Beschlussvorlage - 0921/2011

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Bezirksvertretung Haspe nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Anlass

 

Der Rat der Stadt Hagen hat am 8.7.2010 den Jugendförderplan für die Stadt Hagen beschlossen. Der Jugendförderplan ist das Planungs- und Steuerungsinstrument für die Zielorientierung und die Ressourcensteuerung auf Basis des SGB VIII und des Jugendförderungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen.

 

Im Rahmen des Wirksamkeitsdialoges ist für den Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit seit dem Jahr 2000 ein umfangreiches jährliches Berichtswesen entwickelt worden, das für die Beratung im Jugendhilfeausschuss und in den Bezirksvertretungen eine Darstellung der Ziele und Inhalte der Arbeit, der Besucherzahlen und der Fortschreibung der Ziele und Angebotsschwerpunkte beinhaltet.  Seit dem Jahr 2010 wird die Berichterstattung im zweijährigen Rhythmus veröffentlicht.

 

Die Bezirksvertretung Haspe hat bei der letzten Beratung des Berichtes über die offene Kinder- und Jugendarbeit die Verwaltung beauftragt, eine konkretere Konzeption für die Jugendarbeit in Haspe vorzulegen.

 

 

Ziele der Jugendarbeit

 

Jugendarbeit ist neben der Familie und der Schule ein eigenständiger Bildungs- und Sozialisationsbereich für Kinder und Jugendliche.

Ein wichtiges Merkmal von Jugendarbeit ist das Prinzip der Freiwilligkeit.

Kinder- und Jugendarbeit versteht sich als ein Lernort, an dem es Kinder- und Jugendlichen in der Gruppe der Gleichaltrigen ermöglicht wird, ein soziales Miteinander zu lernen und zu leben.

Kinder- und Jugendarbeit ermöglicht es jungen Menschen, ihre Freizeit eigenverantwortlich und solidarisch mit anderen zu planen und zu gestalten.

 

Das Jugendförderungsgesetz des Landes NRW führt hierzu aus:

 

„Die Kinder- und Jugendarbeit soll durch geeignete Angebote die individuelle, soziale und kulturelle Entwicklung junger Menschen unter Berücksichtigung ihrer Interessen und Bedürfnisse fördern. Sie soll dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen die Fähigkeit zu solidarischem Miteinander, zu selbst bestimmter Lebensführung, zu ökologischem Bewusstsein und zu nachhaltigem umweltbewusstem Handeln zu vermitteln. Darüber hinaus soll sie zu eigenverantwortlichem Handeln, zu gesellschaftlicher Mitwirkung, zu

demokratischer Teilhabe, zur Auseinandersetzung mit friedlichen Mitteln und zu Toleranz gegenüber verschiedenen Weltanschauungen, Kulturen und Lebensformen befähigen.“

 

Jugendarbeit in Haspe findet in diesem rechtlichen Rahmen sowie auf Grundlage des Hagener Jugendförderplans statt.

 

„Offene Jugendarbeit stellt jungen Menschen die zur Förderung ihrer individuellen, sozialen und kulturellen Entwicklung erforderlichen Angebote in geeigneter Weise zur Verfügung. Die Maßnahmen knüpfen an die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen an und beziehen diese in ihre Gestaltung mit ein. Durch sie werden junge Menschen zu

 

• solidarischem Miteinander und sozialem Engagement,

• selbst bestimmter Lebensführung,

• ökologischem Bewusstsein und nachhaltigem umweltbewussten Handeln,

• eigenverantwortlichem Handeln,

• gesellschaftlicher Mitwirkung und -verantwortung,

• demokratischer Teilhabe,

• Auseinandersetzung mit friedlichen Mitteln,

• zu Toleranz gegenüber verschiedenen Weltanschauungen, Kulturen und Lebensformen

 

angeregt und hingeführt. Offene Jugendarbeit findet dabei insbesondere in Einrichtungen, Maßnahmen und Projekten, Initiativgruppen, als mobiles Angebot, als Abenteuer- und Spielplatzarbeit sowie in kooperativen und übergreifenden Formen und Ansätzen statt. Sie richtet sich an alle Kinder und Jugendlichen und hält für besondere Zielgruppen spezifische Angebote der Förderung und Prävention bereit.“

 

Formen der Jugendarbeit

 

Jugendarbeit findet in den Formen der Jugendverbandsarbeit, der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit / Jugendberufshilfe und des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes statt.

