Anfrage - 0337/2026

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

a) Bestandsentwicklung

Wie hat sich die Wildschweinpopulation seit dem letzten Bericht entwickelt?

Welche aktuellen Daten liegen zu Sichtungen, Begegnungen, Fallwild und Bejagungsergebnissen vor?

b) Begegnungen und Gefahrenlage

Wie viele Begegnungen zwischen Menschen und Wildschweinen wurden seit 2025 dokumentiert (inkl. Polizei und Untere Jagdbehörde)?

In welchen Fällen kam es zu Einschränkungen beim Zugang zu Schulen, Kindergärten oder anderen öffentlichen Einrichtungen?

Wie bewertet die Verwaltung das zunehmende fehlende Fluchtverhalten und die Risiken durch Frischlinge und Leitbachen?

c) Schäden

Welche Schäden an privatem und öffentlichem Eigentum wurden gemeldet?

Welche Einschätzung nimmt die Verwaltung zur aktuellen Gefährdungslage vor?

d) Maßnahmen

Welche konkreten Maßnahmen plant die Verwaltung in der aktuellen Vegetationsperiode, um den Bestand zu reduzieren?

Welche Schritte wurden bereits eingeleitet?

Plant die Verwaltung, erneut oder erweitert eine Sonderabschussgenehmigung zu beantragen?

e) Lösungsvorschläge

Welche konkreten Handlungsvorschläge legt die Verwaltung dem Rat vor, um kurzfristig und mittelfristig eine Entspannung der Lage zu erreichen?

Welche Kooperationen mit Jägerschaft, Forst, Polizei und weiteren Akteuren sind vorgesehen?

Begründung:

Auf Grundlage der bisherigen Initiativen – darunter der Antrag vom 28.08.2025, in dem dokumentiert wurde, dass „Wildschweine Gärten und Wohnareale heimsuchen“ und „der Populationsdruck auf bewohnte Bereiche beständig größer“ werde – sowie des gemeinsamen Vorschlags vom 10.03.2026 zur Erstellung eines Sachstandsberichts, stellen die Fraktionen CDU und SPD die aktualisierte Anfrage.

Aktuelle Lage

Die Situation in mehreren Hagener Stadtteilen hat sich mit den neuen Würfen einer neuen Wildschwein-Generation (Frischlinge) weiter zugespitzt. Den Tieren reichen die natürlichen Rückzugsräume zusehends nicht aus. Sie drängen zwangsweise immer weiter und mutiger in bewohnte Gebiete vor. Dabei verlieren sie zusehends die natürliche Scheu. Bürgerinnen und Bürger berichten zunehmend, dass Wildschweine nicht mehr flüchten, sondern in unmittelbarer Nähe von Menschen stehen bleiben oder sogar auf sie zulaufen.

Viele Menschen fühlen sich dadurch massiv in ihrer Sicherheit und in ihrer Freiheit eingeschränkt. Besonders alarmierend sind Rückmeldungen, wonach Schulen und Kindergärten zeitweise nicht gefahrlos erreichbar sind, weil Wildschweine sich im direkten Umfeld der Einrichtungen aufhalten. Eltern berichten, dass sie ihre Kinder nicht mehr allein laufen lassen wollen.

Bereits jetzt messbar sind zunehmende Sachschäden an Gärten, Zäunen, Spielplätzen und Grünflächen. Diese nehmen kontinuierlich zu. Deshalb halten es die Antragsteller für geboten, dass nun dringend zielgerichtete Maßnahmen ergriffen werden, um den Menschen vor dem Wildschwein zu schützen.

Die Fragen sollen helfen, bevölkerungs- und artgerechte Lösungswege zu suchen.

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Anlagen

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Beschlüsse

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23.04.2026 - Haupt- und Finanzausschuss - zur Kenntnis genommen