Beschlussvorlage - 0681/2004
Grunddaten
- Betreff:
-
Skulpturenallee BahnhofstraßeBericht über den Sachstand und die geplante Aufstellung "Aufstrebend" von Waldemar Wien und "Selbstbildnis" von Michael Schoenholtz in der Bahnhofstraße.
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Maria-Fernanda Fortes-Höfinghoff
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Vorberatung
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26.11.2004
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Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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30.11.2004
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Sachverhalt
Projektidee
Das Ziel des Projektes
Skulpturenallee ist es, in der Bahnhofstraße an geeigneten Standorten etwa 10
Skulpturen bedeutender Künstler zu errichten und damit die ehemalige Boulevard-
und Villenstraße aufzuwerten und hier eine herausragende Attraktion zu
schaffen.
Die Skulpturenallee soll sich
darstellen als ein künstlerisches Leitsystem, das die Bedeutung dieser
wichtigen Laufachse vom Bahnhof in Richtung Innenstadt verdeutlicht. Der
Betrachter soll auf seinem Weg durch die Bahnhofstraße geleitet werden von
Skulpturen namhafter Künstler, die von diesen speziell für diesen Raum
entworfen werden und möglichst auch direkt vor Ort errichtet werden. Es soll
möglichst alle zwei Jahre der Aufbau von zwei Skulpturen erreicht werden.
Vorlauf
Das Fachgremium Skulpturenallee hat
seit seiner Einberufung im Jahr 2002 im Rahmen eines umfangreichen
Diskussionsprozesses die Leitlinien des Projektes Skulpturenallee konkretisiert
und das Verfahren für die Auswahl der Skulpturen und der Künstler definiert.
Die konzeptionellen Grundlagen zur
Gestaltung der Skulpturen wurden vom Fachgremium inzwischen konkretisiert:
·
Hagens
Entwicklung vom Bauerndorf über die Eisenindustrie zur Stadt der
Dienstleistungen, Weiterbildung und (Bau-)Kultur
·
Die
Region des Wassers, der waldreichen Landschaft, der Kohle und des Eisens
·
Die
Region als Drehscheibe für die Menschen in Hagen und Umgebung im Wandel der
Zeiten sowie der wirtschaftlichen, kulturellen Bedingungen und Zielsetzungen.
Mit diesen Leitsätzen erhalten
Künstler und Sponsoren einen gestalterischen Rahmen, aber auch viel Freiheit,
diesen zu füllen.
Bezüglich der grundsätzlichen
Konzeption, der Zuständigkeiten und des Procederes zur Umsetzung der
Projektidee wird auf die Vorlagen Drucksachen-Nr. 600087/01 vom 11.07.2001 (“Skulpturenallee
Bahnhofstraße”), Drucksachen-Nr. 100010/02 vom 23.01.2002 (“Skulpturenallee
Bahnhofstraße – Zuständigkeiten für die Weiterentwicklung und Umsetzung
des Projektes”) und Drucksachen-Nr. 600055/03 vom 15.04.2004 (“Skulpturenallee
– Bericht über den Sachstand und weitere Arbeiten”)
verwiesen.
Aktionen
Um das Projekt Skulpturenallee in
der Öffentlichkeit vorzustellen und zu einem Begriff zu machen, hat das
Fachgremium Skulpturenallee mit Unterstützung des Hagener Stadtmarketingvereins
in den vergangenen Monaten verschiedene Aktionen durchgeführt.
Von Februar bis Mai 2004 wurden an
den geplanten Standorten der Skulpturen große Werbetürme aufgestellt, die
plakativ auf das Projekt hinwiesen und einen ersten bildhaften Eindruck der
Idee vermittelten.
Im Mai 2004 wurden die Pflanzbeete
im Bereich zwischen der Stresemannstraße und Grabenstraße im Rahmen einer
Public-Privat-Partnership-Aktion neu bepflanzt.
Anfang Juli 2004 haben
Oberstufenschüler des Fichte-Gymnasiums die Standorte der Skulpturen im Rahmen
einer Performance als “Lebendige Plastiken” bespielt. Die Schüler
schlüpften dazu in Stoffschläuche und stellten sich mit Musikuntermalung an 7
aufeinander folgenden Tagen zu jeweils verschiedenen Tageszeiten für etwa 10
Minuten als lebendige Skulpturen dar und verwandelten somit die Bahnhofstraße
kurzfristig in einen Raum künstlerischen Erlebens.
Die Reaktionen sowohl der Presse als
auch der Bürger auf diese ersten öffentlichen Präsentationen und Aktionen
zeigen, dass diese außerordentlich viel Anerkennung und Anklang finden.
