Beschlussvorlage - 0693/2010

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

  1. Der Abschlußbericht „Kreativwirtschaft“ wird zur Kenntnis genommen.

 

  1. Die Verwaltung wird beauftragt, Möglichkeiten zur Nutzung von EU – Fördergeldern auszuloten und Vorschläge zu unterbreiten.

 

Die Überprüfung soll Ende des II. Quartals 2011 abgeschlossen sein.

 

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Sachverhalt

Kurzfassung

entfällt

 

 

Begründung

 

Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist eine wichtige Dienstleistungsbranche und trägt maßgeblich zum Strukturwandel und damit zur wirtschaftlichen Zukunft des Ballungsraumes Ruhr bei. Gleichzeitig ist sie ein zentrales Element urbaner Lebensqualität. Die meisten Großstädte im Ruhrgebiet, wie Dortmund, Bochum und Essen, fördern bereits aktiv die Kultur- und Kreativwirtschaft: entweder über Großprojekte, wie z.B. die Umnutzung der ehemaligen Dortmunder „Union-Brauerei“ zu einem „Zentrum für Kunst und Kreativität“ oder z.B. durch die Entwicklung und Vermarktung von „Kreativquartieren“. Im Rahmen einer vom RVR an das Büro STADTart aus Dortmund vergebenen Studie wurde nunmehr untersucht, welche Potenziale der Kultur- und Kreativitätswirtschaft es in den kleineren Großstädten und Mittelzentren des Ruhrgebiets gibt. Für diese Studie wurde die Stadt Hagen als Fallbeispiel neben Dinslaken, Recklinghausen und Unna ausgewählt.

 

Wie die Studie „Kreativwirtschaft“ belegt, sind in Hagen schon heute eine unerwartet hohe Anzahl von Betrieben angesiedelt (Mode- und Lichtdesigner, Fotografen, Architekten, bildende Künstler, Druckereien usw.), die im Bereich der Kreativwirtschaft nennenswert Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und Umsätze generieren.

 

Ein räumlicher Schwerpunkt dieser Branche ist die Innenstadt incl. der angrenzenden Quartiere wie z.B. Oberhagen und Wehringhausen. Weitere jedoch schwächer ausgeprägte räumliche Schwerpunkte bilden die Stadtteile Eppenhausen, Emst und Eilpe.

 

Die Ansiedlung und Unterstützung dieser Branchen kann insbesondere in Stadtteilen mit extrem schwieriger demografischer Entwicklung und Leerständen einen entscheidenden Beitrag zur Revitalisierung dieser Stadtteile leisten.

 

Über das EU-Förderprogramm INTERREG besteht die Möglichkeit, Fördergelder für eine Unterstützung der weiteren Entwicklung des Elbers-Quartiers und des Stadtteils Wehringhausen im Bereich der Kreativwirtschaft zu beantragen.

 

Die Revitalisierung des Geländes der ehemaligen Elbershallen ist als wichtiger Baustein im städtischen Gesamtkontext zu sehen. Die neuen Elbershallen präsentieren sich als architektonisches Kleinod im Herzen der Stadt Hagen und spielen heuten eine zentrale Rolle im freizeitlichen Entdecken und Erleben historischer Industriekultur. Hier werden derzeit neben bestehenden Freizeit- und Gastronomieangeboten in leerstehenden ehemaligen Produktionshallen Betriebe aus dem Bereich der Kreativwirtschaft angesiedelt.

 

Der benachbarte Stadtteil Wehringhausen ist ein Quartier, in dem Freizeit- und Kulturaktivitäten eine große Rolle spielen. Eine große Anzahl von Kleinunternehmen sind hier angesiedelt, die dem Bereich der Kreativwirtschaft zuzuordnen sind. EU-Fördergelder können hier verzahnt mit dem Programm „Soziale Stadt“ eingesetzt werden.

 

Die Stadt Hagen darf auf Grund der Beschränkungen im Nothaushalt keinerlei Eigenmittel für Projekte veranschlagen.  Somit sind diese ohne Eigenmittelbeteiligung der Stadt Hagen zu planen und durchzuführen. Das EU-Förderprogramm INTERREG bietet die Möglichkeit, die erforderlichen Eigenmittel durch zur Verfügung gestellte Sponsorenmittel zu ersetzen.

 

Ein pdf-Dokument des Abschlußberichtes "Kreativwirtschaft" ist als Anlage der ALLRIS-Vorlage 0693/2010 beigefügt.

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Anlagen

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Beschlüsse

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14.09.2010 - Stadtentwicklungsausschuss - ungeändert beschlossen

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29.09.2010 - Kultur- und Weiterbildungsausschuss - ungeändert beschlossen

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04.11.2010 - Rat der Stadt Hagen - ungeändert beschlossen