Stellungnahme - 0015/2026-1
Grunddaten
- Betreff:
-
Anfrage der CDU-Fraktion
hier: Sachstandsabfrage und Zeitplan zum Lenneradweg – Abschnitt Oege / Bahntrasse
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Stellungnahme
- Federführend:
- FB60 - Verkehr, Immobilien, Bauverwaltung und Wohnen
- Bearbeitung:
- Michele Bifulco
- Freigabe durch:
- Henning Keune (Technischer Beigeordneter)
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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Geplant
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Bezirksvertretung Hohenlimburg
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Kenntnisnahme
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29.01.2026
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Sachverhalt
Die CDU-Fraktion hat für die Sitzung am 29.01.2026 der Bezirksvertretung Hohenlimburg eine Anfrage gemäß § 5 (1) der Geschäftsordnung zum Sachstand des Projektes Lenneradweg, im speziellen für den Abschnitt Oege, gestellt.
Die Verwaltung kann wie folgt Stellung beziehen:
Frage 1: Welche belastbaren Ergebnisse liegen zum Lenneradweg bislang vor?
(Planungsstand, geprüfte Trassenvarianten, externe Abstimmungen)
Antwort: Für den ersten Teil des ersten Abschnitts liegt eine Vorentwurfsplanung des beauftragten Ingenieurbüros vor. Dieser Abschnitt reicht von der Stennertbrücke bis zur Kettenbrücke.
Dabei wurden drei Trassenverläufe geprüft, zum einen die Führung eines neuen Radweges direkt am Südufer der Lenne entlang. Zum anderen wurde die Führung des Lenneradwegs durch den Lennepark am nördlichen Ufer entlang geprüft, sowie die Führung des Lenneradwegs durch Umwidmung der Straße „Im Weinhof“ hin zu einer Fahrradstraße. Als klare Vorzugsvariante wird der erstgenannte Trassenverlauf direkt am Südufer der Lenne weiterverfolgt. Aktuell werden hier Gespräche mit den Grundstückseigentümern geführt, zu denen aber noch keine belastbaren Ergebnisse vorliegen.
Auch muss darauf hingewiesen werden, dass die Führung des Lenneradwegs eng verzahnt mit dem INSEK-Hohenlimburg und dem dort verankerten Teilprojekt „Hohenlimburg an die Lenne“ geplant werden muss. Dies ist insbesondere deshalb zwingend notwendig, weil die beschriebene Vorzugsvariante durch ihre Führung unter der Stennertbrücke her eine Öffnung der Hochwasserschutzmauer im Bereich des Brucker Platzes erfordert. Aufgrund der Verzögerungen beim Projekt „Hohenlimburg an die Lenne“ konnten auch die Planungen zum Lenneradweg nicht weiter konkretisiert werden.
Frage 2: Haben Gespräche mit der Deutschen Bahn AG zur Führung des Radwegs parallel zur Bahntrasse in Oege stattgefunden?
Antwort: Der beschriebene Abschnitt in Oege liegt in einem späteren Planungsabschnitt. Derzeit laufen wie beschrieben und wie von der BV Hohenlimburg am 20.04.2023 mitbeschlossen die Planungen zum ersten Abschnitt. Eine parallele Bearbeitung unterschiedlicher Abschnitte kann aufgrund der Vielzahl der weiteren laufenden Großprojekte im Stadtgebiet (z.B. Enneperadweg und Volmeradweg) nicht erfolgen. Es haben daher noch keine Gespräche, Planungen zu anderen Abschnitten stattgefunden.
Frage 3: Welche Trassenvariante verfolgt die Verwaltung aktuell vorrangig und aus welchen Gründen?
Antwort: Aktuell wird, wie in der Antwort zu Frage 1 beschrieben, für den ersten Abschnitt die Trassenvariante entlang des Südufers der Lenne vorrangig verfolgt. Dies liegt einerseits darin begründet, dass diese Variante durch ihre Ufernähe besonders attraktiv ist und andererseits in den Nachteilen der anderen beiden Varianten.
Die Variante durch eine Fahrradstraße „Im Weinhof“ ist konzeptionell als Führung des Lenneradwegs grundsätzlich geeignet, jedoch schafft diese kaum einen Mehrwert für Radfahrende, diese beschränken sich lediglich darauf, dass ihnen Straßenverkehrsrechtlich hier Vorrang vor dem Kraftfahrzeug eingeräumt würde. Auch die Konfliktsituation mit ein- und ausfahrenden Lieferverkehren der Fa. Bilstein wird als stark negativ eingeschätzt.
Die Variante durch den Lennepark auf der nördlichen Lenneuferseite birgt den Nachteil, dass diese nur über die Führung über die Stennertbrücke und den Knotenpunkt Iserlohner Straße / Mühlenbergstraße erreichbar ist. Hier kann nach Einschätzung der Verwaltung jedoch keine geeignete Radverkehrsführung realisiert werden, unter anderem weil die Seitenräume der Stennertbrücke nach heutigen Maßstäben nicht geeignet für eine Führung des Radverkehrs sind.
Frage 4: Wie sieht ein konkreter, belastbarer Zeitplan aus – von der weiteren Planung über Abstimmungen bis zur politischen Entscheidung und Umsetzung?
Antwort: Zum Aktuellen Stand können belastbaren Aussagen zum Zeitplan nur über die Erstellung der Ausbauplanung für den ersten Abschnitt des Lenneradwegs gegeben werden. Hier ist ein Abschluss der Planungen im Jahr 2026 angestrebt.
Frage 5: Welche wesentlichen Hemmnisse bestehen derzeit und welche konkreten Schritte unternimmt die Verwaltung, um diese zeitnah zu beseitigen?
Antwort: Derzeit werden die Gespräche mit den Grundstückseigentümern am südlichen Lenneufer geführt. Dies ist ein Prozess, der nur schwierig zu beschleunigen ist, daher laufen parallel dazu die weiteren Planungen zur Ausbauplanung beim beauftragten Ingenieurbüro weiter. Weitere potenzielle „Konfliktpunkte“ bestehen naturgemäß in den Schnittstellen zum INSEK-Hohenlimburg sowie zu den Interessen des Servicezentrums Sport (Kanustrecke) und der unteren Wasserschutzbehörde. Alle beteiligten Stellen der Verwaltung stehen hier jedoch in einem guten und regelmäßigen Austausch, sodass hier davon ausgegangen werden kann, dass intern keine weiteren Verzögerungen zu erwarten sind.