Weitere noch in der Planung
befindliche mögliche Aktionen im Rahmen des Projektes Skulpturenallee sind z.B.
ein Schülerwettbewerb, bei dem Oberstufenschüler Skulpturen für die
vorgeschlagenen Standorte errichten sollen oder ein Workshop durch den Bund
bildender Künstler HAGENRING. Der Arbeitskreis Bahnhofsquartier bereitet eine
Aktion vor, bei der gemeinsam mit den anliegenden Bürgern und dem THW der
Neumarktplatz und der angrenzende Straßenraum in der Bahnhofstraße aufgeräumt
und das Grün beschnitten werden soll.
Auswahl von Skulpturen aus dem Bestand der Stadt Hagen
Auswahl geeigneter Skulpturen und Standorte
Das Fachgremium Skulpturenallee hat
nach einer intensiven Begutachtung der für eine Aufstellung in der
Bahnhofstraße in Frage kommenden Skulpturen im Bestand der Stadt Hagen zwei
Skulpturen ausgewählt, die zeitnah in der Bahnhofstraße aufgestellt werden
sollen. Das Fachgremium hat für diese beiden Kunstwerke die neuen Standorte in
der Bahnhofstraße einvernehmlich bestimmt (Anlage1).
Es handelt sich um folgende Objekte:
·
“Selbstbildnis” von Michael Schoenholtz (1980)
Die Marmorstatur stellt eine
abstrahierend zerlegte menschliche Gestalt dar, sie vertritt eine 70er Jahre
Ästhetik.
Das Kunstwerk stand ehemals im öffentlichen
Raum und befindet sich derzeit auf der Skulpturenterrasse des
Karl-Ernst-Osthaus-Museums.
Die Skulptur soll zukünftig seinen
neuen Standort mittig in dem Abschnitt zwischen der Graben- und
Hindenburgstraße auf dem Gehweg zwischen den Pflanzbeeten finden.
·
“Aufstrebend” von Waldemar Wien (1968)
Die etwa 7 m hohe und fast eine
Tonne schwere Plastik soll nach Aussage des Künstlers den aufstrebenden Handel
in Hagen symbolisieren.
Die Bronzestatur befand sich bis
2004 auf dem Theaterplatz und ist derzeit eingelagert auf dem ehemaligen
Elbers-Gelände.
Die Skulptur soll zukünftig seinen
neuen Standort im Kreuzungsbereich Bahnhofstraße / Graf-von-Galen-Ring im
Gehwegbereich, möglichst nah an der Fahrbahn finden.
Der beigefügte Plan (Anlage 2)
stellt anhand einer Bildmontage dar, wie sich die ausgewählten Skulpturen in
den straßenräumlichen Kontext einfügen.
Finanzierung
Die Kosten für die Fundamentierung
und die notwendigen Tiefbauarbeiten zur Stromversorgung und Beleuchtung für die
Aufstellung der Skulptur “Aufstrebend” von Waldemar Wien
betragen laut Baukostenvoranschlag des Fachbereichs etwa 6.800,- €. Für
den Transport der Skulptur an den zukünftigen Standort sind Kosten in Höhe von
etwa 8.000,- € zu erwarten.
Für die Aufstellung der Skulptur “Selbstbildnis”
von Michael Schoenholtz betragen die Kosten für die
Fundamentierung und die Tiefbauarbeiten etwa 4.200,- €. Die
Transportkosten werden aufgrund der geringeren Größe der Skulptur den og.
Betrag von 8.000,- € möglicherweise geringfügig unterschreiten.
Der AIV hat sich bereit erklärt, die
Planungsleistungen für die Aufstellung und die Realisierung des Fundamentes der
ersten Skulptur zu übernehmen.
Für die Übernahme der weiteren
Kosten sind Sponsoren zu finden. Eine Finanzierung aus Mitteln der Stadt bzw.
ein Zuschuss nach Förderrichtlinien der Stadterneuerung ist derzeit nicht zu
erwarten.
Nach Beratung dieser Vorlage in den
Gremien wird das Fachgremium Skulpturenallee die Kontakte zu den in Frage
kommenden Sponsoren intensivieren, um möglichst kurzfristig die Verlagerung
dieser beiden Skulpturen in die Bahnhofstraße zu erreichen. Die Pflege, die
Sicherung und der Erhalt der Skulptur soll durch den Sponsor oder einen anderen
Paten (Seniorpartnership) sichergestellt werden.

30.11.2004 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen
Beschluss:
1)
Der
Bericht des Fachgremiums wird zustimmend zur Kenntnis genommen.
2)
Der
Aufstellung der Skulpturen “Aufstrebend” von Waldemar Wien und
“Selbstbildnis” von Michael Schoenholtz an den vorgeschlagenen
Standorten in der Bahnhofstraße wird zugestimmt.
3)
Die
Bezirksvertretung Hagen-Mitte entsendet für diese Legislaturperiode den
stellvertretenden Bezirksvorsteher, Jürgen Thormählen, in das Fachgremium Skulpturenallee
Bahnhofstraße.