Berichtsvorlage - 0718/2010
Grunddaten
- Betreff:
-
"Erstellung der Eröffnungsbilanz"- Sachstandsbericht -
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- VB2 Vorstandsbereich für Finanzen, Controlling und interne Dienste
- Bearbeitung:
- Beate Wegehaupt
- Beteiligt:
- FB20 - Finanzen und Controlling
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
|
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Haupt- und Finanzausschuss
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Entscheidung
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02.09.2010
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Sachverhalt
Kurzfassung
Die Kurzfassung entfällt!
Begründung
1.
Rückblick
In
der Ratssitzung am 8.5.2008 ist der Entwurf der Eröffnungsbilanz der Stadt
Hagen eingebracht worden (Drucksachen-Nr: 0302/2008).
Bei
dieser Einbringung wurde darauf
hingewiesen, dass es sich bei den Wertansätzen zu den einzelnen
Bilanzpositionen um „vorläufige
Eröffnungsbilanzdaten“ handelt. Entsprechend den gesetzlichen
Vorschriften hat der Rat den vom Oberbürgermeister bestätigten Entwurf der Eröffnungsbilanz
zum 1.1.2008 zur Kenntnis genommen und diesen zur Prüfung an den
Rechnungsprüfungsausschuss weitergeleitet.
In
der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses
am 26.11.2009 hat die Verwaltung im Rahmen eines Sachstandsberichtes
über die Notwendigkeiten zur Überarbeitung der Eröffnungsbilanz berichtet
(Drucksachen-Nr. 1015/2009).
Insbesondere
wurde darauf hingewiesen, dass nach
Einstieg des Rechnungsprüfungsamtes in die detaillierte Betrachtung und Prüfung
der einzelnen Bilanzpositionen noch umfangreicher Klärungsbedarf mit den
einzelnen Dienststellen der Verwaltung, die die Datenerfassung und Bewertung
vorgenommen hatten, notwendig geworden ist.
Im
Rahmen des Sachstandsberichtes wurde bereits die mögliche Notwendigkeit von
Korrekturbuchungen, vor allem in den Bereichen
- Bewertung und
Erfassung des Infrastrukturvermögens (Straßen)
- Berechnung der
Sonderposten
angesprochen.
Erst
im Anschluss an die Klärung dieser Punkte seien die erforderlichen Buchungen in
der Finanzbuchhaltung, hier vor allem in der Anlagebuchhaltung, sowie die
abschließende Prüfung durch das Rechnungsprüfungsamt und die
Gemeindeprüfungsanstalt möglich.
2.
Aktueller Stand
Inzwischen
liegen die vollständigen Daten vor. Diese wurden in den letzten Wochen geprüft
und es wurde festgestellt, dass sowohl die Verzahnung zwischen Rückstellungen
und Straßenvermögen falsch erfolgte, als auch die Nebenanlagen (Bürgersteige,
Parkflächen etc.) wertmäßig durch die Firma nicht erfasst wurden. Dies ist
inzwischen von der Firma geprüft und nachgeholt
worden.
Bei
den damals vorgenommenen Plausibilitätsprüfungen durch die Verwaltung waren
diese Versäumnisse der Firma nicht aufgefallen, da einerseits der Abgleich mit
dem Liegenschaftskataster keine Auffälligkeiten zeigte und auch der Hagener
Wert nicht wesentlich von den Werten vergleichbarer Städte abwich.
Weitergehende Erfahrungswerte fehlten wegen der erstmaligen Erstellung einer
Eröffnungsbilanz naturgemäß.
Ohne dem Ergebnis der laufenden Prüfung
durch das städtische Rechnungsprüfungsamt und der noch ausstehenden Prüfung
durch die Gemeindeprüfungsanstalt vorweg zu greifen, zeichnet sich durch diese
Veränderung – neben einzelnen Korrekturen an anderer Stelle (u.a bei den
Sonderposten) – eine Erhöhung des
Eigenkapitals der Stadt Hagen in der Eröffnungsbilanz von über 300 Mio. Euro
ab.
Diese
Erhöhung des Eigenkapitals führt wiederum dazu, dass die bisher angenommene
Überschuldung der Stadt Hagen sich um etwa 2 Jahre auf das Jahr 2011
verschiebt. Damit bliebt die Stadt Hagen im Finanzplanungszeitraum von
Überschuldung bedroht und die Erhöhung des Eigenkapitals der Stadt führt leider
nicht zu einer verbesserten
haushaltsrechtlichen Beurteilung, da im Handlungsrahmen des Innenministers
überschuldete und von Überschuldung bedrohte Kommunen gleich behandelt werden.
Da
das Infrastrukturvermögen auch nicht veräußerbar ist, führt die Neubewertung
auch zu keiner Veränderung der Haushaltslage. Die Neubewertung verbessert
leider nicht das derzeit geplante Jahresdefizit von rd. 160 Mio. Euro, im
Gegenteil, die Abschreibungen werden
sich in den Folgejahren erhöhen.
Auch die Tatsache, dass die Kassenkredite der
Stadt Hagen voraussichtlich im Oktober/November die Grenze von 1 Milliarde Euro
durchbrechen werden, wird leider nicht verändert.
Zusammenfassend
lässt sich daher feststellen, dass die dargestellten Veränderungen im Rahmen
der Eröffnungsbilanz nicht zu
einer Neubewertung der Finanzlage der Stadt führen.
3. Ausblick
Das
Rechnungsprüfungsamt strebt an, bis November 2010 die interne Prüfung
abgeschlossen zu haben. Im Anschluss soll dann die überörtliche Prüfung durch
die Gemeindeprüfungsanstalt erfolgen, damit danach dem Rat die vom
Rechnungsprüfungsausschuss geprüfte Eröffnungsbilanz zur Feststellung vorgelegt
werden kann.
