Beschlussvorlage - 0958/2005

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Kurzbeschreibung “Virtuelles Umweltamt”

 

Die Verfügbarkeit von strukturierten und aktuellen Informationen stellt die Grundlage für zukünftige kommunale Dienstleistungen und für interne Weiterqualifizierungen auch im Umweltbereich dar. Das internetbasierte Informations-, Kommunikations- und Lernportal “Virtuelles Umweltamt” (www.virtuelles-umweltamt.de) des Umweltamtes der Stadt Hagen leistet hierzu einen Beitrag. Das im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter fachlicher Begleitung des Umweltbundesamtes und des Deutschen Städtetages erarbeitete Portal bietet internetbasiert arbeitsplatz- und handlungsbezogene Hilfen für die kommunale Umweltpraxis - zunächst zum Thema Wasser - an. Neben aktuellen Informationen werden über Kommunikations- und Recherchefunktionen weitreichende Hilfen angeboten. Diese erste Projektphase ging im Dezember 2004 zu Ende.

 

Für die Projektrealisierung hat das Umweltamt den Wettbewerbspreis des Landes NRW “Neues Lernen 2004” erhalten. Darüber hinaus wurde im Sommer 2004 vom Umweltamt mit weiteren deutschen und internationalen Partnern in Luxemburg ein Antrag für die Erweiterung des Virtuellen Umweltamtes erfolgreich eingereicht. Das Nachfolgeprojekt mit dem Namen “EUWAS” startet im Januar diesen Jahres.

 


Der Umweltausschuss nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis.

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Sachverhalt

Das “Virtuelles Umweltamt” der Stadt Hagen – ein Projekt zur Information, Kommunikation und zum Lernen online

 

§         Preisträger im Wettbewerb "NRW: NEUES LERNEN 2004”

§         EU-Nachfolgeprojekt “EUWAS” startet im Januar 2005

 

 

Textfeld:

Im kommunalen Arbeitsalltag ist ein effizientes Informations- und Wissensmanagement sowie der praktische Erfahrungsaustausch unter Experten heute wichtiger denn je! Schlagwörter wie “Lebenslanges Lernen”, “Wissensgesellschaft” oder “Lernende Organisation” sind in jüngster Zeit dem entsprechend “in” geworden. Webbasierte Informations- und Lernsysteme sind flexibel, dezentral und zeitunabhängig einsetzbar und können eine große Zielgruppe gleichzeitig erreichen.

 


Das “Virtuelle Umweltamt”

Das Umweltamt der Stadt Hagen macht sich diese Vorteile zunutze: im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit wurde unter fachlicher Begleitung des Umweltbundesamtes das “Virtuelle Umweltamt erarbeitet. Die technische Konzeption und die Realisierung des Portals wurde von dem Hagener Beratungs- und Integrationshaus i-world geleistet.

 

Das Projekt verfolgt das Ziel des kommunalen Know-How-Transfers innerhalb von Deutschland, aber auch nach Polen, einem der 10 neuen EU-Mitgliedstaaten. Insbesondere die Ausrichtung nach Osten verdeutlicht den Ansatz des Projektes: dort muss innerhalb weniger Jahre ein Entwicklungsrückstand in Umweltschutz, -planung, und -gesetzgebung aufgeholt werden, der enorm ist. Das Konzept des “Virtuellen Umweltamtes” soll hierzu eine Hilfestellung sein.

 

Das “Virtuelle Umweltamt” bietet internetbasiert arbeitsplatz- und handlungsbezogene Information an. Eine solche Plattform stellt für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf kommunaler Ebene eine zielgerichtete Hilfestellung am Arbeitsplatz dar, da sie aktuelle Informationen mit vielfältigen Kommunikations- und Recherchefunktionen verbindet. Im “Virtuellen Umweltamt” finden sich in unterschiedlichen Rubriken (s.u.) Hilfen und Lernmöglichkeiten zu wichtigen Bereichen des kommunalen Umweltschutzes, in der ersten Projektphase zunächst zur kommunalen Wasserwirtschaft. Kommunikative Elemente wie Diskussionsforen, eine Jobbörse und die Möglichkeit, Experten zu kontaktieren, lassen das Online-Projekt zu einer nützlichen und umfassenden Hilfestellung werden.

 

 

Inhalte

Konkret greift das “Virtuelle Umweltamt” die Situation in den kommunalen Umweltbehörden mit dem Ziel auf, eine praktische Hilfestellung bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Aufgaben im Umweltschutz zur Verfügung zu stellen. Aufbauend auf den inhaltlichen Schwerpunkten umfasst das Portal für die Kommunale Wasserwirtschaft im einzelnen folgende Kategorien:

 

·         Lernbereich Aufgaben & Verfahren

§         Dokumentation der behördlichen Kontroll- und Genehmigungsverfahren inkl. der relevanten Gesetzestexte

