Beschlussvorlage - 0801/2004

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Die Holzmüllerstraße und die Bus-Sonderspur Rathausstraße werden – probeweise – mit der Zusatzbeschilderung “Radfahrer frei” versehen.

 

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Sachverhalt

In seiner Sitzung am 02.10.2002 hat der Stadtentwicklungsausschuss die Verwaltung beauftragt, eine Öffnung der Holzmüllerstraße, Bad-, Körnerstraße und Karl-Marx-Straße für den Radverkehr zu prüfen. Dabei sollen die Belange von Fußgängern und des ÖPNV beachtet werden.

Nach Fertigstellung der innerstädtischen Straßenbaumaßnahmen (Neue City) kann nunmehr über eine straßenverkehrrechtliche Zulassung für den Radverkehr entschieden werden.

 

Planung

Die Erreichbarkeit der Innenstadt für RadfahrerInnen hängt wesentlich davon ab, wie die innerstädtische Kernzone (Fußgängerbereiche, Einkaufszonen, zentrale Einrichtungen) aus den benachbarten Wohngebieten auf direkten Wege angefahren werden können:

 

Zum Beispiel als Verknüpfung mit dem neu ausgeschilderten landesweiten Radverkehrsnetz vom Remberg über die Rathausstraße bis über den verkehrsberuhigten Bereich bis zum Friedrich-Ebert-Platz (s. Planskizze). In der Rathausstraße ist stadteinwärts zwischen Elbersufer und Holzmüllerstraße eine Bussonderspur in Randlage markiert, stadtauswärts ein Radfahr(-schutz)streifen, der im Zuge weiterer Markierungsarbeiten bis zur Kreuzung Märkischer Ring/Rembergstraße verlängert werden soll.

 

Als sinnvolle Ergänzung dieser Route bietet sich die Holzmüllerstraße mit ihrem großzügigen Straßenquerschnitt und der geringen Verkehrsbelastung an. Die Holzmüllerstraße ist für alle Verkehrsarten gewidmet. Sie ist allerdings durch eine entsprechende Beschilderung beschränkt zugelassen für Linienbusse und Lieferverkehr “Volmegalerie”. Durch das Zusatzschild “Radfahrer frei” sollen nun sowohl die Holzmüllerstraße als auch die Bus-Sonderspur Rathausstraße für den Radverkehr freigegeben werden.

 

ÖPNV

Gegen die Freigabe der Holzmüllerstraße hat die Hagener Straßenbahn Bedenken geäußert:

Die Bustrasse Potthofstraße / Holzmüllerstraße sei ausdrücklich (Ratsvorlage zur neuen ÖPNV-Trasse Innenstadt, Fördergegenstand GVFG) geplant und ausgebaut worden, um dem ÖPNV eine adäquate Alternative zur Mittelstraße zu schaffen. Dies schließt nach Auffassung der HST aus, jede weitere mögliche Behinderung und Erschwernis – in diesem Fall durch Fahrradverkehre – zuzulassen. Durch auch nur vereinzelte Fahrradfahrer würde es zu weiteren Konflikten und Gefahrensituationen besonders beim Anfahren und Verlassen der Haltestellen in der Holzmüllerstraße kommen. Die bereits heute konfliktreiche und gefährliche Situation an der Parkhauszufahrt würde zudem verschärft. Damit entstünden für die Busfahrer zusätzliche und vermeidbare Unfallrisiken, weil besonders Radfahrer häufig ein “unkonventionelles” Verkehrsverhalten an den Tag legen.

 

Die HST hatte dagegen bereits schriftlich ihr Einverständnis für eine Mitbenutzung der Busspur in der Rathausstraße erklärt. Hier hat sie keine vergleichbaren Bedenken wegen der anders gearteten Situation.

 

Weitere Ausnahmegenehmigungen werden im Hinblick auf die Verkehrsfunktion der Holzmüllerstraße ausgeschlossen!

 

 

Zur Holzmüllerstraße wurde mit der HST  folgende Vorgehensweise vereinbart:

 

Vorgehensweise

Da es keine komfortable Alternative gibt, die vom Radfahrer auch akzeptiert würde, soll eine Probephase erfolgen. Vorab wurde daher per Video-Aufzeichnung die aktuelle Situation (“Vorher”) dokumentiert, nach einer angemessenen Umstellungsphase folgt eine erneute Video-Aufzeichnung (“Nachher”). Die Ergebnisse sollen unter Beteilung der HST ausgewertet werden. Damit sollen die Befürchtungen und Bedenken der HST  überprüfbar gemacht, ggf. soll die Maßnahme  zurückgenommen werden. 

 

Die “Vorher”-Aufzeichnung erfolgte am Dienstag, den 19.10.2004 bei sonnigem, trockenem Herbstwetter. Es wurden dreimal eine Stunde von 8.10-9.10 Uhr, 12.30-13.30 Uhr sowie 15.40-16.40 erfasst. In diesen insgesamt 3 Stunden wurden drei (allerdings unzulässige) Radfahrer gezählt, Konflikte mit anderen, zulässigen Verkehrsarten waren nicht zu erkennen.

 

Die Freigabe der Holmüllerstraße / Busspur Rathausstraße soll im Frühjahr zu Beginn der Radfahrsaison erfolgen. Die “Nachher”-Videoaufzeichnung nach einer angemessenen Eingewöhnungsphase im Sommer 2005. Danach erfolgt die Auswertung der Aufzeichnungen. Die Bezirksvertretung Mitte wird hierüber informiert.

 

Karl-Marx-Straße – Körnerstraße – Badstraße

Als Ergänzung der tangential verlaufenden Radrouten mit der neuen NRW-Beschilderung und als Angebot für den Radverkehr in der City bietet sich grundsätzlich die Nutzung des bestehenden Straßennetzes und anderer geeigneter Wege an. Voraussetzung ist lediglich eine durchgängige Befahrbarkeit und das erforderliche Maß an Verkehrssicherheit für Radfahrer.

 

Ausgehend vom Verknüpfungspunkt regionaler Routen am Hagener Hauptbahnhof besteht eine geeignete Radverkehrsverbindung in den Innenstadtkern (Rathaus) über die Bahnhofstraße (Tempo-30-Zone), die Karl-Marx-Straße, die Körnerstraße querend über die Springmannstraße zur Radroute entlang der Volme. Diese Strecke ist bereits seit vielen Jahren mit einer R 14 – Beschilderung versehen. Eine zusätzliche Beschilderung dieser Radverkehrsstrecke über die bestehende Beschilderung als R 14 -Radroute hinaus wird für nicht erforderlich gehalten.

 

 

 

 

 

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Beschlüsse

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30.11.2004 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen

Beschluss:

 

Vorbehaltlich der Empfehlung des Stadtentwicklungsausschusses beschließt die Bezirksvertretung Hagen-Mitte, die Holzmüllerstraße und die Bus-Sonderspur Rathausstraße mit der Zusatzbeschilderung “Radfahrer frei” zu versehen.

 

Abstimmungsergebnis:

 

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

 

 

 

 

Dafür:

 19

 

 

Dagegen:

 0

 

 

Enthaltungen:

 0

 

 

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14.12.2004 - Stadtentwicklungsausschuss - geändert beschlossen

Beschluss:

Die Holzmüllerstraße und die Bus-Sonderspur Rathausstraße werden  mit der Zusatzbeschilderung “Radfahrer frei” versehen.

 

 

 

Abstimmungsergebnis:

 

x

 Einstimmig beschlossen