Berichtsvorlage - 0516/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Gutachten - Kooperationsmöglichkeiten im nichtkünstlerischen Bereich zwischen den Stadttheatern in Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und Oberhausen -
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- 46 Theater Hagen/Philharmonisches Orchester Hagen
- Bearbeitung:
- Petra Seibring
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Entscheidung
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01.06.2011
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Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Zum Gutachten
„Kooperationsmöglichkeiten im nichtkünstlerischen Bereich zwischen den
Stadttheatern in Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und
Oberhausen“
Erarbeitet im Auftrag des
NRW KULTURsekretariats in Verbindung mit den Städten Bochum, Dortmund,
Essen, Gelsenkirchen, Hagen und
Oberhausen, unterstützt vom Kulturministerium NRW.
1. Hintergrund
und Aufgabenstellung
Die Kulturdezernenten der
Städte Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Hagen und Oberhausen hatten sich
im Dezember 2010 mit dem NRW KULTURsekretariat im Rahmen des
Theaterpakts darauf verständigt, mit einem Gutachten Ansatzpunkte für eine
Kooperation im nichtkünstlerischen Bereich zwischen den Theatern dieser sechs
Städte zu identifizieren und damit verbundene Effekte einzuschätzen. Dabei
waren die besonderen Voraussetzungen der Häuser zu berücksichtigen.
Gemäß dem Auftrag wurden
Kooperationsmöglichkeiten für nichtkünstlerische Bereiche untersucht. Der
Schwerpunkt lag auf dem Gebäudemanagement. Außerdem wurden Marketing,
Verwaltung sowie Ankauf, Beratung und Logistik für Technik analysiert. In die
Untersuchung einbezogen wurden – mit Blick auf eine mögliche
Übertragbarkeit – die Umsetzungserfahrungen mit den Modellen der
Bundestheater-Holding GmbH in Wien und der Stiftung Oper in Berlin.
2.
Vergabe des Auftrags und Präsentation der Ergebnisse
Der Untersuchungsauftrag
wurde Ende Dezember 2010 an eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) von Culture
Concepts sowie ICG culturplan Unternehmensberatung GmbH erteilt. Die
Federführung der ARGE lag bei Culture Concepts.
Am Donnerstag, den 19. Mai
2011, haben die Auftragnehmer im Beisein des Auftraggebers NRW
KULTURsekretariat, der Kulturdezernenten der beteiligten Städte, einer
Vertreterin der Kulturministeriums NRW sowie der Vertreter der sechs Theater
die Ergebnisse vorgestellt.
3. Zentrale Ergebnisse des Gutachtens
Mit dem Gutachten liegt
erstmalig eine realistische Bewertung der Potenziale von Kooperationen in den
untersuchten nichtkünstlerischen Bereichen vor. Als zentrale Ergebnisse der
Analyse sind hervorzuheben:
-
Die zu
erwartenden Effekte können nur kleinere Beiträge zur Erfüllung der Sparauflagen
der Theaterträger leisten. Gleichwohl sind speziell im Einkauf (Waren und
Dienstleistungen), bei einzelnen Funktionen des Marketings sowie im
Investitionsbereich Synergien durch Kooperation erwartbar.
-
Für den Bereich
der Verwaltung fällt die Analyse hingegen negativ aus. Sinnvolle
Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Logistik beschränken sich auf einzelne
Theater.
-
In Auswertung
der Umsetzungserfahrungen in Wien und Berlin wird festgestellt, dass beide
Modelle nicht auf Kooperation in den nichtkünstlerischen Bereichen basieren.
Wirtschaftliche Effekte durch Personalabbau, Stärkung der Kostentransparenz
etc. wurden in beiden Modellen mit der Gründung von Zentralwerkstätten
erreicht. Die Modelle Wien/Berlin, im Besonderen die in beiden Modellen
errichteten Zentralwerkstätten, sind im Untersuchungszusammenhang nicht auf
die Situation in NRW zu übertragen und folglich für eine Umsetzung nicht zu
empfehlen.
Das
Gutachten gibt folgende konkrete Empfehlungen zu Kooperation in den
untersuchten nichtkünstlerischen Bereichen:
-
im Bereich
Einkauf die Errichtung einer elektronischen Einkaufsplattform der Theater.
-
im Bereich
Marketing die Einrichtung eines gemeinsamen Call-Centers sowie die Entwicklung
einer Dachmarke bei Wahrung der Autonomie der Theater im Marketing.
-
im Bereich
Investitionen die Einrichtung einer interkommunalen Fachgruppe unter
Beteiligung der Theater sowie der Städte.
4. Umsetzung
der Empfehlungen des Gutachtens
Die beteiligten Theater und
Städte haben sich unmittelbar nach Präsentation der Ergebnisse des Gutachtens
darauf verständigt, konkrete Arbeitsaufträge aus den Empfehlungen heraus zu
übernehmen und schon in wenigen Wochen erste Ergebnisse zu diskutieren. Hierzu
haben die Theater Verantwortlichkeiten bereits konkret benannt. Ziel ist es,
noch vor dem Beginn der Spielzeitpause im Sommer 2011 erste Ergebnisse zur
Machbarkeit vorzulegen.
Auch mit dem Hinweis auf
durchaus begrenzte Einsparpotenziale in den untersuchten nichtkünstlerischen
Bereichen, schafft das Gutachten zum einen eine realistische Grundlage für die
derzeitigen Gespräche mit dem Land NRW zu Theaterfinanzierung und
Kooperationspotenzialen. Zum anderen hat der partizipative Arbeitsstil bei der
Erstellung zu einer hohen Mitwirkungsbereitschaft der Akteure der Theater
sowohl bei der Erarbeitung der Informationsgrundlagen zum Gutachten als auch bei
der Umsetzung seiner Empfehlungen beigetragen.
5.
Veröffentlichung der Ergebnisse des Gutachtens
Die Kurzfassung des
Gutachtens, die einen Auszug der Analyseergebnisse sowie die Empfehlungen der
ARGE dokumentiert, ist veröffentlicht unter
Die Kurzfassung des
Gutachtens ist der Vorlage als Anlage beigefügt
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,4 MB
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