Beschlussvorlage - 1127/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Friedensstraße und St.Josefs-Hospital
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Hans-Dieter Schumacher
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Bezirksvertretung Hagen-Mitte
|
Entscheidung
|
|
|
|
06.12.2011
|
Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Anlass
Die
„Katholisches Krankenhaus Hagen gem. GmbH“ plant und realisiert auf
der Grundlage eines in 2010 genehmigten Bauantrags (s. u.) den Umbau der krankenhausinternen
Küche zu einer Verteilerküche für mehrere Betriebsstandorte in Hagen. Zur Optimierung
der dafür neu geordneten Be- und Auslieferung hat im Frühjahr d. J. die Krankenhausgesellschaft
den Wunsch geäußert, die Friedensstraße am St.-Josefs-Hospital wieder für den
allgemeinen Verkehr zu öffnen. In den 1980er Jahren war dieser Straßenabschnitt
auf Wunsch des Krankenhauses für den Verkehr gesperrt, entwidmet und an die
kath. Krankenhaushaus GmbH veräußert worden. In einem Teil des gesperrten
Abschnitts wurde daraufhin ein Grünbeet angelegt, das jetzt zurückgebaut werden
soll.
Baurecht
Die Untere
Bauaufsichtsbehörde der Stadt Hagen hat die Baugenehmigung mit dem Tenor
„Umbau und Erweiterung einer Zentralküche“ für das
St.-Josefs-Hospital am 22.12.2010 erteilt (Aktenzeichen 1/63/BA/0045/10). Das
Objekt befindet sich im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 8/65, der für
das betreffende Baugebiet explizit ein „Baugrundstück für den
Gemeinbedarf (Krankenhaus)“
festsetzt. Damit ist die beantragte, zum Krankenhaus zugehörige Nutzung
planungsrechtlich zulässig, es bestand somit ein Rechtsanspruch auf Erteilung
der Baugenehmigung.
Da die Baugenehmigung am
22.12.2010 erteilt wurde, darf das St.-Josefs-Hospital die somit genehmigte
Baumaßnahme auch durchführen. Hierbei handelte es sich um eine sogenannte
„gebundene Entscheidung“, auf die es (wie oben beschrieben) einen
Rechtsanspruch gibt.
Konfliktlage
Der
Bezirksvertretung Mitte wurde der geplante Rückbau des Grünbeets in der Friedensstraße
in der Sitzung am 21.09.2011 durch eine Verwaltungsvorlage zur Kenntnis
gegeben. In gleicher Sitzung wurde in der Bürgerfragestunde von betroffenen Bürgern
aus Altenhagen die Befürchtung geäußert, durch die neue Verteilerküche, den
daraus resultierenden (LKW-)Verkehr und durch die Öffnung der Friedensstraße
würden in einem erheblichem Umfang zusätzliche Verkehrsbelastungen auf die angrenzenden
Straßen, insbesondere die südliche Friedensstraße bzw. die Roßbacher Straße, zukommen.
Am
11.10.2011 wurden daraufhin vor Ort an einem „Runden Tisch“ und
unter Beteiligung von Vertretern des Krankenhauses, der Politik, der Verwaltung
und des Sprechers der Anwohner Vereinbarungen getroffen, die die von den
Anwohnern befürchteten negativen Auswirkungen ausschließen sollen. Das
Krankenhaus sollte hierzu einen Ergänzungsantrag zum genehmigten Bauantrag
bezüglich der Nutzung der heute gesperrten Friedensstraße stellen. Dieser
Antrag liegt nunmehr vor, er enthält – vereinbarungsgemäß – die
folgenden Planungen und Maßnahmen:
Lösung
Das
vorhandene Grünbeet in der Friedensstraße wird zurückgebaut; an seiner Stelle
wird eine 3,50 m breite Durchfahrmöglichkeit geschaffen, die mit einer
automatischen Schranke (oder Poller) mit einer lichten Durchfahrbreite von 3,00
m versehen wird. Der betroffene Abschnitt der Friedensstraße bleibt im Besitz
des Krankenhauses, eine Widmung für den öffentlichen Verkehr jeder Art erfolgt
nicht, es bleibt bei der bisherigen allgemeinen Verkehrssperrung. Die Kosten
der Maßnahme gehen vollständig zu Lasten des Krankenhauses.
Mit
dieser Maßnahme wird erreicht, dass die gesamten Essens-Auslieferungen ausschließlich
über die nördliche Friedensstraße zur neuen Hauptanlieferung „Nord“
und Anlieferungen auch über die Schranke Friedenstraße erfolgen und
ebenso nach Norden wieder abfließen können. (Bisherige) Lieferverkehre z.B.
über die Roßbacher Straße oder andere Straßen im hoch verdichteten Altenhagen
südlich des Krankenhauses entfallen somit zukünftig. Nach Baufertigstellung des
Küchenbetriebs und Neuordnung der Logistik verringert sich nach Aussage der
Krankenhaus-Gesellschaft das durch den Küchenbetrieb erzeugte
Gesamtverkehrsaufkommen von heute 149 auf 79 Fahrten in der Woche.
