Beschlussvorlage - 0024/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Annahme der Schenkung der Skulptur "RONDELL" durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West im Rahmen des Sparda-Kunstpreises NRW 2010/2011
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Fachbereich des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Melanie Langer
- Beteiligt:
- 67 Fachbereich Grünanlagen-Straßenbetrieb; 45 Osthaus Museum Hagen; FB20 - Finanzen und Controlling
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Vorberatung
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25.01.2011
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Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Vorberatung
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27.01.2011
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●
Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Vorberatung
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03.02.2011
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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24.02.2011
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Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Die
Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Düsseldorf verleiht
seit 2006 mit dem Sparda-Kunstpreis NRW, einem Wettbewerb renommierter in- und
ausländischer Bildhauer, einen der höchstdotierten Kunstpreise in Deutschland.
Bisher
hat die Stiftung folgende Kunstpreise gestiftet:
2006: Bogomir Ecker „nur oben“ am Düsseldorfer Hauptbahnhof
2007: Stephan Sous „Chip“ auf dem Platz
von Amiens in Dortmund
2008: Guillaume Bijl „Ein neuer erfolgreicher
Tag“ an der Kasino-Kreuzung in
Wuppertal
2009: Thomas Stricker „permanent
lightning“ im Stadtgarten Grevenbroich
2010: Michael Sailstorfer „Sonnenseite“
im Universitätsviertel Essen
Im
Frühjahr 2010 haben sich Vorstand und Geschäftsführung der Stiftung an die
Stadt Hagen gewandt und mitgeteilt, dass der Sparda-Kunstpreis 2011 der Stadt
Hagen geschenkt werden soll. In einer gemeinsamen Ortsbegehung wurde der
Vorplatz des Museumsquartiers als Standort für die Skulptur ausgewählt.
Die
Auswahl einer geeigneten Skulptur erfolgte durch eine beschränkte
Ausschreibung. Zur Festlegung der Teilnehmer an dieser Ausschreibung sowie zur
Auswahl der Skulptur wurde eine Jury gegründet, der folgende Personen
angehörten:
Dr.
Tayfun Belgin Direktor
des Osthaus Museums Hagen
Jürgen
Glaeser Bezirksbürgermeister
Hagen-Mitte
Magdalena
Kröner Kunstkritikerin und
Autorin, u.a. freie Mitarbeiterin der FAZ
Martin
Recker Vorstandsmitglied
der Sparda-Bank West eG und
Vorstand der Stiftung der Sparda-Bank
West
Dr.
Ulrich Schumacher Vorsitzender der
Emil Schumacher-Stiftung
Manfred
Stevermann Vorstandsmitglied der
Sparda-Bank West eG und
Vorstand der Stiftung der Sparda-Bank
West
Jürgen
Thurau Vorstandsvorsitzender
der Sparda-Bank West eG und
Kuratoriumsvorsitzender
der Stiftung der Sparda-Bank
West
Renate
Ulrich Dipl.Ing.
i.R., vormals Mitarbeiterin der Kulturabteilung der
Staatskanzlei
NRW
Ursula
Wißborn Geschäftsführerin
der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales
der
Sparda-Bank West
Das
erste Treffen der Jury fand am 20.05.2010 in Düsseldorf statt und hatte die
Auswahl der am Wettbewerb teilnehmenden Künstler zum Ziel. Ausgewählt wurden
die sieben Künstlerinnen und Künstler Andreu Alfaro, Angela Fette, Leiko
Ikemura, Mischa Kuball, Robert Schad, Susanne Tunn und Stefan Wissel. Bis auf
Andreu Alfaro, der aus Altersgründen absagte und durch den ersten Nachrücker
aus der Reserveliste, Raimund Kummer, ersetzt wurde, erklärten alle Künstler
ihre Bereitschaft zur Teilnahme am Wettbewerb.
Am
7. und 26. Juli 2010 konnten sich alle Künstler vor Ort einen Eindruck des
Standortes verschaffen. Daraufhin erstellten alle sieben Künstlerinnen und
Künstler für die am 02.11.2010 in Hagen stattfindende 2. Jury-Sitzung ein
Modell ihrer Skulptur sowie begleitende Informationen.
In
dieser Sitzung, in welcher das persönlich verhinderte Jury-Mitglied Dr. Ulrich
Schumacher durch Dr. Alexander Klar vertreten wurde, entschied sich die Jury
mit deutlicher Mehrheit für die Skulptur „RONDELL“ von Raimund
Kummer. (Eine Fotomontage des Modells in Tag- und Nachtansicht sowie die
Biographie des Künstlers sind der Vorlage als Anlage beigefügt.)
Bei
der Skulptur handelt es sich um eine 1:1-Kopie des von Henry van de Velde
entworfenen Rondellgeländers in der ersten Etage des Osthaus Museums. Die als
Hohlkörper in opakem Weißton angefertigte Skulptur wird an einem im Inneren der
Skulptur verankerten Aluminiumsring über mindestens vier Aufhängepunkte an
Edelstahlseilen zwischen dem Osthaus Museum und dem gegenüberliegenden
Verwaltungsgebäude in rund 7 Meter Höhe verspannt. Die Skulptur beinhaltet als
Leuchtkörper LED-Leuchten am unteren Ring. Das aus Glasfaserverbundstoff
bestehende Baumaterial setzt sich aus weißgefärbtem Epoxydharzglasfasergewebe
und Aluminium zusammen und wiegt je nach abschließender Bauweise zwischen 50
und 100 kg. Die in Leichtbauweise erstellte Skulptur ist lichtecht und
wetterbeständig. Die Stromversorgungsverkabelung erfolgt über die Aufhängung.
Die Skulptur hat die Maße 165 cm (h) x 374 cm x 374 cm.
Der
Künstler Raimund Kummer beschreibt seine Idee selber konzeptionell wie folgt:
„Das
in den öffentlichen Raum transformierte Rondell-Geländer, von seiner Funktion
als Ausstattungsteil des historischen Museumsbaus befreit, wird zur Skulptur,
verweist gleichzeitig auch auf das Original zurück, was bei einem Museumsbesuch
entdeckt werden kann. Über das Zitat der eigenwilligen Jugendstil-Ornamentik
verknüpft die Skulptur alle den Museumsplatz begrenzenden Gebäude. Selbst das
gegenüberliegende sehr spezielle Parkhaus wird in das Ensemble mit einbezogen.
Dieses so entstandene neue Zentrum spielt quasi jedes Gebäude an und lässt
seine architektonische Singularität neu in Erscheinung treten.
„Rondell“
bildet einen Ort, der u.a. folgende Qualitäten aufweist:
-
ein Ort, unter
dem man sich treffen kann
-
ein Ort, an dem
man stehen und gelenkt in den Himmel schauen kann,
-
ein Zugang auch
zu einem imaginären Ort
-
ein Ort, der für
unterschiedlichste Kulturen eine Bildmetapher anbietet (Kronleuchter,
Moscheeleuchter, Brunnen, Geländer etc.)
-
ein Ort, der
positive Energie ausstrahlt, auch in den Abend- und Nachtstunden
-
ein Ort, an dem
sich Wünsche erfüllen könnten
-
ein Ort auch der
Ehrung von Karl Ernst Osthaus und Henry van de Velde, die für die Stadt Hagen
auf dem Gebiete der Kunst und Architektur Setzungen von internationaler,
historischer Bedeutung geschaffen haben.“
Nach
erfolgtem Beschluss des Rates der Stadt Hagen würde der Künstler durch die
Stiftung mit der Erstellung der Skulptur beauftragt. Der Wert der Skulptur
beträgt 100.000 EURO. Dieser Betrag (inkl. MwSt) setzt sich aus der Summe von
Material-, Transport-, Beleuchtungs- und Aufhängungskosten sowie den
Künstlerhonorar zusammen. Finanziert wird dieser Betrag vollständig aus Mitteln
der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Das
Kunstwerk soll der Bevölkerung durch ein öffentliches Bürgerfest im Sommer 2011
übergeben werden. Der genaue Termin ist noch abzustimmen. Auch die Kosten für
dieses Bürgerfest trägt ausschließlich die Stiftung.
Auswirkungen
Finanzielle Auswirkungen
(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht
benötigt werden löschen.)
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Es
entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen |
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Es
entstehen folgende finanzielle und personelle Auswirkungen |
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X |
Es
entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen |
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Maßnahme |
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konsumtive
Maßnahme |
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X |
investive
Maßnahme |
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konsumtive
und investive Maßnahme |
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Rechtscharakter |
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Auftragsangelegenheit |
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Pflichtaufgabe
zur Erfüllung nach Weisung |
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Pflichtaufgabe
der Selbstverwaltung |
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Freiwillige
Selbstverwaltungsaufgabe |
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Vertragliche
Bindung |
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Beschluss
RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges |
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X |
Ohne
Bindung |
1.
Auswirkungen auf die Bilanz
(nach vorheriger Abstimmung mit der
Finanzbuchhaltung)
Aktiva:
(Bitte eintragen)
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Die Anschaffungs- und
Herstellungskosten der Skulptur in Höhe von 100.000 € stellen den
aktivierungsfähigen Wert auf der Aktivseite der Bilanz dar. |
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Abschreibungsaufwand entsteht
nicht, da Kunstgegenstände keiner Abschreibung unterliegen. |
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Passiva:
(Bitte eintragen)
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Parallel zu den Anschaffungs- und
Herstellungskosten sind auf der Passivseite Sonderposten in gleicher Höhe zu
bilden. Diese stellen die Finanzierung des Vermögensgegenstandes dar. Analog
zu Aktivseite erfolgt keine ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens. |
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Insgesamt handelt es sich bei der
Spende um eine Bilanzverlängerung. |
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Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
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(wie Dokument)
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2 MB
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