Vorschlag zur Tagesordnung - 0012/2026
Grunddaten
- Betreff:
-
Antrag der HAK-Fraktion
hier: Einführung von Anreizen und Privilegien für Elektromobilität im Stadtgebiet
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB61 - Stadtentwicklung, -planung und Bauordnung
- Bearbeitung:
- Dagmar Kreuzer
- Freigabe durch:
- Dagmar Kreuzer
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Stadtentwicklungsausschuss
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Entscheidung
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19.02.2026
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Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt,
1. ein umfassendes Konzept zur Einführung städtischer Anreize und Privilegien für
Elektrofahrzeuge im Stadtgebiet Hagen zu erarbeiten;
2. dabei insbesondere zu prüfen und darzustellen:
• die Einführung von kostenfreiem oder deutlich vergünstigtem Parken für
Elektrofahrzeuge auf entsprechend gekennzeichneten öffentlichen Parkplätzen,
• begünstigte Parktarife für Elektrofahrzeuge in städtischen Parkhäusern und auf
bewirtschafteten Parkflächen,
• die zeitlich oder räumlich begrenzte Nutzung ausgewählter Busspuren oder
Umweltspuren durch Elektrofahrzeuge, soweit dies verkehrlich vertretbar und
rechtlich zulässig ist,
• weitere kommunale Privilegierungen im Rahmen der geltenden Straßenverkehrsund
Elektromobilitätsgesetzgebung (z. B. Sonderparkrechte, Ladezonen,
Kurzzeitparkregelungen);
3. die rechtlichen, verkehrlichen, ökologischen und finanziellen Auswirkungen der
vorgeschlagenen Maßnahmen darzustellen und konkrete Umsetzungsvorschläge
einschließlich eines Stufen- und Evaluationskonzepts zu entwickeln;
4. dieses Konzept auch dem Umweltausschuss zur gemeinsamen Beratung vorzulegen.
Sachverhalt
Die Förderung der Elektromobilität ist ein wesentlicher Baustein für eine nachhaltige,
klimafreundliche und zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Während zahlreiche deutsche
Städte ihren Bürgerinnen und Bürgern bereits spürbare Anreize für den Umstieg auf
Elektrofahrzeuge bieten, bestehen im Stadtgebiet Hagen bislang kaum vergleichbare
Vorteile.
In vielen Kommunen gehören kostenfreies oder vergünstigtes Parken für
Elektrofahrzeuge, Sondernutzungen von Verkehrsflächen oder gezielte Privilegien im
ruhenden und fließenden Verkehr längst zu den etablierten Instrumenten kommunaler
Verkehrspolitik. Diese Maßnahmen wirken nicht nur als konkreter Anreiz für den Umstieg
auf emissionsarme Antriebe, sondern tragen auch messbar zur Reduzierung von Lärm,
Luftschadstoffen und CO₂-Emissionen im innerstädtischen Bereich bei.
Hagen steht insbesondere vor dem Hintergrund von Klimaschutzzielen,
Luftreinhalteanforderungen und einer angespannten Verkehrssituation in der Innenstadt
vor der Aufgabe, die Mobilitätswende aktiv zu gestalten. Die derzeit fehlenden oder sehr
eingeschränkten Vorteile für Elektrofahrzeuge senden jedoch ein gegenteiliges Signal
und schwächen die Attraktivität umweltfreundlicher Mobilitätsformen.
Ziel dieses Antrags ist es daher, ein rechtssicheres, ausgewogenes und praktikables
Maßnahmenpaket zu entwickeln, das Elektromobilität in Hagen sichtbar fördert, ohne
den öffentlichen Verkehr oder den Verkehrsfluss unverhältnismäßig zu beeinträchtigen.
Durch ein gestuftes und evaluiertes Vorgehen kann zudem sichergestellt werden, dass
die Maßnahmen bedarfsgerecht angepasst und weiterentwickelt werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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187,2 kB
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