Beschlussvorlage - 0032/2011
Grunddaten
- Betreff:
-
Jahresrückblick 2010 der Hagener Stadtbücherei
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 43 Amt für Weiterbildung und Medien
- Bearbeitung:
- Cornelia Steinbach
- Beteiligt:
- VB3 Vorstandsbereich für Jugend und Soziales, Integration, Bildung und Kultur
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Entscheidung
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27.01.2011
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Sachverhalt
Kurzfassung
Die Stadtbücherei Hagen
informiert die Ratsgremien regelmäßig über den Entwicklungsstand der
Einrichtung. Einmal jährlich wird der Jahresrückblick der Stadtbücherei
vorgestellt.
Im Jahresrückblick für die
Stadtbücherei Hagen erfolgt zunächst ein Rückblick auf die erbrachten
Leistungen anhand von Produkten und Zielzahlen. Nach dem Thema
Haushaltskonsolidierung erfolgt abschließend ein Ausblick auf die Vorhaben der
Stadtbücherei in 2011.
Begründung
Jahresrückblick 2010 der
Hagener Stadtbücherei
1. Leistungsbilanz der
Stadtbücherei anhand der Produkte, die im Rahmen des
neuen kommunalen Finanzmanagements gebildet
wurden
1.1.
Bereitstellung
von Medien und Informationen
Ziel: Im Jahr 2010 soll
ein aktuelles und attraktives Angebot an Medien und Informationen
bereitgestellt werden.
Zielzahl Bestand 2010: 230.000 Medieneinheiten
Ergebnis 2010: 224.823
Medieneinheiten
Zielzahl Erneuerungsquote
2010: 8 %
Ergebnis 2010: 8,8 %
Zielzahl Entleihungen
2010: 800.000 Entleihungen
Ergebnis 2010: 856.491 Entleihungen
Unter Einberechnung der in
2010 erfolgten Zu- und Abgänge in den Büchereieinheiten Springe, Haspe und
Hohenlimburg stehen den Kundinnen und Kunden der Stadtbücherei am Stichtag
Der Medienbestand besteht
zu 79 % aus Büchern, zu 21 % aus anderen Medien.
In den Stadtteilbüchereien
Haspe und Hohenlimburg wurden mehr Medien ausgesondert als neu beschafft. Dies
erfolgte in Hinblick darauf, dass für beide Büchereieinheiten zukünftig die
Unterbringung in alternativen Räumlichkeiten mit einem geringeren Platzangebot
geplant ist. Die Zielvorgabe bei der Erneuerungsquote wurde mit 8,8 % leicht
übertroffen.
Die Entleihungen 2010 sind
auf 856.491 angestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere auf Zuwächse bei den
Entleihungen in den Stadtteilbüchereien zurückzuführen (Haspe: plus 3,3%,
Hohenlimburg: plus 6,8). In der Stadtbücherei auf der Springe wurde im zweiten
Jahr in Folge die Marke von 700.000 Entleihungen überschritten. Seit dem Umzug
zur Springe 1998 sind die Entleihungen hier um 39 % angestiegen. Parallel dazu
wurden 9 Stellen im Bereich der Stadtbücherei abgebaut (22 % des
Stellenumfangs). Die Grenze der Belastbarkeit für das Personal ist damit
erreicht.
1.2.
Veranstaltungs-
und Programmarbeit
Ziel: Lesen und Kultur
sollen gefördert und die Medienkompetenz der Entleiher soll
gesteigert werden. Eine aktive
Freizeitgestaltung soll unterstützt werden.
Zielzahl Führungen von
Gruppen und Schulklassen 2010: 150
Ergebnis 2010: 161
Zielzahl Veranstaltungen
für Kinder, Jugendliche und Erwachsene 2010: 250
Ergebnis 2010: 336
Das Interesse an Führungen
von Gruppen und Schulklassen ist nach wie vor groß:
2010 haben 3.120
Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei 161 Führungen die Stadtbücherei auf der
Springe und die Stadtteilbüchereien kennengelernt. Die seit langen Jahren
gepflegte Zusammenarbeit mit den Hagener Schulen (Bildungspartner Schule und
Bibliothek) wurde fortgeführt. Im Bereich der Sekundarstufe II wurde eine
weitere schriftliche Kooperationsvereinbarung abgeschlossen: Das
Albrecht-Dürer-Gymnasium ist jetzt auch „vertraglicher
Bildungspartner“ der Stadtbücherei.
