Beschlussvorlage - 0386/2011

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

1.      Die Spende der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West in Höhe von 100.000,-- € wird mit Dank angenommen.

 

2.      Die Spendengelder werden entsprechend der Vorlage unmittelbar von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West an die jeweiligen freien Träger, die die Spenden für die genannten Zwecke einsetzen, überwiesen.

 

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Sachverhalt

Kurzfassung

 

Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West stellt der Stadt Hagen für den Ausbau von Maßnahmen im Bereich des „Kinderschutzes“ eine Summe von 100.000 € als Spende zur Verfügung.

Nachfolgend sind Maßnahmen und Angebote dargestellt, die auf die Finanzierung durch Spendengelder  angewiesen sind und jeweils einen Teil der Spende der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West erhalten sollen.

Der in den Jahren 2009 bis 2010 durchgeführte Jugendhilfeplanungsprozess zum Thema „Kinderschutz“ ergab bei der Betrachtung der Gesamtsituation, dass wichtige präventive Angebote in Hagen nicht ausreichend vorhanden sind.

Da die meisten präventiven Angebote unter die freiwilligen Leistungen der Kommune fallen, ist eine städtische Finanzierung momentan nicht möglich. Nur durch Spendengelder ist sowohl die Initiierung  neuer Projekte als auch die Weiterführung bzw. der Ausbau bestehender Angebote möglich.

 

 

 

Begründung

 

Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West stellt der Stadt Hagen für den Ausbau von Maßnahmen im Bereich des „Kinderschutzes“ eine Summe von 100.000 € als Spende zur Verfügung.

Nachfolgend sind Maßnahmen und Angebote dargestellt, die auf die Finanzierung durch Spendengelder  angewiesen sind und jeweils einen Teil der Spende der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West erhalten sollen.

Der in den Jahren 2009 bis 2010 durchgeführte Jugendhilfeplanungsprozess zum Thema „Kinderschutz“ ergab bei der Betrachtung der Gesamtsituation, dass wichtige präventive Angebote in Hagen nicht ausreichend vorhanden sind.

Da die meisten präventiven Angebote unter die freiwilligen Leistungen der Kommune fallen, ist eine städtische Finanzierung momentan nicht möglich. Nur durch Spendengelder ist sowohl die Initiierung  neuer Projekte als auch die Weiterführung bzw. der Ausbau bestehender Angebote möglich.

 

Ein wichtiger Bestandteil der präventiven Angebote sind die so genannten „Frühen Hilfen“, die in Hagen dringend auszubauen sind. Durch „Frühe Hilfen“ und besonders durch aufsuchende Angebote werden Familien mit Säuglingen und Kleinkindern dabei unterstützt, die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder frühzeitig sowie nachhaltig zu verbessern und Risiken, die die Entwicklungen der Kinder und deren Wohl betreffen, zu verringern. Dadurch kann oftmals einer Gefährdung der Kinder vorgebeugt werden.

 

Besonders aufsuchende Angebote für Schwangere und Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, die unter die „Frühen Hilfen“ fallen, sind in Hagen nur begrenzt vorhanden und unzureichend finanziert.

 

 

„Willkommen im Leben - Willkommensbesuche bei Familien mit Neugeborenen“

 

Das Projekt „Willkommen im Leben - Willkommensbesuche bei Familien mit Neugeborenen“ des Kinderschutzbundes ist stadtweit der erste wichtige niederschwellige Zugang zu Familien mit Neugeborenen. Rund 80% dieser Zielgruppe nehmen das Angebot eines Hausbesuches durch geschulte ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Kinderschutzbundes war. Durch die hohe Akzeptanz in der Zielgruppe ist es möglich, viele Familien zu erreichen, um ihnen Informationen und Unterstützung zu geben.  In speziellen Einzelfällen, besonders wenn Familien einen besonderen Hilfebedarf aufzeigen, werden auch zwei bis drei Hausbesuche durchgeführt.

Bis auf eine Anschubfinanzierung durch das Land NRW im Jahr 2007 erfolgte die Finanzierung des Projektes ausschließlich durch jährlich neu zu akquirierende Spendengelder. Für das Jahr 2011 ist die Finanzierung bisher nicht gesichert, so dass die Weiterführung dieses mittlerweile etablierten Angebotes gefährdet ist.  

Nur durch eine finanzielle Unterstützung Dritter ist es möglich, die „Willkommensbesuche“ weiter zu führen.

 

Finanzielle Aufwendungen für die Weiterführung der „Willkommensbesuche“:

 

Deutscher Kinderschutzbund                                                                                30.000€

 

Familienhebammen

 

Die „Willkommensbesuche“ sind ein wichtiger Zugang zu den Familien. Eine oftmals notwendige intensivere aufsuchende Betreuung kann dieses Angebot jedoch nicht leisten.

