Anfrage - 0096/2026

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Zukunftsperspektive für das ehemalige Hellweg-Gebäude in Hagen

Anfrage:

 

1. Befindet sich die Hagen.Wirtschaftsentwicklung oder die Stadtverwaltung

aktuell im Austausch mit den Eigentümern des ehemaligen Hellweg-Gebäudes

bezüglich einer Nachnutzung des Objektes?

 

2. Liegt der Stadt ein konkretes Nachnutzungskonzept oder eine

Interessensbekundung potenzieller Investoren, Betreiber oder Projektentwickler

für dieses Gebäude vor?

 

3. Wurde seitens der Stadt oder der Wirtschaftsentwicklung geprüft, ob sich das

Gebäude aufgrund seiner Größe, Lage und Struktur für ein Outlet-Center,

Fachmarktzentrum oder eine vergleichbare frequenzstarke Nutzung eignet?

 

4. Gab es in der Vergangenheit bereits Gespräche oder Prüfungen hinsichtlich

alternativer Nutzungen wie z. B.:

• Indoor-Freizeitangebote (Trampolinpark, Kletterhalle, Family-Entertainment),

• Sport- und Eventflächen,

• Gründer- und Innovationszentrum,

• Gesundheits- oder Bildungszentrum,

• Kombination aus Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistung?

 

5. Wie bewertet die Verwaltung die städtebauliche und wirtschaftliche Bedeutung

dieses leerstehenden Großobjektes für die Entwicklung des Quartiers, und ist

sie bereit, hier eine aktive, moderierende und konzeptionelle Rolle

einzunehmen, indem gemeinsam mit den Eigentümern, der

Wirtschaftsentwicklung und ggf. externen Projektentwicklern ein konkretes

Nachnutzungskonzept erarbeitet und dem Ausschuss vorgestellt wird?

 

Begründung:

Das ehemalige Hellweg-Gebäude stellt aufgrund seiner außergewöhnlichen

Größe, Lage und baulichen Struktur eines der markantesten leerstehenden

Gewerbeobjekte in Hagen dar. Der derzeitige Leerstand hat nicht nur negative

städtebauliche Auswirkungen, sondern wirkt sich auch spürbar auf die

wirtschaftliche Entwicklung und die Attraktivität des umliegenden Bereichs aus.

Während Hagen an vielen Stellen mit kleinteiligen Leerständen kämpft, handelt es

sich hier um eine seltene Chance: Ein einzelnes Großobjekt bietet die Möglichkeit,

durch eine gezielte Nachnutzung erhebliche Frequenz, Kaufkraft und neue

Besuchergruppen in die Stadt zu holen.

Gerade Konzepte wie ein Outlet-Center, ein Fachmarkt- und Erlebnisstandort,

Indoor-Freizeitangebote oder kombinierte Nutzungen aus Handel, Gastronomie,

Sport, Gesundheit oder Bildung haben in vergleichbaren Städten nachweislich zu

einer deutlichen Belebung ganzer Stadtquartiere geführt.

Ein solches Projekt entsteht erfahrungsgemäß nicht zufällig durch eine einfache

Vermietung, sondern durch aktives Zutun der Stadt, der Wirtschaftsentwicklung

und der Eigentümer in Form eines abgestimmten Entwicklungskonzeptes.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Herausforderungen im Einzelhandel, der

Innenstadtbelebung und der wirtschaftlichen Attraktivität Hagens sollte dieses

Objekt nicht dem Zufall überlassen, sondern strategisch als Entwicklungschance

für die Stadt begriffen werden.

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Anlagen

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Beschlüsse

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19.02.2026 - Stadtentwicklungsausschuss - zur Kenntnis genommen