Beschlussvorlage - 0024/2011

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Rat der Stadt Hagen nimmt die Schenkung der Skulptur „RONDELL“ im Wert von 100.000 EURO mit Dank an.

 

Die Umsetzung des Beschlusses erfolgt bis 30.09.2011.

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Sachverhalt

Kurzfassung

entfällt

 

 

Begründung

Die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Düsseldorf verleiht seit 2006 mit dem Sparda-Kunstpreis NRW, einem Wettbewerb renommierter in- und ausländischer Bildhauer, einen der höchstdotierten Kunstpreise in Deutschland.

 

Bisher hat die Stiftung folgende Kunstpreise gestiftet:

2006:  Bogomir Ecker „nur oben“ am Düsseldorfer Hauptbahnhof

2007:  Stephan Sous „Chip“ auf dem Platz von Amiens in Dortmund

2008:  Guillaume Bijl „Ein neuer erfolgreicher Tag“ an der Kasino-Kreuzung in

Wuppertal

2009:  Thomas Stricker „permanent lightning“ im Stadtgarten Grevenbroich

2010:  Michael Sailstorfer „Sonnenseite“ im Universitätsviertel Essen

 

Im Frühjahr 2010 haben sich Vorstand und Geschäftsführung der Stiftung an die Stadt Hagen gewandt und mitgeteilt, dass der Sparda-Kunstpreis 2011 der Stadt Hagen geschenkt werden soll. In einer gemeinsamen Ortsbegehung wurde der Vorplatz des Museumsquartiers als Standort für die Skulptur ausgewählt.

 

Die Auswahl einer geeigneten Skulptur erfolgte durch eine beschränkte Ausschreibung. Zur Festlegung der Teilnehmer an dieser Ausschreibung sowie zur Auswahl der Skulptur wurde eine Jury gegründet, der folgende Personen angehörten:

 

Dr. Tayfun Belgin                  Direktor des Osthaus Museums Hagen

Jürgen Glaeser                     Bezirksbürgermeister Hagen-Mitte

Magdalena Kröner               Kunstkritikerin und Autorin, u.a. freie Mitarbeiterin der FAZ

Martin Recker                       Vorstandsmitglied der Sparda-Bank West eG und

Vorstand der Stiftung der Sparda-Bank West

Dr. Ulrich Schumacher        Vorsitzender der Emil Schumacher-Stiftung

Manfred Stevermann           Vorstandsmitglied der Sparda-Bank West eG und

Vorstand der Stiftung der Sparda-Bank West

Jürgen Thurau                       Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West eG und

                                               Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung der Sparda-Bank

West

Renate Ulrich                        Dipl.Ing. i.R., vormals Mitarbeiterin der Kulturabteilung der

                                               Staatskanzlei NRW

Ursula Wißborn                    Geschäftsführerin der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales

                                               der Sparda-Bank West

 

Das erste Treffen der Jury fand am 20.05.2010 in Düsseldorf statt und hatte die Auswahl der am Wettbewerb teilnehmenden Künstler zum Ziel. Ausgewählt wurden die sieben Künstlerinnen und Künstler Andreu Alfaro, Angela Fette, Leiko Ikemura, Mischa Kuball, Robert Schad, Susanne Tunn und Stefan Wissel. Bis auf Andreu Alfaro, der aus Altersgründen absagte und durch den ersten Nachrücker aus der Reserveliste, Raimund Kummer, ersetzt wurde, erklärten alle Künstler ihre Bereitschaft zur Teilnahme am Wettbewerb.

 

Am 7. und 26. Juli 2010 konnten sich alle Künstler vor Ort einen Eindruck des Standortes verschaffen. Daraufhin erstellten alle sieben Künstlerinnen und Künstler für die am 02.11.2010 in Hagen stattfindende 2. Jury-Sitzung ein Modell ihrer Skulptur sowie begleitende Informationen.

 

In dieser Sitzung, in welcher das persönlich verhinderte Jury-Mitglied Dr. Ulrich Schumacher durch Dr. Alexander Klar vertreten wurde, entschied sich die Jury mit deutlicher Mehrheit für die Skulptur „RONDELL“ von Raimund Kummer. (Eine Fotomontage des Modells in Tag- und Nachtansicht sowie die Biographie des Künstlers sind der Vorlage als Anlage beigefügt.)

 

Bei der Skulptur handelt es sich um eine 1:1-Kopie des von Henry van de Velde entworfenen Rondellgeländers in der ersten Etage des Osthaus Museums. Die als Hohlkörper in opakem Weißton angefertigte Skulptur wird an einem im Inneren der Skulptur verankerten Aluminiumsring über mindestens vier Aufhängepunkte an Edelstahlseilen zwischen dem Osthaus Museum und dem gegenüberliegenden Verwaltungsgebäude in rund 7 Meter Höhe verspannt. Die Skulptur beinhaltet als Leuchtkörper LED-Leuchten am unteren Ring. Das aus Glasfaserverbundstoff bestehende Baumaterial setzt sich aus weißgefärbtem Epoxydharzglasfasergewebe und Aluminium zusammen und wiegt je nach abschließender Bauweise zwischen 50 und 100 kg. Die in Leichtbauweise erstellte Skulptur ist lichtecht und wetterbeständig. Die Stromversorgungsverkabelung erfolgt über die Aufhängung. Die Skulptur hat die Maße 165 cm (h) x 374 cm x 374 cm.

 

Der Künstler Raimund Kummer beschreibt seine Idee selber konzeptionell wie folgt:

 

„Das in den öffentlichen Raum transformierte Rondell-Geländer, von seiner Funktion als Ausstattungsteil des historischen Museumsbaus befreit, wird zur Skulptur, verweist gleichzeitig auch auf das Original zurück, was bei einem Museumsbesuch entdeckt werden kann. Über das Zitat der eigenwilligen Jugendstil-Ornamentik verknüpft die Skulptur alle den Museumsplatz begrenzenden Gebäude. Selbst das gegenüberliegende sehr spezielle Parkhaus wird in das Ensemble mit einbezogen. Dieses so entstandene neue Zentrum spielt quasi jedes Gebäude an und lässt seine architektonische Singularität neu in Erscheinung treten.

„Rondell“ bildet einen Ort, der u.a. folgende Qualitäten aufweist:

-          ein Ort, unter dem man sich treffen kann

-          ein Ort, an dem man stehen und gelenkt in den Himmel schauen kann,

-          ein Zugang auch zu einem imaginären Ort

-          ein Ort, der für unterschiedlichste Kulturen eine Bildmetapher anbietet (Kronleuchter, Moscheeleuchter, Brunnen, Geländer etc.)

-          ein Ort, der positive Energie ausstrahlt, auch in den Abend- und Nachtstunden

-          ein Ort, an dem sich Wünsche erfüllen könnten

-          ein Ort auch der Ehrung von Karl Ernst Osthaus und Henry van de Velde, die für die Stadt Hagen auf dem Gebiete der Kunst und Architektur Setzungen von internationaler, historischer Bedeutung geschaffen haben.“

 

Nach erfolgtem Beschluss des Rates der Stadt Hagen würde der Künstler durch die Stiftung mit der Erstellung der Skulptur beauftragt. Der Wert der Skulptur beträgt 100.000 EURO. Dieser Betrag (inkl. MwSt) setzt sich aus der Summe von Material-, Transport-, Beleuchtungs- und Aufhängungskosten sowie den Künstlerhonorar zusammen. Finanziert wird dieser Betrag vollständig aus Mitteln der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.

 

Das Kunstwerk soll der Bevölkerung durch ein öffentliches Bürgerfest im Sommer 2011 übergeben werden. Der genaue Termin ist noch abzustimmen. Auch die Kosten für dieses Bürgerfest trägt ausschließlich die Stiftung.

 

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

(Bitte ankreuzen und Teile, die nicht benötigt werden löschen.)

 

Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

Es entstehen folgende finanzielle und personelle Auswirkungen

X

Es entstehen folgende bilanzielle Auswirkungen

 

Maßnahme

konsumtive Maßnahme

X

investive Maßnahme

 

konsumtive und investive Maßnahme

 

Rechtscharakter

 

Auftragsangelegenheit

 

Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung

 

Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung

 

Freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe

 

Vertragliche Bindung

 

Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstiges

X

Ohne Bindung

 

 

1.                  Auswirkungen auf die Bilanz

(nach vorheriger Abstimmung mit der Finanzbuchhaltung)

 

Aktiva:

(Bitte eintragen)

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten der Skulptur in Höhe von 100.000 € stellen den aktivierungsfähigen Wert auf der Aktivseite der Bilanz dar.

Abschreibungsaufwand entsteht nicht, da Kunstgegenstände keiner Abschreibung unterliegen.

 

 

 

Passiva:

(Bitte eintragen)

Parallel zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten sind auf der Passivseite Sonderposten in gleicher Höhe zu bilden. Diese stellen die Finanzierung des Vermögensgegenstandes dar. Analog zu Aktivseite erfolgt keine ertragswirksame Auflösung des Sonderpostens.

 

Insgesamt handelt es sich bei der Spende um eine Bilanzverlängerung.

 

 

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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25.01.2011 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - ungeändert beschlossen

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27.01.2011 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen

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03.02.2011 - Haupt- und Finanzausschuss - ungeändert beschlossen

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24.02.2011 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen