Berichtsvorlage - 0121/2011

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Bericht der Verwaltung wird zur Kenntnis genommen.

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Sachverhalt

Prüfung der Bürgeranregungen

 

Zusammenlegung von Theatern, Museen etc. gemeinsam mit angrenzenden Städten

Verlagerung der Theatersparten in andere Städte: Einrichtung eines bedarfsgerechten Shuttleservice für die Hagener Bevölkerung

 

Bei den Vorschlägen aus der Bürgerschaft handelt es sich einerseits um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Theatern, andererseits um eine Auflösung des bestehenden Ensembles am Hagener Theater und dessen Verlagerung in andere Städte.

Hinsichtlich der Verlagerung der Sparten ist darauf hinzuweisen, dass der Rat der Stadt Hagen sich in seiner Sitzung am 16.12.2010 zum Hagener Bürgertheater mit all seinen Sparten bekannt hat und auch für die Zukunft ein selbstbespieltes Haus Ziel aller Bemühungen im Rahmen der Haushaltskonsolidierung bleiben muss. Die vorgeschlagene Maßnahme zur Verlagerung von Sparten in andere Städte würde diesem Ratsbeschluss zuwider laufen.

Hinsichtlich der Prüfung von Möglichkeiten der Zusammenarbeit  zwischen Theatern werden nachfolgend die aktuellen Entwicklungen und Fragestellungen dargestellt.

 

 

Entwicklung des Landeszuschusses:

 

Für die Erhaltung der Theaterlandschaft wurde gemeinsam mit dem Bühnenverein, dem Städtetag und der Intendantenkonferenz eine 20%ige Beteiligung des Landes an den Betriebskosten der nordrhein-westfälischen Theater und Orchester gefordert.

 

In einem kürzlich im Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen geführten Gespräch zwischen den Oberbürgermeistern und Kulturdezernenten der theater- und orchestertragenden Städte Nordrhein-Westfalens und der Ministerin Schäfer sowie dem Staatssekretär Prof. Schäfer wurde seitens der Regierung deutlich gemacht, dass eine Bezuschussung der Theater und Orchester in Höhe von 20% der Kosten derzeit abgelehnt wird.

Für das Jahr 2011 wurde vielmehr ein Gesamtbetrag von 4,5 Mio. € in Aussicht gestellt, dessen Verteilung auf die einzelnen Theater und Orchester im Rahmen einer noch einzurichtenden ständigen Theaterkonferenz, an der Vertreter der Gemeinden, der Theater und Orchester und des Ministeriums teilnehmen werden, abgestimmt werden soll. In diesem Gremium sollen ebenfalls neue Perspektiven zum Erhalt der Theaterlandschaft in NRW entwickelt werden.

Die für die Jahre 2012 ff zu erwartende Entwicklung kann derzeit, auch unter dem Vorbehalt der verfassungsrechtlichen Überprüfung des Landeshaushalts, nicht eingeschätzt werden.

 

 

 

 

 

Prüfung von Kooperationsmöglichkeiten zwischen Theatern

 

a.   Bereits Im Sommer 2010 begannen auf der Grundlage von Anregungen der Kulturbeigeordneten aus Dortmund und Hagen moderierte Gesprächsrunden zwischen dem Theater Dortmund und dem Theater Hagen, um Kooperationsmöglichkeiten in folgenden künstlerischen Bereichen auszuloten:

 

-        Kooperationen im Bereich Musiktheater, Orchester und Ballett.

-        Kooperationen im Bereich Schauspiel sowie Kinder- und Jugendtheater.

-        Idee zu einer Open-Air-Sommerbespielung als Kooperationsprojekt.

 

Das Ergebnis dieser Gespräche ist dem Kultur- und Weiterbildungsausschuss in der letzten Sitzung am 27.1.2011 mitgeteilt worden.

Zusammengefasst war festzustellen, dass die Entwicklung von Kooperationsprojekten bzw. -modellen, die sich auf die künstlerischen Bereiche richten, nicht geeignet sind, einen substantiellen Beitrag zur Erfüllung der finanziellen Sparauflagen in beiden Städten zu leisten. Die im Ergebnis ermittelten Vorschläge zu Kooperationen zwischen dem Theater Dortmund und dem Theater Hagen sind vor allem auf eine Verbesserung der künstlerischen bzw. kulturellen Wirksamkeit beider Theater gerichtet.

Ein Austausch von Produktionen wird im Wesentlichen durch die nicht kompatiblen Bühnenverhältnisse bzw. bühnentechnischen Gegebenheiten erschwert.

 

Möglichkeiten zu Kooperationen wurden im Bereich Kinder- und Jugendtheater gesehen. So soll die Entwicklung einer interkulturellen Kinder- und Jugendtheaterwoche als gemeinsames Projekt und unter dem Vorbehalt zusätzlicher finanzieller Mittel (z. B. durch Zuschüsse) geprüft werden.

 

Im Bereich Tanz ergaben sich Ansatzpunkte in der Entwicklung eines Konzeptes zur Etablierung einer NRW-Tanzwoche als Plattform zur Präsentation der Ballett-Compagnien der Stadttheater aus NRW.

Ebenfalls soll eine Erweiterung des bereits existierenden 3er-Abo Ballett Dortmund, Essen, Duisburg/Düsseldorf um das Ballett Hagen geprüft werden.

 

Auch im Bereich Marketing soll versucht werden, konkrete Maßnahmen z. B. zur gegenseitigen Bewerbung der Theater zu vereinbaren.

 

Die Idee einer Open-Air-Sonmmerbespielung wurde zwar diskutiert, aus wirtschaftlichen Gründen jedoch zunächst verworfen.

 

Im Bereich Schauspiel und Musiktheater konnten aus verschiedenen Gründen, u. a. auch die fehlende Einbindung des designierten Intendanten und GMD aus Dortmund, keine Kooperationsmöglichkeiten identifiziert werden.

 

 

b.   Aktuell werden über die genannten Bereiche hinaus Kooperationsmöglichkeiten im nicht-künstlerischen Bereich geprüft.
Unter der Federführung zweier Beratungsunternehmen sollen Potentiale für Kooperationen zwischen den Theatern der Städte Bochum, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen und Hagen identifiziert und die möglichen Effekte eingeschätzt werden.
Erste Themenfelder betreffen Aufgabenbereiche wie Gebäudemanagement, Marketing, Verwaltung, Einkauf und Werkstätten.


Ergebnisse aus dieser Untersuchung werden bis zum Sommer erwartet.

 

 

 

 

 

 

Prüfung einer neuen Rechtsform für das Theater/Orchester Hagen

 

Parallel zu den o. g. Themenfeldern wird derzeit geprüft, inwieweit eine neue Rechtsform für das Theater Hagen dazu beitragen kann, effektiver und kostengünstiger zu arbeiten als es in der augenblicklichen Form des Regiebetriebes möglich ist.

Hierzu soll in die März-Sitzung des Kultur- und Weiterbildungsausschusses eine entsprechende Verwaltungsvorlage eingebracht werden.

 

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

 

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Beschlüsse

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17.02.2011 - Haupt- und Finanzausschuss

Erweitern

24.02.2011 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen