Berichtsvorlage - 0176/2011

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

Reduzieren

Sachverhalt

Kurzfassung

-

 

 

Begründung

 

Die Verwaltung wurde gebeten, Themenschwerpunkte zum Freizeitangebot im Stadtgebiet von Hagen aufgrund der Feststellungen der Expertise „Stand der Sportentwicklungsplanung“ zur Diskussion einzubringen.

 

Bevor hierzu Näheres aufgeführt wird, ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass in Hagen bereits viele Freizeitangebote, wie z. B. Fahrradwege, Nordic-Walking-Strecken, Reit- und Wanderwege, vorhanden sind und zum Teil sehr gut genutzt werden. Vieles davon ist bereits auch digitalisiert verfügbar.

 

Hier sind die großen Probleme nicht die Angebote, sondern die Unterhaltung vorhandener Wege und Plätze. Es ist unabdingbar, dass die Frage beantwortet wird, wie eine gewisse notwendige Qualität der Angebote bei weniger werdenden Ressourcen dauerhaft erhalten oder wieder geschaffen werden kann.

 

Schon jetzt sei festgestellt, dass sich dies auch auf neue Angebote beziehen wird und muss.

 

In der bereits erwähnten und allen bekannten Expertise vom Institut für Bedarfsforschung werden verschiedene Schwerpunkte genannt. Nachfolgend sind daher nochmals einige wichtige Hinweise genannt:

 

Die Infrastruktur des Sports, oder Sportinfrastruktur, ist heute in die drei Bereiche „Raum“, „Sportstätte“ und „Sportanlage“ zu untergliedern:

 

Raumwird nicht nur als dreidimensionaler Raum verstanden, sondern auch im geographischen Sinne, bezogen auf eine flächige Ausdehnung innerhalb vorgegebener Grenzen des Staates, des Landes, der Kommune oder entsprechender Verwaltungs- resp. topographischer Räume wie Region, Gebiet oder Terrain, die als Planungsbereiche Beachtung finden.

 

Sportstättewird im Sinne von Ort verstanden, als genauere Bezeichnung einer Stätte für Sport, d. h. als Oberbegriff für einzelne Sportanlagen. Im Gegensatz zu den speziell für die Sportausübung erstellten Sportstätten (primäre Nutzung) sind die Sportgelegenheiten zu sehen, die nicht als Stätte für den Sport erstellt wurden, aber dennoch für die Ausübung sportlicher Aktivitäten genutzt werden (sekundäre Nutzung). In der neueren Literatur werden Sportgelegenheiten auch als Bewegungsräume bezeichnet.

 

Sportanlagewird im Sinne einer Abgrenzung zur Sportstätte und Sportgelegenheit verstanden; sie bezeichnet speziell für den Sport angelegte, erstellte Räume. Auf resp. in diesen Sportanlagen werden überwiegend die bereits bei der Planung festgelegten Sportarten betrieben (Sportplätze, Sporthallen, Bäder, spezielle Anlagen für einzelne Sportarten und als Kombination in Sportparks und –Zentren).

 

Diese Einteilung trägt der zunehmenden Bedeutung der Sportgelegenheiten als Folge des veränderten Sportverhaltens sowie den gestiegenen Ansprüchen der Bürger an die Sportanlagen Rechnung. Zukünftig wird daher neben dem Sportverhalten besonders einer „Sportstättenraumplanung“ große Bedeutung zukommen, sodass als Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes gewertet werden können:

 

-   Integration von Sportanlagen in das städtische Freiflächensystem

-   Bau von veränderbaren Sportstätten und Spielgelegenheiten

-   Erhöhung der Erlebnisqualität durch Umgestaltung und Modernisierung

-   Errichtung von Einfachanlagen (`Sportnischen´)

-   Vernetzung von Grünflächen und Grünschneisen

-   Einbeziehung von Brach- und Freiflächen in die Nutzung

-   Umwidmung von Industriehallen, die zur Zeit nicht genutzt werden

-   Integration von Spielplatzanlagen als Teile dieses Systems

 

Ein Angebot von Sportinfrastruktur, im weiteren Sinne also von Sporträumen, in der Zukunft bedeutet für die Gegenwart das

 

-   Sichern der Qualität (Modernisierung)

-   Anpassen der Angebote an die Nachfrage (Revitalisierung)

-   Sichern von Flächen (Reservierung)

-   Planen neuer Sportanlagen und Sportgelegenheiten (Konzeptionierung) und

-   Erstellen neuer Sportanlagen (Realisierung).

