Beschlussvorlage - 0823/2004

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl nimmt  die möglichen  Handlungsempfehlungen  zur  Verbesserung des Erscheinungsbildes der Eilper Straße zur Kenntnis.

 

 

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Sachverhalt

Anlaß :

 

Die Verwaltung wurde lt. Beschluß vom 5.7.2004 durch die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl  beauftragt, ein Konzept (siehe Anlage 1) zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der Eilper Straße zu erarbeiten.

 

 

Zum 1. Oktober 2004 hat die Stadt Hagen einen Förderantrag bei der Bezirks­regierung Arnsberg zum Programm Stadtumbau West eingereicht. Dabei befaßt sich einer der Maßnahmevorschläge für das Stadtumbaugebiet “Südstadt” (Oberhagen – Eilpe West) ebenfalls mit der Aufwertung und Begrünung der Straßenräume “Frankfurter Str., Eilper Str.und Selbecker Straße”. (Anlage 2)

 

Sollte Hagen Fördermittel hierfür erhalten, sind die Handlungsempfehlungen im Rahmen des Programms “Stadtumbau West” umsetzbar. Das Konzept für die Eilper Straße stellt dabei einen wichtigen Baustein für das Stadtumbaugebiet “Südstadt” dar. Sollte es nicht zur Förderung der “Südstadt” kommen, sind im Haushalt der Stadt Hagen keine Mittel für Umgestaltungen, wie sie in den Handlungsempfehlungen vorgeschlagen sind, vorgesehen.

 

Es wird darauf hingewiesen, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen zu erheblichen Kosten sowohl im Ausbau als auch in der späteren Unterhaltung führen werden. Dieses beispielsweise schon aufgrund der erforderlich werdenden Leitungsverlegungen, die zur Erstellung der Baumstandorte erforderlich werden. Auch die späteren Kosten für die jährliche Unterhaltung stellen neue Aufwendungen dar, die über die derzeitigen Budgets nicht abgedeckt sind. Es wird auch darauf hingewiesen, dass es durch die Einrichtung von Baum- oder Grünbeeten zu einer Reduzierung des Stellplatzangebots im Straßen­raum kommt. Dies muss ebenfalls überprüft und abgestimmt werden.

 

Hinsichtlich der nachstehend vorgeschlagenen Baumstandorte kann im derzeitigen Bearbeitungsstand nur eine Aussage erfolgen, ob diese von den Platzverhältnissen im öffentlichen Straßenraum bzw. im Gehwegbereich möglich und sinnvoll erscheinen. Aufgrund der überall vorhandenen Leitungstrassen werden bei detaillierter Überprüfung davon Standorte ausscheiden (aufgrund zu hoher Kosten für Leitungsverlegung etc.) oder verlegt werden müssen.

 

Die nachstehenden Handlungsempfehlungen umfassen Maßnahmenvorschläge aus städtebaulicher und stadtgestalterischer Sicht . Dies erfolgte mit dem Ziel, ein zusammenhängendes Erscheinungsbild für diesen Abschnitt der “Eilper Straße” zwischen der Eisenbahnbrücke und der Firma Wippermann  zu erreichen.

 


Handlungsempfehlungen :

 

Erste Auswertung der Vorschläge aus dem o.g. Papier zu den Verbesserungen des Erscheinungsbildes der Eilper Straße vom 28.10.2004 mit den Fachämtern

 

 

Vorschlag

Machbarkeit

1. Erscheinungsbild der Geländer an der

    Eisenbahnbrücke über der Eilper Straße

   

    Hier: Weihnachtsbäume am Geländer der

             Eisenbahnbrücke (zur Weihnachtszeit)

Bezüglich der Einhaltung des Lichtraumprofils, des Kostenaspektes, der Wartung sowie der notwendigen Befestigungsabsicherung wird von der DB eine negative Antwort erwartet.

 

2.      Straßenerscheinungsbild vor ehemals

      “Casa Pepe”

   

     Hier: Errichtung eines “Immergrünbogens”

              über  beide Straßenseiten vor der Brücke  

Dieses wäre evtl. In Form von gespannten Stahlseilen, die an Stahlsäulen befestigt sind, technisch umsetzbar. Die Maste müssten knapp vor dem Brückenbauwerk positioniert sein und der Bodenraum müsste als Pflanzbeet ausgebildet sein.
Evtl. könnten an den Spannseilen auch die ‚Weihnachtsbäume‘ (siehe 1) befestigt werden.

