Berichtsvorlage - 0693/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Abschlussbericht zur Einsparung von 158.000 € aus den Budgetverträgen mit den freien Trägern der Wohlfahrtspflege
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB55 - Jugend und Soziales
- Bearbeitung:
- Petra Seifert
- Beteiligt:
- FB20 - Finanzen und Controlling; FB53 - Gesundheit und Verbraucherschutz
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Jugendhilfeausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
18.10.2011
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Haupt- und Finanzausschuss
|
Vorberatung
|
|
|
|
20.10.2011
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Ausschuss für Soziales, Integration und Demographie
|
Vorberatung
|
|
|
|
09.11.2011
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Hagen
|
Entscheidung
|
|
|
|
24.11.2011
|
Sachverhalt
Kurzfassung
Im Zuge des 1.
Sparpakets erhielt die Verwaltung den Auftrag, die im Rahmen der Budgetverträge
an die Träger der freien Wohlfahrtspflege gezahlten Zuschüsse um 158.000
€ zu kürzen. Zur Umsetzung dieses Ratsbeschlusses wurden 5 Arbeitsgruppen
gebildet, die - bestehend aus
Mitarbeitern des Fachbereichs Jugend und Soziales, dem Gesundheitsamt, Trägern
der Wohlfahrtspflege und Vertretern der Politik – durch
„intelligentes“ Sparen, Schnittstellenoptimierung oder auch durch
ein verändertes Angebot Einsparungen erzielt werden können.
Im Ergebnis
bleibt festzuhalten, dass Einsparungen im Umfang von ca. 325.000 € (zzgl.
der Kosten von 9 Arbeitsplätzen) erzielt wurden. Diese Einsparungen sind
bereits in das aktuelle Sparpaket 2011 eingeflossen.
Die Historie
des Ratsauftrages und viele Detailinformationen ergeben sich aus den Vorlagen
0381/2009, 1140/2009, 0456/2010 und 0566/2011.
Begründung
Im Zuge des 1. Sparpakets erhielt die
Verwaltung den Auftrag, die im Rahmen der Budgetverträge an die Träger der
freien Wohlfahrtspflege gezahlten Zuschüsse um 158.000 € (106.000 €
im Zuständigkeitsbereich des Fachbereichs Jugend und Soziales um 52.000 €
im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes) zu kürzen. Der dem Rat zur Umsetzung dieses
Beschlusses vorgelegte Verwaltungsvorschlag (0381/2009) wurde am 25.6.09 zur
erneuten Beratung in die politischen Gremien zurück verwiesen. Das Ergebnis der
erneuten Beratung hinsichtlich der Zuschusskürzung an die freien Träger
berücksichtigte auch das Sparpaket 2011. Mit dem Ratsbeschluss vom 17.12.09
wurde die Verwaltung daher beauftragt (1140/2009), gemeinsam mit den
Wohlfahrtsverbänden alle Aufgabenfelder, in denen Stadt und freie Träger
gemeinsam arbeiten (nunmehr demnach zB. auch Aufgabenfelder, die die
Jugendhilfe betreffen) auf Einsparpotentiale hin zu untersuchen. Im Zuge dieses
Auftrages waren in den Untersuchungsfeldern ua.
·
Steigerung von Effizienz und Effektivität
(“intelligentes Sparen“)
·
mögliche Trägerwechsel zur Schnittstellenoptimierung
·
(teilweise) Einstellung von Leistungen
zu überprüfen. Verwaltung und freie
Träger haben zur Abarbeitung des Ratsbeschlusses 4 Arbeitsgruppen gebildet:
AG1: Migration und
Wohnungslosigkeit
AG2: Senioren, Behinderte und
Pflege
AG3: Sucht, Drogen
AG5: Offene Angebote für
Kinder und Jugendliche
|
Erkannte Einsparpotentiale (Ergebnisübersicht der AG1) |
|||||
|
Aufgabengebiet |
Aktuelle Träger-schaft |
Maßnahmen (kurze Erläuterung) |
Bemerkungen |
Jährl. Ein-sparung |
|
|
Schuldner- Beratung (Maßnahme
M55-50) |
DW |
Auslaufen der befristeten Förderung
Insolvenzberatung zum 30.09.10 |
|
|
57.396 € |
|
Flüchtlings- Betreuung (Maßnahme
PK.3113-047) |
Stadt |
Rückzug der Stadt aus der
sozialarbeiterischen Betreuung von Flüchtlingen |
Wegfall einer Planstelle |
Die sozialarbeiterische Betreuung der
Flüchtlinge wird weiterhin vom DW wahrgenommen. |
49.200
€ (zzgl.
