Beschlussvorlage - 1069/2026

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt, für den Kreuzungsbereich Kuhlestraße/Wehringhauser Straße (L700 – Bahnhofshinterfahrung) kurzfristige und bauliche Maßnahmen zur nachhaltigen Reduzierung der Unfallzahlen zu prüfen und umzusetzen. Hierzu legt die Verwaltung dem Infrastrukturausschuss eine Vorlage mit Unfallanalyse, Bewertung der bestehenden Lichtsignalanlage sowie umsetzungsreifen Maßnahmenvorschlägen inkl. Kosten- und Zeitplan vor. Dabei sind mindestens folgende Varianten fachlich zu untersuchen und gegenüberzustellen:

 

1. Signaltechnische Sofortmaßnahmen, insbesondere

• Einführung einer geschützten Linksabbiegerphase (Grünpfeil) für die

Relation Eckesey → Wehringhauser Straße,

• Anpassung der Zwischenzeiten und Räumzeiten,

• getrennte Signalgruppen je Fahrstreifen,

• Anpassung der Spurführung und Markierung im Knotenbereich.

2. Kleinbauliche Umbaumaßnahmen, u. a.

• Prüfung einer separaten Linksabbiegespur mit ausreichendem Stauraum,

• Optimierung der Fahrstreifenführung und Aufstellflächen,

• Verbesserung der Sicherheit für Fuß- und Radverkehr.

Bearbeitet von: Ömer Oral

Tel.: 015732994595 Email: fraktion@hak-hagen.de Dat.: 08.01.2026

3. Umbauvariante Kreisverkehr, einschließlich der Prüfung eines mehrstreifigen

(Turbo-)Kreisverkehrs, mit Bewertung von Leistungsfähigkeit, Flächenbedarf,

Auswirkungen auf ÖPNV, Fuß- und Radverkehr sowie Kosten.

Die Ergebnisse der Unfallkommission sind in die Bewertung einzubeziehen.

 

Reduzieren

Sachverhalt

Der Knoten Kuhlestrase/Wehringhauser Strase (L700 Bahnhofshinterfahrung) ist als Unfallhäufungsstelle bekannt. Die dort regelmäßig auftretenden Abbiegeunfalle insbesondere zwischen Linksabbiegern aus Richtung Eckesey in die Wehringhauser Straße und dem Geradeausverkehr aus Richtung Haspe in Richtung Eckesey zeigen, dass es sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Sicherheitsproblem handelt. Warnbeschilderung allein kann das Unfallrisiko nicht nachhaltig reduzieren, da der eigentliche Konflikt in der Freigabelogik der Lichtsignalanlage und in der Geometrie des Knotenpunktes liegt. Ziel muss es sein, diesen Konflikt sowohl kurzfristig signaltechnisch als auch mittelfristig baulich aufzulösen und die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer deutlich zu verbessern.

 

Konkrete Prüffragen an die Verwaltung

Die Verwaltung wird gebeten, in der Vorlage insbesondere folgende Fragen verbindlich zu beantworten:

 

1. Wie viele Verkehrsunfalle haben sich an diesem Knoten in den Jahren 2022, 2023,

    2024   und 2025 ereignet und wie verteilen sie sich auf

   • Unfallarten (Abbiege-, Auffahr-, Querungsunfälle),

   • Tageszeiten und Wochentage,

   • Schweregrade (Sachschaden, Personenschaden, Schwerverletzte, Todesfälle)?

2. Welche Unfallkonstellationen treten am häufigsten auf und welche

    Fahrbeziehungen sind dabei überproportional beteiligt?

3. Wie ist die aktuelle Ampelschaltung im Detail aufgebaut (Umlaufzeit,

    Freigabeplane, Zwischenzeiten, Raumzeiten, Detektorensteuerung) und

    welche Konfliktpunkte bestehen aus verkehrsplanerischer Sicht?

4. Weshalb wurde bisher keine geschützte Linksabbiegerphase fur die besonders

    unfallträchtige Relation eingeführt und welche technischen oder verkehrlichen

    Grunde stehen dem aktuell entgegen?

5. Welche kurzfristigen signaltechnischen Maßnahmen können innerhalb von

    maximal sechs Monaten umgesetzt werden und welche Unfallreduzierung ist

    dabei fachlich zu erwarten?

6. Welche kleinbaulichen Umbauten sind im Bestand möglich (Spuraufteilung,

    Markierung, Stauraumverlängerung, Bordumbauten) und mit welchen Kosten

    und Bauzeiten waren diese verbunden?

7. Ist ein Umbau zu einem Kreisverkehr an dieser Stelle leistungsfähig möglich?

   • Welche Verkehrsbelastungen liegen heute auf den einzelnen Zufahrten

     vor?

   • Welche Kreisverkehrsform (ein- oder mehrstreifig, Turbo) wäre erforderlich?

   • Welche Flachen mussten zusätzlich in Anspruch genommen werden und

     welche Grundstucke waren betroffen?

   • Welche Kosten waren hierfür grob zu erwarten?

8. Welche Empfehlungen hat die Unfallkommission bereits ausgesprochen und

   welche davon wurden bislang umgesetzt, welche nicht und warum?

9. Welche Vorzugsvariante empfiehlt die Verwaltung aus fachlicher Sicht zur

   nachhaltigen Reduzierung der Unfallzahlen und mit welchem realistischen

   Zeitplan kann deren Umsetzung erfolgen?

Reduzieren

Auswirkungen

Inklusion von Menschen mit Behinderung

 

Belange von Menschen mit Behinderung

 

X

sind nicht betroffen

 

 

Auswirkungen auf den Klimaschutz und die Klimafolgenanpassung

X

keine Auswirkungen (o)

 

 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...

Beschlüsse

Reduzieren

29.01.2026 - Bezirksvertretung Hagen-Mitte - geändert beschlossen

Beschluss:

 

Die Bezirksvertretung Hagen-Mitte nimmt die Stellungnahme der Verwaltung zur Kenntnis und bittet sie, das Gremium über den Fortgang der dortigen verkehrlichen Entwicklungen weiter zu unterrichten.

Abstimmungsergebnis:

 

 

Ja

Nein

Enthaltung

CDU

4

 

 

AfD

3

 

 

SPD

3

 

 

Bündnis 90/Die Grünen

2

 

 

Linke/HAK

2

 

 

FDP

1

 

 

Hagen Aktiv

1

 

 


 

X

 Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

16

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0