Beschlussvorlage - 0962/2010
Grunddaten
- Betreff:
-
Bürgerantrag zur Rücknahme der Kürzungen bei den Buslinien Antragsteller: Freie Wählergemeinschaft Hagen Aktiv
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Fachbereich des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Elke Kramer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Bürgeranregungen und Bürgerbeteiligung
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Entscheidung
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11.11.2010
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Sachverhalt
Kurzfassung
Die Kurzfassung entfällt.
Begründung
Im Zuge des 1.
Sparpaketes 2008/2009 wurde am 18.12.2008 vom Rat der Stadt Hagen eine Kürzung
des Zuschusses an die Hagener Versorgungs- und Verkehrs- GmbH für den
Öffentlichen Personennahverkehr in Höhe von 2 Mio. € beschlossen. Daraus
folgten erhebliche Einschränkungen im Leistungsangebot der Hagener Straßenbahn
AG, die mit Gültigkeit des Sommerfahrplans 2009 umgesetzt wurden.
Die Freie
Wählergemeinschaft setzt sich mit dem vorliegenden Bürgerantrag dafür ein, dass
diese Einschränkungen rückgängig gemacht werden, da diese bei den Bürgerinnen
und Bürgern der Stadt Hagen auf erheblichen Widerstand gestoßen seien. Dem
Bürgerantrag wurden Unterschriftenlisten mit mehr als 7000 Unterschriften
beigefügt. Mit der Begründung, dass durch den Ausbau des Busverkehrs das
Feinstaubproblem in der Hagener City gemindert und Einschränkungen in der
Mobilität der Bürgerinnen und Bürger aufgehoben werden könnten, werden
verschiedene weitere Forderungen verbunden. Diese sind der Anlage I dieser Vorlage zu entnehmen.
Die Antragsteller
kommen zu dem Schluss, dass bei den Bussen nicht gespart werden dürfe, sondern
im Gegenteil aufgesattelt werden müsse. Die Rücknahme der Kürzungen dulde unter
den aufgezeigten Voraussetzungen keinen Aufschub. Zur Gegenfinanzierung machen
die Antragsteller geltend, dass man auf die Bahnhofshinterfahrung verzichten
könne, was jährlich mindestens 2 Mio € an Folgekosten einspare. Zudem sei
durch eine Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit ein deutlich
höherer Konsolidierungsbeitrag möglich als derzeit im HSK 2011 ausgewiesen.
Stellungnahme der Verwaltung
Das Konzept zur
Kürzung des Zuschussbedarfs für den ÖPNV wurde nach der Beschlussfassung im Rat
über das Sparpaket I (19.06.2008) in mehreren, von der Verwaltung und der
Hagener Straßenbahn AG durchgeführten Veranstaltungen der Öffentlichkeit vorgestellt.
Zudem gab es in allen Bezirksvertretungen, teilweise in Sondersitzungen und eigenen
Veranstaltungen (Arbeitsgruppen, Klausuren), intensive Beratungen über das
Konzept (Vorlage Nr. 0816/2008). Die aus diesen Diskussionen und aus den Bürgerversammlungen
entwickelten Vorschläge wurden von der Hagener Straßenbahn AG ausgewertet,
beziffert und den politischen Gremien in einer Ergänzungsvorlage (1128/2008)
vorgestellt, die am 18.12.2008 vom Rat beschlossen wurde.
Damit wurde die
ursprünglich vorgesehene Reduzierung des Zuschusses an die Hagener Versorgungs-
und Verkehrs- GmbH für den ÖPNV, die zunächst mit 2,52 Mio. € beziffert
war, auf 2 Mio. € verringert. Der nach dem Ratsbeschluss vom 19.06.2008
zum vorgegebenen Sparziel fehlende Betrag in Höhe von 0,52 Mio. € wird ab
2011 im gesamten HVG-Konzern erzielt (vgl. HSK 2011, Konsolidierungsmaßnahme OB
BC.004S).
Über den Sachstand
und die Erfahrungen mit den Zuschuss- und Leistungskürzungen im ÖPNV wurde den
Bezirksvertretungen, dem Stadtentwicklungsausschuss und dem Rat mit der Vorlage
Nr. 0107/2010 berichtet. Der Bericht wurde mehrheitlich vom Rat zur Kenntnis
genommen. Trotz einzelner Kritikpunkte soll an dem im Sommer 2009 eingeführten
reduzierten Fahrplanangebot festgehalten werden.
Zu dem von den
Antragstellern vorgebrachten Argument, die Feinstaubproblematik ließe sich
durch den Ausbau des Busverkehrs mindern, liegt aus zeitlichen Gründen keine detaillierte
Stellungnahme der Verwaltung vor. Verwiesen wird hierzu auf die Vorlage Nr. 0277/2008
(Luftreinhalteplan).
Zum Sachstand beim
Bau der Bahnhofshinterfahrung, deren Aufgabe von den Antragstellern als
Vorschlag zur Gegenfinanzierung für den Ausbau des Busverkehrs thematisiert
wird, liegt ebenfalls noch keine Stellungnahme vor. Es wird auf die Vorlage Nr.
0126/2010 (Sachstandsbericht Bahnhofshinterfahrung) verwiesen.
Der Bürgerantrag soll
dennoch bereits zum jetzigen Zeitpunkt vom Beschwerdeausschuss beraten werden,
damit der Beschluss ggf. in die weiteren Beratungen zum Haushaltssicherungskonzept
2011 einfließen kann.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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701,8 kB
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