflasterfläche in bescheideneren Dimensionen hervorgehoben. Zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität werden Bänke in transparenter Stahlausführung aufgestellt, wie sie bereits in Grünanlagen der Innenstadt Verwendung finden. Das Denkmal wird wieder in den Mittelpunkt gestellt, was 2 Bodenstrahler zur Ausleuchtung und die kreisförmige Ausrichtung der Sitzbänke noch unterstreichen.
In der Nähe des neuen Weges vom Denkmal zum Bleichplatz ist eine Linde mit 10 m Kronendurchmesser und 70 cm Stammdurchmesser betroffen. Der Baum ist vorgeschädigt. Er weist Einfaulungen unbekannter Ursache im unteren Stammbereich auf und zeigt deutliche Vitalitätseinbrüche, u. a. in Form eines Lindentriebsterbens. Der Bau des geplanten Weges hätte unvermeidbar einen erheblichen Eingriff in den Wurzelbereich und damit eine weitere Schädigung des Baumes zur Folge, da der Abstand zwischen Wegrand und Baum situationsbedingt nicht ausreichend groß bemessen werden kann.
Auch wenn die Linde derzeit noch standsicher und ihre Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt ist, muss durch den Wegebau mit einer zusätzlichen Einschränkung der Lebenserwartung gerechnet werden. Deshalb wird nach Abstimmung mit der Verkehrssicherung städtischer Bäume beim WBH vorgeschlagen, den Baum im Rahmen der jetzigen Winterfällung zu beseitigen. Als Ersatz ist die Pflanzung einer Linde in der durch die Fällung entstehenden Lücke, aber in einer Reihe mit den beiden Bäumen an der Adrianstraße, vorgesehen.
Bei der Umplanung spielen neben der städtebaulichen Aufwertung Aspekte der Reduzierung von Folgekosten eine Rolle. Insbesondere zählt dazu die Entscheidung gegen eine Sanierung und Anpassung des Naturwerksteinbelages vor dem Pavillon sowie der Wegfall des trennenden Pflanzbeetes zwischen Pavillon und Denkmal.
Der kreisförmige Platz um das Denkmal und die neu angelegte Durchwegung der Grünfläche erhalten das ursprünglich homogene Erscheinungsbild einer wassergebundenen Wegedecke, die zur Reduzierung der Wartungskosten epoxydharz-gebunden ausgeführt wird.
Anstelle der bisherigen Unterpflanzung mit Gehölzen ist eine niedrige, bodendeckende Pflanzung im schattigen Bereich und Rasen in den lichteren Bereichen vorgesehen.
Im nächsten Schritt erfolgte am 10.05.2012 eine Abstimmung mit dem Zuschussgeber, um die einzelnen Maßnahmenbestandteile auf ihre Förderfähigkeit hin zu überprüfen und die förderrechtlichen Zuwendungsanteile bestimmen zu können. Die Maßnahme wurde von der Bezirksregierung geprüft und insgesamt die städtebauliche Erforderlichkeit attestiert. Der zur Umsetzung der Gesamtmaßnahme bewilligte Kostenrahmen über 390.000 scheint aus heutiger Sicht auskömmlich zu sein.
Zur Information und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an dieser informellen Planung fand am 29.10.2012 eine gemeinsame Veranstaltung mit Bezirksvertretung und Fachverwaltung statt. Diese war gut besucht und hat zu angeregten Gesprächen geführt. Die Verwaltung hat in der Sitzung der BV Eilpe/Dahl eine Kurzauswertung vorgelegt und einen Vorschlag unterbreitet, in welche Richtungen die Planung noch den letzten Feinschliff erhalten soll, damit eine Beschlussfassung in der Novembersitzung möglich ist.
Resümee der Verwaltung ist, dass von den Grundzügen der Planung (lt. Beschlusslage vom 17.) nicht abgewichen wird, aber die vorgetragenen Hinweise ernst genommen und geprüft werden, inwieweit nachzujustieren ist. Daraus resultiert die Einplanung einer größeren Durchlässigkeit für die Franzstraße durch Ermöglichung eines Schlupfloches zur Eilper Straße und ein verwaltungsseitig moderierter Runder Tisch Außengastronomie, um die unterschiedlichen Ansprüche an den öffentlichen Raum zu ermitteln und die verfügbaren Flächen einvernehmlich aufzuteilen.
Darüber hinaus wurde zahlreichen Einzelhinweisen zu Beschilderungen, verkehrlichen Engpässen und Parkmöglichkeiten nachgegangen, die jedoch die eigentliche Planung nicht tangieren.
Die Finanzierung und der Umfang der Maßnahmen am Pavillon sind noch nicht gesichert. Die GWH kann die für die Grundsanierung ermittelten 64.000,- nicht aufbringen. Dazu kommt, dass Unterhaltungsmaßnahmen grundsätzlich nicht förderfähig sind. Es ist daher mit dem Zuschussgeber zu klären, ob nicht der ein oder andere Maßnahmenbestandteil auch aus dem Fassadenprogramm finanziert werden kann. Außerdem liegt ein Kaufangebot eines Anliegers vor, das zurzeit noch geprüft wird.
Die entsprechend angepasste Planung wird vorgestellt. Daraufhin wird die Planung dem Zuschussgeber zur Genehmigung vorgelegt, damit Anfang 2013 der WBH mit der Ausschreibung beauftragt werden kann.
Finanzielle Auswirkungen
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x | Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen |
gez. | gez. |
Grothe Technischer Beigeordneter |
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