Beschlussvorlage - 0032/2011

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Der Jahresrückblick 2010 der Hagener Stadtbücherei wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Die Jahresstatistik ist als Anlage beigefügt.

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Sachverhalt

Kurzfassung

Die Stadtbücherei Hagen informiert die Ratsgremien regelmäßig über den Entwicklungsstand der Einrichtung. Einmal jährlich wird der Jahresrückblick der Stadtbücherei vorgestellt.

 

Im Jahresrückblick für die Stadtbücherei Hagen erfolgt zunächst ein Rückblick auf die erbrachten Leistungen anhand von Produkten und Zielzahlen. Nach dem Thema Haushaltskonsolidierung erfolgt abschließend ein Ausblick auf die Vorhaben der Stadtbücherei in 2011.

 

Begründung

Jahresrückblick 2010 der Hagener Stadtbücherei

 

 

1. Leistungsbilanz der Stadtbücherei anhand der Produkte, die im Rahmen des 

    neuen kommunalen Finanzmanagements gebildet wurden

 

1.1.           Bereitstellung von Medien und Informationen

 

Ziel: Im Jahr 2010 soll ein aktuelles und attraktives Angebot an Medien und Informationen bereitgestellt werden.

 

Zielzahl Bestand 2010:                   230.000 Medieneinheiten

Ergebnis 2010:                                224.823 Medieneinheiten

 

Zielzahl Erneuerungsquote 2010: 8 %     

Ergebnis 2010:                              8,8 %

 

Zielzahl Entleihungen 2010:            800.000 Entleihungen

Ergebnis 2010:                               856.491 Entleihungen

 

Unter Einberechnung der in 2010 erfolgten Zu- und Abgänge in den Büchereieinheiten Springe, Haspe und Hohenlimburg stehen den Kundinnen und Kunden der Stadtbücherei am Stichtag 31.12.2010 224.823 Medieneinheiten zur Verfügung.

Der Medienbestand besteht zu 79 % aus Büchern, zu 21 % aus anderen Medien.

In den Stadtteilbüchereien Haspe und Hohenlimburg wurden mehr Medien ausgesondert als neu beschafft. Dies erfolgte in Hinblick darauf, dass für beide Büchereieinheiten zukünftig die Unterbringung in alternativen Räumlichkeiten mit einem geringeren Platzangebot geplant ist. Die Zielvorgabe bei der Erneuerungsquote wurde mit 8,8 % leicht übertroffen.

Die Entleihungen 2010 sind auf 856.491 angestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf Zuwächse bei den Entleihungen in den Stadtteilbüchereien zurückzuführen (Haspe: plus 3,3%, Hohenlimburg: plus 6,8). In der Stadtbücherei auf der Springe wurde im zweiten Jahr in Folge die Marke von 700.000 Entleihungen überschritten. Seit dem Umzug zur Springe 1998 sind die Entleihungen hier um 39 % angestiegen. Parallel dazu wurden 9 Stellen im Bereich der Stadtbücherei abgebaut (22 % des Stellenumfangs). Die Grenze der Belastbarkeit für das Personal ist damit erreicht. 

 

1.2.           Veranstaltungs- und Programmarbeit

 

Ziel: Lesen und Kultur sollen gefördert und die Medienkompetenz der Entleiher soll

        gesteigert werden. Eine aktive Freizeitgestaltung soll unterstützt werden.

 

Zielzahl Führungen von Gruppen und Schulklassen 2010:                                150

Ergebnis 2010:                                                                                                       161

 

Zielzahl Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 2010:      250

Ergebnis 2010:                                                                                                       336

 

Das Interesse an Führungen von Gruppen und Schulklassen ist nach wie vor groß:

2010 haben 3.120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei 161 Führungen die Stadtbücherei auf der Springe und die Stadtteilbüchereien kennengelernt. Die seit langen Jahren gepflegte Zusammenarbeit mit den Hagener Schulen (Bildungspartner Schule und Bibliothek) wurde fortgeführt. Im Bereich der Sekundarstufe II wurde eine weitere schriftliche Kooperationsvereinbarung abgeschlossen: Das Albrecht-Dürer-Gymnasium ist jetzt auch „vertraglicher Bildungspartner“ der Stadtbücherei.

 

Mit der Veranstaltungsarbeit hat sich die Stadtbücherei 2010 an den Aktivitäten Hagens als Teil der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 beteiligt: Den Anfang bildete die Leselust, das Kinder- und Jugendbuchfestival im März 2010, dann folgten mehrere Lesungen mit namhaften Autorinnen und Autoren und als Höhepunkte der SommerLeseClub in den Sommerferien sowie die Beteiligung an der Hagener Museumsnacht in der Local-Hero-Woche. Allein im Rahmen der Ruhr.2010-Aktivitäten haben 1.367 Besucherinnen und Besucher die Stadtbücherei aufgesucht.  

 

Die Gesamtzahl der Besucherinnen und Besucher der insgesamt 336 Veranstaltungen lag 2010 bei 4.986. Dass soviel mehr Veranstaltungen als geplant angeboten werden konnten, ist dem großen Engagement der Büchereimitarbeiterinnen und –mitarbeiter zu verdanken. Hinzu kommt, dass viele Veranstaltungen durch oder mit Unterstützung von Ehrenamtlern durchgeführt werden, begleitet und beraten vom Fachpersonal der Bücherei. Hier gilt ein besonderer Dank den beiden Fördervereinen der Stadtbücherei, die, insbesondere in Hohenlimburg, die Plattform für ehrenamtliches Engagement bilden.

 

Die Durchführung von Veranstaltungen mit Ehrenamtlichen ist oft abhängig von bestimmten Personen, deren Weggang nicht durch andere kompensiert werden kann. So gibt es den LitClub auf der Springe, den Austausch über Literatur für Jugendliche und Erwachsene, seit Juli 2010 nicht mehr. Auch die beliebte englische Vorlesestunde in der Stadtbücherei Springe findet in der bisherigen Form nicht mehr statt. Ein neues Angebot mit fremdsprachigen Vorlesestunden und neuen Vorlesern soll 2011 starten.

 

 

 

 

 

 

Weiterhin beliebt ist die Stadtbücherei bei Kooperationspartnern und Einrichtungen aller Art als öffentlicher Raum. Ob „Kyrill auf dem Drei-Türme-Weg“, „Das astronomische Jahr“ oder „Zwei Welten – Fotografien junger Migranten“: Die Stadtbücherei bietet ein Forum für Ausstellungen, Austausch und Kommunikation. Gern genutzt wurde zudem die Stadtbücherei auf der Springe samstags für Infostände zur Arbeit vieler Hagener Einrichtungen: Zu Gast waren die VHS, Terre des Hommes, die städtische Musikschule, das Theater Hagen, das Rahel-Varnhagen-Kolleg, die Verbraucherberatung, die Polizei, die Freiwilligenzentrale und das Allerwelthaus. Mit durchschnittlich 800 Besucherinnen und Besuchern bleibt die Stadtbücherei auf der Springe der Magnet für die Belebung des Bereichs zwischen Marktplatz und Elbershallen.

 

1.3.           Projekte

 

Aufgrund fehlender Eigenmittel konnten 2010 keine mit Mitteln der Bibliotheksförderung NRW unterstützte Projekte durchgeführt werden.

 

 

2. Haushaltskonsolidierung

 

2010 bestimmte der Bericht der Zukunftskommission zur Haushaltskonsolidierung die Diskussion um zukünftige Angebote und Leistungen der Stadtbücherei. Die Bekanntgabe der Einsparvorgaben im Personal- und Sachbereich und an der Position „Einsparungen Kulturbereich“ machte deutlich, dass bei Umsetzung dieser Vorgaben

ein Bibliotheksangebot an drei Standorten in der bisherigen Form nicht aufrechterhalten werden kann. Daher wurde seitens der Verwaltung im September 2010 der Vorschlag in die Politik eingebracht, die Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg entweder zu schließen oder in ehrenamtlich geführte Zweigstellen umzuwandeln.

Nach intensiver Diskussion, insbesondere in den betroffenen Stadtteilen, wurde im Rat am 16.Dezember 2010 der Beschluss gefasst, die Stadtteilbüchereien in Haspe und Hohenlimburg zu erhalten. Ehrenamtlichkeit wird zukünftig in diesen Büchereien eine große Rolle spielen, allerdings mit Unterstützung von Fachpersonal vor Ort und seitens der Zentrale auf der Springe. Die Einsparvorgaben im Personalbereich wurden entsprechend angepasst. Der Umzug der Stadtteilbüchereien an kostengünstigere Standorte soll weitere Einsparungen erbringen.

 

 

3. Ausblick auf 2011

 

Mit dem Ratsbeschluss vom 16.12.10 geht ein Jahr der Unsicherheit für die Kundinnen und Kunden der Stadtbücherei und das Büchereipersonal zu Ende: Es gibt eine Zukunft für die Stadtteilbüchereien in Hagen. Diese Zukunft wird jedoch nicht ohne ehrenamtliches Engagement möglich sein. Vordringlich stellt sich also in 2011 die Aufgabe, die Arbeit in den Stadtteilbüchereien neu zu organisieren und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Stadtteilbüchereien zu werben und zu schulen.

 

 

 

 

 

Darüber hinaus ist eine weitere Aufgabe, das Alltagsgeschäft - die Ausleihe von Medien -  zu optimieren. Die zunehmende Belastung des stetig kleiner werdenden Personalstamms muss in diesem Bereich verringert werden. Selbstverbuchung gehört mittlerweile zur Standardausstattung vieler Büchereien. Für 2011 ist daher angedacht, die Automatisierung von Ausleiharbeiten zu thematisieren. Dies würde nicht nur auf der Springe zu einer Entlastung von Routinetätigkeiten führen, auch die Umstellung der Stadtteilbüchereien würde erleichtert. 2011 ist damit das Jahr, in dem entscheidende Weichen für die zukünftige Büchereiarbeit gestellt werden müssen.

   

 

 

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Auswirkungen

Finanzielle Auswirkungen

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Es entstehen keine finanziellen und personellen Auswirkungen

 

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Beschlüsse

Erweitern

27.01.2011 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen