Mitteilung - 1011/2010

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachstandsbericht: Tal der Ennepe - Planungen und Entwicklungen

 

Das Tal der Ennepe von der Stadtgrenze zu Gevelsberg bis zur Mündung in die Volme  steht derzeit auf Grund seiner vielschichtigen städtebaulichen Problemstellungen als Untersuchungs- und Planungsraum im Focus der Stadt Hagen.

Die städtebauliche Gemengelage von Industrie, Gewerbe und Wohnen in der topographisch beengten Tallage der Ennepe, die durch den Strukturwandel entstandenen industriellen Brachflächen und der in den nächsten Jahren aufgrund des demografischen Wandels zu erwartenden überdurchschnittlich starke Bevölkerungsrückgang stellen die Stadt Hagen vor eine städtebauliche Herausforderung.

Im Planungsraum soll daher zukünftig die gewerbliche Nutzung gestärkt, die weitere Ansiedlung von Einzelhandel jedoch ausgeschlossen; auch die Wohnnutzung hat letztlich zukünftig keine Perspektive. In einem ersten Aufschlag waren daher die Eigentümer und Nutzer der Grundstücke zwischen Dieckstraße und Hördenstraße am 12.10.2010 zu einer Veranstaltung in die Räume der SIHK geladen worden, um ihnen diese Entwicklungsperspektiven für das Tal der Ennepe vorzustellen und mit ihnen zu diskutieren. Die Rückmeldungen aus dem Kreis der Betroffenen werden federführend von der WfG Hagen betreut, die für den 24.11.2010 zu einem weiteren Termin eingeladen hat.

Ziel aus freiraumplanerischer Sicht ist die Wiedererlebbarkeit der Ennepe im Stadtraum, die Verbindung der Grün- und Freiflächen in der Talachse und orthogonal dazu die Hänge hinauf in die Wohngebiete. Es wurden die vorhanden Flächen auf ihre Potentiale hin untersucht einen Zugang zur Ennepe zu ermöglichen bzw. diese als neue Freiflächen im Talraum nutzbar zu machen. Die überwiegend gewerbliche Nutzung, ob noch bestehend oder bereits aufgelassen, erschwert eine kurz- bis mittelfristige Realisation. Auch die derzeitige Haushaltslage lässt hier nur ein umsichtiges Agieren auf dem Verhandlungswege zu, da ein Flächenerwerb derzeit ausgeschlossen ist.

Eine Schlüsselstellung bei der Erlebbarmachung der Ennepe kommt den Radwegen zu. Der Erwerb eines Teilstücks der nördlich geführten Eisenbahntrasse im Zuge des Ausbaus der Bahnhofshinterfahrung eröffnet die Option einen durchgängigen Radweg aus der Innenstadt hinaus bis an die Stadtgrenze Gevelsberg in Teilen auf einer neuen, attraktiveren Trasse zu führen.

Ziel ist es, in Zusammenarbeit mit dem RVR die Regionalen Radwanderrouten u.a. R33, R12 und R14 im Stadtgebiet Hagen zu qualifizieren. Darüber hinaus gibt es einen Maßnahmenkatalog beim RVR, die alten Bahntrassen für den Radverkehr zu reaktivieren. Das RVR-Projekt „Harkort’sche Kohlenbahn“ von Hagen-Haspe bis Gevelsberg-Silschede würde zukünftig eine Verbindung zwischen der Regionalen Radwanderroute R 14 und dem Radrundweg „Von Ruhr zur Ruhr“ im EN-Kreis ermöglichen. Dieser wird ebenfalls zu großen Teilen auf alten Bahntrassen geführt. Der Radweg „Harkort’sche Kohlenbahn“ ist heute außerhalb Hagens zum Teil ebenfalls schon befahrbar, aber noch nicht ausgeschildert.

In umgekehrter Fahrtrichtung würde der R 14 über die neue Trassenführung hinter dem Hauptbahnhof in die Innenstadt und darüber hinaus nach Norden entlang der Volme zur Ruhr und auf den RuhrtalRadweg, nach Westen, dem R 33 folgend an die Lenne und auf die Lenneroute und in südliche Richtung die Volme flussaufwärts führen. Die Ankerpunkte der Route der Industriekultur, die Villa Hohenhof und das Westfälischen Freilichtmuseum für Handwerk und Technik im Mäckinger Bachtal sind dadurch erschlossen. Auch die Standorte der Themenroute 09 der Route der Industriekultur „Industriekultur an Volme und Ennepe“ auf dem Hagener Stadtgebiet erhielten eine attraktivere Verbindung. In der Vergangenheit sind mit dem RVR diesbezügliche auf verschiedenen Ebenen Gespräche geführt worden, ein Termin vor Ort ist noch für Ende des Monats avisiert.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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24.11.2010 - Bezirksvertretung Haspe