Für diesen Bericht liegt der Schwerpunkt auf dem Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit, soweit für das Gesamtkonzept erforderlich werden die Kooperations- und Vernetzungsebenen zu den weiteren Arbeitsformen dargestellt.

 

Zielgruppen der Jugendarbeit

 

Zielgruppen der Jugendarbeit sind in der Regel Kinder und Jugendliche im Alter vom 6. bis zum 21. Lebensjahr.

Im Rahmen besonderer Angebote und Maßnahmen können auch junge Menschen bis zum 27. Lebensjahr einbezogen werden.

 

 

 

Schwerpunkte der Kinder und Jugendarbeit

 

Orientiert an den sozialräumlichen Gegebenheiten und den Lebenswelten der jungen Menschen fördert offene Jugendarbeit die individuelle Entwicklung der Jugendlichen.

Die Angebote sind vor allem darauf ausgerichtet,

 

• individuelle Benachteiligungen durch Beratung, Förderung oder Vermittlung in spezielle Förderangebote auszugleichen,

 

• die gleichberechtigte Teilhabe von Jungen und Mädchen zu gewährleisten,

 

• den gleichberechtigten Zugang von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen zu gewährleisten,

 

• Bildungsbenachteiligungen durch Förderung oder Vermittlung in Hilfeangebote auszugleichen,

 

• den Zugang zu Medien und Internet zu ermöglichen und den kompetenten Umgang zu vermitteln,

 

• den Übergang von der Schule in den Beruf durch Hilfen (z.B. Bewerbungstrainings) und ggf. Weitervermittlungen erfolgreich zu gestalten.

 

Als Querschnittsaufgaben der Kinder- und Jugendarbeit sind folgende Bereiche definiert und gehören somit in den Pflichtenkatalog jeder geförderten Einrichtung:

 

  • Kinder und Jugendliche werden vor Kindeswohlgefährdung geschützt,

 

  • die gleiche Teilhabe von Jungen und Mädchen an den Angeboten und Maßnahmen wird ermöglicht und in der Praxis bei der Ausgestaltung regelmäßig überprüft,

 

  • die gleiche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte wird auch bei der Ausgestaltung der Angebote berücksichtigt. Durch geeignete Bildungsangebote wird die kulturelle Identität gefördert.

 

 

  • Kinder- und Jugendliche werden bei der Ausgestaltung der Angebote in Jugendeinrichtungen beteiligt. Die Arbeit der Jugendräte in den Stadtbezirken wird durch die Jugendeinrichtungen aktiv unterstützt.

 

  • Jungen Menschen mit Behinderungen werden die Zugänge zu den Angeboten der Jugendarbeit ermöglicht.

 

 

 

Situation im Stadtbezirk Haspe

 

demografische Entwicklung

 

Ein Rückgang der Anzahl Kinder und Jugendlicher findet in Haspe in allen Altersgruppen statt. Innerhalb der einzelnen Sozialräume ist dieser Rückgang unterschiedlich ausgeprägt. Der Bereich Hestert / Kückelhausen-Süd ist am stärksten betroffen – allerdings bei einer vergleichsweise geringen absoluten Anzahl Jugendlicher.

Insgesamt ist im Stadtbezirk Haspe die Notwendigkeit gegeben, den Schwerpunkt der Angebote für Kinder und Jugendliche stärker auf die Altersgruppe der Jugendlichen auszurichten.

 

 

Kinder und Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte

Bereits heute hat mehr als jeder zweite junge Mensch unter 21 Jahren in Hagen eine Zuwanderungsgeschichte, d.h. er selbst oder ein Elternteil wurde im Ausland geboren.

Mit Blick auf den im Vergleich deutlich geringeren demografischen Rückgang im Vergleich zu allen Jugendlichen wird sich dieser Trend noch verstärken.

Die interkulturelle Arbeit der Jugendeinrichtungen und die verstärkte Kooperation der derzeit überwiegend von deutsch geprägten Netzwerken / runden Tischen etc. mit Migrantenorganisationen und Moscheen wird daher eine wichtige Aufgabe in den nächsten Jahren sein.

 

Angebote für Kinder und Jugendliche in Haspe

 

Kinder- und Jugendpark Haspe:

 

Der Kinder- und Jugendpark Haspe ist die zentrale Jugendeinrichtung im Hasper Zentrum. Das Raumangebot kann diesem Anspruch jedoch nicht gerecht werden. Innerhalb der Räumlichkeiten ist eine differenzierte Arbeit in der Regel nur zeitversetzt zu realisieren.

Der Kinder- und Jugendpark Haspe verfügt mit dem Abenteuerspielplatz über ein Alleinstellungsmerkmal in Hagen.

Der Abenteuerspielplatz spricht vorwiegend schulpflichtige Kinder von 6 Jahren bis 12 Jahren und in der Regel bei den jüngeren Kindern ihre Eltern an. Neben den täglichen offenen Angeboten und den Ferienaktivitäten bietet der Abenteuerspielplatz Projekte insbesondere in Kooperation mit Schulen an.

Das Jugendzentrum hat seit Jahren einen Schwerpunkt bei der aktiven Beteiligung von Kindern und Jugendlichen herausgebildet. Angesprochen werden hier im Nachmittagsbereich Kinder bis 14 Jahre und im Abendbereich Jugendliche in der Regel bis 21 Jahre.

Seit Herbst 2011 koordiniert das Jugendzentrum die Vor- und Nachbereitung sowie die Durchführung der Sitzungen des Jugendrates. Hiermit ist die Chance verbunden, das Jugendzentrum als Treffpunkt für weitere Jugendgruppen zu etablieren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Jugendeinrichtung sind die täglichen schulischen Hilfen sowie die Unterstützung im Bereich Übergang Schule / Beruf (z.B. Bewerbungshilfen).

Der Kinder- und Jugendpark Haspe nimmt regelmäßig an Aktionen im Rahmen des Lokalen Aktionsplans „Toleranz fördern – Kompetenzen stärken“ teil, z..B. an Bildungsveranstaltungen für Jugendliche zur Thematik interkulturelle Kompetenz oder dem Hagener Handy-Filmfestival.

Die Einrichtung nimmt regelmäßig an den Sitzungen des AK '90 Haspe teil.

 

Für das Jahr 2010 hat der Kinder- und Jugendpark Haspe folgenden Bericht erstellt (Auszug):

 

Sozialräumlicher Bezug der Einrichtung

 

Der Kinder- und Jugendpark Haspe liegt  inmitten der Hasper Grünanlage "Im Zipp" und befindet sich in der Nähe zu drei Grund- und vier weiterführenden Schulen. Viele Hagener Bürger nutzen den Park als Schulweg und als Verbindung zum Hasper Zentrum. Zusätzlich befinden sich neben dem Abenteuerspielplatz ein öffentlicher Fussballplatz, eine Basketballanlage und ein großer Kinderspielplatz.
Die Besucher unserer Einrichtung wohnen meist in unmittelbarer Nachbarschaft und haben größtenteils Migrationshintergrund (Türken, Kurden, Albaner). Innerhalb Hagens leben mehr als die Hälfte aller nicht-deutschen Kinder und Jugendlichen im Stadtbezirk Mitte, die nächst höheren Werte finden sich in den Stadtbezirken Haspe und Nord. Bei den Haushalten mit  3 und mehr Kindern steht Haspe an erster Stelle. Das bedeutet, dass Haspe ein kinderreicher Stadtteil ist.

 

 

Öffnungstage und Uhrzeiten

 

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

 von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

10.00-17.30

11.00-19.00

10.00-17.30

13.00-19.00

10.00-17.30

s.u. -     

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14.00-21.30

14.00-21.30

14.00-21.30

14.00-21.30

14.00-20.30

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Zusätzliche Öffnungszeiten:

- 2,5 Std. Wochenendarbeitszeit pro Woche,
  in unterschiedlichen Abständen Veranstaltungen am  
  Wochenende (alle 2 Wochen Familientag von 10.30-17.30h)
- während der Schulferien: Ferienprogramme
- SAZ Mo - Do von 14.00 - 16.00 Uhr

Bemerkungen:

Zeile 1: Öffnungszeiten ASP
Zeile 2: Öffnungszeiten JZ

 

 

Schwerpunkte der Arbeit

 

Interaktionen auf dem Aussengelände mit Betonung auf "Bewegungsspiele", um den Kindern einen Ausgleich zum passiven PC- und TV-Konsum und dem extrem begrenzten Sportunterricht in der Schule zu schaffen.

