Beschlussvorlage - 0701/2012
Grunddaten
- Betreff:
-
Familienzentren in Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Renate Haack
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Entscheidung
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19.09.2012
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Sachverhalt
Kurzfassung
In der Anlage zum Erlass vom 14.02.2012 teilte das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen mit, dass der Stadt Hagen zur Weiterentwicklung von Familienzentren ab dem Kindergartenjahr 2012/2013 zwei weitere Kontingente zur Verfügung gestellt werden. Das in der Vorlage 0431/2012 dargestellte und vom Jugendhilfeausschuss so beschlossene Verfahren war im Meldeprogramm nicht umsetzbar. Vor dem Hintergrund die in Aussicht gestellte Förderung nicht zu verlieren, wurden in Abstimmung mit den freien Trägern, zwei neue Verbund- Familienzentren (unteres Altenhagen und Halden, Tondernsiedlung, Fleyerviertel) gemeldet. Die Anerkennung durch die Landesregierung setzt einen Beschluss des Jugendhilfeausschusses voraus.
Begründung
In der Anlage zum Erlass vom 14.02.2012 teilte das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen mit, dass der Stadt Hagen zur Weiterentwicklung von Familienzentren ab dem Kindergartenjahr 2012/2013 zwei weitere Kontingente zur Verfügung gestellt werden. Vor dem Hintergrund, dass die zu Beginn des Ausbaus der Familienzentren erarbeitete Prioritätenliste abgeschlossen ist, hat die Steuerungsgruppe der Familienzentren einen Vorschlag für die Einrichtung einer zentralen Koordinationsstelle entwickelt. Die AG 3 nach § 78 SGB VIII hat diesen Vorschlag am 19.04. 2012 einstimmig bejaht.
Kernpunkt dieses Vorschlags war, die zur Verfügung stehenden 26.000 Landeszuschüsse für eine halbe Personalstelle mit den nachfolgenden Aufgabenstellungen einzusetzen.
- Ausbau Frühe Hilfen in Familienzentren
- Unterstützung bei der konzeptionellen Entwicklung der Inklusion in Familienzentren
- Koordinierung- und Beratung für alle Familienzentren in den Bereichen
- Fort- und Weiterbildung
- Projekte und vernetzte Angebote
- Vertretung auf Landes- und Bundesebene
- Öffentlichkeitsarbeit
- Supervision
Die Schaffung dieser halben Stelle wurde von der Steuerungsgruppe als sinnvolle Ergänzung zu der vom Fachbereich einzurichtenden Stelle der Umsetzung der frühen Hilfen gesehen, da die Familienzentren beim Ausbau der frühen Hilfen eine zentrale Rolle spielen und so von Anbeginn an eine sinnvolle Schnittstelle geschaffen wird. Da eine Entscheidung zur Einrichtung der neuen Stellen (Kinderschutz/ frühe Hilfen) beim Fachbereich Jugend & Soziales allerdings in Abhängigkeit zur Genehmigung des Haushaltes steht und damit erst nach der Meldung zur Verwendung der neuen Kontingente (15.06.2012) erfolgen kann, musste eine Zwischenlösung geschaffen werden. Hier wurde vorgeschlagen, die beiden neuen Kontingente an bereits bestehende Familienzentren anzubinden und allen Familienzentren für Projekte und notwendige Anschaffungen im Kindergartenjahr 2012/2013 zur Verfügung zu stellen.
Am 23.05.2012 fasste der Jugendhilfeausschuss einen entsprechenden Beschluss.
Aufgrund im Vorfeld nicht bekannter Klauseln konnte die Zuordnung der beiden neuen Kontingente auf die bereits bestehenden Familienzentren nicht ins Meldeprogramm eingeben werden (Mitteilung vom 20.06.2012).
Vor dem Hintergrund, die in Aussicht gestellte Förderung nicht zu verlieren, musste bis zum Ablauf der Meldefrist am 15.06.2012 kurzfristig eine Lösung entwickelt werden. Daher wurden entgegen der ursprünglichen Absicht zwei weitere Verbünde als neue Familienzentren gemeldet. Unter Berücksichtigung des neuen Schwerpunktes der Landesregierung, in erster Linie Stadtteile mit besonderem Unterstützungsbedarf zu fördern, wurde für den unteren Teil des Sozialraums Altenhagen ein zweites Verbund- Familienzentrum, bestehend aus der Kindertageseinrichtung Altenhagener Straße in Trägerschaft der Hegemann gGmbH und der städtischen Kindertageseinrichtung Boeler Straße gemeldet. Das zweite Kontingent wird durch einen Verbund der beiden evangelischen Kindertageseinrichtungen Lützowstraße und Dümpelstraße gemeinsam mit der städtischen Kindertageseinrichtung Tondernstraße die Sozialräume Halden, Tondernsiedlung und Fleyerviertel verbinden.
An dem für das Kindergartenjahr 2013/2014 geplanten Vorhaben der Finanzierung einer 50 % -Stelle zur Koordination der Familienzentren wird aufgrund des in Aussicht gestellten weiteren Ausbaus der Familienzentren weiter festgehalten.
Der erneute Beschluss des Jugendhilfeausschusses ist notwendig, da die beiden neuen Familienzentren ohne Beschluss nicht von der Landesregierung anerkannt werden. Der Beschluss ist zeitnah einzureichen.