Für Familien mit intensiverem Beratungs- und Betreuungsbedarf, aber auch für sogenannte Risikofamilien, sind aufsuchende Hilfen jedoch besonders wichtig. Nicht selten sind  diese Familien nicht in der Lage bzw. haben Hemmungen, sich Hilfe zu suchen und Angebote wahrzunehmen.

 

In Hagen leisten diese wichtige aufsuchende Arbeit zwei Familienhebammen in Teilzeit. Eine Familienhebamme ist beim Diakonischen Werk für ein Jahr befristet beschäftigt. Die Finanzierung erfolgt durch Spendengelder. 

Die zweite Familienhebamme ist beim Caritasverband angesiedelt und wird in Form einer Mischfinanzierung durch die Stadt Hagen sowie die Caritas finanziert.

Für eine Großstadt wie Hagen ist der Einsatz von zwei nur teilzeitbeschäftigten Familienhebammen nicht annähernd ausreichend.

Zunehmend kommen die verschiedensten Institutionen auf die Familienhebammen mit der Bitte zu, die Betreuung von mehr Schwangeren und Familien mit Säuglingen zu übernehmen. Neben Schwangerenberatungsstellen, Familienzentren und Kindertageseinrichtungen nimmt auch der allgemeine soziale Dienst  die Angebote der Familienhebamme für  besondere Risikofamilien in Anspruch. Den immer größer werdenden Bedarf können die Familienhebammen allerdings nicht mehr decken. Ein Ausbau der Kapazitäten der Familienhebammen auf mindestens zwei bis drei Vollzeitstellen ist also dringend erforderlich.  Das neue Kinderschutzgesetz sieht zwar einen Ausbau von Angeboten der Familienhebammen vor, wann dies geschieht und in welcher Form, ist jedoch noch unklar.  Da eine zusätzliche Finanzierung der Familienhebammen eine freiwillige Leistung der Kommune darstellt, kann die Stadt Hagen sie nicht finanzieren. Somit ist der Bedarf in Hagen momentan nicht abgedeckt und für eine Vielzahl von Familien fehlt diese wichtige Unterstützung.

 

Nur durch eine finanzielle Unterstützung Dritter ist es möglich, die Kapazitäten der Familienhebammen auszubauen und Familien dadurch frühzeitiger zu unterstützen.

 

Finanzielle Aufwendungen für den Ausbau der personellen Kapazitäten der Familienhebammen :

 

Caritasverband                                                                                                       30.000€

Diakonisches Werk                                                                                               30.000€

gesamt         60.000€

 

 

Angebote/ Projekte der Sozialraumteams

 

Im Jahr 2010 bildeten sich aus unterschiedlichen Jugendhilfeeinrichtungen und Diensten  in den Sozialräumen Wehringhausen und Vorhalle Sozialraumteams. Neben den Familienzentren beteiligen sich an diesen Teams auch die vor Ort ansässigen Jugendeinrichtungen, die Bezirksjugendpflege sowie der zuständige allgemeine soziale Dienst. Die in den Sozialraumteams integrierten Einrichtungen und Dienste gehören dabei nicht nur dem kommunalen Träger an, sondern auch den Falken und der evangelischen Jugend.

Die Sozialraumteams richten ihre Angebote nicht allein auf eine spezielle Zielgruppe aus, sondern wollen durch übergreifende Angebote der beteiligten Einrichtungen die Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche und Familien in den Sozialräumen insgesamt verbessern.

Die Sozialraumteams beabsichtigen durch ihre Vernetzung schneller Bedarfe der Familien zu erkennen und passgenaue Angebote/ Projekte darauf abzustimmen bzw. neu aufzubauen.  Gleichzeitig entwickeln sie gemeinsam ein Frühwarnsystem sowie Hilfenetze im Sozialraum für Familien mit besonderem Betreuungsbedarf. 

 

Die Sozialraumteams benötigen für ihre sozialraumorientierten Angebote/ Projekte eine finanzielle Unterstützung. Da es sich auch hierbei um freiwillige Leistungen handelt, ist die Durchführung der Angebote/ Projekte nur durch eine finanzielle Unterstützung Dritter möglich.

 

Finanzielle Mittel für Angebote/ Projekte der Sozialraumteams Wehringhausen und Vorhalle

 

Ev. Jugend                                                                                                                5.000€

Die Falken                                                                                                                5.000€

gesamt         10.000€                                                       

 

 

 

Gesamtauflistung

 

Projekte/Angebote

Träger

finanzieller Bedarf

„Willkommensbesuche“

Kinderschutzbund

30.000€

Familienhebammen

Caritas

30.000€

Diakonisches Werk

30.000€

Sozialraumteams

Ev. Jugend

5.000€

Die Falken

5.000€

 

100.000€

 

 

 

Die Spendengelder werden unmittelbar von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West an die jeweiligen freien Träger, die die Spenden für die genannten Zwecke einsetzen, überwiesen.

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

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Beschlüsse

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11.05.2011 - Jugendhilfeausschuss - ungeändert beschlossen

Erweitern

12.05.2011 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen