Beschlussvorlage - 0977/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Durchführung von "Ab in die Mitte" in Hagen-Wehringhausen im Sommer 2012
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Beteiligt:
- FB20 - Finanzen und Controlling
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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|
Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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09.11.2011
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Beschlussvorschlag
- Die Verwaltung
wird beauftragt, sich an dem Wettbewerb
/ der Ausschreibung „Ab in die Mitte! Die
City-Offensive NRW“ 2012 auf der
Grundlage der beiliegenden Projektskizze zu beteiligen.
- Die
Bezirksvertretung Hagen-Mitte stellt in Aussicht, im Falle einer für die
Stadt Hagen positiven Wettbewerbsentscheidung und einer Förderung durch
Landesmittel aus ihren bezirksbezogenen Mitteln für diesen
Verwendungszweck 5.000 € im Jahr 2012 zur Verfügung zu stellen.
Dieser
Beschluss erfolgt gleichzeitig unter dem Vorbehalt, dass der Bezirksvertretung Hagen-Mitte die
beantragten Mittel für das Haushaltsjahr 2012 auch zur Verfügung stehen.
Sachverhalt
Begründung
Auch im Jahr 2012 wird die erfolgreiche Initiative
„Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW“ unter dem Motto:
„freiRaum“ fortgeführt. Alle Kommunen in NRW sind daher von der
City-Offensive aufgerufen, gemeinsam vor Ort Projekte und Prozesse zu
initiieren, die die Entwicklung der Städte und Ortskerne unterstützen und in
gewohnter kreativer und ideenreicher Art und Weise zu präsentieren.
Die Stadt Hagen hat in der Vergangenheit mehrfach
erfolgreich an diesem Wettbewerb partizipieren können, zuletzt im Jahr 2007 mit
dem Titel „ProbeRäume – DenkFabrik Hagen“ gelang es unter dem
vorgegebenem Motto „Jung und Alt – starkes Potential für die
Städte“ den Stadtumbau West mit vielen Veranstaltungen in den Köpfen der
Bürgerinnen und Bürger von Oberhagen und Eilpe positiv zu verankern.
Mit dem Titel „Garten.Reich! –
Wehringhausen wächst zusammen“ soll nunmehr der Auftakt zum
Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“, ein Teilprogramm der
Städtebauförderung in Wehringhausen ebenso nah am Bürger gelingen und ihn mit
einem bunten Strauß von Veranstaltungen und Aktivitäten rund um das das Säen
und Anpflanzen, Pflegen, Wachsen und Gedeihen, Ernten und Genießen herzlich
einladen bei der Formulierung von Lösungsansätzen für die baulichen und
soziostrukturellen Probleme des Stadtteils aktiv mitzuwirken!
„freiRäume“ in der Innenstadt können
vieles sein: neben Parkanlagen, Grünflächen und Gärten auch Baulücken,
Brachflächen oder auch (Laden-) Leerstände. Darüber hinaus lässt sich ein
„freiRaum“ auch als Synonym eines Spielraums sowohl im übertragenen
Sinn, für potenziell vielfältige Chancen- und Nutzungsvielfalt, als
selbstredend auch im Wortsinn des Spielens verstehen. „freiRäume“
in einem Stadtteil wie Wehringhausen sind für die Stadtentwicklung
Herausforderung und Chance zugleich. Park- und Grünflächen stellen potenzielle
Oasen der Ruhe und Erholung für die Menschen dar. Baulücken, Brachflächen und
„Unorte“ bieten einerseits die Chance, sie architektonisch zu
„beseitigen“ bzw. zu schließen oder sie andererseits im oben
genannten Sinn eines Ruheraums umzuwandeln.
Auch ein innovatives Ladenleerstands-Management kann
und muss mehrgleisig ausgerichtet sein und sowohl neue Einzelhandels- und
Gewerbenutzungen als auch Um- oder Zwischennutzungen anderer Art verfolgen.
Ziel ist es, die großen (investiven) Anstrengungen der Stadterneuerung im
öffentlichen und privaten Bereich mit neuen (nicht investiven) Impulsen für
mehr Erlebnisqualität und höhere Verweildauer kreativ und ideenreich zu
verbinden, die Bürgerbeteiligung zu fördern und nachhaltige Stadtentwicklungsstrategien
zu entfalten, mit neuen Impulsen für die Implementierung von Stadtmarketing die
kulturelle Identität der Städte zu stärken, die Multifunktionalität urbaner
Strukturen zu fördern und zu erhalten!
Im Rahmen des Wettbewerbs „Ab in die Mitte! Die
City-Offensive NRW“ werden auch für das Jahr 2012 wieder Konzepte
ausgewählt und deren Umsetzung gefördert, die unter Berücksichtigung des Mottos
„freiRaum“ eine wirksame und nachhaltige Vitalisierung der
Innenstädte und der Nebenzentren erwarten lassen. Dreh- und Angelpunkt der
diesjährigen Bewerbung des Stadtteils Hagen-Wehringhausen wird der
Bodelschwinghplatz sein. Hier soll an den Landeswettbewerb „Stadt macht
Platz“ bei dem in einem kooperativen Werkstattverfahren unter Beteiligung
von drei Planungsteams und im Austausch mit Multiplikatoren, Anrainern,
Bürgern, Verwaltung und Politik ein Gestaltungsvorschlag erarbeitet wurde
angeknüpft werden. Die Chancen, die sich durch die geplante
Bahnhofshinterfahrung ergeben den Stadtteil vom Verkehr zu entlasten, sollen
nach wie vor genutzt werden, diesen Platz als Verbindungsglied zur Hagener
Innenstadt und der Quartiersmitte um Wilhelmsplatz und Lange Straße neu zu
gestalten und zu beleben.
Auf Basis der beiliegenden Projektskizze und unter
Berücksichtigung des zeitlichen Fahrplans (siehe Anlagen) soll der
Wettbewerbsbeitrag bis spätestens 10. November 2011 eingereicht werden. Die
Projektskizze wurde wesentlich durch Herrn Sigurd-Christian Evers aus
Recklinghausen in Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern des Stadtteils
Wehringhausen erarbeitet. Herr Evers ist Inhaber des Kulturprojektbüros
"InCampo" und hat bereits siebenmal in Castrop-Rauxel erfolgreich
"Ab in die Mitte" geplant und durchgeführt. Er hat außerdem im
Kulturhauptstadtjahr "ruhr.2010" viel beachtete Projekte entwickelt
u. a. die "Kultur-Kioske".
Das Gesamtbudget für den Wettbewerbsbeitrag 2012 wird
mit ca. 50.000,- Euro angesetzt. Die Landesförderung beträgt davon 80%, 10% der
Mittel sollen wie auch in den vergangenen Jahren aus Spenden generiert werden,
erste Gespräche haben dazu bereits statt gefunden. Es verbleiben 10% als
städtischer Eigenanteil.
Die Entscheidung der Jury wird den Teilnehmern
schriftlich im Dezember 2011 mitgeteilt. Eine offizielle Preisverleihung ist im
Rahmen der „Tagung Innenstadt“ des Netzwerkes Innenstadt NRW
voraussichtlich im Februar 2012 vorgesehen. Die Städtebauförderungsanträge
müssen erst nach Auswahl der Städte über die jeweilige Bezirksregierung an das
Ministerium gestellt werden.
Sollte die diesjährige Bewerbung der Stadt Hagen mit
dem Stadtteil Wehringhausen die Jury überzeugen und zu den stolzen Preisträgern
gehören, so ist gegenüber dem Fördergeber dieser 10%ige städtische Eigenanteil
nachzuweisen. Eine Finanzierung aus dem städtischen Haushalt ist nicht möglich.
Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte könnte jedoch im Rahmen ihrer
Entscheidungsbefugnisse über die Verwendung der bezirksbezogenen Mittel nach §
37 Abs. 3 der Gemeindeordnung NRW aus ihren bezirksbezogenen Mitteln für das
Jahr 2012 ca. 5.000 € für diesen Verwendungszweck zur Verfügung stellen,
den 10%igen städtischen Eigenanteil sichern
und damit zur Realisierung von „Garten.Reich! –
Wehringhausen wächst zusammen“ beitragen.
Darüber hinaus würde die Durchführung von
„Garten.Reich! – Wehringhausen wächst zusammen“ keine
weiteren finanziellen Auswirkungen, Verbindlichkeiten oder Folgekosten für die
Stadt haben. Auch bei der Umsetzung würde die Verwaltung lediglich begleitend -
da Zuwendungsempfänger - tätig bzw. im Rahmen der Aufgaben bei der Umsetzung
des Förderprogramms „Soziale Stadt“.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
(Bitte ankreuzen und Teile,
die nicht benötigt werden löschen.)
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Es
entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen |
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x |
Es
entstehen folgende finanzielle Auswirkungen |
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Es
entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen |
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Maßnahme |
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x |
konsumtive
Maßnahme |
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investive
Maßnahme |
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konsumtive
und investive Maßnahme |
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Rechtscharakter |
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Auftragsangelegenheit |
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Pflichtaufgabe
zur Erfüllung nach Weisung |
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Pflichtaufgabe
der Selbstverwaltung |
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x |
Freiwillige
Selbstverwaltungsaufgabe |
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Vertragliche
Bindung |
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Beschluss
RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges |
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Ohne
Bindung |
1.
Konsumtive Maßnahme
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Teilplan: |
5110 |
Bezeichnung: |
Räumliche
Planungs-/Entwicklungsmaßnahmen |
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Produkt: |
1.51.10.05 |
Bezeichnung: |
Stadtteil-,
Konzeptplanung |
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Kostenstelle: |
|
Bezeichnung: |
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|
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Kostenart |
Lfd. Jahr |
Folgejahr 1 |
Folgejahr 2 |
Folgejahr 3 |
|
Ertrag (-) |
414100 |
0,00€ |
40.000,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
|
Ertrag (-) |
414800 |
0,00€ |
5.000,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
|
Aufwand (+) |
529100 |
0,00€ |
45.000,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
|
Eigenanteil |
|
0,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
2.
Konsumtive Maßnahme
|
Teilplan: |
1190 |
Bezeichnung: |
Bezirksbezogene
Hauhaltsmittel |
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Produkt: |
1.11.900101 |
Bezeichnung: |
Mittel nach §37 GO NW |
|
Kostenstelle: |
|
Bezeichnung: |
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|
|
Kostenart |
Lfd. Jahr |
Folgejahr 1 |
Folgejahr 2 |
Folgejahr 3 |
|
Ertrag (-) |
|
0,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
|
Aufwand (+) |
549900 |
0,00€ |
5.000,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
|
Eigenanteil |
|
0,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
0,00€ |
|
Kurzbegründung: |
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X |
Finanzierung
wird im Haushalt 2012 bereits eingeplant/gesichert |
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Finanzierung
kann ergebnisneutral (außer-/überplanmäßige Bereitstellung mit Deckung)
gesichert werden. |
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|
Finanzierung
kann nicht gesichert werden (der Fehlbedarf wird sich erhöhen) |
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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2,4 MB
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2
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(wie Dokument)
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185,8 kB
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