Mitteilung - 0999/2010
Grunddaten
- Betreff:
-
Mitteilung über Daten zur Verkehrsentwicklung im Stadtbezirk Haspe
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Mitteilung
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Hans-Dieter Schumacher
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Geplant
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Bezirksvertretung Haspe
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Entscheidung
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24.11.2010
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Sachverhalt
Daten zur Verkehrsentwicklung im
Stadtbezirk Haspe
Straßennetz
Das Straßennetz im Stadtbezirk Haspe wird im
Wesentlichen durch die in ost-westlicher Richtung verlaufende Hauptverkehrsachse B7 geprägt.
Das nördliche Umland ist über die Strecken Grundschötteler Straße und
Tückingstraße erreichbar. In südlicher Richtung ist die Voerder Straße die
einzige Zulaufstrecke. Die verschiedenen Stadtteile werden durch parallel zur
Hauptachse verlaufende Verkehrsachsen erschlossen (z.B. Dickenbruchstr.,
Hestert-/ Sachsenstr., Im Lindental, Büddinghardt, Jungfernbruch/ Nordstr.).
Anfang der „90er“ Jahre wurden die
Verkehrsströme der B7 noch direkt durch das Hasper Zentrum (Hasper Kreisel)
geführt (ca. 20.000 Fz/24h). Die Anbindung aus Richtung Norden führte über die
Grundschötteler Straße (ca. 10.500 Fz/24h) und die Tillmannsstraße (ca. 12.000
Fz/24h). Die Voerder Straße (ca. 15.000 Fz/24h) wurde an die Haenel- /
Leimstraße angebunden. Hier war die Verkehrsführung im Bereich Leimstraße,
Bebelstraße, Hördenstraße durch Einbahnstraßenregelung und dem Bahnübergang
sehr unübersichtlich. Die Strecke über die Hestert- / Sachsenstraße war daher
eine gleichwertige Alternativroute, die auch häufig angenommen wurde.

Durch den Bau der Nord- und Südumgehung ist der
Verkehr, bis auf den Anlieger- / Anlieferverkehr, aus dem Hasper Zentrum verdrängt
worden. Die verlängerte Tückingstraße verbessert die Anbindung der nördlichen
Zulaufstrecken und erlastet die frühere Verknüpfung über die Tillmannsstraße.
Durch den Bau des Autobahnanschlusses Volmarstein ist Haspe relativ günstig an
das überregionale Straßennetz angebunden mit dem Nachteil, dass die Grundschötteler
Straße als „Autobahnzubringer“ erheblich höherer Verkehrsbelastungen
aufnehmen muss.
Kenngrößen
Der Trend der letzten Jahre ist ungebrochen. Die
Einwohnerzahl sinkt weiter. Wurden 1992 in Hagen noch ca. 216.000 Einwohner
gezählt, so waren es im Juli 2010 noch ca. 190.800. Dies entspricht einem
Bevölkerungsrückgang von 11,7%. In Haspe ist im gleichen Zeitraum die
Bevölkerung von ca. 33.200 auf 29.580 gesunken (-10,9%).
Bezogen auf das gesamte Stadtgebiet wurden für 1992
ca. 475.400 Kfz-Fahrten/24h (Pkw + Lkw) ermittelt. Der Anteil für den Stadtbezirk
Haspe lag bei ca. 45.400 Kfz-Fahrten am Tag. Die für das Jahr 2010 ermittelte
Verkehrsmenge liegt bei 469.600 Kfz-Fahrten/24h bezogen auf das Stadtgebiet
(entspricht einem Rückgang von ca. 1,5%), und bei 48.800 Kfz-Fahrten/24h
bezogen auf Haspe (entspricht einer Zunahme von ca. 7,5%). Die leichte Zunahme
des auf den Stadtbezirk Haspe bezogenen Verkehrs seit Anfang der 1990er Jahre
ist ein Hinweis auf eine Attraktivitätssteigerung des Hasper Zentrums und einer
gewerblichen Entwicklung im Westen des Stadtbezirks.
Die Verkehrsmittelwahl ist von der Infrastruktur
eines Gebietes abhängig. Die Qualität der ÖPNV-Erschließung und die
Pkw-Verfügbarkeit sind die ausschlaggebenden Kriterien, die sich gegenseitig
stark beeinflussen. Bei einer guten ÖPNV-Erschließung werden weniger Pkw
benötigt um mobil zu sein.

