Berichtsvorlage - 0254/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Bericht der Volkshochschule über das Jahr 2010
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- 43 Amt für Weiterbildung und Medien
- Bearbeitung:
- Klaus Fromme
- Beteiligt:
- 43 Amt für Weiterbildung und Medien; VB3 Vorstandsbereich für Jugend und Soziales, Integration, Bildung und Kultur
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Entscheidung
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24.03.2011
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Sachverhalt
Kurzfassung
Mit über 12.000
Teilnehmenden in über 900 Veranstaltungen und rund 22.000 Unterrichtsstunden
konnte an das Ergebnis des Vorjahres angeknüpft werden.
Begründung
Gesamtsituation
Mit über 12.000
Teilnehmenden in über 900 Veranstaltungen und rund 22.000 Unterrichtsstunden
konnte an das Ergebnis des Vorjahres angeknüpft werden. Dabei war das
Frühjahrssemester – vermutlich noch unter dem Eindruck der
Wirtschaftskrise - schwächer als das Herbstsemester. Im Personalbereich wurde
im Vorgriff auf die Konsolidierungsbeschlüsse eine Stelle in der Verwaltung
nicht wieder besetzt. Im Bereich der Hausbetreuung begann im September eine
Umstrukturierungsphase, die wg. mehrerer Erkrankungen in diesem Bereich noch
nicht abgeschlossen werden konnte. Durch den intensiven Einsatz des gesamten
VHS-Teams konnten größere Beeinträchtigungen des Services für die Teilnehmenden
aber vermieden werden.
Politische Bildung
Zu diesem Studienbereich
gehören die Themenfelder Hagen und Region, Politik und Geschichte sowie Recht
und Finanzen. Eine wichtige Rolle
spielen zahlreiche Kooperationen, z. B. mit
dem Hagener Heimatbund, dem Hohenlimburger Heimatverein, dem Hasper
Heimat- und Brauchtumsverein, dem Kulturbüro, dem Erzählcafe „Altes
Backhaus“, der deutsch-griechischen Gesellschaft, den DITIB-Moscheegemeinden,
der Freiwilligenzentrale, der Schloss Hohenlimburg gGmbH, dem Aller-Welt-Haus,
der Polizei Hagen, der Verbraucherzentrale und der Deutschen
Rentenversicherung. Besondere Beachtung fanden Vorträge in Kooperation mit dem
Kinderneurologischen Zentrum am AKH. Die Themen des Studienbereichs reichten
von Stadtrundgängen über die Auseinandersetzung mit NS-Zeit und
Nachkriegsgeschichte bis hin zum Blick hinter die Kulissen ehrenamtlichen
Engagements, Moscheebesuchen und Verbraucherinformationen. Anlässlich der
Landtagswahl wurden mehrere Schulungen von Multiplikatoren politischer Bildung
durchgeführt.
Die Arbeitsgemeinschaft mit
dem DGB Arbeit und Leben setzte die erfolgreiche Reihe „Gegen den
Strom“ fort. U. a. berichtete der Journalist Günter Wallraff über seine
Rechercheergebnisse „ganz unten“ und der Eliteforscher Professor
Michael Hartmann referierte über den „Mythos Leistungselite“. Ein
Vortrag über Klimawandel war wg. hohen Schneeaufkommens kaum besucht und wird unter
besseren klimatischen Bedingungen nochmals angeboten.
Kunst und Kultur
Vom 2.-6. Januar 2010 fand
die 10. Neujahrswerkstatt in der Villa Post statt, die in fünf Atelierklassen
künstlerische Sparten von Bildhauerei bis Scherenschnitt als beruflich
orientierte Bildung in Ganztagsform bot und viel Beachtung fand. Die Bandbreite des Studienbereichs erstreckt
sich von der bildenden Kunst über Literatur und Theater bis zu Musik, Tanz und
alten Kulturtechniken wie Sticken und Nähen. Die VHS-Schmuckwerkstatt wurde
2010 20 Jahre alt. Die im neuen Folkwangmuseum präsentierte Osthausausstellung
war Ziel einer Tagesfahrt. Praxisseminare beschäftigten sich mit Malerei und
Keramik Emil Schumachers. Dabei folgt der Studienbereich der Erkenntnis, dass
Kunst Wertevermittlerin und sinnstiftende Größe ist. Sie verbindet Menschen
eines Kulturkreises, schafft Identität und ermöglicht Visionen. Die Angebote
des Studienbereichs werden in hohem Maße von Menschen genutzt, die ein
berufliches Interesse haben; z. B. Pädagog(inn)en, Erzieher(inn)en und Selbständige aus
kreativen Berufen..
Gesundheit
Mit rund 100 Kursen war die VHS auch 2010
einer der größten Anbieter von Kursen zur Gesundheitsprävention in Hagen.
Schwerpunkte im Programm waren Entspannung und gesunde, genussvolle Ernährung
als Praxisseminare. Eine Studie des Universitätsklinikums Eppendorf (Hamburg)
bestätigte die Bedeutung von VHS-Entspannungskursen: Sogar ein halbes Jahr nach
Kursende stellten die Wissenschaftler eine Verbesserung des
Gesundheitszustandes der Teilnehmenden fest. Seit 2008 wird in diesem
Studienbereich auch die Weiterbildung zum Coach (DGfC) angeboten; 2010 startete
der 2. Lehrgang. Die Zusammenarbeit mit dem Adipositastherapiezentrum am AKH
wurde intensiviert und bei der Zertifizierung von Familienzentren konnte der Studienbereich
beratend und durch die Konzeption von Kursen unterstützend tätig werden.
Berufliche Bildung
Kommunikation, Finanzen und
Datenverarbeitung standen im Zentrum der beruflichen Bildung an der VHS. Im
größten Bereich, der Datenverarbeitung, erfreuten sich neben den
Office-Anwendungen vor allem kreative DV-Programme wie Photoshop oder InDesign
zunehmender Beliebtheit. Dem demografischen Wandel trug die VHS mit der
„EDV für Leute ab 50“ Rechnung. Diese Gruppen haben eine Größe von
6-10 Personen und ermöglichen Lernen mit Spaß und Gelassenheit. Doch auch der
Nachwuchs war in der VHS willkommen. Die Kinder-Computerkurse waren fester
Programmbestandteil; besonders gefragt war Tastschreiben. Dank der Förderung
durch das ESF-kofinanzierte Bundesprogramm „Stärken vor Ort“ konnte
ein gut nachgefragter Teilzeitlehrgang für den Wiedereinstieg von Frauen in den
Beruf angeboten werden.
Natur und Technik
In diesem kleinsten
Studienbereich der VHS fanden 2010 elf Veranstaltungen statt. Schwerpunkte sind
Umwelttechnik und Geologie. Ein Dauerbrenner ist der Kurs „Imkerei für
Anfänger(innen)“, mit dem die Grundkenntnisse für eine Tätigkeit erworben
werden, die für den Erhalt einer intakten Umwelt von hoher Bedeutung ist.
Fremdsprachen
2010 konnte man bei der VHS
19 Sprachen erlernen. Englisch war trotz leicht abnehmender Tendenz der immer
noch am stärksten nach gefragte Bereich, doch auch Sprachen wie Arabisch,
Chinesisch oder Finnisch hatten ihren Platz im Programm. Dabei wurde versucht,
möglichst viele Niveaustufen anzubieten, um auch Angebote für fortgeschrittene
Sprachinteressierte bereit zu halten. In fast allen Sprachen wurden auch
Prüfungen angeboten, die den unterschiedlichen Niveaus und Interessenlagen
entsprechen. Die hohe Nachfrage im Bereich Englisch ermöglichte viele
Zielgruppenangebote wie für Schüler(innen), Senior(innen) und „Business
Communication“.
Deutsch als
Fremdsprache/Grundbildung/Schulabschlüsse
Die Nachfrage nach
Integrationskursen lag nach wie vor auf hohem Niveau. Durch das KommIn-Büro ist
eine Bündelung der Nachfrage und eine planmäßige Zuweisung zu den von
unterschiedlichen Trägern angebotenen Kursen effektiv möglich. Seit die
Integrationskurse existieren, ist die Nachfrage nach offenen Kursen im Bereich
Deutsch als Fremdsprache deutlich
gesunken. Dennoch wurde insbesondere auf den Niveaustufen oberhalb des B
1-Niveaus der Integrationskurse ein Angebot vorgehalten, damit auch diejenigen
erreicht werden, die lernen möchten, sich schriftlich klar, strukturiert und
adressatenorientiert auszudrücken.
Zu den Angeboten dieses
Bereiches gehörten auch Alphabetisierungskurse. Diese gibt es sowohl für
Migrantinnen und Migranten als auch für Deutsche. Lange Tradition hat ein Kurs
für Erwachsene mit geistiger Behinderung in den Laurentius-Werkstätten.
Ebenfalls seit langem sind Kurse in Gebärdensprache für Hörende und
Hörgeschädigte im Programm vertreten.
Im Bereich des zweiten
Bildungswegs begannen im Herbst 2010 drei Lehrgänge zum Erwerb der
Fachoberschulreife und einer zum Erwerb des Hauptschulabschlusses mit
erwerbsweltorientierten Anteilen. Letzterer wird durch den europäischen
Sozialfonds (ESF) gefördert. Zusätzliche Effizienz gewinnt der Bereich der
Schulabschlüsse durch die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem
Rahel-Varnhagen-Kolleg.
Berufswahlorientierung
Das Projekt Vertiefte
Berufswahlorientierung in der Sekundarstufe II wurde in Kooperation mit der AWO
an 4 Hagener Gymnasien durchgeführt. Die Ziele des Projektes waren u. a.
Transparenz beim Übergang von Schule in Beruf oder Studium, die realistische
Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen sowie die Verbesserung der
Potentiale der Schülerinnen und Schüler. Hierzu dienten u. a. Berufswahltest,
Recherche zur Berufswahl und Selbstpräsentationstraining. Am Jahresende lief
das Projekt nach über 4 Jahren aus, da die Arbeitsagentur als Förderer nun
andere Prioritäten setzte.
Seit Ende November 2010
engagiert sich die VHS in Kooperation mit weiteren Trägern im Themenfeld
Berufseinstiegsbegleitung. Ziel ist es u. a., Jugendliche bei der Erreichung
des Schulabschlusses einer allgemein bildenden Schule sowie der
Persönlichkeitsentwicklung und Erlangung der Ausbildungsreife zu unterstützen.
Partnerschule ist die Gesamtschule Haspe.
Bildungsscheck und
Bildungsprämie
Während der Bildungsscheck,
ein Landesinstrument zur Förderung der individuellen
Weiterbildungsbereitschaft, nur von wenigen Interessierten genutzt werden
konnte, war die ESF-konfinanzierte Bildungsprämie des Bundes wg. Erhöhung der
Einkommensgrenzen zum 1.1.2010 zunehmend gefragt. Bis zu einem versteuernden
Jahreseinkommen von 25.600, bzw. 51.200 € können weiterbildungswillige
Erwerbstätige einen Prämiengutschein über 50% der Kursgebühren erhalten
(maximal 500 €). Die VHS Hagen war als vom BMBF zugelassene
Beratungsstelle gut frequentiert.
Bereichsbezogene Zahlen:
|
Studienbereich |
Anzahl Veranstaltungen |
Unterrichtseinheiten |
Teilnehmerzahl |
|
Politische Bildung |
228 |
446 |
4.648 |
|
Kunst und Kultur |
90 |
1.845 |
1.113 |
|
Gesundheit |
101 |
1.480 |
1.031 |
|
Berufliche Bildung, Natur
und Technik |
189 |
2.953 |
1.872 |
|
Fremdsprachen* |
273 |
10.742 |
3.136 |
|
Grundbildung,
Schulabschlüsse |
26 |
4.429 |
326 |
|
Summe: |
907 |
21.895 |
12.126 |
* einschließlich Deutsch als
Fremdsprache
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht
benötigt werden löschen.)
|
|
Es
entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen |
|
|
Es entstehen
folgende finanzielle und personelle Auswirkungen |
|
|
Es
entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen |
|
Maßnahme |
|
|
|
konsumtive
Maßnahme |
|
|
investive
Maßnahme |
|
|
konsumtive
und investive Maßnahme |
|
Rechtscharakter |
|
|
|
Auftragsangelegenheit |
|
|
Pflichtaufgabe
zur Erfüllung nach Weisung |
|
|
Pflichtaufgabe
der Selbstverwaltung |
|
|
Freiwillige
Selbstverwaltungsaufgabe |
|
|
Vertragliche
Bindung |
|
|
Beschluss
RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges |
|
|
Ohne
Bindung |
1.
Konsumtive Maßnahme
|
Teilplan: |
|
Bezeichnung: |
|
|
Produkt: |
|
Bezeichnung: |
|
|
Kostenstelle: |
|
Bezeichnung: |
|
|
|
Kostenart |
Lfd.
Jahr |
Folgejahr
1 |
Folgejahr
2 |
Folgejahr
3 |
|
Ertrag
(-) |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
|
Aufwand
(+) |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
|
Eigenanteil |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
|
Kurzbegründung: |
|
|
|
Finanzierung
ist im lfd. Haushalt bereits eingeplant/gesichert |
|
|
Finanzierung
kann ergebnisneutral (außer-/überplanmäßige Bereitstellung mit Deckung)
gesichert werden. |
|
|
Finanzierung
kann nicht gesichert werden (der Fehlbedarf wird sich erhöhen) |
2.
Investive Maßnahme
|
Teilplan: |
|
Bezeichnung: |
|
|
Finanzstelle: |
|
Bezeichnung: |
|
|
|
Finanzpos. |
Gesamt |
lfd.
Jahr |
Folgejahr
1 |
Folgejahr
2 |
Folgejahr
3 |
|
Einzahlung(-) |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
€ |
|
Auszahlung
(+) |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
€ |
|
Eigenanteil |
|
€ |
€ |
€ |
€ |
€ |
|
Kurzbegründung: |
|
|
|
Finanzierung
ist im lfd. Haushalt bereits eingeplant/gesichert |
|
|
Finanzierung
kann gesichert werden (außer-/überplanmäßige Bereitstellung mit Deckung) |
|
|
Finanzierung
kann nicht gesichert werden (der Kreditbedarf wird sich erhöhen) |
3.
Auswirkungen auf die Bilanz
(nach vorheriger Abstimmung mit der
Finanzbuchhaltung)
Aktiva:
(Bitte eintragen)
|
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|
|
|
Passiva:
(Bitte eintragen)
|
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|
|
|
|
|
4.
Folgekosten:
|
a)
jährliche Kreditfinanzierungskosten für den Eigenfinanzierungsanteil |
€ |
|
b) Gebäudeunterhaltsaufwand
je Jahr |
€ |
|
c)
sonstige Betriebskosten je Jahr |
€ |
|
d)
Abschreibung je Jahr (nur bei investiven Maßnahmen) |
€ |
|
e)
personelle Folgekosten je Jahr |
€ |
|
Zwischensumme |
€ |
|
abzüglich
zusätzlicher Erlöse je Jahr |
€ |
|
Ergibt Nettofolgekosten im Jahr
von insgesamt |
€ |
5.
Auswirkungen auf den Stellenplan
Stellen-/Personalbedarf:
|
(Anzahl) |
Stelle
(n) nach BVL-Gruppe |
(Gruppe) |
sind im
Stellenplan |
(Jahr) |
einzurichten. |
|
(Anzahl) |
üpl.
Bedarf (e) in BVL-Gruppe |
(Gruppe) |
sind
befristet bis: |
(Datum) |
anzuerkennen. |