§         EU-Wasserrahmenrichtlinie

·         Organisation & Recht

§         Dokumentation zur Struktur behördlicher Umweltverwaltung

§         Sammlung von Gesetzestexten

·         Projektsammlung “Best-Practice” & Marktplatz

§         Sammlung guter Projektbeispiele

§         Fachbücher, Fachzeitschriften, Software für die Wasserwirtschaft

·         Finanzierung & Förderung

§         Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

§         Förderprogramme der EU

·         Fragen & Antworten

§         Nach Frage-Antwort-Prinzip Dokumentation behördenrelevanter Themenkomplexe

·         GIS-Daten

§         Dokumentation relevanter Geodatenbestände für den Bereich der kommunalen Wasserwirtschaft

·         Recherchen & Hilfen

§         Umweltglossar, Linklisten, Ansprechpartner

§         Stichwort- und Schlagwortsuche

 

Textfeld:

Unter www.virtuelles-umweltamt.de ist der erste Teil des Projektes zum Thema “Kommunale Wasserwirtschaft” online zu erreichen. Die Inhalte werden in Zukunft weiter ausgebaut.

 

Das Virtuelle Umweltamt erhält NRW-Wettbewerbspreis

Textfeld:

Das "Virtuelle Umweltamt" wurde im Dezember durch eine hochkarätige Jury im Rahmen des jährlichen Wettbewerbs "NRW: NEUES LERNEN 2004" zu einem der Preisträger in der Rubrik "Lernen Online" auserkoren. Im Rahmen dieses Wettbewerbs werden Projekte aus ganz NRW prämiert, die den Nutzen der Neuen Medien in Bildung und Kultur deutlich machen. Bei einer feierlichen Zeremonie wurden am 04.12.04 in Düsseldorf die Preise durch Wolfram Kuschke, Minister für Bundes-, Europaangelegenheiten und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen überreicht.

 

Weitere Informationen sind der Wettbewerbswebsite und den Websites des Vereines Lernen in der Informationsgesellschaft NRW e. V. (LIG) sowie dem ecmc Europäisches Zentrum für Medienkompetenz GmbH zu entnehmen.

 

 

Im Januar startet das EU-Nachfolgeprojekt “EUWAS”

Das Umweltamt der Stadt Hagen hat mit weiteren Partnern aus NRW sowie aus Polen und den baltischen Staaten im Herbst letzten Jahres den Zuschlag für ein großes europäisches Projekt zur Abfallwirtschaft erhalten. Im Rahmen des EU-Programms “eContent” wurde ein entsprechender Projektantrag bewilligt. Als deutsche Partner sind das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen sowie das Beratungs- und Integrationshaus i-world aus Hagen dabei.

 

Basierend auf dem “Virtuellen Umweltamt” wird das Projekt mit dem Namen “European Waste Sector Assistant – EUWAS” der kommunalen Abfallwirtschaft helfen, ihre Dienstleistung und die Standards in den jeweiligen Ländern zu verbessern, indem unter anderem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus kommunalen und betrieblichen Abfallwirtschaftsbereichen fachbezogene Informationen und Daten per Internetportal zur Verfügung gestellt werden. Der Mehrwert dieses neuen Angebotes liegt insbesondere in der logischen Vernetzung von Informationen und Datenbanken, die zur Zeit noch verstreut im Internet vorliegen.

 

Das Umweltamt der Stadt Hagen deckt in der 24-montigen Projektlaufzeit insbesondere den Teil des Projektes ab, der sich mit Inhalten und Strukturen der behördlichen Abfallwirtschaft beschäftigt. Als gemeinsames Ziel ist letztendlich die Schaffung einer umfassenden Informations- und Arbeitsplattform angestrebt, die über die technischen und inhaltlichen Möglichkeiten des “Virtuellen Umweltamtes” in seiner jetzigen Form weit hinausgehen wird.

 

Weitere Informationen zum Projekt “EUWAS” sind auf den Europaseiten der Stadt Hagen abzurufen.

 

 

Kontakt
Umweltamt der Stadt Hagen

Dipl.-Geogr. Ulrich Eimer & Dr. Ralf-Rainer Braun

Rathausstr. 11

58095 Hagen

Tel.: 02331-207-2392

Mail: ulrich.eimer@stadt-hagen.de

 

Vorstandsbereich Umwelt, Gesundheit, Jugend, Soziales und Verbraucherschutz

Dr. Christian Schmidt

 

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Auswirkungen

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 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

 

 

Das Projekt “Virtuelles Umweltamt” wurde vom Bundesumweltministerium finanziert. Die hierfür zur Verfügung gestellten Mittel in Höhe von rund 75.000€ hat das Umweltamt über eine eigene Projekthaushaltsstelle geführt und für die Umsetzung des Projektes verausgabt.

 

Im nun beginnenden Projekt “EUWAS” werden die Mittel der EU in Höhe von 102.000€ über eine Haushaltsstelle entsprechend verwaltet und für alle notwendigen Sach-, Personal- und Reisekosten zur Verfügung gestellt. Das Umweltamt führt wie bereits im “Virtuellen Umweltamt” die anfallenden Verwaltungsgemeinkosten an die Stadtkasse ab (nach EU-Statut hier 7% der Gesamtkosten).

 

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Beschlüsse

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20.01.2005 - Umweltausschuss - ungeändert beschlossen