Viermonatige Erstellung einer Fotogeschichte (vom gemeinsamen Erdenken der Geschichte über die Suche der Handlungsorte, die Kostümbeschaffung, Ausstattung der Kulisse, die Besetzung der Rollen, Mimik und Gestik bei den Aufnahmen, bis hin zur Gestaltung des Fotobuchs mit Bild und Text), um den teilnehmenden neun Kindern (6 - 13 Jahre) ein Gruppen- und Erfolgserlebnis zu ermöglichen.
Durch kontinuierliches Arbeiten an einer Sache über mehrere Monate ist ein gemeinsames Endprodukt entstanden, zu dem jedes Kind entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten und Neigungen beigetragen hat.

 


Fortlaufende Angebote

 

Zielgruppe

Angebot

Schülerinnen & Schüler aller Schulformen

Schularbeitszirkel

Kinder- u. Jugendliche von 6- 21 Jahre

Freizeit- u. erlebnispädagogische Angebote

Kinder- u. Jugendliche von 6- 21 Jahre

wechselnde Angebote/ Programme in den Ferien

Kinder- u. Jugendliche ab 6 Jahre

Anti- Aggressions- Projekt (Kickboxen)

Mädchen ab 6 Jahre

Mädchennachmittag (1x/ Wo.)

 

 

Resümee der fortlaufenden Angebote

 

Bei der Arbeit im Nachmittagsbereich mit den Kindern (bis 13 J.) fällt auf, dass die Teilnehmerzahl besonders groß ist, wenn angeleitete Gruppenangebote wie Turniere, Brennball, Stockbrot, Kubb (ein Wurfspiel für 2 Gruppen) etc. durchgeführt werden.
Die erlebnispädagogischen Aktivitäten auf dem ASP konnten - besonders in den Sommermonaten - noch weiter ausgebaut werden. Gemeinsam mit den Kindern wurden neue interessante Spielangebote ausprobiert (Murmelreise, Namensball etc.) und neue Spielgeräte (z.B. eine Tarzanschaukel) gebaut.

Bei der Arbeit mit Jugendlichen (ab 14 J.) im Abendbereich ist es so, dass diese zunächst eine Ruhephase benötigen, um vom Stress des Tages "runter" zu kommen.
Sie lesen die Tageszeitung, tauschen sich über die täglichen Erlebnisse aus oder entspannen sich auf dem Sofa.
In dieser Phase haben wir die Möglichkeit, über Zeitungsberichte, Tagesgeschehnisse mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, woraus sich oft interessante Diskussionen entwickeln. Nach dieser "Ankomm-Phase" werden Angebote wie Turniere oder ein Wissensquiz gerne genutzt ("aktive Phase") und sorgen auf diese Weise für Gruppenerlebnisse.
Die Jugendlichen nutzen den Abend aber auch, um mit uns für die Schule oder den Führerschein zu lernen, um Hausaufgaben mit unserer Hilfe zu erledigen, um Bewerbungen etc. zu schreiben und um unseren Rat in Konfliktsituationen einzuholen.
Es entwickeln sich im Laufe des Abends verschiedene gruppendynamische Prozesse: während ein Mitarbeiter mit ein paar Jugendlichen dartet, löst der/die andere mit einer zweiten Gruppe ein Kreuzworträtsel; in der Zeit spielt eine dritte Gruppe Karten.
Die Zusammensetzung der einzelnen Gruppen variiert im Laufe des Abends immer wieder. Durch die Flexibilität ist es möglich, auf unterschiedliche Bedürfnisse und Fähigkeiten unserer Besucher einzugehen.

Aus dieser Beziehungsarbeit ist ein Vertrauensverhältnis entstanden, welches für die Arbeit notwendig ist.

 

zeitlich begrenzte Angebote und Projekte

 

Zielgruppe

Ziel

Angebot

Jugendliche von 14-17 Jahren

respektvoller Umgang miteinander / Andersartigkeit akzeptieren

Seminar "Respect the Difference"
(08.-10.10.10)

Kinder von 8-12 Jahren

soziale Kompetenz

Betreuungsangebot in den Ferien;
Thema: "Detektive" (02. - 06.08.10)

 

Resümee der zeitlich begrenzten Angebote und Projekte

 

Zeitlich begrenzte Projekte bieten eine wertvolle Ergänzung zur Offenen Arbeit. Durch die vorgegebenen Rahmenbedingungen ("feste Gruppe / feste Zeiten") findet eine intensivere Auseinandersetzung mit einem bestimmten Thema statt; innerhalb der Gruppe findet jeder Teilnehmer seine eigene Rolle; das Selbstbewusstsein wird gestärkt und trägt zur Identitätsfindung bei.

 

 

 

Fortschreibung der Planung und neue Planungen 2011

 

Im Sommer wollen wir den Schwerpunkt der Arbeit noch mehr auf den Außenbereich des Abenteuerspielplatzes verlagern, um dem Bewegungsmangel vieler Kinder entgegen zu wirken. Ende des Jahres haben wir dazu z.B. zwei "Slacklines" (Spanngurte) angeschafft, die man zum Balancieren zwischen zwei Bäume spannt. So wird der Gleichgewichtssinn und das Körpergefühl der Kinder gefördert.

 


Kooperationen

 

- Gesamtschule Haspe ("Rock-gegen-Rechts"-Konzert)
- Hauptschule Heubing (Europäisches Kinderfest)
- Geweke-Grundschule (Europäisches Kinderfest u. "Multikulturelles Kinderfest")
- Hagener Wirtschaftsförderung: Europäisches Kinderfest im Kinder- und Jugendpark Haspe
  (Kinderfest "Der Berg ruft"; im Rahmen der Europawochen)
- Sportveranstaltungen, Turniere und Ferienaktionen mit anderen städtischen Jugend-
  einrichtungen
- Kickboxschulen aus anderen Städten: achte große Freiluftveranstaltung auf dem ASP
  mit Vorführungen der Kickbox-Schüler
- AK 90 Haspe (regelmäßige Sitzungen, großes multikulturelles Kinderfest am ASP :
"Wir sind Haspe")
- Moscheeverein (gemeinsames Fest auf dem ASP: "Wir sind Haspe")
- Freie Evangelische Gemeinde Haspe  (Kooperation beim Europäischen Kinderfest;
  gemeinsame Oster- und Weihnachtsfeier)
- Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Haspe (Kooperation beim Europäischen
  Kinderfest)
- Johanniter-Unfall-Hilfe (Europäisches Kinderfest) 

 

 

Fortentwicklung der Konzeption des Kinder- und Jugendparks Haspe:

 

Der erlebnispädagogische Schwerpunkt der Einrichtung sollte weiter ausgebaut werden.

 

Als weitere Schwerpunkte werden die bisherigen interkulturellen Angebote und die Kooperationen im Stadtbezirk weiter ausgebaut.

 

Die Vertiefung der bestehenden Kooperationen mit den weiterführenden Schulen, insbesondere mit den Hauptschulen in Haspe sollte fortgeführt werden. Hierbei wird eine enge Kooperation mit der Schulsozialarbeit angestrebt.

 

Jugendzentrum Quambusch:

 

Das Jugendzentrum Quambusch ist ein quartiersbezogener Kinder- und Jugendtreff mit dem Einzugsgebiet Quambusch und bei Jugendlichen teilweise auch darüber hinaus.

Die Einrichtung arbeitet altersdifferenziert und bietet nachmittags schulische Hilfen und Angebote für Kinder sowie Abendangebote für Jugendliche. Gemessen an der Größe der Einrichtung ist die Inanspruchnahme hoch, die Einrichtung ist am Quambusch etabliert.

 

Ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für das Jugendzentrum Quambusch ist die enge Verzahnung mit der Friedrich-Harkort-Grundschule. Mit dem Angebot der individuellen Lernförderung durch die Mitarbeiterin des Jugendzentrums (in enger Abstimmung mit der Schule) sowie der gleichzeitig stattfindenden Elternarbeit ist ein vorbildlicher präventiver Ansatz und eine besondere Form der Kooperation von Jugendhilfe und Schule entstanden.