Die Wirkung dieser Konstruktion unmittelbar vor dem Brückenkörper ist allerdings fraglich, die Umsetzung sehr aufwendig und schwierig . Städtebaulich wären Straßenbäume direkt vor der Brücke sinnvoller ( Baumtor – siehe auch 3)

3.  Straßenerscheinungsbild Ecke
     Eilper/Jägerstraße

   

     Hier: Baumbeet/e

Vor Haus Nummer 114 sollte überprüft werden, ob trotz geringer Gehwegbreite nicht doch ein schmales Baumbeet eingepasst werden könnte.

Gegenüber könnte lediglich auf der Fläche des ungenutzten Kiosks (bei Entfallen und Abriss) ein Baumstandort entwickelt werden. (Verfügung über die Fläche und technische Machbarkeit ?) 

3a. Pflege von Baumbeeten Kniestraße
      (zw. Eilper Straße 109/ 111)

Die Grünbeete sind in keinem guten Pflege­zustand. Es wird empfohlen, dass die BV an die privaten Eigentümer herantritt, da die vorhand. Pflegegänge aus Kostengründen nicht erhöht werden können.

4.  Straßenerscheinungsbild “Eis-Marin”

  

     Hier: Baumbeet im Stellplatzstreifen,
             Außengastronomie

Der Parkplatz ist lt. Ladenbesitzer unverzichtbar. In diesem Bereich ist auch die Buseinfädelung zur benachbarten Haltestelle zu berücksichtigen.

Der Inhaber von “Eis-Marin” hat Interesse an einer Außengastronomie. Er könnte einen Sondernutz­ungsantrag stellen sowie ein Schutzgeländer und dahinter 2 kleine Tische setzen. Für den Fuß­gängerverkehr verbliebe genügend Freiraum.

5.  Straßenbild Eilper Str.110

     Hier: Anpflanzung eines Baumes

Ein Baum erscheint räumlich möglich (Höhe westl. Hauskante), muss jedoch vom Standort die Bushaltestelle berücksichtigen.

6.      Straßenerscheinungsbild Eilper
Straße Höhe Luisenstraße

  

      Hier: Fassaden- und Platzgestaltung
              (Haus Nr. 106 und Baulücke)

Städtebaulich ist zw. Haus Nr. 106 u. 110 die Zugänglichkeit des Ufers verbunden mit einer Flächenentsiegelung sowie Bäume wünschen­wert. Diese Maßnahme ist auch im Förderantrag Stadtumbau “Südstadt”enthalten.

Eine Wandbegrünung an Haus 106 müsste seitens der Eigentümer erfolgen. Eine Begrünung der Giebelseite von der derzeitigen privaten Stellplatzfläche ist wünschenswert (als private Maßnahme).

Darüber hinaus ist ein Baumstandort im öffentl. Gehweg gegenüber der “Luisen Str.” denkbar, sofern die Kabeltrassen zu den Schaltkästen vor der Mauer genügend Freiraum lassen (Umlegen aus Kostengründen auszuschließen). Durch die Bushaltestelle ist ansonsten kein weiterer Baum im Bereich zw. Nr. 106 und Nr. 110 möglich.

7.  Straßenerscheinungsbild Eilper
     Str. 102

     Hier: Umgestaltung des Bürgersteiges

 

Ein Baum ist nur im Bereich des öffentl. Gehwegs möglich. Er würde jedoch das derzeitige Parken auf der Privatfläche vor Haus Nr. 102 behindern und ist dahingehend zu überprüfen.
Alternativ dazu ist ein Baumstandort vor Haus Nr. 104 denkbar (in Höhe Grenze Nr. 102, 104) .

8.  Straßenerscheinungsbild Einmündung
     Luisenstraße/Eilper Straße

     Hier: Überdimensionierte Linksabbiegespur

Die vorhandene Fahrbahnbreite beträgt ca. 12,0m und ist in zwei Geradeaus- und eine Links­abbiegespur aufgeteilt, woraus sich rechnerisch eine mittlere Fahrspurbreite von 4,0 m ergibt und damit überdimensioniert ist. Über die Eilper Straße werden auch Bus- und LKW-Verkehre geführt. Von daher müssen Fahrspurbreiten von mindestens 3,25m verbleiben. Dadurch ließe sich der vorhandene Fahrbahnquerschnitt wie folgt umgestalten:

--  Verkürzung der Linksabbiegespur mit vorgeschalteter Mittelinsel als Überschreithilfe und evtl. Baumstandort
--  Verlängerung des südlichen Parkstreifens bis zur Einfahrt Tor 2
--  Optische Verengung der Fahrbahn durch Grünbeet (evtl. auch Baumstandort) am Ende des nördlichen Parkstreifens
--  Eine Abstimmung mit der Hagener Straßen­bahn und örtl. Versorgern ist noch erforderlich. Außerdem sind mögliche Unfall-, Gefahrenpunkte sowie die Parksituation bei Veranstaltungen von “Tor 2” zu beachten.

9.  Straßenerscheinungsbild “Sport Tenne”

     Hier: Bürgersteig

Der Bürgersteig ist wie im gesamten Verlauf der nördlichen Seite der Eilper Straße überdimensioniert. Für die Fußgänger sind etwa 3 Meter vorzusehen.

Die zusammenhängende Schaufensterfront der “Sport Tenne” sollte nicht durch davor stehende Bäume verdeckt werden. Baumstandorte werden deshalb vor Haus Nr. 82 und 90 vorgeschlagen (der Bereich vor Haus Nr. 88 sollte wegen der schönen Fassade baumfrei bleiben)

10.  Straßenbild  Eilper Straße 74-78

        Hier: Beleuchtung der Bäume

 

Die Beleuchtung von privaten Häusern und Bäumen ist sehr wünschenswert aber keine städtische Leistung und sollte deshalb als rein private Initiative weiter entwickelt werden.

11.  Straßenerscheinungsbild Eilper Straße

        Hier: Gestaltung der Giebelwände und
                Fassaden

 

Dies ist ebenfalls als private Initiative zu sehen – siehe 10.

Darüber hinaus könnte man eine Fassaden­gestaltung durch einen privaten Wettbewerb erreichen (farbliche u. künstlerische Gestaltung, Begrünung  - Beispiel Fassadenwettbewerb der Stadtmarketing Hagen und Fassadenprogramm in Altenhagen)

12.  Straßenerscheinungsbild Eilper Straße

        Hier: Berankung von Fassaden, Erstellung
                 von Pflanzbeeten im Gehwegbereich

Wie 11 ebenfalls sehr wünschenswert aber nur über private Initiative machbar. Die Kleinbeete vor der Hauswand sind mit der Stadt abzustimmen und zu genehmigen. Es muss ferner eine Verpflichtung zur dauerhaften Pflege verbindlich übernommen werden. Die bauliche Umsetzung muss durch die private Hand erfolgen.

Von Grünbeeten mit Rankgerüsten sollte Abstand genommen werden. Sie versperren ungünstig und unzulässig die Sicht. In Verbindung mit den Straßenbäumen ergeben sie einen unharmon­ischen optischen Eindruck 

13.  Straßenerscheinungsbild Eilper Straße

        Hier: Zurücknahme des Schwerlastverkehrs
                und Rückbau der Eilper Straße

Bei der Dimensionierung ist das zweiseitige Längsparken sowie der Busverkehr zu berücksichtigen. Die Umsetzung des LKW-Routenkonzeptes (eine BimSch-Maßnahme) wird Entlastung bringen. Etwa im März 2006 wird die ortsfeste Beschilderung vorhanden sein. Zusätzlich entlastet die Signalisierung an der Einmündung Selbecker Straße den Ortsverkehr. Es wird aber auch zukünftig Schwerlastverkehr in der Eilper Straße verbleiben.

ohne Ziffer

Zusätzliche Vorschläge für Baumstandorte
und Begrünungen

Südliche Straßenseite:

-- Baumstandort vor Haus 79
-- Baumstandort im Bereich Haus Nr. 81, 83
-- Baumstandort o.ä. zw. Haus 85, 89
   (vor 3 Werbetafeln – Realisierbarkeit ?)
-- Baumstandort in Höhe Parkplatz “Wippermann
   Passage” (direkt vor Hecke) als Abschluss
-- Wandbegrünung an Stahl-Rankgerüsten vor
   dem Gebäudekomplex “Tor 2 – Marscheider”
   (zw. Nr. 89 und Nr. 99) zur Unterstützung u.
   Gliederung der langen Fabrikfassade

 

 

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Beschlüsse

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02.02.2005 - Bezirksvertretung Eilpe/Dahl - geändert beschlossen

Beschluss:

 

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl nimmt die möglichen Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der Eilper Straße zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die Handlungsempfehlungen als Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm aufzunehmen.

 

 

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

 

 

 

 

Dafür:

 10

 

 

Dagegen:

 0

 

 

Enthaltungen:

 2