Mitteilung - 0481/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Sperrbezirksverordnung in Dortmund
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- FB32 - Öffentliche Sicherheit und Ordnung
- Bearbeitung:
- Birgit Buß
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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12.05.2011
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Sachverhalt
__Sperrbezirksverordnung
in Dortmund
Sperrbezirksproblematik
in Dortmund
Zu der Straßenstrichproblematik in
der Ravensberger Straße hat der Rat der Stadt Dortmund am 31. März 2011 den
Antrag beschlossen, per Verordnung den Sperrbezirk für Straßenprostitution auf
das gesamte Stadtgebiet auszudehnen. Die Bezirksregierung Arnsberg hat dem
Antrag nach intensiver Prüfung stattgegeben. Die Entscheidung wurde am Samstag,
7. Mai, im Amtsblatt für den Regierungsbezirk verkündet und tritt eine Woche
später in Kraft.
Für die Entscheidung war die
Dortmunder Sondersituation maßgebend. Laut der Bezirksregierung findet sonst
nirgendwo ein solcher massiver Zuzug von Prostituierten statt. Nirgendwo sonst
finden diesen Frauen in unmittelbarer Nachbarschaft sowohl Arbeitsplatz als
auch Wohnraum.
Die mit dem Zuzug der meist
bulgarischen Prostituierten einhergehenden Kriminalität hat sich bereits weit
über das Dortmunder Stadtgebiet hinaus ausgebreitet. Nach Auffassung der
Bezirksregierung wird mit der Erweiterung des Sperrbezirks auf das
Stadtgebiet auch das mit dieser
Erwerbsquelle verbundene kriminelle Umfeld gestoppt.
Auswirkungen auf Hagen
Die Sorge der Nachbarkommunen, der
Straßenstrich und die damit einhergehenden Probleme würden sich auf ihr
Stadtgebiet verlagern, wird seitens der Bezirksregierung nicht gesehen. Bei
dieser Einschätzung spielte insbesondere eine Rolle, dass die umliegenden
Kommunen kein ähnlich gelagertes Umfeld für eine Verlagerung der
Straßenprostitution bieten.
Außerdem ist die Befürchtung der
Kommunen, in denen bereits ein Straßenstrich vorhanden ist, weitaus größer,
dass mit einem vermehrten Zuzug der Dortmunder Prostituierten vom Straßenstrich
zu rechnen ist.
Als Folge des Straßenstrichs ist ein
überregional agierendes kriminelles Umfeld festzustellen. Dazu kommen teilweise
hygienisch bedenkliche Wohnsituationen.
Auch in Hagen ist eine deutliche
Zunahme von Zuzügen rumänischer und bulgarischer Staatsbürger festzustellen.
Ein Zusammenhang zu den Maßnahmen in Dortmund kann nicht festgestellt werden.
Die Fallzahlen bei Eigentumsdelikten
und den Ordnungswidrigkeiten steigen und bedürfen eines verstärkten
polizeilichen und ordnungsbehördlichen Augenmerks.
Ordnungspolitische und präventive Maßnahmen
Die seitens der Bezirksregierung
formulierten Forderungen an die Stadt Dortmund sind auch der Maßstab in Hagen.
Danach sind
·
die
Umsetzung von Maßnahmen in sogenannten Problemhäusern,
·
die
Umsetzung abfallrechtlicher Maßnahmen,
·
gesundheitliche
Maßnahmen,
·
Jugendschutzkontrollen,
·
die
Durchsetzung der Schulpflicht,
·
die
Umsetzung gewerberechtlicher Maßnahmen,
·
die
stringente Bekämpfung der Schwarzarbeit,
·
das
konsequente Vorgehen gegen illegales Glücksspiel,
und
·
verstärkte Verkehrskontrollen
vorgesehen und werden, auch in
Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Zoll, konzeptionell vorbereitet oder
bereits auch schon praktiziert.
Die Stadt Dortmund ist aufgerufen,
einen Konsultationskreis mit den benachbarten Kommunen und der Polizei
einzuberufen. Ziel dieses Konsultationskreises ist es, die in Dortmund
begonnenen Maßnahmen und die Auswirkungen auf das Umland zu beobachten und
auszuwerten, um gegebenenfalls nachsteuern zu können.