 

Das Jugendzentrum Quambusch wird im Rahmen der Umstrukturierung der Trägerschaften derzeit in Kooperation der Stadt Hagen mit der evangelischen Jugend angeboten, die derzeit eine der beiden Sozialarbeiterstellen mit städtischer Förderung bereitstellt.

 

Für das Jahr 2010 hat das Jugendzentrum Quambusch folgenden Bericht erstellt (Auszug):

 

Sozialräumlicher Bezug der Einrichtung

 

Die meisten Besucher kommen aus dem Stadtteil Quambusch, vereinzelt aber auch aus Haspe, vom Spielbrink und der Kipper. Zweidrittel der Besucher haben einen Migrationshintergrund. Deren Familien stammen zum größten Teil aus der Türkei oder aus Osteuropa, vereinzelt aus Italien oder Portugal.
Der Anteil der sozial benachteiligten Kinder und Jugendlichen ist überdurchschnittlich hoch.
In vielen Familien gibt es nur eine/n Erziehungsberechtigte/n. Der Anteil der Familien die von Hartz IV leben und dabei mehr als die durchschnittlichen zwei Kinder haben ist ebenfalls sehr hoch.

 

 

Öffnungstage und Uhrzeiten

 

Mo

Di

Mi

Do

Fr

Sa

So

 von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

von   -   bis

14:00-15:30

14:00-15:30

14:00-15:30

14:00-15:30

14:00-15:30

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15:30-18:00

15:30-18:00

15:30-18:00

15:30-18:00

15:30-18:00

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19:00-21:30

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19:00-21:30

19:00-21:30

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Zusätzliche Öffnungszeiten:

2,5 Std. Wochenendarbeitszeit in unterschiedlichen Abständen. Ferienprogramme während der Schulferien.

Bemerkungen:

von 14:00 - 15:30 erfolgt der SAZ; von 15:30 - 18:00 für Kinder bis 13 Jahre geöffnet; von 19:00 - 21:30 für Jgdl.

 

Schwerpunkte der Arbeit

 

Die Schwerpunkte des Jugendzentrums Quambusch als "Offene Tür" liegen hauptsächlich


1.in freizeitpädagogischen Angeboten
2.in schulbezogenen Angeboten
3.in Gruppenangeboten (Turnier-; Liga-; Mädchen-; Jungen-; Koch- und Kreativgruppen)

Bei den freizeitpädagogischen Angeboten bietet das JZ allen Besuchern attraktive, umfassende und vielseitige Möglichkeiten ihre Zeit sinnvoll zu verbringen. Ihr positives Sozialverhalten wird gefördert. Sie erlernen in der Gemeinschaft Toleranz und Kreativität, Grenzen und Regeln werden verinnerlicht und eingehalten.
Im Schularbeitszirkel wird konzentriertes Lernen geübt und dadurch schulischen Defiziten entgegengewirkt. Die Arbeitsweise und -einstellung soll verbessert, die schulische Integration verstärkt und somit Chancengleichheit erreicht werden.
Bei den Gruppen- und Turnierangeboten wird die Teamfähigkeit und das Selbstbewusstsein der Teilnehmer gestärkt, ebenso das selbstständige, kreative, faire und tolerante Handeln.

 

Fortlaufende Angebote

 

Zielgruppe

Angebot

6  - 13 Jahre & 14  -  27 Jahre

Freizeitpädagogische Angebote

6 - 17 Jahre

Hausaufgabenbetreuung bzw.- hilfe

6 - 13 Jahre; für
Mädchen bis 20 Jahre

Gruppenangebote: Mädchen-; Jungen-; Koch- und Kreativgruppe

6 - 13 Jahre & 14 - 27 Jahre

Turnier- und Ligaangebote

6 - 13 Jahre

Sport- und Fitnessangebote

 

 

Resümee der fortlaufenden Angebote

 

