Berichtsvorlage - 0254/2011

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss nimmt den Bericht der Volkshochschule Hagen zur Kenntnis

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Sachverhalt

Kurzfassung

 

Mit über 12.000 Teilnehmenden in über 900 Veranstaltungen und rund 22.000 Unterrichtsstunden konnte an das Ergebnis des Vorjahres angeknüpft werden.

 

Begründung

 

Gesamtsituation

 

Mit über 12.000 Teilnehmenden in über 900 Veranstaltungen und rund 22.000 Unterrichtsstunden konnte an das Ergebnis des Vorjahres angeknüpft werden. Dabei war das Frühjahrssemester – vermutlich noch unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise - schwächer als das Herbstsemester. Im Personalbereich wurde im Vorgriff auf die Konsolidierungsbeschlüsse eine Stelle in der Verwaltung nicht wieder besetzt. Im Bereich der Hausbetreuung begann im September eine Umstrukturierungsphase, die wg. mehrerer Erkrankungen in diesem Bereich noch nicht abgeschlossen werden konnte. Durch den intensiven Einsatz des gesamten VHS-Teams konnten größere Beeinträchtigungen des Services für die Teilnehmenden aber vermieden werden.

 

Politische Bildung

 

Zu diesem Studienbereich gehören die Themenfelder Hagen und Region, Politik und Geschichte sowie Recht und Finanzen.  Eine wichtige Rolle spielen zahlreiche Kooperationen, z. B. mit  dem Hagener Heimatbund, dem Hohenlimburger Heimatverein, dem Hasper Heimat- und Brauchtumsverein, dem Kulturbüro, dem Erzählcafe „Altes Backhaus“, der deutsch-griechischen Gesellschaft, den DITIB-Moscheegemeinden, der Freiwilligenzentrale, der Schloss Hohenlimburg gGmbH, dem Aller-Welt-Haus, der Polizei Hagen, der Verbraucherzentrale und der Deutschen Rentenversicherung. Besondere Beachtung fanden Vorträge in Kooperation mit dem Kinderneurologischen Zentrum am AKH. Die Themen des Studienbereichs reichten von Stadtrundgängen über die Auseinandersetzung mit NS-Zeit und Nachkriegsgeschichte bis hin zum Blick hinter die Kulissen ehrenamtlichen Engagements, Moscheebesuchen und Verbraucherinformationen. Anlässlich der Landtagswahl wurden mehrere Schulungen von Multiplikatoren politischer Bildung durchgeführt.

 

Die Arbeitsgemeinschaft mit dem DGB Arbeit und Leben setzte die erfolgreiche Reihe „Gegen den Strom“ fort. U. a. berichtete der Journalist Günter Wallraff über seine Rechercheergebnisse „ganz unten“ und der Eliteforscher Professor Michael Hartmann referierte über den „Mythos Leistungselite“. Ein Vortrag über Klimawandel war wg. hohen Schneeaufkommens kaum besucht und wird unter besseren klimatischen Bedingungen nochmals angeboten.

 

Kunst und Kultur

 

Vom 2.-6. Januar 2010 fand die 10. Neujahrswerkstatt in der Villa Post statt, die in fünf Atelierklassen künstlerische Sparten von Bildhauerei bis Scherenschnitt als beruflich orientierte Bildung in Ganztagsform bot und viel Beachtung fand.  Die Bandbreite des Studienbereichs erstreckt sich von der bildenden Kunst über Literatur und Theater bis zu Musik, Tanz und alten Kulturtechniken wie Sticken und Nähen. Die VHS-Schmuckwerkstatt wurde 2010 20 Jahre alt. Die im neuen Folkwangmuseum präsentierte Osthausausstellung war Ziel einer Tagesfahrt. Praxisseminare beschäftigten sich mit Malerei und Keramik Emil Schumachers. Dabei folgt der Studienbereich der Erkenntnis, dass Kunst Wertevermittlerin und sinnstiftende Größe ist. Sie verbindet Menschen eines Kulturkreises, schafft Identität und ermöglicht Visionen. Die Angebote des Studienbereichs werden in hohem Maße von Menschen genutzt, die ein berufliches Interesse haben; z. B. Pädagog(inn)en,  Erzieher(inn)en und Selbständige aus kreativen Berufen..

 

Gesundheit

 

 Mit rund 100 Kursen war die VHS auch 2010 einer der größten Anbieter von Kursen zur Gesundheitsprävention in Hagen. Schwerpunkte im Programm waren Entspannung und gesunde, genussvolle Ernährung als Praxisseminare. Eine Studie des Universitätsklinikums Eppendorf (Hamburg) bestätigte die Bedeutung von VHS-Entspannungskursen: Sogar ein halbes Jahr nach Kursende stellten die Wissenschaftler eine Verbesserung des Gesundheitszustandes der Teilnehmenden fest. Seit 2008 wird in diesem Studienbereich auch die Weiterbildung zum Coach (DGfC) angeboten; 2010 startete der 2. Lehrgang. Die Zusammenarbeit mit dem Adipositastherapiezentrum am AKH wurde intensiviert und bei der Zertifizierung von Familienzentren konnte der Studienbereich beratend und durch die Konzeption von Kursen unterstützend tätig werden.

 

Berufliche Bildung

 

Kommunikation, Finanzen und Datenverarbeitung standen im Zentrum der beruflichen Bildung an der VHS. Im größten Bereich, der Datenverarbeitung, erfreuten sich neben den Office-Anwendungen vor allem kreative DV-Programme wie Photoshop oder InDesign zunehmender Beliebtheit. Dem demografischen Wandel trug die VHS mit der „EDV für Leute ab 50“ Rechnung. Diese Gruppen haben eine Größe von 6-10 Personen und ermöglichen Lernen mit Spaß und Gelassenheit. Doch auch der Nachwuchs war in der VHS willkommen. Die Kinder-Computerkurse waren fester Programmbestandteil; besonders gefragt war Tastschreiben. Dank der Förderung durch das ESF-kofinanzierte Bundesprogramm „Stärken vor Ort“ konnte ein gut nachgefragter Teilzeitlehrgang für den Wiedereinstieg von Frauen in den Beruf angeboten werden.

 

Natur und Technik

 

In diesem kleinsten Studienbereich der VHS fanden 2010 elf Veranstaltungen statt. Schwerpunkte sind Umwelttechnik und Geologie. Ein Dauerbrenner ist der Kurs „Imkerei für Anfänger(innen)“, mit dem die Grundkenntnisse für eine Tätigkeit erworben werden, die für den Erhalt einer intakten Umwelt von hoher Bedeutung ist.

 

Fremdsprachen

 

2010 konnte man bei der VHS 19 Sprachen erlernen. Englisch war trotz leicht abnehmender Tendenz der immer noch am stärksten nach gefragte Bereich, doch auch Sprachen wie Arabisch, Chinesisch oder Finnisch hatten ihren Platz im Programm. Dabei wurde versucht, möglichst viele Niveaustufen anzubieten, um auch Angebote für fortgeschrittene Sprachinteressierte bereit zu halten. In fast allen Sprachen wurden auch Prüfungen angeboten, die den unterschiedlichen Niveaus und Interessenlagen entsprechen. Die hohe Nachfrage im Bereich Englisch ermöglichte viele Zielgruppenangebote wie für Schüler(innen), Senior(innen) und „Business Communication“.

 

Deutsch als Fremdsprache/Grundbildung/Schulabschlüsse

 

Die Nachfrage nach Integrationskursen lag nach wie vor auf hohem Niveau. Durch das KommIn-Büro ist eine Bündelung der Nachfrage und eine planmäßige Zuweisung zu den von unterschiedlichen Trägern angebotenen Kursen effektiv möglich. Seit die Integrationskurse existieren, ist die Nachfrage nach offenen Kursen im Bereich Deutsch als Fremdsprache deutlich  gesunken. Dennoch wurde insbesondere auf den Niveaustufen oberhalb des B 1-Niveaus der Integrationskurse ein Angebot vorgehalten, damit auch diejenigen erreicht werden, die lernen möchten, sich schriftlich klar, strukturiert und adressatenorientiert auszudrücken.

 

Zu den Angeboten dieses Bereiches gehörten auch Alphabetisierungskurse. Diese gibt es sowohl für Migrantinnen und Migranten als auch für Deutsche. Lange Tradition hat ein Kurs für Erwachsene mit geistiger Behinderung in den Laurentius-Werkstätten. Ebenfalls seit langem sind Kurse in Gebärdensprache für Hörende und Hörgeschädigte im Programm vertreten.

 

Im Bereich des zweiten Bildungswegs begannen im Herbst 2010 drei Lehrgänge zum Erwerb der Fachoberschulreife und einer zum Erwerb des Hauptschulabschlusses mit erwerbsweltorientierten Anteilen. Letzterer wird durch den europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Zusätzliche Effizienz gewinnt der Bereich der Schulabschlüsse durch die intensive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Rahel-Varnhagen-Kolleg.

 

Berufswahlorientierung

 

Das Projekt Vertiefte Berufswahlorientierung in der Sekundarstufe II wurde in Kooperation mit der AWO an 4 Hagener Gymnasien durchgeführt. Die Ziele des Projektes waren u. a. Transparenz beim Übergang von Schule in Beruf oder Studium, die realistische Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen sowie die Verbesserung der Potentiale der Schülerinnen und Schüler. Hierzu dienten u. a. Berufswahltest, Recherche zur Berufswahl und Selbstpräsentationstraining. Am Jahresende lief das Projekt nach über 4 Jahren aus, da die Arbeitsagentur als Förderer nun andere Prioritäten setzte.

 

Seit Ende November 2010 engagiert sich die VHS in Kooperation mit weiteren Trägern im Themenfeld Berufseinstiegsbegleitung. Ziel ist es u. a., Jugendliche bei der Erreichung des Schulabschlusses einer allgemein bildenden Schule sowie der Persönlichkeitsentwicklung und Erlangung der Ausbildungsreife zu unterstützen. Partnerschule ist die Gesamtschule Haspe.

 

Bildungsscheck und Bildungsprämie

 

Während der Bildungsscheck, ein Landesinstrument zur Förderung der individuellen Weiterbildungsbereitschaft, nur von wenigen Interessierten genutzt werden konnte, war die ESF-konfinanzierte Bildungsprämie des Bundes wg. Erhöhung der Einkommensgrenzen zum 1.1.2010 zunehmend gefragt. Bis zu einem versteuernden Jahreseinkommen von 25.600, bzw. 51.200 € können weiterbildungswillige Erwerbstätige einen Prämiengutschein über 50% der Kursgebühren erhalten (maximal 500 €). Die VHS Hagen war als vom BMBF zugelassene Beratungsstelle gut frequentiert.

 

Bereichsbezogene Zahlen:

 

Studienbereich

Anzahl Veranstaltungen

Unterrichtseinheiten

 

Teilnehmerzahl

Politische Bildung

228

    446

4.648

Kunst und Kultur

  90

1.845

1.113

Gesundheit

101

1.480

1.031

Berufliche Bildung, Natur und Technik

189

2.953

1.872

Fremdsprachen*

273

          10.742

3.136

Grundbildung, Schulabschlüsse

  26

4.429

   326

Summe:

907

          21.895

          12.126

 

* einschließlich Deutsch als Fremdsprache

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)

 

Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

Es entstehen folgende finanzielle und personelle Auswirkungen

 

Es entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen

 

Maßnahme

konsumtive Maßnahme

 

investive Maßnahme

 

konsumtive und investive Maßnahme

 

Rechtscharakter

 

Auftragsangelegenheit

 

Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung

 

Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung

 

Freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe

 

Vertragliche Bindung

 

Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges

 

Ohne Bindung

 

 

1.                  Konsumtive Maßnahme

 

Teilplan:

 

Bezeichnung:

 

Produkt:

 

Bezeichnung:

 

Kostenstelle:

 

Bezeichnung:

 

 

 

Kostenart

Lfd. Jahr

Folgejahr 1

Folgejahr 2

Folgejahr 3

Ertrag (-)

 

Aufwand (+)

 

Eigenanteil

 

 

Kurzbegründung:

 

Finanzierung ist im lfd. Haushalt bereits eingeplant/gesichert

 

Finanzierung kann ergebnisneutral (außer-/überplanmäßige Bereitstellung mit Deckung) gesichert werden.

 

Finanzierung kann nicht gesichert werden (der Fehlbedarf wird sich erhöhen)

 

2.                  Investive Maßnahme

 

Teilplan:

 

Bezeichnung:

 

Finanzstelle:

 

Bezeichnung:

 

 

 

Finanzpos.

Gesamt

lfd. Jahr

Folgejahr 1

Folgejahr 2

Folgejahr 3

Einzahlung(-)

 

Auszahlung (+)

 

Eigenanteil

 

 

 

 

 

Kurzbegründung:

 

Finanzierung ist im lfd. Haushalt bereits eingeplant/gesichert

 

Finanzierung kann gesichert werden (außer-/überplanmäßige Bereitstellung mit Deckung)

 

Finanzierung kann nicht gesichert werden (der Kreditbedarf wird sich erhöhen)

 

3.                  Auswirkungen auf die Bilanz

(nach vorheriger Abstimmung mit der Finanzbuchhaltung)

 

Aktiva:

(Bitte eintragen)

 

 

 

 

 

Passiva:

(Bitte eintragen)

 

 

 

 

 

4.                  Folgekosten:

 

a) jährliche Kreditfinanzierungskosten für den Eigenfinanzierungsanteil

b) Gebäudeunterhaltsaufwand je Jahr

c) sonstige Betriebskosten je Jahr

d) Abschreibung je Jahr (nur bei investiven Maßnahmen)

e) personelle Folgekosten je Jahr

Zwischensumme

abzüglich zusätzlicher Erlöse je Jahr

Ergibt Nettofolgekosten im Jahr von insgesamt

 

5.                  Auswirkungen auf den Stellenplan

 

Stellen-/Personalbedarf:

 

(Anzahl)

Stelle (n) nach BVL-Gruppe

(Gruppe)

sind im Stellenplan

(Jahr)

einzurichten.

(Anzahl)

üpl. Bedarf (e) in BVL-Gruppe

(Gruppe)

sind befristet bis:

(Datum)

anzuerkennen.

 

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Beschlüsse

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24.03.2011 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen