Beschlussvorlage - 0693/2010
Grunddaten
- Betreff:
-
Abschlussbericht Kreativwirtschaft
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Martin Bleja
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Vorberatung
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14.09.2010
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Erledigt
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Kultur- und Weiterbildungsausschuss
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Vorberatung
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29.09.2010
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Erledigt
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Rat der Stadt Hagen
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Entscheidung
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04.11.2010
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Sachverhalt
Kurzfassung
entfällt
Begründung
Die Kultur- und
Kreativwirtschaft ist eine wichtige Dienstleistungsbranche und trägt maßgeblich
zum Strukturwandel und damit zur wirtschaftlichen Zukunft des Ballungsraumes
Ruhr bei. Gleichzeitig ist sie ein zentrales Element urbaner Lebensqualität.
Die meisten Großstädte im Ruhrgebiet, wie Dortmund, Bochum und Essen, fördern
bereits aktiv die Kultur- und Kreativwirtschaft: entweder über Großprojekte,
wie z.B. die Umnutzung der ehemaligen Dortmunder „Union-Brauerei“
zu einem „Zentrum für Kunst und Kreativität“ oder z.B. durch die
Entwicklung und Vermarktung von „Kreativquartieren“. Im Rahmen
einer vom RVR an das Büro STADTart aus Dortmund vergebenen Studie wurde nunmehr
untersucht, welche Potenziale der Kultur- und Kreativitätswirtschaft es in den
kleineren Großstädten und Mittelzentren des Ruhrgebiets gibt. Für diese Studie
wurde die Stadt Hagen als Fallbeispiel neben Dinslaken, Recklinghausen und Unna
ausgewählt.
Wie die Studie
„Kreativwirtschaft“ belegt, sind in Hagen schon heute eine unerwartet
hohe Anzahl von Betrieben angesiedelt (Mode- und Lichtdesigner, Fotografen,
Architekten, bildende Künstler, Druckereien usw.), die im Bereich der
Kreativwirtschaft nennenswert Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und Umsätze
generieren.
Ein
räumlicher Schwerpunkt dieser Branche ist die Innenstadt incl. der angrenzenden
Quartiere wie z.B. Oberhagen und Wehringhausen. Weitere jedoch schwächer
ausgeprägte räumliche Schwerpunkte bilden die Stadtteile Eppenhausen, Emst und
Eilpe.
Die
Ansiedlung und Unterstützung dieser Branchen kann insbesondere in Stadtteilen
mit extrem schwieriger demografischer Entwicklung und Leerständen einen
entscheidenden Beitrag zur Revitalisierung dieser Stadtteile leisten.
Über
das EU-Förderprogramm INTERREG besteht die Möglichkeit, Fördergelder für eine
Unterstützung der weiteren Entwicklung des Elbers-Quartiers und des Stadtteils
Wehringhausen im Bereich der Kreativwirtschaft zu beantragen.
Die
Revitalisierung des Geländes der ehemaligen Elbershallen ist als wichtiger
Baustein im städtischen Gesamtkontext zu sehen. Die neuen Elbershallen
präsentieren sich als architektonisches Kleinod im Herzen der Stadt Hagen und
spielen heuten eine zentrale Rolle im freizeitlichen Entdecken und Erleben
historischer Industriekultur. Hier werden derzeit neben bestehenden Freizeit-
und Gastronomieangeboten in leerstehenden ehemaligen Produktionshallen Betriebe
aus dem Bereich der Kreativwirtschaft angesiedelt.
Der
benachbarte Stadtteil Wehringhausen ist ein Quartier, in dem Freizeit- und
Kulturaktivitäten eine große Rolle spielen. Eine große Anzahl von
Kleinunternehmen sind hier angesiedelt, die dem Bereich der Kreativwirtschaft
zuzuordnen sind. EU-Fördergelder können hier verzahnt mit dem Programm
„Soziale Stadt“ eingesetzt werden.
Die
Stadt Hagen darf auf Grund der Beschränkungen im Nothaushalt keinerlei
Eigenmittel für Projekte veranschlagen.
Somit sind diese ohne Eigenmittelbeteiligung der Stadt Hagen zu planen
und durchzuführen. Das EU-Förderprogramm INTERREG bietet die Möglichkeit, die
erforderlichen Eigenmittel durch zur Verfügung gestellte Sponsorenmittel zu
ersetzen.
Ein
pdf-Dokument des Abschlußberichtes "Kreativwirtschaft" ist als Anlage
der ALLRIS-Vorlage 0693/2010 beigefügt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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6,4 MB
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