Die fortlaufenden Angebote wurden stark frequentiert. Insbesondere die Kochgruppe und die Angebote für die Jungen und Mädchen erfuhren großen Zuspruch. Auch die Anzahl der Teilnehmer, die die Hausaufgabenhilfe in Anspruch nahmen war gleichbleibend groß. Ebenso verhält es sich mit den Turnier- und Ligaangeboten, die sowohl im Nachmittagsbereich, als auch im Abendbereich sehr beliebt waren. Das Interesse an den Kreativ- und Sportaktionen war eher wechselhaft, dennoch sollen die Angebote noch nicht aufgegeben und die Besucher weiterhin zur Teilnahme motiviert werden. Abgesehen von den vereinzelten Differenzen, die im Alltag unvermeidbar sind, war der Umgang der Kinder und Jugendlichen untereinander respektvoll und tolerant, da schon seit 1991 ein kontinuierliches pädagogisches Einwirken des Leiters der Einrichtung erfolgte. 

 

 

zeitlich begrenzte Angebote und Projekte

 

Zielgruppe

Ziel

Angebot

Mädchen,
6 - 20 Jahre

Kreativitätsförderung

Keilrahmengestaltung mit "Inchies"

14 - 17 Jahre

Üben von Toleranz & Respekt

Seminar: "Respect the difference"
08.10. 2010  -  10.10.2010

6 - 13 Jahre

Förderung von Kreativität & Feinmotorik

Basteln: Trommeln & "Regenrufer"

6 - 13 Jahre

Förderung von Rhytmik & Körpergefühl

Tanzgruppe: "Bollywood"

6 - 13 Jahre

Stärkung von Sprache und Selbstbewußtsein

Theater zur Weihnacht

 

Resümee der zeitlich begrenzten Angebote und Projekte

 

Das Projekt " Keilrahmengestaltung mit Inchies" war bei den Mädchen sehr beliebt und das Interesse an der Teilnahme ist nach wie vor groß. Ebenso verhält es sich mit der Nachfrage zur Tanzgruppe. Das Theaterstück wurde auf unserer Weihnachtsfeier mit großem Erfolg aufgeführt. Das oben aufgeführte Seminar, "Respect the difference" wurde von einigen älteren Teilnehmern sehr gerne besucht und das Resümee dazu war sehr positiv. Das Bastelangebot wurde zunächst sehr frequentiert. Das Interesse am Basteln, insbesondere der "Regenrufer" - ein afrikanisches Musikinstrument, war nicht so kontinuierlich. Hier zeigt sich, dass es einigen Kindern an Geduld und Ausdauer fehlt.

 

 

Fortschreibung der Planung und neue Planungen 2011

 

Das geschlechtsspezifische Angebot für Mädchen wird weitergeführt. Ob das Angebot für die Jungen bestehen bleibt hängt davon ab, welchen Geschlechts der zukünftige Mitarbeiter/in des Jugendzentrums sein wird. (...) Die Keilrahmengestaltung und das Tanzprojekt werden aufgrund des großen Zuspruchs weitergeführt, auch ist für das Jahr 2011 wieder die Aufführung eines weihnachtlichen Theaterstückes geplant. Die fortlaufenden Angebote bleiben in ihrer Form ohne Veränderung bestehen. 

 

 


Kooperationen

 

Zusammenarbeit mit anderen städtischen Einrichtungen bei der Planung und Durchführung von Ferienprogrammen und Veranstaltungen. Regelmäßige Teilnahme beim AK'90, des Stadtteils Haspe, welcher in 2010 zum Thema "Integration" referierte und ein multikulturelles Fest mit dem Moscheeverein (Im Mühlenwert) unter dem Motto "Wir sind Haspe" im Kinder- und Jugendpark und auf dem Abenteuerspielplatz ausrichtete.
Eine Kooperation mit der Friedrich-Harkort Grundschule besteht weiterhin. Durch die hauptamtliche Mitarbeiterin des Jugendzentrums wird eine intensive Einzelbetreuung für Kinder mit vielfältigen Problemen angeboten. Sie fungiert dort als Ansprechpartnerin für Schule und Eltern, bietet Hausaufgabenhilfe an und koordiniert gemeinsame Aktivitäten, auch mit den Kindern, die im Jugendzentrum betreut werden.

 

 

 

Fortentwicklung der Konzeption des Jugendzentrums Quambusch

 

Der stadtteilorientierte Schwerpunkt der Einrichtung sollte weiter ausgebaut werden.

 

Als weitere Schwerpunkte werden die bisherigen interkulturellen Angebote und die Kooperationen im Stadtbezirk weiter ausgebaut.

 

Durch die Kooperation mit der ev. Jugend, die am Quambusch Träger der Offenen Ganztagsschule ist, kann der Bereich der Elternarbeit und der Entwicklung passgenauer präventiver Angebote weiter ausgebaut werden.

 

 

Weitere Angebote im Stadtbezirk Haspe:

 

Corbacher 20:

Die Beratungsstelle Corbacher 20 bietet einmal wöchentlich auch ein Café für Jugendliche an.

 

Spielmobil:

Das städtische Spielmobil bietet Angebote für Kinder in Haspe jeweils in einem zweiwöchigen Rhythmus an der Grundschule Spielbrink und an der Grundschule Kückelhausen an. Das Spielmobil fährt vor allem Wohnquartiere an, die durch andere Einrichtungen nicht ausreichend versorgt sind.

 

Mobile Jugendarbeit:

 

Der Jugendförderplan sieht als zusätzliches Angebot für jugendliche Cliquen die aufsuchende, mobile Jugendarbeit vor. Hierdurch sollen insbesondere Jugendliche angesprochen werden, die durch stationäre Angebote entweder nicht erreicht werden oder   die die Regeln in den Einrichtungen der offenen Jugendarbeit nicht akzeptieren.

Derzeit wird die Vergabe der Trägerschaft für diese Maßnahme vorbereitet. Die mobile Jugendarbeit soll zum 1.1.2012 eingerichtet sein.

Von den Möglichkeiten der mobilen Jugendarbeit kann auch der Stadtbezirk Haspe insbesondere an den bekannten, Konflikt behafteten Orten profitieren.

 

Angebote der Jugendverbände und der Sportvereine

Kinder- und Jugendarbeit wird auch durch Jugendverbände angeboten. Die Angebote sind in der Regel ehrenamtlich betreut. Häufig werden im Rahmen der Jugendverbandsarbeit offene Angebote für Kinder- und Jugendliche vorgehalten, so z.B. in den Kirchengemeinden.

Flächendeckend werden Angebote der Jugendabteilungen der Sportvereine angeboten, die weit über den Bereich der Trainingseinheiten und Wettkämpfe hinausgehen.

Die Angebote der verbandlichen Jugendarbeit werden über den Jugendring Hagen e.V. durch die Stadt Hagen gefördert.

 

Veranstaltungen

Eine Reihe von Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche hat in Haspe Tradition. Hierzu gehören u.a. die gemeinsamen Veranstaltungen des AK '90, die Veranstaltung „Rock gegen Rechts“ sowie das Europafest im Kinder- und Jugendpark Haspe.

 

Angebote im öffentlichen Raum

Mit dem Ennepepark, der Skateranlage am Stephansplatz, dem Spielpark rund um den Abenteuerspielplatz  „Im Zipp“ und den vorhandenen Spiel- und Bolzplätzen verfügt der Stadtbezirk Haspe über ein gutes Netz an Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien im öffentlichen Raum.

 

Fazit:

Mit den bestehenden Einrichtungen der Jugendarbeit sind im Stadtbezirk Haspe nur zum Teil bedarfsdeckende Angebote für Kinder und Jugendliche möglich.

Als Defizit sind die Raumgröße der zentralen Jugendeinrichtung „Kinder- und Jugendpark Haspe“ sowie die fehlenden Angebote im Bereich Hestert / Kipper etc. zu benennen.

 

Eine Verbesserung kann durch den zukünftigen Einsatz der mobilen Jugendarbeit sowie durch eine noch stärkere Vernetzung mit den Schulen, insbesondere der Schulsozialarbeit sowie durch Weiterentwicklung der interkulturellen Arbeit und dem Ausbau der Kooperationen zu den in Haspe aktiven Migrantenselbstorganisationen und den Moscheevereinen erfolgen.

 

 

 

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

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Beschlüsse

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13.10.2011 - Bezirksvertretung Haspe - geändert beschlossen

Beschluss:

Die Bezirksvertretung Haspe nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Abstimmungsergebnis:

x

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

 15

Dagegen:

 0

Enthaltungen:

 0