Mitteilung - 1011/2010
Grunddaten
- Betreff:
-
Mitteilung über den Sachstand der Planungen und Entwicklungen "Tal der Ennepe"
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Stephanie Roth
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Geplant
|
|
Bezirksvertretung Haspe
|
Entscheidung
|
|
|
|
24.11.2010
|
Sachverhalt
Sachstandsbericht: Tal der Ennepe - Planungen und
Entwicklungen
Das Tal der Ennepe
von der Stadtgrenze zu Gevelsberg bis zur Mündung in die Volme steht derzeit auf Grund seiner
vielschichtigen städtebaulichen Problemstellungen als Untersuchungs- und
Planungsraum im Focus der Stadt Hagen.
Die städtebauliche
Gemengelage von Industrie, Gewerbe und Wohnen in der topographisch beengten
Tallage der Ennepe, die durch den Strukturwandel entstandenen industriellen
Brachflächen und der in den nächsten Jahren aufgrund des demografischen Wandels
zu erwartenden überdurchschnittlich starke Bevölkerungsrückgang stellen die
Stadt Hagen vor eine städtebauliche Herausforderung.
Im Planungsraum soll
daher zukünftig die gewerbliche Nutzung gestärkt, die weitere Ansiedlung von
Einzelhandel jedoch ausgeschlossen; auch die Wohnnutzung hat letztlich
zukünftig keine Perspektive. In einem ersten Aufschlag waren daher die
Eigentümer und Nutzer der Grundstücke zwischen Dieckstraße und Hördenstraße am
12.10.2010 zu einer Veranstaltung in die Räume der SIHK geladen worden, um ihnen
diese Entwicklungsperspektiven für das Tal der Ennepe vorzustellen und mit
ihnen zu diskutieren. Die Rückmeldungen aus dem Kreis der Betroffenen werden
federführend von der WfG Hagen betreut, die für den 24.11.2010 zu einem
weiteren Termin eingeladen hat.
Ziel aus
freiraumplanerischer Sicht ist die Wiedererlebbarkeit der Ennepe im Stadtraum,
die Verbindung der Grün- und Freiflächen in der Talachse und orthogonal dazu
die Hänge hinauf in die Wohngebiete. Es wurden die vorhanden Flächen auf ihre
Potentiale hin untersucht einen Zugang zur Ennepe zu ermöglichen bzw. diese als
neue Freiflächen im Talraum nutzbar zu machen. Die überwiegend gewerbliche
Nutzung, ob noch bestehend oder bereits aufgelassen, erschwert eine kurz- bis
mittelfristige Realisation. Auch die derzeitige Haushaltslage lässt hier nur ein
umsichtiges Agieren auf dem Verhandlungswege zu, da ein Flächenerwerb derzeit
ausgeschlossen ist.
Eine Schlüsselstellung
bei der Erlebbarmachung der Ennepe kommt den Radwegen zu. Der Erwerb eines
Teilstücks der nördlich geführten Eisenbahntrasse im Zuge des Ausbaus der
Bahnhofshinterfahrung eröffnet die Option einen durchgängigen Radweg aus der
Innenstadt hinaus bis an die Stadtgrenze Gevelsberg in Teilen auf einer neuen,
attraktiveren Trasse zu führen.
Ziel ist es, in
Zusammenarbeit mit dem RVR die Regionalen Radwanderrouten u.a. R33, R12 und R14
im Stadtgebiet Hagen zu qualifizieren. Darüber hinaus gibt es einen
Maßnahmenkatalog beim RVR, die alten Bahntrassen für den Radverkehr zu
reaktivieren. Das RVR-Projekt „Harkort’sche Kohlenbahn“ von
Hagen-Haspe bis Gevelsberg-Silschede würde zukünftig eine Verbindung zwischen
der Regionalen Radwanderroute R 14 und dem Radrundweg „Von Ruhr zur Ruhr“
im EN-Kreis ermöglichen. Dieser wird ebenfalls zu großen Teilen auf alten
Bahntrassen geführt. Der Radweg „Harkort’sche Kohlenbahn“ ist
heute außerhalb Hagens zum Teil ebenfalls schon befahrbar, aber noch nicht
ausgeschildert.
In umgekehrter
Fahrtrichtung würde der R 14 über die neue Trassenführung hinter dem
Hauptbahnhof in die Innenstadt und darüber hinaus nach Norden entlang der Volme
zur Ruhr und auf den RuhrtalRadweg, nach Westen, dem R 33 folgend an die Lenne
und auf die Lenneroute und in südliche Richtung die Volme flussaufwärts führen.
Die Ankerpunkte der Route der Industriekultur, die Villa Hohenhof und das
Westfälischen Freilichtmuseum für Handwerk und Technik im Mäckinger Bachtal
sind dadurch erschlossen. Auch die Standorte der Themenroute 09 der Route der Industriekultur
„Industriekultur an Volme und Ennepe“ auf dem Hagener Stadtgebiet
erhielten eine attraktivere Verbindung. In der Vergangenheit sind mit dem RVR
diesbezügliche auf verschiedenen Ebenen Gespräche geführt worden, ein Termin
vor Ort ist noch für Ende des Monats avisiert.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
3,8 MB
|