Die Tabelle zeigt die Verkehrsmittelwahl
(Modal-Split) bezogen auf den Binnenverkehr. Die relativ gute ÖPNV-Erschließung
in Haspe im Vergleich zum gesamten Stadtgebiet spiegelt sich in den ÖV bzw.
IV-Anteilen wider.
Belastungen
In den abgebildeten Belastungsplänen (Anl. 1 + 2)
sind an der Stadtbezirksgrenze Schnittlinien eingetragen. Hier werden
vereinfacht die Verkehrsmengen ermittelt, die als grober Maßstab für die
Bedeutung der Verkehrsverknüpfung mit dem Umland angesehen werden kann.

Schnitt A-A: (Verknüpfung mit dem größten Teil des
restlichen Stadtgebietes).
Hier verteilen sich die Verkehrsmengen etwa zu
gleichen Teilen auf 2 Straßenquerschnitte. Zum einen die Berliner Str. (23.500
Fz/24h) und zum anderen der Konrad-Adenauer-Ring (21.300 Fz/24h). Im Jahr 1992
verteilten sich die Verkehrsmenge zu zwei Dritteln auf die Berliner Str.
(28.300 Fz/24h) und einem Drittel auf die Eugen-Richter-Straße (14.400 Fz/24h).
Schnitt B-B: (Verknüpfung mit den Autobahnanschlüssen
Volmarstein und Hagen-West).
Hier verläuft die Schnittlinie über 3
Straßenquerschnitte (Grundschötteler Straße, Tückingstraße und der
Vollständigkeit halber über die Detmolder Straße). Durch den Autobahnanschluss
Volmarstein hat sich die Verteilung der Verkehrsmenge seit 1992 erheblich
verändert. Vor 20 Jahren war die Tückingstraße die kürzeste Verbindung von
Haspe zur A1. Hier hat sich seitdem die Verkehrsbelastung fast halbiert (1992:
6.700 Fz/24h; 2010: 3.500 Fz/24h). Auf dem nördlichen Teil der Grundschötteler
Straße hat sich die Belastung in demselben Zeitraum um fast 70% erhöht.
Schnitt C-C: (Verknüpfung mit Gevelsberg)
Hier haben sich die verkehrlichen Veränderungen in
Haspe nur geringfügig ausgewirkt. Auch bedingt durch modelltechnische
Anpassungen wird die Verkehrsmenge fast ausschließlich über die B7 abgewickelt.
Schnitt D-D: (Verknüpfung mit Ennepetal)
Die Voerder Straße war und ist die einzige Zulaufstrecke
in südlicher Richtung. Durch die Südumgehung und die verbesserte Anbindung der
Voerder Straße kann man einen Teil der Verkehrsmengenzunahmen an den Schnitten
A-A und D-D auf einen erhöhten „Durchgangsverkehr“ (Ennepetal
– Hagen) zurückführen.
Zusammenfassung
Durch den Bau des Autobahnanschlusses Volmarstein ist
Haspe relativ günstig an das überregionale Straßennetz angebunden. Die Nord-
und Südumgehung bündeln die Verkehrströme, so dass die Nebenachsen entlastet
werden und das Hasper Zentrum an Attraktivität zunimmt. Zwangsläufig führt die
Bündelung der Verkehrsströme zu Belastungserhöhungen auf der B7 und der
Grundschötteler Straße.
Zusätzliche Belastungsdaten


Anlage 3 zeigt die
Verkehrsbelastung durch den auf Haspe bezogenen Durchgangsverkehr.
Anlagen: 3
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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