Anfrage - 0113/2026

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

 

Vor dem Hintergrund sich wandelnder Konsumgewohnheiten, neuer psychoaktiver

Substanzen sowie veränderter gesellschaftlicher Rahmenbedingungen bittet die

HAK-Fraktion die Verwaltung um Auskunft zu folgenden Punkten:

 

1. Welche aktuellen Erkenntnisse liegen der Stadt Hagen zur Entwicklung des

Sucht- und Konsumverhaltens bei Kindern und Jugendlichen vor, insbesondere

in Bezug auf Alkohol, Cannabis, Nikotin, digitale Medien, Glücksspiel sowie

neuere bzw. veränderte Konsumformen wie Lachgas (Distickstoffmonoxid), EZigaretten

(Vapes) und nikotinhaltige Beutel (z. B. Snus)?

2. Welche Altersgruppen sind nach Kenntnis der Verwaltung besonders betroffen

und lassen sich hierbei Unterschiede zwischen einzelnen Suchtmitteln bzw.

Konsumformen feststellen?

3. Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung zur Verbreitung und zum Konsum

von Lachgas unter Jugendlichen in Hagen vor?

• Sofern vorhanden, bitte Darstellung von Beobachtungen aus

Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Streetwork oder Ordnungsdiensten.

• Inwiefern hat sich der Konsum von Lachgas seit Einführung des

Verkaufsverbotes an Minderjährige entwickelt?

4. Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung zum Konsum von E-Zigaretten

(Vapes) unter Kindern und Jugendlichen vor, insbesondere im Hinblick auf

Einstiegsalter, Verbreitung im schulischen Umfeld sowie die Wahrnehmung

gesundheitlicher Risiken?

5. Welche Rolle spielen nach Kenntnis der Verwaltung nikotinhaltige Beutel (z. B.

Snus) im Konsumverhalten junger Menschen in Hagen?

Liegen hierzu Rückmeldungen oder Beobachtungen aus Schulen,

Jugendhilfe oder Präventionsarbeit vor?

6. Welche bestehenden Angebote zur Suchtprävention gibt es aktuell in Hagen?

Bitte differenziert nach:

• Schule,

• offener Kinder- und Jugendarbeit,

• aufsuchender Arbeit (Streetwork),

• Beratungsangeboten.

Zudem wird um Darstellung gebeten, inwiefern diese Angebote gezielt auch

neue Konsumformen wie Vapes, Snus oder Lachgas berücksichtigen.

7. Welche freien Träger und Kooperationspartner sind in diesem Aufgabenfeld

eingebunden?

8. Wie bewertet die Verwaltung die Wirksamkeit der bestehenden

Präventionsangebote vor dem Hintergrund veränderter Konsumformen, einer

zunehmenden Verharmlosung nikotinhaltiger Produkte sowie der schnellen

Verfügbarkeit neuer Substanzen?

9. Sieht die Verwaltung vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen

zusätzlichen Handlungsbedarf, insbesondere in den Bereichen:

• Prävention und altersgerechte Aufklärung,

• Streetwork und aufsuchende Angebote,

• Zusammenarbeit mit Schulen,

• ordnungsrechtliche Maßnahmen,

• interkommunale Kooperationen?

 

 

Begründung:

 

Suchtprävention ist ein zentrales Handlungsfeld der Jugendhilfe und gewinnt

angesichts sich stetig wandelnder Konsumtrends zunehmend an Bedeutung.

Neben klassischen Suchtmitteln rücken neue Substanzen und Konsumformen in

den Fokus, die von Kindern und Jugendlichen häufig als harmlos oder risikoarm

wahrgenommen werden.

Insbesondere der Konsum von Lachgas, die stark zunehmende Verbreitung von EZigaretten

sowie der Gebrauch nikotinhaltiger Beutel zeigen, dass sich

Suchtverhalten nicht nur verändert, sondern teilweise unauffällig in den Alltag

junger Menschen integriert. Diese Entwicklungen stellen bestehende Präventionsund

Aufklärungsangebote vor neue fachliche, strukturelle und pädagogische

Herausforderungen.

Der Jugendhilfeausschuss trägt eine wesentliche Verantwortung für die

strategische Ausrichtung der kommunalen Präventionsarbeit. Eine aktuelle,

realistische und differenzierte Einschätzung der Situation in Hagen ist daher

erforderlich, um bestehende Angebote gezielt anzupassen, weiterzuentwickeln und

frühzeitig auf neue Risiken reagieren zu können.

Die Anfrage dient der politischen Einordnung der aktuellen Lage sowie der

Vorbereitung möglicher weiterer Handlungsschritte.

 

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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04.03.2026 - Jugendhilfeausschuss