 

Vor allem die Potentiale der Stadt Hagen, nämlich die ausgedehnten Waldgebiete, die Flüsse und Bäche sollten dazu genutzt werden, die Angebotspalette in den Bereichen Sportgelegenheiten und Sporträume zu vergrößern. Dies korrespondiert mit den topographischen Merkmalen der Kommune, d.h. mit den im flachen Teil der Stadt gelegenen Stadtbezirken und den Höhenzügen, die ein ideales Verbindungselement von Stadt zu Land, im größeren Raum aber auch vom Ruhrgebiet zum Sauerland darstellen. Die Stadt Hagen ist die „Brücke von der Industrie- zur Naturregion“ – dies sollte als signifikantes Merkmal der Stadt herausgearbeitet werden. Die Verbindung von Stadtnähe mit hohem Freizeitwert in unmittelbarer Nähe zur Natur ist auch für ältere Personen attraktiv.

 

Ca. 60% der Bevölkerung treiben Sport, allerdings lediglich 23% in einem Verein. In diesem Zusammenhang ist auch die veränderte und sich weiterhin verändernde Altersstruktur der Bevölkerung in Hagen zu berücksichtigen.

 

Diese Tatsachen sind entsprechend zu bewerten. Viele sporttreibende Personen benötigen keine DIN-normgerechten Anlagen, sondern Räume und Gelegenheiten.

 

Für das Servicezentrum Sport ist in den nächsten Jahren der Erhalt der vorhandenen Angebote, einschl. der notwendigen Qualität und die Schaffung neuer Sporträume und ‑Gelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung.

 

Dazu gehört ein auf mehrere Jahre verbindlich angelegtes Programm. Sportentwicklung muss weg kommen von den vielfach in der Vergangenheit vorhandenen Zufälligkeiten von Maßnahmen.

Hier sei beispielhaft der Bereich demographischer Wandel / Liebenswertes Hagen genannt; tolle Ideen sind vorhanden, einzig die Umsetzung  haperte doch sehr.

Richtungsweisende Ideen sind zahlreich vorhanden, doch deren Realisierung ist nicht mit gedacht worden. Hier liegt die Problematik einer Zusammenfassung von Themenschwerpunkten. Die Umsetzbarkeit erster Schritte ist detailliert zu planen, um tatsächliche Erfolge auf dem Weg zur Weiterentwicklung der Stadt aufzuzeigen.

 

Klar ist auch, dass die Verwaltung eine Umsetzung eines Handlungsrahmens nicht alleine schaffen kann, sondern Partner benötigt. Dies kann bei guter Planung und der Bereitschaft der Stadt, die notwendigen Ressourcen bereitzustellen, gelingen.

 

Das Servicezentrum Sport schlägt für die nächsten Jahre folgende Projekte vor:

 

  1. Weiterentwicklung von Mountainbikeangeboten (Schaffung eines Trials)

 

  1. Prüfung, ob und wie ungenutzte Flächen und Räume zu Sportzwecken umgenutzt werden können (z. B. leerstehende Verkaufsflächen)

 

  1. Umnutzung eines nicht mehr benötigten Schulgebäudes zu einem „Haus des Sports und der Bewegung“

      Hier könnten neben den notwendigen Verwaltungsflächen weitere Räume für          Vereine und in vorhandenen Klassenräumen Kurs-, Lehrgangs- und Bewegungsangebote entstehen.

 

      Hier könnte eine Partnerschaft Stadt und organisierter Sport dafür sorgen, dass Angebote für die Bevölkerung gemacht werden können und die Unterhal-     tung des Gebäudes durch den organisierten Sport erfolgt.

 

  1. Projekt W.I.L.L.I.

-         Qualifizierte Betreuung und Weiterentwicklung dieses Projekts mit den vorhandenen, richtigen Ansätzen

-         Prüfung der Möglichkeiten der Hagen Agentur

 

Politik und organisierter Sport müssen nun in zielgerichteten Diskussionen und als Ergebnis mit entsprechenden Vereinbarungen unterlegt entscheiden, ob dieser Entwicklungsabschnitt eingeschlagen werden soll und dann auch Ressourcen, z. B. aus der Sportpauschale bereitstellen.

 

 

 

 

 

Reduzieren

Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)

x

Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

Loading...

Beschlüsse

Erweitern

13.04.2011 - Sport- und Freizeitausschuss - ungeändert beschlossen