Mit der
Veranstaltungsarbeit hat sich die Stadtbücherei 2010 an den Aktivitäten Hagens
als Teil der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 beteiligt: Den Anfang bildete die
Leselust, das Kinder- und Jugendbuchfestival im März 2010, dann folgten mehrere
Lesungen mit namhaften Autorinnen und Autoren und als Höhepunkte der
SommerLeseClub in den Sommerferien sowie die Beteiligung an der Hagener
Museumsnacht in der Local-Hero-Woche. Allein im Rahmen der
Ruhr.2010-Aktivitäten haben 1.367 Besucherinnen und Besucher die Stadtbücherei
aufgesucht.
Die Gesamtzahl der Besucherinnen
und Besucher der insgesamt 336 Veranstaltungen lag 2010 bei 4.986. Dass soviel
mehr Veranstaltungen als geplant angeboten werden konnten, ist dem großen
Engagement der Büchereimitarbeiterinnen und –mitarbeiter zu verdanken.
Hinzu kommt, dass viele Veranstaltungen durch oder mit Unterstützung von
Ehrenamtlern durchgeführt werden, begleitet und beraten vom Fachpersonal der
Bücherei. Hier gilt ein besonderer Dank den beiden Fördervereinen der
Stadtbücherei, die, insbesondere in Hohenlimburg, die Plattform für
ehrenamtliches Engagement bilden.
Die Durchführung von
Veranstaltungen mit Ehrenamtlichen ist oft abhängig von bestimmten Personen,
deren Weggang nicht durch andere kompensiert werden kann. So gibt es den
LitClub auf der Springe, den Austausch über Literatur für Jugendliche und
Erwachsene, seit Juli 2010 nicht mehr. Auch die beliebte englische
Vorlesestunde in der Stadtbücherei Springe findet in der bisherigen Form nicht
mehr statt. Ein neues Angebot mit fremdsprachigen Vorlesestunden und neuen
Vorlesern soll 2011 starten.
Weiterhin beliebt ist die
Stadtbücherei bei Kooperationspartnern und Einrichtungen aller Art als
öffentlicher Raum. Ob „Kyrill auf dem Drei-Türme-Weg“, „Das
astronomische Jahr“ oder „Zwei Welten – Fotografien junger
Migranten“: Die Stadtbücherei bietet ein Forum für Ausstellungen,
Austausch und Kommunikation. Gern genutzt wurde zudem die Stadtbücherei auf der
Springe samstags für Infostände zur Arbeit vieler Hagener Einrichtungen: Zu
Gast waren die VHS, Terre des Hommes, die städtische Musikschule, das Theater
Hagen, das Rahel-Varnhagen-Kolleg, die Verbraucherberatung, die Polizei, die
Freiwilligenzentrale und das Allerwelthaus. Mit durchschnittlich 800
Besucherinnen und Besuchern bleibt die Stadtbücherei auf der Springe der Magnet
für die Belebung des Bereichs zwischen Marktplatz und Elbershallen.
1.3.
Projekte
Aufgrund fehlender
Eigenmittel konnten 2010 keine mit Mitteln der Bibliotheksförderung NRW
unterstützte Projekte durchgeführt werden.
2. Haushaltskonsolidierung
2010
bestimmte der Bericht der Zukunftskommission zur Haushaltskonsolidierung die
Diskussion um zukünftige Angebote und Leistungen der Stadtbücherei. Die
Bekanntgabe der Einsparvorgaben im Personal- und Sachbereich und an der
Position „Einsparungen Kulturbereich“ machte deutlich, dass bei
Umsetzung dieser Vorgaben
ein
Bibliotheksangebot an drei Standorten in der bisherigen Form nicht
aufrechterhalten werden kann. Daher wurde seitens der Verwaltung im September
2010 der Vorschlag in die Politik eingebracht, die Stadtteilbüchereien in Haspe
und Hohenlimburg entweder zu schließen oder in ehrenamtlich geführte
Zweigstellen umzuwandeln.
Nach
intensiver Diskussion, insbesondere in den betroffenen Stadtteilen, wurde im
Rat am
3. Ausblick auf 2011
Mit
dem Ratsbeschluss vom
Darüber
hinaus ist eine weitere Aufgabe, das Alltagsgeschäft - die Ausleihe von Medien
- zu optimieren. Die zunehmende
Belastung des stetig kleiner werdenden Personalstamms muss in diesem Bereich
verringert werden. Selbstverbuchung gehört mittlerweile zur Standardausstattung
vieler Büchereien. Für 2011 ist daher angedacht, die Automatisierung von
Ausleiharbeiten zu thematisieren. Dies würde nicht nur auf der Springe zu einer
Entlastung von Routinetätigkeiten führen, auch die Umstellung der
Stadtteilbüchereien würde erleichtert. 2011 ist damit das Jahr, in dem
entscheidende Weichen für die zukünftige Büchereiarbeit gestellt werden müssen.
