Beschlussvorlage - 0958/2005
Grunddaten
- Betreff:
-
Virtuelles Umweltamt der Stadt Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Elfi Paech
- Beteiligt:
- VB3 Vorstandsbereich für Jugend und Soziales, Integration, Bildung und Kultur
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Umweltausschuss
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Entscheidung
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20.01.2005
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Beschlussvorschlag
Kurzbeschreibung “Virtuelles Umweltamt”
Die Verfügbarkeit von strukturierten
und aktuellen Informationen stellt die Grundlage für zukünftige kommunale
Dienstleistungen und für interne Weiterqualifizierungen auch im Umweltbereich
dar. Das internetbasierte Informations-, Kommunikations- und Lernportal “Virtuelles
Umweltamt” (www.virtuelles-umweltamt.de) des Umweltamtes der Stadt Hagen
leistet hierzu einen Beitrag. Das im Auftrag des Bundesministeriums für
Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter fachlicher Begleitung des Umweltbundesamtes
und des Deutschen Städtetages erarbeitete Portal bietet internetbasiert
arbeitsplatz- und handlungsbezogene Hilfen für die kommunale Umweltpraxis -
zunächst zum Thema Wasser - an. Neben aktuellen Informationen werden über
Kommunikations- und Recherchefunktionen weitreichende Hilfen angeboten. Diese
erste Projektphase ging im Dezember 2004 zu Ende.
Für die Projektrealisierung hat das
Umweltamt den Wettbewerbspreis des Landes NRW “Neues Lernen 2004”
erhalten. Darüber hinaus wurde im Sommer 2004 vom Umweltamt mit weiteren
deutschen und internationalen Partnern in Luxemburg ein Antrag für die
Erweiterung des Virtuellen Umweltamtes erfolgreich eingereicht. Das
Nachfolgeprojekt mit dem Namen “EUWAS” startet im Januar diesen
Jahres.
Der Umweltausschuss nimmt den Bericht
der Verwaltung zur Kenntnis.
Sachverhalt
Das “Virtuelles Umweltamt” der Stadt
Hagen – ein Projekt zur Information, Kommunikation und zum Lernen online
§ Preisträger im Wettbewerb "NRW: NEUES LERNEN 2004”
§ EU-Nachfolgeprojekt “EUWAS” startet im Januar 2005

Im kommunalen Arbeitsalltag
ist ein effizientes Informations- und Wissensmanagement sowie der
praktische Erfahrungsaustausch unter Experten heute wichtiger denn je!
Schlagwörter wie “Lebenslanges Lernen”,
“Wissensgesellschaft” oder “Lernende Organisation” sind
in jüngster Zeit dem entsprechend “in” geworden. Webbasierte
Informations- und Lernsysteme sind flexibel, dezentral und zeitunabhängig
einsetzbar und können eine große Zielgruppe gleichzeitig erreichen.
Das “Virtuelle Umweltamt”
Das Umweltamt der Stadt Hagen macht sich diese Vorteile zunutze: im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wurde unter fachlicher Begleitung des Umweltbundesamtes das “Virtuelle Umweltamt” erarbeitet. Die technische Konzeption und die Realisierung des Portals wurde von dem Hagener Beratungs- und Integrationshaus i-world geleistet.
Das Projekt verfolgt das Ziel des kommunalen Know-How-Transfers innerhalb von Deutschland, aber auch nach Polen, einem der 10 neuen EU-Mitgliedstaaten. Insbesondere die Ausrichtung nach Osten verdeutlicht den Ansatz des Projektes: dort muss innerhalb weniger Jahre ein Entwicklungsrückstand in Umweltschutz, -planung, und -gesetzgebung aufgeholt werden, der enorm ist. Das Konzept des “Virtuellen Umweltamtes” soll hierzu eine Hilfestellung sein.
Das “Virtuelle Umweltamt” bietet internetbasiert arbeitsplatz- und handlungsbezogene Information an. Eine solche Plattform stellt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf kommunaler Ebene eine zielgerichtete Hilfestellung am Arbeitsplatz dar, da sie aktuelle Informationen mit vielfältigen Kommunikations- und Recherchefunktionen verbindet. Im “Virtuellen Umweltamt” finden sich in unterschiedlichen Rubriken (s.u.) Hilfen und Lernmöglichkeiten zu wichtigen Bereichen des kommunalen Umweltschutzes, in der ersten Projektphase zunächst zur kommunalen Wasserwirtschaft. Kommunikative Elemente wie Diskussionsforen, eine Jobbörse und die Möglichkeit, Experten zu kontaktieren, lassen das Online-Projekt zu einer nützlichen und umfassenden Hilfestellung werden.
Inhalte
Konkret greift das
“Virtuelle Umweltamt” die Situation in den kommunalen Umweltbehörden
mit dem Ziel auf, eine praktische Hilfestellung bei der Bewältigung aktueller
und zukünftiger Aufgaben im Umweltschutz zur Verfügung zu stellen. Aufbauend
auf den inhaltlichen Schwerpunkten umfasst das Portal für die Kommunale
Wasserwirtschaft im einzelnen folgende Kategorien:
·
Lernbereich Aufgaben & Verfahren
§
Dokumentation
der behördlichen Kontroll- und Genehmigungsverfahren inkl. der relevanten
Gesetzestexte
§
EU-Wasserrahmenrichtlinie
·
Organisation & Recht
§
Dokumentation
zur Struktur behördlicher Umweltverwaltung
§
Sammlung
von Gesetzestexten
·
Projektsammlung “Best-Practice” & Marktplatz
§
Sammlung
guter Projektbeispiele
§
Fachbücher,
Fachzeitschriften, Software für die Wasserwirtschaft
·
Finanzierung & Förderung
§
Finanzierungs-
und Fördermöglichkeiten
§
Förderprogramme
der EU
·
Fragen & Antworten
§
Nach
Frage-Antwort-Prinzip Dokumentation behördenrelevanter Themenkomplexe
·
GIS-Daten
§
Dokumentation
relevanter Geodatenbestände für den Bereich der kommunalen Wasserwirtschaft
·
Recherchen & Hilfen
§
Umweltglossar,
Linklisten, Ansprechpartner
§
Stichwort-
und Schlagwortsuche

Unter www.virtuelles-umweltamt.de ist der erste Teil des Projektes zum Thema “Kommunale Wasserwirtschaft” online zu erreichen. Die Inhalte werden in Zukunft weiter ausgebaut.
Das Virtuelle Umweltamt erhält NRW-Wettbewerbspreis

Das "Virtuelle
Umweltamt" wurde im Dezember durch eine hochkarätige Jury im Rahmen des
jährlichen Wettbewerbs "NRW: NEUES LERNEN 2004" zu einem der
Preisträger in der Rubrik "Lernen Online" auserkoren. Im Rahmen
dieses Wettbewerbs werden Projekte aus ganz NRW prämiert, die den Nutzen der
Neuen Medien in Bildung und Kultur deutlich machen. Bei einer feierlichen Zeremonie
wurden am 04.12.04 in Düsseldorf die Preise durch Wolfram Kuschke, Minister für
Bundes-, Europaangelegenheiten und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen
überreicht.
Weitere Informationen sind der Wettbewerbswebsite und den
Websites des Vereines Lernen in der
Informationsgesellschaft NRW e. V. (LIG) sowie dem ecmc Europäisches Zentrum für Medienkompetenz GmbH
zu entnehmen.
Im Januar startet das EU-Nachfolgeprojekt
“EUWAS”
Das Umweltamt der Stadt Hagen hat
mit weiteren Partnern aus NRW sowie aus Polen und den baltischen Staaten im
Herbst letzten Jahres den Zuschlag für ein großes europäisches Projekt zur
Abfallwirtschaft erhalten. Im Rahmen des EU-Programms “eContent”
wurde ein entsprechender Projektantrag bewilligt. Als deutsche Partner sind das
Fraunhofer-Institut für Umwelt-,
Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen sowie das Beratungs-
und Integrationshaus i-world aus Hagen
dabei.
Basierend auf dem “Virtuellen Umweltamt” wird das Projekt mit dem Namen “European Waste Sector Assistant – EUWAS” der kommunalen Abfallwirtschaft helfen, ihre Dienstleistung und die Standards in den jeweiligen Ländern zu verbessern, indem unter anderem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus kommunalen und betrieblichen Abfallwirtschaftsbereichen fachbezogene Informationen und Daten per Internetportal zur Verfügung gestellt werden. Der Mehrwert dieses neuen Angebotes liegt insbesondere in der logischen Vernetzung von Informationen und Datenbanken, die zur Zeit noch verstreut im Internet vorliegen.
Das Umweltamt der Stadt Hagen deckt in der 24-montigen Projektlaufzeit insbesondere den Teil des Projektes ab, der sich mit Inhalten und Strukturen der behördlichen Abfallwirtschaft beschäftigt. Als gemeinsames Ziel ist letztendlich die Schaffung einer umfassenden Informations- und Arbeitsplattform angestrebt, die über die technischen und inhaltlichen Möglichkeiten des “Virtuellen Umweltamtes” in seiner jetzigen Form weit hinausgehen wird.
Weitere Informationen zum Projekt
“EUWAS” sind auf den Europaseiten der Stadt Hagen abzurufen.
Kontakt
Umweltamt der Stadt Hagen
Dipl.-Geogr. Ulrich Eimer & Dr. Ralf-Rainer Braun
Rathausstr. 11
58095 Hagen
Tel.: 02331-207-2392
Mail: ulrich.eimer@stadt-hagen.de
Vorstandsbereich Umwelt, Gesundheit,
Jugend, Soziales und Verbraucherschutz
Dr. Christian Schmidt
Auswirkungen
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Es entstehen keine finanziellen und personellen
Auswirkungen. |
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Das Projekt “Virtuelles Umweltamt” wurde
vom Bundesumweltministerium finanziert. Die hierfür zur Verfügung gestellten
Mittel in Höhe von rund 75.000€ hat das Umweltamt über eine eigene
Projekthaushaltsstelle geführt und für die Umsetzung des Projektes verausgabt.
Im nun beginnenden Projekt “EUWAS” werden
die Mittel der EU in Höhe von 102.000€ über eine Haushaltsstelle
entsprechend verwaltet und für alle notwendigen Sach-, Personal- und
Reisekosten zur Verfügung gestellt. Das Umweltamt führt wie bereits im
“Virtuellen Umweltamt” die anfallenden Verwaltungsgemeinkosten an
die Stadtkasse ab (nach EU-Statut hier 7% der Gesamtkosten).
