Beschlussvorlage - 0823/2004
Grunddaten
- Betreff:
-
Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der Eilper Straße
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Beteiligt:
- 66 Fachbereich Planen und Bauen für Grün, Straßen und Brücken; 67 Fachbereich Grünanlagen-Straßenbetrieb
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
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Entscheidung
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02.02.2005
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Eilpe/Dahl
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Entscheidung
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Sachverhalt
Anlaß :
Die
Verwaltung wurde lt. Beschluß vom 5.7.2004 durch die Bezirksvertretung
Eilpe/Dahl beauftragt, ein Konzept
(siehe Anlage 1) zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der Eilper Straße zu
erarbeiten.
Zum 1. Oktober 2004 hat die Stadt
Hagen einen Förderantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg zum Programm
Stadtumbau West eingereicht. Dabei befaßt sich einer der Maßnahmevorschläge für
das Stadtumbaugebiet Südstadt (Oberhagen Eilpe West) ebenfalls mit der
Aufwertung und Begrünung der Straßenräume Frankfurter Str., Eilper Str.und
Selbecker Straße. (Anlage 2)
Sollte Hagen Fördermittel hierfür
erhalten, sind die Handlungsempfehlungen im Rahmen des Programms Stadtumbau
West umsetzbar. Das Konzept für die Eilper Straße stellt dabei einen wichtigen
Baustein für das Stadtumbaugebiet Südstadt dar. Sollte es nicht zur Förderung
der Südstadt kommen, sind im Haushalt der Stadt Hagen keine Mittel für
Umgestaltungen, wie sie in den Handlungsempfehlungen vorgeschlagen sind,
vorgesehen.
Es wird darauf hingewiesen, dass die
vorgeschlagenen Maßnahmen zu erheblichen Kosten sowohl im Ausbau als auch in
der späteren Unterhaltung führen werden. Dieses beispielsweise schon aufgrund
der erforderlich werdenden Leitungsverlegungen, die zur Erstellung der
Baumstandorte erforderlich werden. Auch die späteren Kosten für die jährliche
Unterhaltung stellen neue Aufwendungen dar, die über die derzeitigen Budgets
nicht abgedeckt sind. Es wird auch darauf hingewiesen, dass es durch die
Einrichtung von Baum- oder Grünbeeten zu einer Reduzierung des
Stellplatzangebots im Straßenraum kommt. Dies muss ebenfalls überprüft und
abgestimmt werden.
Hinsichtlich der nachstehend
vorgeschlagenen Baumstandorte kann im derzeitigen Bearbeitungsstand nur eine
Aussage erfolgen, ob diese von den Platzverhältnissen im öffentlichen
Straßenraum bzw. im Gehwegbereich möglich und sinnvoll erscheinen. Aufgrund der
überall vorhandenen Leitungstrassen werden bei detaillierter Überprüfung davon
Standorte ausscheiden (aufgrund zu hoher Kosten für Leitungsverlegung etc.)
oder verlegt werden müssen.
Die
nachstehenden Handlungsempfehlungen umfassen Maßnahmenvorschläge aus
städtebaulicher und stadtgestalterischer Sicht . Dies erfolgte mit dem Ziel,
ein zusammenhängendes Erscheinungsbild für diesen Abschnitt der Eilper Straße
zwischen der Eisenbahnbrücke und der Firma Wippermann zu erreichen.
Handlungsempfehlungen :
Erste Auswertung der Vorschläge aus dem o.g. Papier
zu den Verbesserungen des Erscheinungsbildes der Eilper Straße vom 28.10.2004
mit den Fachämtern
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Vorschlag |
Machbarkeit |
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1. Erscheinungsbild der Geländer an
der Eisenbahnbrücke
über der Eilper Straße Hier: Weihnachtsbäume am Geländer der Eisenbahnbrücke (zur
Weihnachtszeit) |
Bezüglich der
Einhaltung des Lichtraumprofils, des Kostenaspektes, der Wartung sowie der
notwendigen Befestigungsabsicherung wird von der DB eine negative Antwort
erwartet. |
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2.
Straßenerscheinungsbild
vor ehemals Casa Pepe Hier: Errichtung eines
Immergrünbogens über beide Straßenseiten vor der Brücke |
Dieses wäre evtl.
In Form von gespannten Stahlseilen, die an Stahlsäulen befestigt sind,
technisch umsetzbar. Die Maste müssten knapp vor dem Brückenbauwerk
positioniert sein und der Bodenraum müsste als Pflanzbeet ausgebildet sein. Die Wirkung dieser
Konstruktion unmittelbar vor dem Brückenkörper ist allerdings fraglich, die
Umsetzung sehr aufwendig und schwierig . Städtebaulich wären Straßenbäume
direkt vor der Brücke sinnvoller ( Baumtor siehe auch 3) |
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3. Straßenerscheinungsbild Ecke Hier: Baumbeet/e |
Vor Haus Nummer 114 sollte überprüft werden, ob trotz geringer
Gehwegbreite nicht doch ein schmales Baumbeet eingepasst werden könnte. Gegenüber könnte lediglich auf der Fläche des ungenutzten Kiosks (bei
Entfallen und Abriss) ein Baumstandort entwickelt werden. (Verfügung über die
Fläche und technische Machbarkeit ?) |
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3a. Pflege von
Baumbeeten Kniestraße |
Die Grünbeete sind in keinem guten Pflegezustand. Es wird empfohlen,
dass die BV an die privaten Eigentümer herantritt, da die vorhand.
Pflegegänge aus Kostengründen nicht erhöht werden können. |
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4. Straßenerscheinungsbild Eis-Marin Hier: Baumbeet im Stellplatzstreifen, |
Der Parkplatz ist lt. Ladenbesitzer unverzichtbar. In diesem Bereich ist auch die Buseinfädelung zur benachbarten Haltestelle zu berücksichtigen. Der Inhaber von Eis-Marin hat Interesse an einer Außengastronomie.
Er könnte einen Sondernutzungsantrag stellen sowie ein Schutzgeländer und
dahinter 2 kleine Tische setzen. Für den Fußgängerverkehr verbliebe genügend
Freiraum. |
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5. Straßenbild Eilper Str.110 Hier: Anpflanzung eines Baumes |
Ein Baum erscheint räumlich möglich (Höhe westl. Hauskante), muss
jedoch vom Standort die Bushaltestelle berücksichtigen. |
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6.
Straßenerscheinungsbild
Eilper Hier: Fassaden- und Platzgestaltung |
Städtebaulich ist zw. Haus Nr. 106 u. 110 die Zugänglichkeit des Ufers
verbunden mit einer Flächenentsiegelung sowie Bäume wünschenwert. Diese
Maßnahme ist auch im Förderantrag Stadtumbau Südstadtenthalten. Eine Wandbegrünung an Haus 106 müsste seitens der Eigentümer erfolgen.
Eine Begrünung der Giebelseite von der derzeitigen privaten Stellplatzfläche
ist wünschenswert (als private Maßnahme). Darüber hinaus ist ein Baumstandort im öffentl. Gehweg gegenüber der
Luisen Str. denkbar, sofern die Kabeltrassen zu den Schaltkästen vor der
Mauer genügend Freiraum lassen (Umlegen aus Kostengründen auszuschließen).
Durch die Bushaltestelle ist ansonsten kein weiterer Baum im Bereich zw. Nr.
106 und Nr. 110 möglich. |
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7. Straßenerscheinungsbild Eilper Hier: Umgestaltung des Bürgersteiges |
Ein Baum ist nur im Bereich des öffentl. Gehwegs möglich. Er würde
jedoch das derzeitige Parken auf der Privatfläche vor Haus Nr. 102 behindern
und ist dahingehend zu überprüfen. |
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8. Straßenerscheinungsbild Einmündung Hier: Überdimensionierte
Linksabbiegespur |
Die vorhandene Fahrbahnbreite beträgt ca. 12,0m und ist in zwei
Geradeaus- und eine Linksabbiegespur aufgeteilt, woraus sich rechnerisch
eine mittlere Fahrspurbreite von 4,0 m ergibt und damit überdimensioniert
ist. Über die Eilper Straße werden auch Bus- und LKW-Verkehre geführt. Von
daher müssen Fahrspurbreiten von mindestens 3,25m verbleiben. Dadurch ließe
sich der vorhandene Fahrbahnquerschnitt wie folgt umgestalten: -- Verkürzung der
Linksabbiegespur mit vorgeschalteter Mittelinsel als Überschreithilfe und
evtl. Baumstandort |
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9. Straßenerscheinungsbild Sport
Tenne Hier: Bürgersteig |
Der Bürgersteig ist wie im gesamten Verlauf der nördlichen Seite der
Eilper Straße überdimensioniert. Für die Fußgänger sind etwa 3 Meter
vorzusehen. Die zusammenhängende Schaufensterfront der Sport Tenne sollte nicht
durch davor stehende Bäume verdeckt werden. Baumstandorte werden deshalb vor
Haus Nr. 82 und 90 vorgeschlagen (der Bereich vor Haus Nr. 88 sollte wegen
der schönen Fassade baumfrei bleiben) |
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10. Straßenbild Eilper Straße 74-78 Hier: Beleuchtung der Bäume |
Die Beleuchtung von privaten Häusern und Bäumen ist sehr wünschenswert
aber keine städtische Leistung und sollte deshalb als rein private Initiative
weiter entwickelt werden. |
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11. Straßenerscheinungsbild Eilper
Straße Hier: Gestaltung der Giebelwände und |
Dies ist ebenfalls als private Initiative zu sehen siehe 10. Darüber hinaus könnte man eine Fassadengestaltung durch einen
privaten Wettbewerb erreichen (farbliche u. künstlerische Gestaltung,
Begrünung - Beispiel
Fassadenwettbewerb der Stadtmarketing Hagen und Fassadenprogramm in
Altenhagen) |
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12. Straßenerscheinungsbild Eilper
Straße Hier: Berankung von Fassaden,
Erstellung |
Wie 11 ebenfalls sehr wünschenswert aber nur über private Initiative
machbar. Die Kleinbeete vor der Hauswand sind mit der Stadt abzustimmen und
zu genehmigen. Es muss ferner eine Verpflichtung zur dauerhaften Pflege
verbindlich übernommen werden. Die bauliche Umsetzung muss durch die private
Hand erfolgen. Von Grünbeeten mit Rankgerüsten sollte Abstand genommen werden. Sie
versperren ungünstig und unzulässig die Sicht. In Verbindung mit den
Straßenbäumen ergeben sie einen unharmonischen optischen Eindruck |
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13. Straßenerscheinungsbild Eilper
Straße Hier: Zurücknahme des
Schwerlastverkehrs |
Bei der Dimensionierung ist das zweiseitige Längsparken sowie der
Busverkehr zu berücksichtigen. Die Umsetzung des LKW-Routenkonzeptes (eine
BimSch-Maßnahme) wird Entlastung bringen. Etwa im März 2006 wird die
ortsfeste Beschilderung vorhanden sein. Zusätzlich entlastet die
Signalisierung an der Einmündung Selbecker Straße den Ortsverkehr. Es wird
aber auch zukünftig Schwerlastverkehr in der Eilper Straße verbleiben. |
ohne ZifferZusätzliche
Vorschläge für Baumstandorte |
Südliche Straßenseite: -- Baumstandort vor Haus 79 |

02.02.2005 - Bezirksvertretung Eilpe/Dahl - geändert beschlossen
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl nimmt
die möglichen Handlungsempfehlungen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der
Eilper Straße zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung, die
Handlungsempfehlungen als Antrag zur Aufnahme in das Förderprogramm
aufzunehmen.