Beschlussvorlage - 1125/2012
Grunddaten
- Betreff:
-
Einrichtung eines Waldkindergartens in Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
- Beteiligt:
- WBH - Wirtschaftsbetrieb Hagen AöR
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Entscheidung
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12.12.2012
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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30.04.2013
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Sachverhalt
Kurzfassung
Im Rahmen eines Gesprächs zum U-3 Ausbau mit Vertretern des WBH (Wirtschaftsbetrieb Hagen) wurde dem Fachbereich Jugend & Soziales der alte Betriebshof Im Deerth zur Einrichtung eines Waldkindergartens angeboten. Das Landesjugendamt würde der Umsetzung des Projektes zustimmen. Der Waldkindergarten Im Deerth wäre eine normale KiBiz- finanzierte Kindertageseinrichtung. Das Gebäude würde unter Bezuschussung des Landes vom Eigentümer (WBH) angemietet, der die Umbaukosten trägt. Für die Gesamtdurchführung des Projektes ist eine Kooperation mit dem Umweltzentrum Hagen vorgesehen.
Begründung
Waldkindergärten (dän.: Skovbornehave) basieren auf einer besonderer Art dänischer (skandinavischer) Kindergartenpädagogik und sind heute nicht nur in ganz Europa zu finden. Der erste Wald- und Naturkindergarten in Deutschland entstand 1968 in Wiesbaden. Seit den 1990 er Jahren findet die Waldkindergartenbewegung immer größeren Anklang. Heute gibt es über 1000 Natur- und Waldkindergärten.
Waldkindergärten werden häufig als Kindergärten ohne Dach und Wände bezeichnet. Der wesentliche Unterschied zu konventionellen Kindergärten besteht darin, dass die betreuten Kinder (20 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren) mit ihren Erzieher/Innen den Kindergartenalltag fast durchgehend außerhalb von Gebäuden, d. h. im Wald oder auf Wiesen verbringen. Die Aktivitäten im Freien finden bei jedem Wetter statt; Einschränkungen gibt es nur bei Witterungsbedingungen, die einen sicheren Aufenthalt im Freien gefährlich machen. In Deutschland ist eine beheizbare Unterkunft in zumutbarer Nähe des Waldgebietes, in welcher Kinder und Erzieher/Innen bei sehr schlechten Witterungsbedingungen Schutz und Aufenthaltsmöglichkeit finden sollen, vorgeschrieben. Hierzu dient in der Regel ein beheizter Bauwagen.
Abgesehen von diesen Rahmenbedingungen sind Waldkindergärten ganz normale Kindergärten, in welchen Kinder entsprechend der Bildungsvereinbarung begleitet und betreut werden.
Im Rahmen eines Gesprächs zum U-3 Ausbau mit Vertretern des WBH (Wirtschaftsbetrieb Hagen) wurde dem Fachbereich Jugend & Soziales der alte Betriebshof Im Deerth angeboten. Der Standort wird seit längerem nicht mehr genutzt und würde sich nach Auffassung des Fachbereiches Grün als Unterkunft für einen Waldkindergarten eignen. Für Hagen, dessen Stadtgebiet zu 42 % aus Wald besteht, eine zweifellos attraktive Projektidee. Diese Initiative aufgreifend fand im Oktober eine Begehung mit dem Landesjugendamt statt, das dem Projekt grundsätzlich zustimmen würde. In der Zwischenzeit wurde seitens des WBH eine Kostenrechnung in Bezug auf die erforderlichen Umbauarbeiten durchgeführt. Im Ergebnis wäre das Projekt Waldkindergarten umgehend realisierbar.
Der Waldkindergarten Im Deerth wäre eine normale KiBiz- finanzierte Kindertageseinrichtung. Das Gebäude würde unter Bezuschussung des Landes vom Eigentümer (WBH) angemietet, der die Umbaukosten trägt. Für die Gesamtdurchführung des Projektes ist eine Kooperation mit dem Umweltzentrum Hagen vorgesehen.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
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X | Die finanziellen und personellen Auswirkungen werden nach erfolgter Grundsatzentscheidung berechnet. Die Finanzierung des U-3 Ausbaus ist im lfd. Haushalt bereits eingeplant. |
gez. |
Dr. Schmidt |
Erster Beigeordneter |

30.04.2013 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte nimmt den Beschluss des Jugendhilfeausschusses zur Kenntnis und stimmt der Einrichtung eines Waldkindergartens zu.