Beschlussvorlage - 0406/2010
Grunddaten
- Betreff:
-
Berichtsvorlage Konzept Rettungspunkte im Hagener Stadtgebiet
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB37 - Brand- und Katastrophenschutz
- Bearbeitung:
- Dieter Althaus
- Beteiligt:
- 24 Forstamt
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss
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Entscheidung
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20.05.2010
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Sachverhalt
Kurzfassung
Eine Kurzfassung ist nicht
erforderlich.
Begründung
1. Zielsetzung:
> Einfache
und schnelle Zuordnung des Standortes von Personen, die sich in Waldgebieten
und Freiflächen aufhalten und in einer Notsituation sind bzw. ein ähnliches
Ereignis beobachten. Dazu gehören u. a. medizinische Notfälle, Kriminaldelikte
und Schadenfeuer.
> Schnelle
Hilfeleistung für in Not geratene Personen durch bekannte Anfahrtswege und
vordefinierte Sammelplätze von Einsatzfahrzeugen.
2. Begründung:
Durch
den hohen Verbreitungsgrad von Mobiltelefonen ist es Hilfeersuchenden in
Gebieten mit entsprechender Netzabdeckung fast immer möglich, einen Notruf abzusetzen.
Als problematisch erweist sich jedoch stets die räumliche Zuordnung bei solchen
Personen, die aufgrund mangelnder Ortskenntnis und/oder einer psychischen
Belastung durch ihre Situation nicht in der Lage sind, dem Fachpersonal in den
3. Situation zurzeit / Problemstellung:
Durch
gezieltes Abfragen durch das
Diese
Abfragen verzögern ein schnelles Ausrücken des Einsatzpersonals erheblich. Des
Weiteren muss vor Ort zeitraubend nach der Person gesucht werden.
Die
Anfahrtswege in Waldgebieten sind in der Regel dem Einsatzpersonal unbekannt
und führen nicht selten bei Befahren von unbefestigten Wegen zu weiteren Einsatzverzögerungen
wie ein Festfahren von Fahrzeugen, die nicht über einen Allradantrieb verfügen.
Diese Problematik wird bei Dunkelheit weiter verstärkt.
4. Konzept der Rettungspunkte
Durch
Anbringen von einheitlichen Schildern, die einen in Not geratenen Bürger in die
Lage versetzen, eine genaue Standortangabe an das
Die
Standorte der Schilder werden dem Konzept nach in den Einsatzleitsystemen der
betreffenden
Bei
allen Einsätzen der Feuerwehr und des Rettungsdienstes der Stadt Hagen erhalten
Fahrzeuge beim Ausrücken von ihrem Standort eine über Alarmdrucker ausgedruckte
Alarmdepesche. Diese enthält neben der Einsatzadresse und weiteren Hinweisen auch
eine genaue Anfahrtsbeschreibung zum Einsatzort.
Ähnlich
einer Straße werden bei einer Umsetzung des Konzepts auch die Anfahrten zu den
Rettungspunkten datentechnisch versorgt und beinhalten neben dem besten
Anfahrtsweg auch die Benennung von Treffpunkten. Diese vorher ermittelten Treffpunkte
stellen eine Grenze dar, ab der z.B. nur noch geländegängige Fahrzeuge weiterfahren
können. Bei der Einsatzeröffnung werden die geeigneten Fahrzeuge mit alarmiert,
damit eine Anfahrt zum Rettungspunkt gewährleistet ist.
5. Inhalt des Schildes

Texte „Ihr Standort im
Notfall“ und „Standortangabe bei Notruf bitte angeben“
Die
Inhalte sollen eine hilfesuchende Person auch ohne Vorkenntnis in die Lage versetzen,
den Zweck des Schildes sofort und zweifelsfrei erkennen zu können.
Q7-12 (beispielhaft)
Die
Standortangabe setzt sich aus zwei Teilen zusammen:
a) Aus der Angabe des Planquadrates (z.B. Q7) im
amtlichen Hagener Stadtplan. Dadurch ist eine schnelle räumliche Zuordnung
möglich, die max. ein Planquadrat von 600x600 Meter umfasst.
b) Aus der laufenden Nummer des Schildes innerhalb des
betreffenden Planquadrates, wodurch die genaue Position des Schildes bzw. der
Personen abgeleitet werden kann. Der Standort eines einzelnen Schildes wird
georeferenziert erfasst und in den Einsatzleitsystemen hinterlegt.
Durch die Verwendung von einfachen Zahlen können
jederzeit Schilder beliebig hinzugefügt werden. (Beispiel: Zwischen Q7-12 und
Q7-13 werden zwei Schilder nachträglich hinzugefügt. Dann erhalten die neuen
Schilder die Bezeichnung Q7-121 und Q7-122.
Notruf
112 (mit Telefonsymbol)
Auf
dem Schild befindet sich die in Europa einheitliche Notrufnummer 112. Der Notruf
läuft daher immer in der
6. Vorhalten von Kartenmaterial und
Anfahrten für den Redundanzfall
Eine
in den
Außerdem
verfügt ein Großteil der Fahrzeuge über so genannte Anfahrtsordner, in denen
die Anfahrten zu den Rettungspunkten in Papierform vorgehalten werden.
Durch
die parallele Versorgung in den Einsatzleitsystemen von Polizei und Feuerwehr
wird die Datensicherheit zusätzlich erhöht.
7. Standorte und räumliche Abstände
zwischen den Schildern.
Die
Schilder sollen in bekannten Naherholungsorten wie an Wegen im städtischen und
privaten Wald, die von Spaziergängern, Joggern, Mountainbikern etc. benutzt werden,
am Hengsteysee, an der Hasper Talsperre und an Wegen entlang der Lenne
aufgestellt werden. Auch in weitläufigen Parks und Grünflächen, wie z.B. dem Hameckepark,
ist eine Montage angedacht.
In
einem Konzeptgespräch zwischen der Polizei, -24- und -37- wurde vereinbart,
dass in einem ersten Schritt an allen relevanten Wegen in Waldgebieten jeweils
ein Schild an wichtigen Kreuzungspunkten befestigt werden sollte.
Auf
langen Wegen sollte der Abstand zwischen zwei Schildern nicht mehr als
ca. 1000 Meter betragen. Die Schilder können an vorhandenen Masten und
Pfählen angebracht werden. Sollte keine Befestigungsmöglichkeit wie z.B. ein
Baum vorhanden sein, kann im Ausnahmefall ein Pfosten gesetzt werden.
Nach
einer ersten Bestandsaufnahme wurde für eine annähernd flächendeckende
Versorgung des Stadtgebietes ein Bedarf von ungefähr 250 Schildern ermittelt.
8. Kosten des Projekts
Die
Kosten des Projekts setzen sich im Wesentlichen aus der Anschaffung der Schilder
und dem Befestigungsmaterial zusammen. Nach einer groben Schätzung werden
hierfür Kosten von ungefähr 5000 Euro (20 Euro je Schild) anfallen.
Für
den Kauf der Schilder sollen Sponsoren gefunden werden. Erste Gespräche hierzu erscheinen
erfolgversprechend. Somit könnte die Maßnahme, bis auf die Personalkosten für die
Datenerfassung und Montage durch -24- und -37-, kostenneutral für die Stadt
Hagen umgesetzt werden.
9. Aussicht
Bei
Umsetzung des innovativen Projekts erhöht sich die Sicherheit der Hagener Bürger
und Besucher in den Naherholungsgebieten der Stadt und stellt gleichzeitig ein
Imagegewinn der waldreichsten Großstadt von NRW dar.
