Anfrage - 0547/2026
Grunddaten
- Betreff:
-
Anfrage der FDP-Fraktion: Eichenprozessionsspinner in Hagen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Anfrage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Sam Kuhtz
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Geplant
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Umweltausschuss
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Entscheidung
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01.07.2026
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Sachverhalt
1. Befallslage und gesundheitliche Folgen
Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) verbreitet sich bundesweit in zunehmendem Maß und stellt insbesondere durch seine Brennhaare eine erhebliche Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Die FDP-Ratsfraktion möchte wissen, wie sich die Situation konkret in Hagen darstellt.
a) Wie hat sich die Befallssituation in Hagen in den Jahren 2022 bis 2025 entwickelt? Wie viele befallene Standorte (Einzelbäume oder Flächen) wurden in diesem Zeitraum erfasst, und wie werden diese dokumentiert?
b) Existiert eine systematische Kartierung befallener Eichen im Stadtgebiet? Wenn ja: Ist diese öffentlich einsehbar?
c) Sind der Stadt Hagen Fälle bekannt, in denen Bürgerinnen und Bürger infolge des Eichenprozessionsspinners gesundheitliche Beeinträchtigungen erlitten haben (z.B. Atemwegsreizungen, Hautausschläge, allergische Reaktionen)? Falls ja: Werden diese Fälle statistisch erfasst und ausgewertet?
d) Wurde das Gesundheitsamt der Stadt Hagen in die Lagebewertung und Maßnahmenplanung einbezogen?
2. Bekämpfungsmaßnahmen und deren Evaluation
Eine effektive Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners erfordert sowohl eine klare Zuständigkeitsregelung als auch eine regelmäßige Überprüfung der eingesetzten Methoden auf ihre Wirksamkeit.
a) Welche konkreten Bekämpfungsmaßnahmen werden aktuell in Hagen eingesetzt (z.B. mechanische Absaugung, Einsatz von Bacillus thuringiensis var. kurstaki, chemische Mittel)?
b) Welche städtischen Fachbereiche oder externen Dienstleister sind für die Bekämpfung zuständig? Gibt es einen übergreifenden stadtweiten Bekämpfungsplan mit definierten Prioritäten und Terminen?
c) Wurden oder werden die eingesetzten Maßnahmen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit evaluiert? Falls ja: Mit welchem Ergebnis? Falls nein: Ist eine systematische Evaluation geplant?
d) Welche Kosten entstanden der Stadt Hagen durch Bekämpfungsmaßnahmen gegen den Eichenprozessionsspinner in den Jahren 2022 bis 2025?
3. Einsatz von Nematoden und Erfahrungen anderer Kommunen
Nematoden (insbesondere Steinernema carpocapsae) gelten als biologisch abbaubares, schonungsvolles Bekämpfungsmittel, das sich besonders für den Einsatz in sensiblen Umgebungen eignet, in denen chemische oder physikalische Methoden unerwünscht sind.
a) Setzt die Stadt Hagen Nematoden zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners ein, insbesondere im unmittelbaren Umfeld von Schulen, Kindertagesstätten und stationären Pflegeeinrichtungen? Falls ja: An wie vielen Standorten erfolgt oder erfolgte dieser Einsatz, und wie bewertet die Verwaltung die bisherige Wirksamkeit? Falls nein: Wurde der Einsatz von Nematoden als biologisches Bekämpfungsverfahren geprüft? Welche Gründe sprechen ggf. gegen eine Anwendung?
b) Sind der Stadtverwaltung Erfahrungen anderer Kommunen mit dem Einsatz von Nematoden oder anderen biologischen Verfahren bekannt? Hat ein Austausch mit anderen Städten oder kommunalen Netzwerken zu diesem Thema stattgefunden?
Anlagen
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(wie Dokument)
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323,3 kB
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