Vorschlag zur Tagesordnung - 0948/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Gegenüberstellung: Stärkungspakt Stadtfinanzen / Zins- und Entschuldungshilfe für Kommunen in Nordrhein-Westfalen- Vorschlag der CDU-Fraktion
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- VB2 Vorstandsbereich für Finanzen, Controlling und interne Dienste
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Entscheidung
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20.10.2011
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Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt bis zur Ratssitzung am 24. November 2011 darzustellen, wie sich die beiden konkurrierenden Finanzkonzepte zur Verbesserung der Kommunalfinanzen auf Hagen auswirken würden. Dabei sollen u. a. folgende Kriterien aufgearbeitet und die Ergebnisse einander gegenübergestellt werden:
a. Kreis der teilnehmenden Kommunen
b. Freiwilligkeit bzw. Qualifikation zur Teilnahme am Konzept
c. Ansteckungsgefahr für bisher „gesunde“ Kommunen
d. Bedingungen für die Zinshilfe
e. Bedingungen für die Entschuldungshilfe
f. Bewertung der struktureller Wirksamkeit der Entschuldungshilfe
Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Die
Finanzsituation von Kommunen in NRW ist im Jahr 2011 nicht mehr schön zu reden:
45 Prozent der bundesweit in Anspruch genommenen Kassenkredite wurden von
NRW-Kommunen aufgenommen – insgesamt über 20 Milliarden Euro. An dieser
dramatischen Situation haben alle Landesregierungen ihren Anteil. Den
Vorgängerregierungen ist es insgesamt weder gelungen, die Kommunen ihren
Aufgaben adäquat finanziell auszustatten noch eine wirksame Kommunalaufsicht
durchzusetzen. Diese Entwicklung stößt jetzt auf massive Grenzen. Mittlerweile
haben Geschäftsbanken begonnen, die Kassenkreditvergabe an Kommunen zu
begrenzen. Die WL-Bank wird Kommunen im Nothaushalt ohne Finanzierungsplan
weder neue Kassenkredite zur Verfügung stellen noch bestehende Kredite
verlängern. Das muss als deutliches Warnsignal verstanden werden.
Im
Land NRW stehen derzeit zwei Lösungsansätze zur Diskussion, die beide für sich
in Anspruch nehmen, die Kommunalfinanzen zu stärken.
Das
Konzept der Landesregierung sieht für 34 Städte, die im Jahr 2010 bereits
überschuldet waren oder dies in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2013
geplant hatten, eine verpflichtende Teilnahme vor. Darunter fällt auch die
Stadt Hagen. „Ziel des Paktes ist
die Entlastung dieser Gemeinden um die Zinslasten und Tilgung für Altschulden.
Diese Entlastung soll die notwendige Liquidität freimachen, um über die Senkung
struktureller Haushaltsdefizite jetzt dringend notwendige Investitionen vor Ort
möglich zu machen und damit zugleich Beschäftigung zu sichern.“[1],
wie der Stellungnahme der SPD-Landtagsfraktion zu entnehmen ist.
Parallel
dazu liegt dem Landtag von NRW ein zweites Konzept zur Entschuldung der
nordrhein-westfälischen Kommunen vor.
Das
Konzept der CDU-Landtagsfraktion wirbt damit, für 164 Kommunen einen
transparenten, gerechten und nachhaltigen Lösungsweg aufzuzeigen. Nach diesen
Plänen sollen diese Städte und Gemeinden in einem ersten Schritt noch in diesem
Jahr insgesamt 342 Millionen erhalten. Dies würde im Nachhinein die tatsächlich
gezahlten Zinsen für die aufgelaufenen Liquiditätskredite in im Jahr 2011
abdecken. Die Zinshilfe umfasst darüber hinaus die im Rahmen einer Umschuldung
entstehenden zusätzlichen Belastungen für eine mehrjährige Zinsfestschreibung.
Weitere 308 Millionen Euro sollen den 164 betroffenen Kommunen –
ebenfalls bereits in 2011 – für den Haushaltsausgleich und zur Tilgung
bestehender Kredite gewährt werden. Das würde nicht nur den Weg zum
Haushaltsausgleich sondern auch zum Schuldenabbau eröffnen.
In
Anbetracht der Tatsache, dass im Landtag zwei unterschiedliche Konzepte um die
Mehrheit der Mandatsträger wetteifern, sollte sich der Rat der Stadt Hagen mit
beiden Angeboten inhaltlich auseinandersetzen.
Anlagen
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