Beschlussvorlage - 1069/2026
Grunddaten
- Betreff:
-
Vorschlag der Fraktion HAK/Linke
hier: Verkehrssicherheit am Knoten Kuhlestraße/Wehringhauser Straße (L700-Bahnhofshinterfahrung) verbessern
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- BV - Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Bearbeitung:
- Bianca Loock
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Bezirksvertretung Hagen-Mitte
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Entscheidung
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29.01.2026
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Beschlussvorschlag
Die Verwaltung wird beauftragt, für den Kreuzungsbereich Kuhlestraße/Wehringhauser Straße (L700 – Bahnhofshinterfahrung) kurzfristige und bauliche Maßnahmen zur nachhaltigen Reduzierung der Unfallzahlen zu prüfen und umzusetzen. Hierzu legt die Verwaltung dem Infrastrukturausschuss eine Vorlage mit Unfallanalyse, Bewertung der bestehenden Lichtsignalanlage sowie umsetzungsreifen Maßnahmenvorschlägen inkl. Kosten- und Zeitplan vor. Dabei sind mindestens folgende Varianten fachlich zu untersuchen und gegenüberzustellen:
1. Signaltechnische Sofortmaßnahmen, insbesondere
• Einführung einer geschützten Linksabbiegerphase (Grünpfeil) für die
Relation Eckesey → Wehringhauser Straße,
• Anpassung der Zwischenzeiten und Räumzeiten,
• getrennte Signalgruppen je Fahrstreifen,
• Anpassung der Spurführung und Markierung im Knotenbereich.
2. Kleinbauliche Umbaumaßnahmen, u. a.
• Prüfung einer separaten Linksabbiegespur mit ausreichendem Stauraum,
• Optimierung der Fahrstreifenführung und Aufstellflächen,
• Verbesserung der Sicherheit für Fuß- und Radverkehr.
Bearbeitet von: Ömer Oral
Tel.: 015732994595 Email: fraktion@hak-hagen.de Dat.: 08.01.2026
3. Umbauvariante Kreisverkehr, einschließlich der Prüfung eines mehrstreifigen
(Turbo-)Kreisverkehrs, mit Bewertung von Leistungsfähigkeit, Flächenbedarf,
Auswirkungen auf ÖPNV, Fuß- und Radverkehr sowie Kosten.
Die Ergebnisse der Unfallkommission sind in die Bewertung einzubeziehen.
Sachverhalt
Der Knoten Kuhlestrase/Wehringhauser Strase (L700 – Bahnhofshinterfahrung) ist als Unfallhäufungsstelle bekannt. Die dort regelmäßig auftretenden Abbiegeunfalle insbesondere zwischen Linksabbiegern aus Richtung Eckesey in die Wehringhauser Straße und dem Geradeausverkehr aus Richtung Haspe in Richtung Eckesey zeigen, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Sicherheitsproblem handelt. Warnbeschilderung allein kann das Unfallrisiko nicht nachhaltig reduzieren, da der eigentliche Konflikt in der Freigabelogik der Lichtsignalanlage und in der Geometrie des Knotenpunktes liegt. Ziel muss es sein, diesen Konflikt sowohl kurzfristig signaltechnisch als auch mittelfristig baulich aufzulösen und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich zu verbessern.
Konkrete Prüffragen an die Verwaltung
Die Verwaltung wird gebeten, in der Vorlage insbesondere folgende Fragen verbindlich zu beantworten:
1. Wie viele Verkehrsunfalle haben sich an diesem Knoten in den Jahren 2022, 2023,
2024 und 2025 ereignet und wie verteilen sie sich auf
• Unfallarten (Abbiege-, Auffahr-, Querungsunfälle),
• Tageszeiten und Wochentage,
• Schweregrade (Sachschaden, Personenschaden, Schwerverletzte, Todesfälle)?
2. Welche Unfallkonstellationen treten am häufigsten auf und welche
Fahrbeziehungen sind dabei überproportional beteiligt?
3. Wie ist die aktuelle Ampelschaltung im Detail aufgebaut (Umlaufzeit,
Freigabeplane, Zwischenzeiten, Raumzeiten, Detektorensteuerung) und
welche Konfliktpunkte bestehen aus verkehrsplanerischer Sicht?
4. Weshalb wurde bisher keine geschützte Linksabbiegerphase fur die besonders
unfallträchtige Relation eingeführt und welche technischen oder verkehrlichen
Grunde stehen dem aktuell entgegen?
5. Welche kurzfristigen signaltechnischen Maßnahmen können innerhalb von
maximal sechs Monaten umgesetzt werden und welche Unfallreduzierung ist
dabei fachlich zu erwarten?
6. Welche kleinbaulichen Umbauten sind im Bestand möglich (Spuraufteilung,
Markierung, Stauraumverlängerung, Bordumbauten) und mit welchen Kosten
und Bauzeiten waren diese verbunden?
7. Ist ein Umbau zu einem Kreisverkehr an dieser Stelle leistungsfähig möglich?
• Welche Verkehrsbelastungen liegen heute auf den einzelnen Zufahrten
vor?
• Welche Kreisverkehrsform (ein- oder mehrstreifig, Turbo) wäre erforderlich?
• Welche Flachen mussten zusätzlich in Anspruch genommen werden und
welche Grundstucke waren betroffen?
• Welche Kosten waren hierfür grob zu erwarten?
8. Welche Empfehlungen hat die Unfallkommission bereits ausgesprochen und
welche davon wurden bislang umgesetzt, welche nicht und warum?
9. Welche Vorzugsvariante empfiehlt die Verwaltung aus fachlicher Sicht zur
nachhaltigen Reduzierung der Unfallzahlen und mit welchem realistischen
Zeitplan kann deren Umsetzung erfolgen?
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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163,1 kB
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29.01.2026 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen
Beschluss:
Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis und bittet sie, das Gremium über den Fortgang der dortigen verkehrlichen Entwicklungen weiter zu unterrichten.
Abstimmungsergebnis:
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Ja |
Nein |
Enthaltung |
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CDU |
4 |
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AfD |
3 |
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SPD |
3 |
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Bündnis 90/Die Grünen |
2 |
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Linke/HAK |
2 |
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FDP |
1 |
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Hagen Aktiv |
1 |
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X |
Einstimmig beschlossen |
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Dafür: |
16 |
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Dagegen: |
0 |
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Enthaltungen: |
0 |
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