Anfrage - 0091/2026

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Die Fraktion Bürger für Hohenlimburg/Die PARTEI bittet die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen zum Stand der kommunalen Wärmeplanung. Von der Planung hängen auch konkrete Investitionsentscheidungen von Hauseigentümern ab.

 

1. Allgemeiner Sachstand

a) In welchem Bearbeitungsstand befindet sich derzeit die kommunale Wärmeplanung der Stadt Hagen? (nach der Eignungsprüfung aktuell die Bestandsprüfung 12/2025)

b) Welche wesentlichen Zwischenergebnisse liegen bislang vor und welcher Zeitplan ist bis zur Fertigstellung vorgesehen?

 

2. Sozioökonomische Auswirkungen und Bezahlbarkeit

a) Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung zu den sozioökonomischen Auswirkungen der kommunalen Wärmeplanung auf die Bevölkerung in Hagen vor?

b) Wie wird sichergestellt, dass die geplanten Maßnahmen für die Bürgerinnen und Bürger in einer strukturell und finanziell stark belasteten Kommune wie Hagen bezahlbar bleiben?

c) Welche Auswirkungen werden insbesondere für Haushalte mit geringem Einkommen, ältere Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter erwartet?

Die Planung bildet die Grundlage für Investitionsentscheidungen von Hauseigentümern. Diese sollten frühzeitig Planungssicherheit haben.

 

3. Kosten, Förderung und soziale Abfederung

a) Welche Investitions- und Folgekosten sind für verschiedene Versorgungsoptionen (z.B. Wärmenetze, Wärmepumpen, hybride Lösungen) absehbar?

b) Welche Förderprogramme von Bund und Land werden hierbei berücksichtigt, und wie will die Stadt Hagen Bürgerinnen und Bürger bei der Inanspruchnahme dieser Fördermittel unterstützen?

c) Sind kommunale Instrumente oder soziale Ausgleichsmechanismen geplant, um Härten zu vermeiden?

 

4. Dezentrale Struktur und Topografie

a) Wie berücksichtigt die kommunale Wärmeplanung die dezentrale Siedlungsstruktur sowie die besondere Topografie des Hagener Stadtgebiets insgesamt?

b) Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für den Ausbau von Wärmenetzen oder alternativen Versorgungslösungen, und wie sollen diese bewältigt werden?

5. Einbindung von Stadtentwicklung und Politik

a) Wie werden die Ergebnisse der Wärmeplanung mit der Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung verzahnt?

b) Wie und wann sollen die zuständigen politischen Gremien sowie die Öffentlichkeit informiert und beteiligt werden?

 

Begründung: Die kommunale Wärmeplanung ist ein zentrales Instrument der Energie- und Klimapolitik, greift jedoch tief in die Lebensrealität der Bürgerinnen und Bürger ein. In einer besonders finanzschwachen Kommune mit heterogener, dezentraler Siedlungsstruktur und anspruchsvoller Topografie wie Hagen ist es entscheidend, dass die Wärmeplanung sozial ausgewogen und realistisch umsetzbar gestaltet wird. Vor diesem Hintergrund besteht ein besonderes Interesse hinsichtlich Transparenz und frühzeitiger Information.

 

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Anlagen

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Beschlüsse

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19.02.2026 - Stadtentwicklungsausschuss - zur Kenntnis genommen