Beschlussvorlage - 0775/2004

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

1.      Der Jugendhilfeausschuss stimmt den Vorbereitungen der Ferienfreizeiten 2005 zu.

2.      Der Jugendhilfeausschuss stimmt gemäß § 6 Abs. 3.7 der Satzung für das Jugendamt vom 24.02.1994 der Vergabe von Lieferungen und Leistungen für die Abwicklung der geplanten Ferienmaßnahmen für 2005 zu.

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Sachverhalt

Gesetzliche Grundlage

 

Gemäß § 11 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes sind jungen Menschen die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Der Gesetzgeber nennt in diesem Zusammenhang ausdrücklich Kinder- und Jugenderholungsmaßnahmen als einen der Schwerpunkte der Jugendarbeit, dem u.a. die Träger der öffentlichen Jugendhilfe verpflichtet sind.

 

Mit dem Fahrtenprogramm 2005 legt der Fachbereich Jugend & Soziales der Stadt Hagen nunmehr zum 58. Mal ein entsprechendes Angebot an Kinder-und Jugendfreizeiten vor.

 

Pädagogische Aufgabenstellung

 

Freizeiten in der Gruppe der Gleichaltrigen haben einen hohen pädagogischen Wert und sind ein Feld des sozialen Lernens.

Wichtige Inhalte sind u.a.

 

·        Integration von Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichsten Lebensumständen

·        Soziales Lernen (Leben in der Gemeinschaft)

·        Gruppenerlebnis mit Gleichaltrigen

·        Ausgleich zu den Belastungen in der Schule / Ausbildung (Erholung, Vergnügen)

·        Erlebniswert (Natur, Sport, Abenteuer u.s.w.)

 

 

Ehrenamtliches Engagement

 

Angesichts des Kostendrucks ist die Durchführung der Ferienfreizeiten nur durch den Einsatz von gewissenhaften, verantwortungsbewussten und engagierten ehrenamtlichen Mitarbeitern möglich. Der Fachbereich Jugend und Soziales kann zur Durchführung der Maßnahmen auf einen Stamm von ca. 50 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen zurückgreifen, die auf einen erheblichen Teil ihrer persönlichen Freizeit und ihres Urlaubs verzichten. Regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen gewährleisten eine Qualifizierung der Betreuer in pädagogischen, rechtlichen und organisatorischen Themenstellungen.

 

Auch für 2005 werden die im Durchschnitt aus 35 Kindern bzw. Jugendlichen bestehenden Freizeitgruppen des Fachbereiches Jugend und Soziales zumeist von zwei weiblichen und zwei männlichen Betreuern begleitet.

Pro Tag erhält jeder Betreuer eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 10 Euro.

 

 

Teilnehmerstruktur bei den städtischen Ferienfreizeiten

 

Insbesondere der sozialen Ausrichtung der Freizeiten wird in hohem Maße Rechnung getragen. Ca. 33 % der Teilnehmer stammten 2004 aus Familien die von Sozialhilfe, Arbeitslosengeld bzw. geringem Einkommen leben. Darüber hinaus stammen viele der Teilnehmer nach wie vor aus kinderreichen Familien, Ein-Elternteil-Familien oder Kinderheimen.

Im Bereich der einkommensabhängig gewährten individuellen Zuschüsse im Rahmen der wirtschaftlichen Jugendhilfe wurde 2004 ein erneuter Anstieg bei der Anzahl der Einzelbewilligungen festgestellt.

 

 

Nachfrage und Bedarfssituation

 

2004 war nach Abschluss der Fahrten eine Auslastung von 86 % zu verzeichnen. In der Planung für 2004 waren 231 Plätze in den insgesamt sieben Freizeiten vorgesehen. Davon haben tatsächlich 198 Teilnehmer an den Fahrten teilgenommen. Dabei waren zwei Gründe für die geringere Auslastung der Fahrten im Vergleich zu den Vorjahren ausschlaggebend.

Ø      In der Altersgruppe der 10 – 13 jährigen waren weniger Anmeldungen zu verzeichnen

Ø      Zum Zeitpunkt der Zahlungsfristen stellten einige Eltern fest, dass sie den Teilnehmerbeitrag aus verschiedensten Gründen doch nicht aufbringen können und stornierten unter in Kaufnahme von Stornogebühren die Fahrt.

 

In der Planung für 2005 sind in den sechs Freizeiten 207, bei Bedarf 211 Plätze (Aufstockung in der Freizeit Leer möglich) vorgesehen.

 

Die Finanzierung der städtischen Ferienfreizeiten erfolgt überwiegend aus Teilnehmerbeiträgen.

Da grundsätzlich der Bedarf und die Nachfrage zu den Freizeiten vorhanden ist, bei den Eltern aber die Finanzierung der Reise ein immer größeres Problem darstellt, können die Fahrten perspektivisch nicht teurer gestaltet werden.

Um für die Zielgruppe weiterhin bezahlbare und attraktive Freizeiten anbieten zu können, muss für 2005 eine Reduzierung der Fahrten von sieben auf sechs vorgenommen werden.

