Beschlussvorlage - 0100/2005
Grunddaten
- Betreff:
-
Bericht der Projektgruppe Qualitätsnetzwerk für den Allgemeinen Sozialdienst Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Petra Seifert
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Jugendhilfeausschuss
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Entscheidung
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02.03.2005
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Beschlussvorschlag
Der
Jugendhilfeausschuss nimmt den bericht der Projektgruppe Qualitätsnetzwerk ASD
zur Kenntnis.
Der
Fachbereich Jugend und Soziales nimmt seit September 2001 an einem Projekt
Qualitätsnetzwerk Allgemeiner Sozialdienst des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe/Landesjugendamt teil. An diesem Qualitätsnetzwerk nehmen neben
Hagen noch die Kommunen Arnsberg, Löhne, Oelde, Hemer, Menden und Altena teil.
Der Bedarf
für die Einführung umfassender Qualitätsmanagementsysteme wird sowohl von
Fachkräften, leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch von Politik
formuliert. Im Kontext Sozialer Arbeit besteht jedoch oft eine Ambivalenz
zwischen der Notwendigkeit, den Erfolg sozialer Arbeit messbar und transparent
zu machen und der Besorgnis, die das Überprüfbarmachen der eigenen Arbeit
auslöst. Wichtige Fragestellungen sind:
¨ Wie lässt
sich die Transparenz sozialarbeiterischen Handelns im ASD so verstärken, dass
für die Adressaten und auch für die kommunale Politik erkennbar wird, was
fachlich zu welchem Zweck und mit welchem fachlichen Ergebnis geleistet wird?
¨ Wie lässt
sich Arbeitsgerechtigkeit in der Arbeitsbelastung zwischen den Fachkräften im
ASD herausstellen?
¨ Wie muss
sich der ASD aufstellen, damit im kommunalen Rahmen das Verhandeln der
Qualität von ASD-Dienstleistungen sowohl zwischen Klienten und Dienstleistern,
als auch zwischen ASD und Leistungsanbietern und zwischen ASD und kommunaler
Politik möglich ist?
¨ Wie
erreicht der ASD, dass der Ressourceneinsatz für erbrachte Leistungen soweit
transparent wird, dass anfallende Kosten auch eindeutig einem entsprechenden
Aufwand zugeordnet werden können?
¨ Wie kann
der Anforderung an eine Garantenstellung des ASD und dem Problem der
individuellen Organisationsverantwortung, welche sich durch gerichtliche
Verfahren in den letzten Jahren immer deutlicher abgebildet hat, begegnet
werden?
Sachverhalt
Ziele des Projektes
Die
Projektziele des Qualitätsnetzwerkes ASD Westfalen-Lippe sind der Aufbau eines
Prozessmanagement sowie die Entwicklung von Prozessstandards. Im Focus steht
die Entwicklung angepasster Instrumente und Werkzeuge, die Dokumentation zur
Erfassung von Qualitätskennzahlen und Qualitätskontrolle, Vorlagen, Formularen
sowie Tools zur Managementunterstützung.
Als
Fernziel für den Allgemeinen Sozialdienst wird die Implementierung eines
durchgängigen Qualitätsmanagementsystem für alle erbrachten Leistungen
angestrebt.
Zielerreichung:
Bis 2002
hatte sich die interne Projektgruppe mit der Darstellung der Ergebnisqualität
befasst. Grundsatzfragen und Begriffe aus dem Qualitätsmanagement wurden
definiert.
1. Produktkatalog wurde erstellt
Im
Produktkatalog (Anlage 1) werden aus dem Blickwinkel der Adressaten die
Ergebnisse der Leistung des ASD systematisch dargestellt. Für jedes Produkt
wurde eine fachliche Positionierung formuliert und die Mindeststandards
beschrieben. Im November 2003 wurden die bereits erarbeiteten Produkte
Mitwirkung in familiengerichtlichen Verfahren und das Produkt Gefahrenabwehr
bei Kindeswohlgefährdung eingeführt. (Anlage 2)
Bei dem
Produkt Gefahrenabwehr bei Kindeswohlgefährdung wurden die Empfehlungen des
Deutschen Städtetages zum Verfahrensablauf bei Verdacht auf
Kindeswohlgefährdung berücksichtigt.
Es wurden
die Verfahrenstandards mit dem Ziel beschrieben, in bestmöglicher Weise
Gefahren für das Kindeswohl abzuwenden, Grundlagen für weitergehende Hilfen zu
schaffen und gleichzeitig das Risiko einer strafrechtlichen Verantwortung für
die Fachkraft zu minimieren.
2. Einführung des
Qualitätshandbuches im Februar 2005
Mit der
Einführung des Qualitätshandbuches für den Allgemeinen Sozialdienst sind
wesentliche Bestandteile zur Implementierung eines Qualitätsmanagementverfahren
für den Allgemeinen Sozialdienst geschaffen worden.
Das
vorliegende Qualitätshandbuch beschreibt alle Produkte des Allgemeinen
Sozialdienstes in den Dimensionen Ergebnis- und Prozessqualität. Durch die
Einführung des Qualitätshandbuches ist es gelungen, standarisierte
Verfahrensabläufe für alle Produkte des ASD einzuführen, Arbeitsprozesse zu
optimieren, um somit gleiche und vergleichbare Leistungen in allen Regionalen
Sozialen Diensten zu erzielen.
Weitere Ziele
Die
Einführung eines Qualitätsmanagementsystems für den Allgemeinen Sozialdienst
erfordert neben der Beschreibung der Ergebnisse und der Prozessqualität auch
die Beschreibung der Strukturqualität und die Einführung eines Qualitätssicherungsverfahrens.
Das
Qualitätssicherungsverfahren soll dazu dienen, die Einhaltung der vorgegebenen
Standards zu überprüfen und einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP)
unter Berücksichtigung von Effektivität und Ökonomie einzuführen.
Die
Entwicklung eines Qualitätssicherungsverfahrens wird durch das Landesjugendamt
im Rahmen des Projektes Qualitätsnetzwerkes für Allgemeiner Sozialdienst
Westfalen-Lippe weiter begleitet. Voraussichtlich werden die Elemente für ein
Qualitätssicherungsverfahren in Teilbereichen in der zweiten Jahreshälfte 2005
eingeführt.