Arbeits-platz-kosten) |
|
Hilfen für
Wohnungs-lose Maßnahme
PK.3112-051) |
Stadt |
Stellenreduzierung im Bereich der
vorbeugenden Obdachlosenhilfe |
Wegfall einer Planstelle |
|
45.912
€ (zzgl.
Arbeits-platz-kosten) |
|
Hilfen für
Wohnungs-lose (Maßnahme M55.-165) |
AWO |
Förderung von ambulant betreutem
Wohnen durch LWL |
Schritt-weise Redu-zierung d. städt.
För-derung |
Konsolidierungs-beitrag in 2011;
weiteres Potential in den nachfolgenden Jahren möglich |
10.000 € |
|
Hilfen für
Wohnungs-lose (Maßnahme M55.-180) |
DW |
Förderung von ambulant betreutem
Wohnen durch LWL |
Schritt-weise Redu-zierung d. städt.
Förderung |
Konsolidierungs-potential bis zu
27.000 € |
27.000 € |
|
Summe |
189.508 € (zzgl.
Arbeits-platz-kosten) |
||||
Die im Zuständigkeitsbereich der AG2
diskutierten Einsparmöglichkeiten durch die Schließung von 1 oder 2
Begegnungsstätten wurden vom Rat im Rahmen der Beratungen zum Sparpaket 2011
abgelehnt. Die AG2 hatte sich mehrheitlich gegen diese Maßnahme ausgesprochen.
Die AG3 hat insbesondere beraten über
die Möglichkeiten einer Zusammenlegung der bislang von drei Trägern an drei
Orten wahrgenommenen Angebote der Suchtberatung unter 1 Dach. Im Sparpaket 2011
wurde in diesem Zusammenhang bereits eine Einsparung von 80.000 € bei den
Personalkosten (zzgl. Kosten von zwei Arbeitsplätzen) veranschlagt
(Konsolidierungsmaßnahme PK3670-179). Die Verhandlungen sind bereits zu einem
Abschluss gekommen. Durch Synergien werden die Einsparungen erzielt. Offen ist
im Grunde nur noch der Ort der künftigen gemeinsamen Beratung. Die
Möglichkeiten verschiedener Lokalitäten werden in diesen Tagen geprüft.
Die im Zuständigkeitsbereich der AG5
erzielten Einsparungen von etwa 55.000 € zzgl. Arbeitsplatzkosten sind im
Kinder- und Jugendförderplan dargelegt (Konsolidierungsmaßnahme M55-150).
Insgesamt werden im
Zuständigkeitsbereich aller 4 Arbeitsgruppen ca. 325.000 € zuzgl. der
Kosten für 9 Büroarbeitsplätze eingespart. Diese Effekte sind bereits in das 2.
Sparpaket eingebunden. Hinzu kommen 35.000 €, die durch die Kürzung der
Pauschalzuschüsse an die 5 Verbände seit 2008 eingespart wurden (Konsolidierungsmaßnahme
M55-157).
In unmittelbaren Bezug zu der
originären Einsparvorgabe von 158.000 € stehen nur diese 35.000 €.
Die beschriebenen 325.000 € gehören nicht zu den Budgetverträgen, sind
aber den Leistungsfeldern zuzuordnen, für die Pauschalzuschüsse gewährt werden.
Die ursprüngliche 158.000 € Einsparvorgabe aus dem 1. Sparpaket ist damit
abgearbeitet.