 

Ein Ausgleich für den Wegfall der einen Fahrt kann durch die “Initiative Ruhrtal” geschaffen werden. Da Hagen als Mitglied in diesem Arbeitskreis vertreten ist, besteht aufgrund erster Gespräche voraussichtlich schon im Jahre 2005 die Möglichkeit Kindern und Jugendlichen eine einwöchige Erlebnisfreizeit für 10 – 12jährige anzubieten. 

Das Angebot soll als preisgünstiges Wochenangebot für diejenigen zugänglich sein, denen Tagesaktivitäten wie z.B. die Ferienmaus zu wenig sind, für die aber zweiwöchige Freizeiten möglicherweise nicht bezahlbar sind.

Im Rahmen der “Initiative Ruhrtal” sind örtliche Angebote geplant, die z.B. in Kooperation mit dem Jugendring, den freien Trägern und den Kommunen durchgeführt werden können.

Sobald der Planungsstand der Initiative Ruhrtal weiter entwickelt ist, wird der Jugendhilfeausschuss hierzu gesondert informiert.

 

 

 

Fahrtprogramm 2005

 

 

1.      Leer / Logabirum

Altersgruppe: 8 – 11 Jahre

Gruppengröße:          28 Teilnehmer (bei Bedarf  kann auf 32 Teilnehmer erhöht werden)

Zeitraum:                    22.07. – 05.08.2005

Unterbringung:           Freizeitreiterhof

Teilnehmerbeitrag:    350,00 €

Gesamtkosten:          15.830,00 €

 

 

2.      Cuxhaven

Altersgruppe: 11 – 13 Jahre

Gruppengröße:          35 Teilnehmer

Zeitraum:                    11.07. – 25.07.2005

Unterbringung:           Jugendherberge

Teilnehmerbeitrag:    350,00 €

Gesamtkosten:          14.232,00 €

 

 

3.      Niebüll / Nordsee

Altersgruppe: 12 – 15 Jahre

Gruppengröße:          32 Teilnehmer

Zeitraum:                    23.07. – 06.08.2005

Unterbringung:           Selbstversorgerhaus des DJH

Teilnehmerbeitrag:    350,00 €

Gesamtkosten:          11.554,00 €

 

 

4.      Sylt / Hörnum

Altersgruppe: 13 – 15 Jahre

Gruppengröße:          35 Teilnehmer

Zeitraum:                    23.07. – 06.08.2005

Unterbringung:           Jugendherberge

Teilnehmerbeitrag:    360,00 €

Gesamtkosten:          14.950,00 €

 

 

5.      Binz / Rügen

Altersgruppe: 14 – 16 Jahre

Gruppengröße:          35 Teilnehmer

Zeitraum:                    08.07. – 22.07.2005

Unterbringung:           Jugendherberge

Teilnehmerbeitrag:    370,00 €

Gesamtkosten:          18.815,00 €

 

 

6.      Sant Pol de Mar / Spanien

Altersgruppe: ab 15 Jahre

Gruppengröße:          42 Teilnehmer

Zeitraum:                    19.07. – 02.08.2005

Unterbringung:           Hostal

Teilnehmerbeitrag:    500,00 €

Gesamtkosten:          23.619,00 €

 

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Auswirkungen

 

 Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen.

 

 Hinweis: Diese und alle weiteren Zeilen in diesem Fall bitte löschen!

 

1. Rechtscharakter

 

 Auftragsangelegenheit

 

 Pflichtaufgabe zur Erfüllung nach Weisung

 

 Pflichtaufgabe der Selbstverwaltung

x

 Freiwillige Selbstverwaltungsaufgabe

 

 Vertragliche Bindung

 

 Fiskalische Bindung

 

 Beschluss RAT, HFA, BV, Ausschuss, sonstige

 

 Dienstvereinbarung mit dem GPR

 

 Ohne Bindung

Erläuterungen:

     

 

2. Allgemeine Angaben

x

 Bereits laufende Maßnahme

 

x

 des Verwaltungshaushaltes

 

 

 des Vermögenshaushaltes

 

 

 eines Wirtschaftsplanes

 

 Neue Maßnahme

 

 

 des Verwaltungshaushaltes

 

 

 des Vermögenshaushaltes

 

 

 eines Wirtschaftsplanes

x

 Ausgaben

 

 

 Es entstehen weder einmalige Ausgaben noch Ausgaben in den Folgejahren

 

x

 Es entstehen Ausgaben

 

 

X

 einmalige Ausgabe(n) im Haushaltsjahr

2005

 

 

 

 

 jährlich wiederkehrende Ausgaben

 

 

 

 periodisch wiederkehrende Ausgaben in den Jahren

     

 


 

3. Mittelbedarf

X

 Einnahmen

98.000

 EUR

X

 Sachkosten

117.200

 EUR

 

 Personalkosten

     

 EUR

 

Die Gesamteinnahmen und Gesamtausgaben verteilen sich auf folgende Haushaltsstellen:

HH-Stelle/Position

Lfd. HH-Jahr

Folgejahr 1

Folgejahr 2

Folgejahr 3

Folgejahr 4

Einnahmen:

2005

    

    

    

    

451025100007

98.000

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

Ausgaben:

2005

    

    

    

    

451076200008

117.200

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

Eigenanteil:

19.200

     

     

     

     

 

 

 

 

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Beschlüsse

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14.12.2004 - Jugendhilfeausschuss - ungeändert beschlossen